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Aber wenn du schon von der Vereinbarkeit unserer demokratischen Grundwerte schreibst, dann solltest du diese auch anerkennen. Diese besagen nämlich, dass wir Menschen, die flüchten müssen, aufnehmen.
Das müsst Ihr wohl und die Österreicher auch aber die Amerikaner, Australier, Russen, Chinesen, Inder etc. anscheinen nicht.
Ich als Chinese würde übrigens bei jedem Amoklauf egal ob links oder rechts voll eine auf die Fresse kriegen. Der Würzburger Asylant hat eine Gruppe von Chinesen attackiert, der amoklaufende Deutsch Iraner hätte mich sicher auch gern als Ausländer abgeknallt und der Breivik sowieso.
 
Naja, das Problem aus den Ländern sind eher die nicht anerkannten. Ob anerkannt oder nicht spielt in Deutschland nämlich letztendlich gar keine Rolle, weil die Zehntausenden nicht anerkannten aus diesen Ländern und Hunderttausende insgesamt auch nicht abgeschoben werden können.
 
Und trotzdem hat jeder Mensch in unserem Rechtsstaat erstmal das Recht, hier einen Antrag auf Asyl zu stellen.

Du hast ja Recht, dass abgelehnte Asylbewerber abgeschoben werden müssen, aber da kann ich doch die Schuld nicht bei den Menschen suchen, sondern beim Staat und den Behörden, die zu wenig Personal haben, um die Abschiebungen durchzuführen.

Außerdem kamen von Januar bis Juni 2016 wieder 74% aller gestellten Asylanträge aus Syrien, Afghanistan und Irak, ich persönlich kann da kein Übermaß an Menschen feststellen, die nicht direkt aus Kriegsgebieten fliehen.
Es ist schon schlimm genug, dass drei Viertel der Flüchtenden aus Kriegsgebieten kommen, ich Maße mir aber auch nicht an, einem Flüchtenden aus Nigeria, Pakistan oder Eritrea zu sagen: "Hey, so schlimm ist es bei dir doch nicht, immerhin kein Krieg."
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Du hast ja Recht, dass abgelehnte Asylbewerber abgeschoben werden müssen, aber da kann ich doch die Schuld nicht bei den Menschen suchen, sondern beim Staat und den Behörden, die zu wenig Personal haben, um die Abschiebungen durchzuführen.

Das liegt nicht an fehlendem Personal, sondern daran, dass diese Personen ihre Pässe verschwinden lassen und ihnen keines der Herkunftsländer einen neuen ausstellt...
 
Es ist schon schlimm genug, dass drei Viertel der Flüchtenden aus Kriegsgebieten kommen, ich Maße mir aber auch nicht an, einem Flüchtenden aus Nigeria, Pakistan oder Eritrea zu sagen: "Hey, so schlimm ist es bei dir doch nicht, immerhin kein Krieg."

Das können wir den 60 Millionen, die in den Regionen dann noch warten ja mal genauso mitteilen.
 
Das liegt nicht an fehlendem Personal, sondern daran, dass diese Personen ihre Pässe verschwinden lassen und ihnen keines der Herkunftsländer einen neuen ausstellt...
Hat sich De Mazière da nicht schonmal ein Ei gelegt und er und seine Behörde mussten eingestehen, dass doch nicht so viele ihre Pässe fälschen oder keine haben?

Der Spiegel schreibt von etwa 33.000 Menschen insgesamt in Deutschland, die wegen fehlender Dokumente oder Nichtaustellung neuer Dokumente nicht abgeschoben werden können.
Bei der Anzahl an Asylanträgen ist das doch überschaubar, Hunderttausende sind das mit Sicherheit nicht.
 
U
Es ist schon schlimm genug, dass drei Viertel der Flüchtenden aus Kriegsgebieten kommen, ich Maße mir aber auch nicht an, einem Flüchtenden aus Nigeria, Pakistan oder Eritrea zu sagen: "Hey, so schlimm ist es bei dir doch nicht, immerhin kein Krieg."

Jeder kann hier den Antrag stellen, wieso auch nicht. Wir sollten nur nicht anfangen, das Leben in anderen Ländern zu bewerten. Ich bin immer noch der Meinung, dass viele in Nigeria, Pakistan und Eritrea glücklicher leben als wir hier. Also wär der richtige Satz von dir "denkt ihr wirklich, hier ist alles besser?"
 
Hat sich De Mazière da nicht schonmal ein Ei gelegt und er und seine Behörde mussten eingestehen, dass doch nicht so viele ihre Pässe fälschen oder keine haben?

Der Spiegel schreibt von etwa 33.000 Menschen insgesamt in Deutschland, die wegen fehlender Dokumente oder Nichtaustellung neuer Dokumente nicht abgeschoben werden können.
Bei der Anzahl an Asylanträgen ist das doch überschaubar, Hunderttausende sind das mit Sicherheit nicht.

Bei de Maizière ging es um Krankschreibungen. Die andere beliebte Variante ist ja, dass ein Kind der Sippe abhaut, so dass eine Abschiebung nicht vollzogen werden kann. Letztendlich nimmt jeder von denen einem echten Flüchtling den Platz weg. Europa hat für den Deal mit der Türkei schon seine Seele verkauft. Je nachdem, wie lange der noch hält, wird man hier früher oder später so gut wie alles tun, um das zu stoppen.
 
Oh come on, du weißt ganz genau, dass so ein Run niemals kommen wird.

Deine pessimistische und schwarzmalerische Art in Ehren, manchmal würde dir etwas mehr positives Denken gut tun. :D
Das ist überhaupt nicht pessimistisch und schwarzmalerisch und positives Denken nützt gar nichts. Solange Menschen viel Nachwuchs bekommen und keine Perspektive im Heimatland sehen werden sie auswandern. Siehe Geschichte Amerikas.
Man kann es den Menschen auch nicht verübeln und Europa ist halt derzeit ein williges Einwanderungsgebiet.
 
Zu den Pässen:
Ich frage mich, ob vom Krieg zerrüttete Länder wie Syrien überhaupt noch in der Lage sind, ihre Bevölkerung flächendeckend mit gültigen Pässen zu versorgen. Ungültig kann ja auch bedeuten: 2010 oder so abgelaufen.
Ich schätze daher, nicht jeder, der sich nicht ausweisen kann, hat seinen Pass absichtlich fortgeworfen.
 
Jeder kann hier den Antrag stellen, wieso auch nicht. Wir sollten nur nicht anfangen, das Leben in anderen Ländern zu bewerten. Ich bin immer noch der Meinung, dass viele in Nigeria, Pakistan und Eritrea glücklicher leben als wir hier. Also wär der richtige Satz von dir "denkt ihr wirklich, hier ist alles besser?"
Aber das tun wir doch schon längst, auf solchen Grundlagen muss ja entschieden werden, ob jemand bleiben darf oder nicht.

Wenn ich jetzt Nigeria als Beispiel nehme. Klar, du kannst aus einem tollen Viertel in Abuja kommen, Geld haben, Bildung, eine Familie, eine Zukunft.
Du kannst aber auch aus dem Nordosten Nigerias kommen, ständige Gefahr von Boko Haram erleiden, schon im eigenen Land auf der Flucht gewesen, keine Perspektive und Zukunft.
Nur wer von beiden wird flüchten?
Deswegen kann ich nicht sagen, es wird bestimmt Menschen in Nigeria geben, die glücklicher sind, als einige hier, aber das trifft nicht auf den Menschen zu, der z.B. unter Boko Haram zu leiden hat.
Also sollte man schon immer jeden Einzelfall betrachten und nicht sagen, bloß weil dort kein Krieg im herkömmlichen Sinne herrscht, ist er kein "richtiger" Flüchtling, was by the way eh Schwachsinn ist.

Das ist überhaupt nicht pessimistisch und schwarzmalerisch und positives Denken nützt gar nichts. Solange Menschen viel Nachwuchs bekommen und keine Perspektive im Heimatland sehen werden sie auswandern. Siehe Geschichte Amerikas.
Man kann es den Menschen auch nicht verübeln und Europa ist halt derzeit ein williges Einwanderungsgebiet.
Und der Unterschied ist, dass ich das trotzdem positiv sehe.
Deutschland braucht Zuwanderung, und zwar in Massen. Andernfalls können wir uns unseren Lebensstandard in Zukunft vergessen.
Auch gibt es eigentlich nur positive und negative Effekte auf dem Arbeitsmarkt und für den Sozialstaat durch Migration.
Die negativen Einflüsse sind entweder vernachlässigbar, schlicht nicht existent oder exisitieren nur in den Köpfen.
Leider finde ich im Moment nur die Arbeit meines ehemaligen Profs, der hat sich ausführlich mit dem Thema beschäftigt, wie sich Einwanderung auf den Arbeitsmarkt und den Sozialstaat auswirkt.

Ich quote mal einen kurzen Anfangsteil des Fazits:
Der Qualifikationsanstieg unter den Neuzuwanderern nach Deutschland verändert die Wirkungen der Migration auf Arbeitsmarkt und Sozialstaat: Per Saldo ergeben sich durch Migration langfristig neutrale oder sogar positive Effekte für den Arbeitsmarkt. Die gesamtwirtschaftliche Arbeitslosenquote sinkt durch die Zuwanderung, während sie in der Vergangenheit vor allem wegen der überdurchschnittlichen Beschäftigungsrisiken von Personen mit Migrationshintergrund leicht gestiegen ist. Auch ergeben sich günstigere Verteilungseffekte: Während in der Vergangenheit vor allem die geringer qualifizierten Beschäftigten die Anpassungslasten der Migration tragen mussten, so sind jetzt vor allem besser qualifizierte Arbeitskräfte, deren Arbeitsmarktrisiken ohnehin gering sind, betroffen. Allerdings konzentrieren sich die negativen Arbeitsmarktwirkungen der Migration weiterhin auf die bereits in Deutschland lebenden Migranten. Dies ist vor allem auf den Umstand zurückzuführen, dass Migranten und einheimische Arbeitskräfte auch bei gleicher Qualifikation und Berufserfahrung nur unvollkommen im Arbeitsmarkt konkurrieren. [...]

Bereits in der Vergangenheit ergaben sich in Deutschland erhebliche Gewinne für den Sozialstaat durch Zuwanderung. Das mag auf den ersten Blick überraschen, weil Personen mit Migrationshintergrund rund doppelt so häufig wie Einheimische von Arbeitslosigkeit betroffen sind und folglich in deutlich höherem Umfang Transferleistungen nach dem Sozialgesetzbuch II und III beziehen. Diese Effekte werden jedoch durch den Nettobeitrag von Personen mit Migrations- hintergrund zu den umlagefinanzierten Rentenversicherungssystemen und anderen Sozialver- sicherungssystemen mehr als kompensiert. Diese Nettobeiträge sind vor allem auf die günstige Altersstruktur der Migranten zurückzuführen. Mit dem Qualifikationsanstieg der Neuzuwanderer und der zu erwartenden besseren Arbeitsmarktintegration werden diese Nettobeiträge weiter steigen. Bereits für die Vergangenheit wurde berechnet, dass sich der laufende Nettobeitrag der in Deutschland lebenden Migranten zur fiskalischen Bilanz des Sozialstaates auf rund 2.000 Euro pro Jahr und Kopf beläuft. Dieser Nettobeitrag dürfte für die Neuzuwanderer aufgrund ihrer höheren Qualifikation und besseren Arbeitsmarktintegration erheblich höher ausfallen.

https://mediendienst-integration.de/fileadmin/Dateien/bertelsmann-bruecker-studie-einwanderung.pdf
 
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