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Exit aus dem Brexit? Zwei mögliche Alternativen

Ha, diese Schisser. Wenn das allerdings tatsächlich so kommen sollte und man denen das durchgehen lässt, dann könnte man die EU direkt danach auch in vereinigte Bananenrepubliken umbenennen.
Und ich frage mich, ob man Großbritannien bei nem Rückzieher verklagen könnte, weil sie mit ihrem Kaspertheater kurzzeitig 4 Billionen USD vernichtet haben.
was gedenkst du denn dagegen zu tun? ohne dass die briten einen austritt beantragen wird auch nichts passieren.
einzig deren extra-würste wären zukünftig zu streichen. ob man das macht, wird man dann sehen.
 
Wobei ich auch nicht verstehe warum die EU da so aufs Gas drückt, anstatt erstmal abzuwarten was da in UK weiter passiert. Klingt ja fast so als wollte man England schnellst möglich rauswerfen anstatt zu hoffen ob die den brexit doch zurück nehmen. Nen Imageschaden für die EU sehe ich da nicht direkt. Nur für die Briten. Und selbst wenn. Lieber nen kleinen Imageschaden als ne EU ohne England.
 
Sie wären zumindest in einer sehr schwachen Position um mehr Rabatt zu fordern, auch wenn man jetzt auf die Idee kommen könnte, frei nach dem Motto: "gebt uns mehr und wir bleiben doch". Mit so etwas hätten die Briten eh jegliche Glaubwürdigkeit verspielt, bei der EU und erst recht bei internationalen Investoren.
Wobei ich auch nicht verstehe warum die EU da so aufs Gas drückt, anstatt erstmal abzuwarten was da in UK weiter passiert. Klingt ja fast so als wollte man England schnellst möglich rauswerfen anstatt zu hoffen ob die den brexit doch zurück nehmen. Nen Imageschaden für die EU sehe ich da nicht direkt. Nur für die Briten. Und selbst wenn. Lieber nen kleinen Imageschaden als ne EU ohne England.

Ich schätze um Entschlossenheit zu demonstrieren. Ansonsten wären andere Kandidaten vielleicht ermuntert, auch nochmal ein wenig "auszuprobieren"
 
Denke das Problem der EU ist, dass man schon seit Jahren wegen den Briten in der Luft hängt. Erst wurde das Referendum angekündigt, Jahre später wird es durchgeführt und jetzt soll das Ergebnis irgendwann mal umgesetzt werden. Man hat doch da absolut keine Planungssicherheit. Die Entscheidung ist gefallen und muss alleine schon wegen der Unsicherheit so schnell wie möglich umgesetzt werden.

Zumal man in der EU in der blöden Lage ist, von den Briten abhängig zu sein. Die Briten können es hinauszögern und sich dann vielleicht bei den Verhandlungen wieder die besten Zugeständnisse von der EU zusichern lassen.
 
Denke das Problem der EU ist, dass man schon seit Jahren wegen den Briten in der Luft hängt. Erst wurde das Referendum angekündigt, Jahre später wird es durchgeführt und jetzt soll das Ergebnis irgendwann mal umgesetzt werden. Man hat doch da absolut keine Planungssicherheit. Die Entscheidung ist gefallen und muss alleine schon wegen der Unsicherheit so schnell wie möglich umgesetzt werden.

Zumal man in der EU in der blöden Lage ist, von den Briten abhängig zu sein. Die Briten können es hinauszögern und sich dann vielleicht bei den Verhandlungen wieder die besten Zugeständnisse von der EU zusichern lassen.
nein, können sie nicht. die EU ist von den briten auch nur insofern abhängig, dass sie den antrag stellen müssen und nicht rausgeworfen werden können. für die austrittsverhandlungen ist ein zweitraum von 2 jahren festgesetzt, der in beiderseitigem einvernehmen verlängert werden kann. in diesem zeitraum ist GB weiter mitglied der eu und man versucht die zukünftige verbindung vertraglich zu regeln. gelingt das nicht, ist der austritt trotzdem rechtswirksam, dann allerdings ohne verträge und das wäre eine einzige katastrophe für die briten, aber nicht für die eu.
 
Die Zweijahresfrist beginnt aber erst bei Einreichung des Austrittsantrags zu laufen, insofern können sie es theoretisch tatsächlich so lange rauszögern, wie sie wollen.

Praktisch wird das aber trotzdem nicht funktionieren, nicht nur, weil sich die Tories damit endgültig unglaubwürdig machen würden, sondern auch, weil die EU ihnen schon jetzt die Kompetenzen zu kappen beginnt (mit dem Ratsvorsitz nächstes Jahr wird es z. B. schon mal nix).
 
nein, können sie nicht. die EU ist von den briten auch nur insofern abhängig, dass sie den antrag stellen müssen und nicht rausgeworfen werden können. für die austrittsverhandlungen ist ein zweitraum von 2 jahren festgesetzt, der in beiderseitigem einvernehmen verlängert werden kann. in diesem zeitraum ist GB weiter mitglied der eu und man versucht die zukünftige verbindung vertraglich zu regeln. gelingt das nicht, ist der austritt trotzdem rechtswirksam, dann allerdings ohne verträge und das wäre eine einzige katastrophe für die briten, aber nicht für die eu.
Das meine ich doch. Die Briten unternehmen gerade absolut nix um den Antrag zu stellen. Cameron ist im Oktober weg, der Nachfolger (wer?) solls richten, wann? Keine Ahnung.

Und da in diesem Zeitraum die Briten der EU auf der Nase rumtanzen können und man eben nix machen kann solange nicht der Antrag gestellt wird sind diese zwei Jahre eben auch nur ein netter Zeitraum. Denn zu den zwei Jahren können locker mal ein Jahr an Vorlauf hinzukommen.
 
Das meine ich doch. Die Briten unternehmen gerade absolut nix um den Antrag zu stellen. Cameron ist im Oktober weg, der Nachfolger (wer?) solls richten, wann? Keine Ahnung.

Und da in diesem Zeitraum die Briten der EU auf der Nase rumtanzen können und man eben nix machen kann solange nicht der Antrag gestellt wird sind diese zwei Jahre eben auch nur ein netter Zeitraum. Denn zu den zwei Jahren können locker mal ein Jahr an Vorlauf hinzukommen.
wie sollen sie denn der eu auf der nase tanzen? die rabatte und privilegien werden irgendwann geschtrichen und wenns ganz hart kommt, behält man gelder zruück.
 
Nach Cameron wird ein Brexiter kommen, vielleicht sogar Johnson. Und damit sind die Torys in Zugzwang oder sie machen sich komplett lächerlich. Die können nicht all zu lange warten, oder sie werden von den eigenen Leuten weggespült.

Ich tippe mal auf eine Antragstellung Ende 2017. Und bis dahin sitzen die Briten am Katzentisch, während Ihnen die Investoren weglaufen. Wird eine bittere Zeit werden.
 
die ironie ist doch eigentlich, das boris johnson überhaupt kein überzeugter brexiter ist. er ist oportunist und populist. und hat sich da ganz schän was eingebrockt, wie ihm so langsam klar wird.
 
wie sollen sie denn der eu auf der nase tanzen? die rabatte und privilegien werden irgendwann geschtrichen und wenns ganz hart kommt, behält man gelder zruück.

Na ja, aktuell sind sie ja noch drin. Es wird erstmals nix gestrichen. Und jetzt spielt Europa verrückt, da die ganzen Rechten auch raus wollen. Man müsste also irgendwie handeln, kann aber nicht da dafür die Briten den Antrag stellen muss. Also könnten die Briten schon gewisse Bedingungen stellen, damit man sich in diese Verhandlungen überhaupt erst begibt.

Wie gesagt, die Briten haben das Heft in der Hand und die EU muss damit klar kommen, dass man eine harte Haltung überhaupt nicht zeigen kann.
 
Na ja, aktuell sind sie ja noch drin. Es wird erstmals nix gestrichen. Und jetzt spielt Europa verrückt, da die ganzen Rechten auch raus wollen. Man müsste also irgendwie handeln, kann aber nicht da dafür die Briten den Antrag stellen muss. Also könnten die Briten schon gewisse Bedingungen stellen, damit man sich in diese Verhandlungen überhaupt erst begibt.

Wie gesagt, die Briten haben das Heft in der Hand und die EU muss damit klar kommen, dass man eine harte Haltung überhaupt nicht zeigen kann.
ich glaube, du unterschätzt die möglichkeiten der eu ganz gehörig. letztlich haben sie die hand am geld und das kann man den briten zusammenstreichen. und letztlich gehts doch genau darum.

im übrigen halte ich es auch für ein sehr starkes signal an den rest der welt, wenn die briten jetzt ein halbes jahr rumeiern und dann wieder angekrochen kommen. und auch dann hat die EU die stärkere position.
 
http://www.faz.net/aktuell/politik/...brexits-camerons-groesster-coup-14309564.html

Sowohl demokratie- und legitimitätstheoretisch wie praktisch-politisch wäre es zweifellos kaum möglich für das Parlament, sich nun über den Wählerwillen hinwegzusetzen. Auf der anderen Seite bietet die Verfassungslage den politischen Eliten jenseits der Rechtspopulisten in Ukip und bei den Tories die Chance, den Brexit doch noch zu verhindern: Durch das Verschieben des Austrittsgesuchs bei der EU wird Zeit gewonnen, und ein neuer Premierminister kommt angesichts der komplexen Lage wohl kaum umhin, sofort nach seinem Amtsantritt Unterhauswahlen anzusetzen, um seine Legitimation zu stärken. Der daraus resultierende Parlamentswahlkampf könnte jedoch quasi als neues Referendum über den „Brexit“ interpretiert werden, sofern die Folgen des anstehenden Austritts Großbritanniens von den Parteien entsprechend ins Zentrum des Wahlkampfes gerückt werden.

Dies dürfte kaum zu vermeiden sein, zumal sich mit dem drohenden Zerfall des Königreichs wegen der EU-Frage eine ganz neue Situation ergeben haben dürfte. Wenn man realistischerweise davon ausgeht, dass Ukip oder die EU-skeptischen Teile der Konservativen nicht mit einer absoluten Mehrheit der Sitze – hier spielt auch das Wahlsystem dem „Remain“-Lager in die Hände – aus diesen Wahlen hervorgehen werden, könnte der neue Premier den „Brexit“ ganz legitim zu den Akten legen

Brexit einfach aussitzen. :kaffee:
 
ich glaube, du unterschätzt die möglichkeiten der eu ganz gehörig. letztlich haben sie die hand am geld und das kann man den briten zusammenstreichen. und letztlich gehts doch genau darum.

im übrigen halte ich es auch für ein sehr starkes signal an den rest der welt, wenn die briten jetzt ein halbes jahr rumeiern und dann wieder angekrochen kommen. und auch dann hat die EU die stärkere position.
Wie soll die EU den Briten was zusammenstreichen? Aktuell gibt's gültige Verträge und die werden auch in den zwei Jahren nach Antragsstellung gelten. Die Briten können also jetzt erstmal machen was sie wollen und irgendwann mal den Antrag stellen ohne vorher von der EU irgendwie zu irgendwas gezwungen zu werden.
 
Der Druck auf die Briten wird nicht von der EU kommen - er wird von der Wirtschaft kommen. Je länger sie die Sache hängen lassen, desto umfassender werden sich ausländische Unternehmen und ausländisches Geld aus Großbritannien zurückziehen. Solange das nicht geklärt ist, wird niemand dort auch nur einen Pence investieren. Unternehmen und Banken werden Jobs und Einrichtungen ins Ausland verlagern. Diese Situation können sie sich jedenfalls nicht lange leisten, imo.
 
Ein ganz hervorragender Artikel zum Brexit:

http://www.economist.com/blogs/bagehot/2016/06/anarchy-uk

Anarchy in the UK
Britain is sailing into a storm with no one at the wheel

IT WAS a troubling exchange. On live television Faisal Islam, the political editor of SkyNews, was recounting a conversation with a pro-Brexit Conservative MP. “I said to him: ‘Where’s the plan? Can we see the Brexit plan now?’ [The MP replied:] ‘There is no plan. The Leave campaign don’t have a post-Brexit plan…Number 10 should have had a plan.’” The camera cut to Anna Botting, the anchor, horror chasing across her face. For a couple of seconds they were both silent, as the point sunk in. “Don’t know what to say to that, actually,” she replied, looking down at the desk. Then she cut to a commercial break.
 
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