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Es geht doch nichts über den Geruch eines frisch gedruckten Buches, was man in der Hand halten kann.

Was denkst du, wie oft uns BuchhändlerInnen das frühmorgendliche Kotzen hochkommt, wenn wir wieder mal ein billig gedrucktes, unangenehm stinkendes Buch auspacken müssen...

Außerdem kann man E-Books noch leichter vom Markt entfernen, was btw erst kürzlich mit Orwells 1984 bei amazon passiert ist, entgegen der Kindle-Geschäftsbedingungen.
Was aber, laut amazon, auf einer rechtlichen Grundlage des Eigentümers des Buches passiert ist.
Dennoch wurden Käufer des E-Books ihres Geldes beraubt.

Bei der immer größeren Digitalisierung von Inhalten wird man das wohl irgendwan gar nicht mehr umgehen können.
Das selbe haben wir doch auch beim PSN, bei XBox Live oder bei Apple etc.
Wenn MS, Sony und der Apfel nicht mehr wollen das man etwas nutzt, dann hat man als Kunde halt Pech gehabt.

Wir kriegen praktisch täglich Meldungen von unseren Lieferanten, dass bestimmte Titel, gleichermaßen E-Book und gedrucktes Buch, aufgrund von ungeklärten Streitigkeiten, mit sofortiger Gültigkeit entfernt und nicht mehr beworben werden dürfen.
Das ist genauso beschissen für Händler, die so einen Titel womöglich am Lager haben und erst recht für die Verlage, die so einen Titel in vierstelliger Auflagenzahl haben herstellen lassen. Das passiert reihum in der ganz gewöhnlichen Belletristik, heiklem Sachbuch oder auch popeligem Tier- und Pflanzenführer für die Alm.

Das ist kein reines E-Book Problem und gehört zum Literaturbetrieb dazu.


PS: Und genauso wie Trottel ihre Meinung in einem gewissen Rahmen kundtun und niederschreiben dürfen, dürfen andere eben auch ablehnen, irgendwas herzustellen oder zu verkaufen.

Wenn ich kein gutes Gefühl bei einem Buch (oder KundInnen in Verbindung mit gewissen Büchern) habe, obwohl es nicht verboten ist, aber aus einschlägigen Verlagen kommt, bestelle ich es nicht. Das ist unser gutes Recht. Es kommt selten vor, aber passiert hin und wieder eben doch.

Wir haben weder eine Bestell-, noch eine Verkaufspflicht, ebenso wenig, wie eine Druckerei irgendwas herstellen muss.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was denkst du, wie oft uns BuchhändlerInnen das frühmorgendliche Kotzen hochkommt, wenn wir wieder mal ein billig gedrucktes, unangenehm stinkendes Buch auspacken müssen...

Ich mag den Geruch in Buchhandlungen sowieso nicht.
Da rieche ich schon von weiten, dass das Papier nur noch wenig mit dem eigentlichen Produkt zu tun hat.

Ich halte dennoch lieber ein echtes Buch als einen Plastikkasten beim lesen in der Hand.
Außerdem lese ich verdammt gern in der Badewanne zum entspannen, und da machen sich Elektrogeräte meist sehr schlecht ;)

Ich akzeptiere aber jeden, der das nicht so macht.

Wir kriegen praktisch täglich Meldungen von unseren Lieferanten, dass bestimmte Titel, gleichermaßen E-Book und gedrucktes Buch, aufgrund von ungeklärten Streitigkeiten, mit sofortiger Gültigkeit entfernt und nicht mehr beworben werden dürfen.
Das ist genauso beschissen für Händler, die so einen Titel womöglich am Lager haben und erst recht für die Verlage, die so einen Titel in vierstelliger Auflagenzahl haben herstellen lassen. Das passiert reihum in der ganz gewöhnlichen Belletristik, heiklem Sachbuch oder auch popeligem Tier- und Pflanzenführer für die Alm.

Es ist aber schon etwas anderes, ob ich ein E-Book kaufe, welches dann beim nächsten Online-Abgleich ohne meine Zustimmung vom Verkäufer gelöscht werden kann, oder ob ich ein Buch bereits Zuhause im Regal stehen habe.
 
Zu dem 1984-Fall: Da hat Amazon sich kurze Zeit später für entschuldigt und gesagt, dass das nicht mehr vorkommen wird und man keine bereits gekauften Bücher mehr von den Geräten löschen wird.

In dem Fall lags auch ganz simpel an nicht vorliegenden Verlegerrechten afaik. Also keine weltverschwörerischen Hintergründe und Zensur, sondern einfach nur Business.
 
Zu dem 1984-Fall: Da hat Amazon sich kurze Zeit später für entschuldigt und gesagt, dass das nicht mehr vorkommen wird und man keine bereits gekauften Bücher mehr von den Geräten löschen wird.

In dem Fall lags auch ganz simpel an nicht vorliegenden Verlegerrechten afaik. Also keine weltverschwörerischen Hintergründe und Zensur, sondern einfach nur Business.

Das erzählen DIE doch nur!!! Und du gehst DENEN auch noch voll auf den Leim!!!! DIE haben DA angerufen und gesagt DAS muss weg! Und dann ist DAS auch verschwunden! Weil es DENEN da OBEN nicht in den Kram gepasst hat!
 
Ich weis nicht obs das hier schon gab, aber auf stern.de gibts heute keine News:

www.stern.de

Ich finde nur sie hätten ihr Schnellmenü unten auch wegnehmen sollen. Diese "Dschungelcamp / Girokonto-Vergleich / Urlaub" Liste wirkt irgendwie unpassend.
 
Warum wurde das eigentlich abgelehnt? Welchen Nachteil hat die Bevölkerung denn durch den Friedensvertrag?
Stecke zu wenig in dem Thema drin, deswegen zitiere ich einfach mal die SZ von vor wenigen Tagen.
[...]
Die Gegner des Abkommens um Ex-Präsident Álvaro Uribe lehnten besonders die milden Strafen ab, die für die Guerilleros vorgesehen waren. Selbst schwerste Verbrechen sollten nur mit maximal acht Jahren Haft geahndet werden. Zudem hätte das Abkommen der Farc politischen Einfluss garantiert; zehn Abgeordnetenmandate wären ihnen für die kommenden zwei Wahlperioden zugesichert worden. Der Vertrag sah zudem eine Landreform und neue Ansätze zur Bekämpfung des Drogenhandels vor.

Uribe sagte, dass alle - die Ja-Wähler, die Nein-Wähler und selbst die Nichtwähler - den Frieden befürworten würden. "Niemand will Gewalt." Aber der Pakt sei zu überarbeiten, so der Ex-Präsident der kolumbianischen Tageszeitung El Espectador zufolge.

Der Krieg zwischen Guerillagruppen, Armee und rechtsextremen Paramilitärs hatte sich in den 60er Jahren an Landkonflikten und sozialer Ungerechtigkeit entzündet. Mehr als 340 000 Menschen wurden getötet, davon 80Prozent Zivilisten.
http://www.sueddeutsche.de/politik/...nen-friedensvertrag-mit-der-farc-ab-1.3188140
 
ich zitiere dann mal:

Die Gegner des Abkommens um Ex-Präsident Álvaro Uribe lehnten besonders die milden Strafen ab, die für die Guerilleros vorgesehen waren. Selbst schwerste Verbrechen sollten nur mit maximal acht Jahren Haft geahndet werden. Zudem hätte das Abkommen der Farc politischen Einfluss garantiert; zehn Abgeordnetenmandate wären ihnen für die kommenden zwei Wahlperioden zugesichert worden. Der Vertrag sah zudem eine Landreform und neue Ansätze zur Bekämpfung des Drogenhandels vor.

Die haben sie doch nicht mehr alle...... da hat ein Land die Chance auf Frieden und daran hängt es dann.....eine Wahlbeteiligung von 37%.... geht ja nur um bisher 220000 Tote.... sind die Leute dort wirklich so dumm?
 
Naja, so einfach ist das nun auch nicht. Für jahrzehntelangen Massenmord, Vergewaltigungen und Folter max. 8 Jahre und den geistigen Brandstiftern noch 10 garantierte Abgeordnetenmandate für zwei Wahlperioden ist schon eine gewaltige Kröte! Zudem bedeutet das ja nicht den Abbruch der Friedensverhandlungen, sondern nur eine Nachverhandlung der Konditionen.
 
Jap, erstmal war es ein Schock, dass der Vertrag abgelehnt wurde. Und vielen "Hardlinern" (auch vielen aus dem Volk) ging der Vertrag eben nicht weit genug. Gerade viele, die unter den Farc zu leiden hatten, gehen die Konditionen zu weit, die wollen keine (Ex-)Farc-Rebellen im Parlament sehen oder nur so kurze Zeit im Gefängnis (von den Amnestien mal ganz abgesehen).

Da die Farc auch angekündigt hat, nicht wieder in den bewaffneten Widerstand zu ziehen oder Gewalt auszuüben, haben sich wohl doch mehr getraut, dagegen zu stimmen.

Trotzdem natürlich nicht gut, dass der Vertrag abgelehnt wurde.
 
Naja, so einfach ist das nun auch nicht. Für jahrzehntelangen Massenmord, Vergewaltigungen und Folter max. 8 Jahre und den geistigen Brandstiftern noch 10 garantierte Abgeordnetenmandate für zwei Wahlperioden ist schon eine gewaltige Kröte! Zudem bedeutet das ja nicht den Abbruch der Friedensverhandlungen, sondern nur eine Nachverhandlung der Konditionen.

Aber man muss eben irgendwann einen Schlussstrich ziehen..... im Nachkriegsdeutschland sind auch nur wenige verurteilt worden trotz diverser Greueltaten....
 
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