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Diskutiert ihr jetzt ernsthaft drüber wann die Opferzahlen höher waren und relativiert damit die aktuellen Umstände ind Frankreich und ganz Europa? Das ist schon eine ziemliche Verhöhnung der Opfer. Glaubt hier ernsthaft jemand dass die Angehörigen jetzte denken: "hm, stimmt... früher wars ja eigentlich schlimmer. Aja und eigentlich sind wir ja selbst Schuld aufgrund unserer Aussen und Innenpolitik". :staun:

Es ist völlig egal was IRA, RAF oder Al Quadia getan haben und wieviele Opfer sie gefordert haben. Es geht darum, dass JETZT Dinge wie am Flughafen Brüssel oder im Bataclan jederzeit passieren können. Und eben auch Dinge wie die gestrige Tat, unabhängig davon ob sie religiös motiviert war.

Wenn man in Deutschland oder Österreich sitzt und das ganze nur aus den Nachrichten kennt ist es natürlich leicht zu sagen "EU ist so sicher wie nie zuvor". Aber ich möchte in der heutigen Zeit nicht in Frankreich leben. Auch nicht in Brüssel.
 
Stimmt, lasst uns einfach alle hysterisch werden.

Ich hab nur eine Aussage relativiert, die imo einfach falsch ist.
 
Das hat nix mit Hysterie zu tun. Es ist in so einem Fall nur völlig unnötig unangebracht. EU und vor allem Frankreich wird seit geraumer von Anschlägen heimgesucht die gezielt Zivilisten und vollkommen Unschuldige bzw. Unbeteiligte betreffen. Egal ob du auf Klassenfahrt aus Berlin bist oder eine schweizer Touristin. Es kann dich heutzutage in Europa bei einem solchen Anschlag treffen. Wie man mit diesem Gedanken umgeht bleibt jedem selbst überlassen. Nur ob man noch so cool in den Statistiken und Geschichtsbüchern blättert oder sich die Chance ausrechnet einer von vielleicht 300 Menschen bei Zig Millionen Einwohnern in EU zu sein, wenn sowas mal vor seiner Haustür passiert wage ich zu bezweifeln. Daher sind solche Aussagen auch nicht falsch. Da das Sicherheitsgefühl immer eine subjektive Empfindung ist die man auch nicht wegdiskutieren kann.
 
Diskutiert ihr jetzt ernsthaft drüber wann die Opferzahlen höher waren und relativiert damit die aktuellen Umstände ind Frankreich und ganz Europa? Das ist schon eine ziemliche Verhöhnung der Opfer.

Nein, das ist keine Verhöhnung der Opfer. Das ist eine richtige und wichtige Feststellung.

Würden wir es schaffen, nicht bei jedem Terroranschlag tagelang intensiv darüber in allen Medien zu berichten, hätten die Terroristen kaum noch einen Anlass, solche Taten wirklich durchzuführen. Die mediale Berichterstattung und der Outcry sind so ziemlich das Einzige, was den Terroristen etwas bringt.

Wenn du also meinst, wir sollten nun gezwungenermaßen nicht objektiv ruhig und meinetwegen "relativierend" sagen, dass es früher aber auch schon mehr Terrortote in Europa gab, spielst du den Terroristen in die Hände.
 
Ja klar... überzeugte Selbstmordattentäter sitzen daheim und denken sich "och menno. Der letzte Kumpel der sich in 1000 Fetzen gesprengt hat, hat grad mal 5 Zeilen im Lokalblatt bekommen. Und wirklich gestört hats auch niemanden. Ach scheiss drauf... ich vertick meine 15 KG Sprengstoff und leb doch mein Leben weiter." Wie naiv ist so ein Gedanken bitte? Der IS verübt soclhe Anschläge doch nicht um sich dann die 2 Seiten Reportage an den Kühlschrank zu heften... :staun:

Was erwartest du von den Medien und Regierungen? Nachrichtensperre? Zensur? Gleichgültigkeit?

Und wann darfst du dann nicht mehr objektiv und relativierend sein? Wenn der Bodycount des IS den der IRA und Co übersteigt? Darf man DANN sagen "joa scheisse... ziemlich beunruhigend heutzutage".
 
Nein, das ist keine Verhöhnung der Opfer. Das ist eine richtige und wichtige Feststellung.

Würden wir es schaffen, nicht bei jedem Terroranschlag tagelang intensiv darüber in allen Medien zu berichten, hätten die Terroristen kaum noch einen Anlass, solche Taten wirklich durchzuführen. Die mediale Berichterstattung und der Outcry sind so ziemlich das Einzige, was den Terroristen etwas bringt.

Wenn du also meinst, wir sollten nun gezwungenermaßen nicht objektiv ruhig und meinetwegen "relativierend" sagen, dass es früher aber auch schon mehr Terrortote in Europa gab, spielst du den Terroristen in die Hände.
Stimmt am besten die 80 Toten verschweigen. Die mediale Berichterstattung und der Outcry sind am allem schuld. Wenn wir nicht mehr berichten , gibt es auch keine Anschläge mehr. LOL
Oh Mann Ihr Relativierer solltet euch gleich um einen politischen Posten bewerben.
Ich war übrigens letzte Woche in China. Die wundern sich auch nur noch darüber wie gelähmt Europa die letzten Jahre reagiert.
 
Wie naiv ist so ein Gedanken bitte? Der IS verübt soclhe Anschläge doch nicht um sich dann die 2 Seiten Reportage an den Kühlschrank zu heften... :staun:

Naiv wäre es, das Gegenteil zu glauben. Den Rest deines Postings beantworte ich folgendermaßen: Es ist klar, dass wir nichts dagegen machen können. Natürlich darf die Presse darüber berichten, natürlich dürfen die Menschen sich in sozialen Medien den Mund drüber zerreissen, was anderes ist in einer freien Gesellschaft gar nicht möglich.

@Azrael1965 : Ich frag mich, warum ihr "Nicht-Relativierer" euch dann nicht die ganze Zeit über die vielen tausenden Verkehrstoten über Europa ständig unterhaltet und euch nicht ständig überlegt, wie man die verhindern kann? Ich mein, nur weil es schon immer tausende Verkehrstote jedes Jahr gegeben hat bedeutet das ja nicht, dass man das dieses Jahr gleichgültig hinnehmen kann, oder?

Warum hört man da so wenig von dir in Bezug auf die Verkehrstoten?
 
Ich finde ja, obwohl die Medien das akribisch ausschlachten, herrscht deswegen in Europa nicht Angst und Schrecken. Das normale Leben geht einfach weiter.
 
Naiv wäre es, das Gegenteil zu glauben. Den Rest deines Postings beantworte ich folgendermaßen: Es ist klar, dass wir nichts dagegen machen können. Natürlich darf die Presse darüber berichten, natürlich dürfen die Menschen sich in sozialen Medien den Mund drüber zerreissen, was anderes ist in einer freien Gesellschaft gar nicht möglich.

@Azrael1965 : Ich frag mich, warum ihr "Nicht-Relativierer" euch dann nicht die ganze Zeit über die vielen tausenden Verkehrstoten über Europa ständig unterhaltet und euch nicht ständig überlegt, wie man die verhindern kann? Ich mein, nur weil es schon immer tausende Verkehrstote jedes Jahr gegeben hat bedeutet das ja nicht, dass man das dieses Jahr gleichgültig hinnehmen kann, oder?

Warum hört man da so wenig von dir in Bezug auf die Verkehrstoten?
Weil man eben Verkehrstote nicht mit Terroropfern gleichsetzt. Da muss eben rechnen. Wiegen die Vorteile des automobilen Individualverkehrs die Toten auf oder benützen wir nur noch öffentliche Verkehrsmittel(auch Unfälle) oder gehen zu Fuss?
Zu meinem letzten Satz.
Ich bin ja kein Deutscher und wir sind in einem Spieleforum. Was ist wenn die ganze Welt noch immer Civilization, Risko, Total War spielt aber Europa anscheinend die Spielregeln nicht mehr kennt.
Ich sage dass weil ich als Chinese weiss, dass DIE ganz bestimmt noch mitspielen. siehe Inselstreit in Südostasien, siehe Tibet, siehe Taiwan, siehe Investitionen in Afrika, etc etc etc. Die haben soviel Dreck am Stecken und der Grossteil der Bevölkerung befürwortet das.
USA machen das auch, Russland sowieso, Indien auch Saudiarabien, eigentlich jeder Staat auf der Welt versucht seine Position und die seiner Einwohner auf Kosten der anderen zu verbessern. Nur in Europa kann man genau NICHTS tun, gar nichts. Und auf der ganzen restlichen Welt wird das als Schwäche aufgefasst.
Sorry ich sage das Migrant und es gefällt mir bei euch richtig gut.
 
Naiv wäre es, das Gegenteil zu glauben.
Aja, na dann ist ja alles klar. Danke für die Erklärung, wusste ich nicht. :roll:


Zu deinem Beispiel mit den Verkehrstoten: Es gibt unter anderem das Kuratorium für Verkehrssicherheit. Es machen sich genug Leute Gedanken darüber wie man die Verkehrssicherheit erhöhen kann. Inklusive jedem Autokäufer der bei seinem Neuwagen für Sicherheitsfeatures einen Aufpreis zahlt. Davon abgesehen kann ich an dem Vergleich nix sehen was auch nur annäherend mit der hier gestellten Frage zu tun hat. Im Gegenteil: über Verkehrstote wird in den Nachrichten genauso berichtet. Würde es nun bei weniger Berichterstattung weniger Tote geben? :ugly:
Sorry, aber ich kann dir da echt nicht folgen...
 
Weil man eben Verkehrstote nicht mit terroropfer gleichsetzt. Da muss eben rechnen. Wiegen die Vorteile des automobilen Individualverkehrs die Toten auf oder benützen wir nur noch öffentliche Verkehrsmittel(auch Unfälle) oder gehen zu Fuss?

Ui, relativierst du jetzt etwa das Schicksal der Verkehrstoten? Sind die nicht genauso tot wie die Terroropfer?

Wenn du die vielen hundert Verkehrstoten alleine in Deutschland durch die Vorteile des Individualverkehrs relativierst, würdest du dann mit |kiwi| übereinstimmen, dass du durch diese Relativierung die Opfer verhöhnst? Ich meine (um es mit |kiwi|s Worten zu sagen): Glaubst du das die Angehörigen der Verkehrstoten jetzt denken, "ja, Individualverkehr ist schon wichtig, da ist es dann weniger schlimm, dass mein Angehöriger tot ist"?

@ |kiwi|: Macht nix, wenn du mir nicht folgen kannst. Über die vielen hundert Verkehrstoten wird jedenfalls deutlich, deutlich weniger berichtet, als über Terroranschläge. Kannst ja mal die aufgewendeten Nachrichtenminuten pro Terroropfer mit den aufgewendeten Nachrichtenminuten pro Verkehrstotem vergleichen, bzw. die Zahl der darüber jeweils in Zeitungen geschriebenen Worte vergleichen, vielleicht könnte das ein Hinweis für dich sein. ;)
 
Ah hab mich schon gewundert wo du dein hohes Ross geparkt hast... aber das hats ja jetzt endlich auch in den Thread geschafft.
Aber gut, kann ich auch und ums nicht wie zuvor nur durch die Blume auszudrücken: dein Vergleich ist an Dämlichkeit kaum zu überbieten. Völlig am Thema vorbei.
 
Ui, relativierst du jetzt etwa das Schicksal der Verkehrstoten? Sind die nicht genauso tot wie die Terroropfer?

Wenn du die vielen hundert Verkehrstoten alleine in Deutschland durch die Vorteile des Individualverkehrs relativierst, würdest du dann mit |kiwi| übereinstimmen, dass du durch diese Relativierung die Opfer verhöhnst? Ich meine (um es mit |kiwi|s Worten zu sagen): Glaubst du das die Angehörigen der Verkehrstoten jetzt denken, "ja, Individualverkehr ist schon wichtig, da ist es dann weniger schlimm, dass mein Angehöriger tot ist"?
Jeder Tote ist zwar schlimm, aber meistens gibt es eine Ursache, die für die Betroffenen verständlich ist. zB Eigener Fahrfehler oder Fahrfehler des Unfallgegners den man dafür zur Rechenschaft ziehen kann. Deswegen kommen die meisten die auf die Idee das Autofahren zu verbieten. Aber gegen Terroranschläge haben doch alle etwas und nein der vergleich ist überhaupt nicht On point. Er ist ein Beschwichtigungsversuch den man eigentlich aus der Politik kennt.
 
Oh ja, lass und "nein!" "doch!" "nein!" "doch!" spielen. Auch nach deiner schönen Erklärung bleib ich mal bei meiner Meinung und spar mir die kommenden 2-3 Posts. Dein Beispiel ist und bleibt (und ja, daran wird sich auch nix mehr für mich ändern) unpassend und hinkt einfach nur gewaltig. Mir ist auch druchaus klar, dass du deine Meinung (wie eigentlich eh überall) als on point und des Wiesheits letzter Schluss siehst. Deswegen ist mit zu dieksutieren auch so mühsig und letztendlich sinnlos. Und natürlich verbuchst du das jetzt als Bestätigung deiner ach so auf den Punkt gebrachten Meinung ;)
 
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