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Richtig. Deswegen brauchen wir endlich eine tiefere Integration innerhalb der EU, mehr grundlegende Kompetenzen müssen von den Mitgliedstaaten zur EU wandern, damit die EU endlich effektiv handeln kann!

Das wäre in der Theorie zwar schön, aber auch als eigentlich überzeugter Europäer weiß ich nicht, ob ich damit so gut leben könnte - jedenfalls nicht im aktuellen Brüssel, in dessen Wasserkopf die Nationalstaaten alle ihre politischen Versager abgeschoben haben, die zu Hause nichts geworden sind...
Und ohne eine (echte) gemeinsame Sprache und mit den mittlerweile bedeutenden kulturellen Unterschieden in der immer weiter ausgedehnten EU kann so ein europäischer Superstaat imo auch nicht dauerhaft funktionieren.
 
Er wird nicht abgeschottet. Die Briten bekommen erstmal die gleichen Konditionen, wie jedes Drittland, also so wie Uganda und Botswana und sonstwer auch. Wenn sie mehr haben wollen, müssen sie sich entsprechend anpassen, wie es die Schweiz oder Norwegen tun. Dann haben sie wieder den Status Quo - nur teurer und ohne Mitsprache. Good Deal, my friendo
so hab ich das heute auch in der faz gelesen
 
Ich halte z.B. Martin Schulz nun für alles Andere als einen abgeschobenen Versager, und das gilt auch noch für viele Andere dort. Vielleicht sollten die Wähler die Europawahlen auch mal etwas ernster nehmen und nicht nur als Protestwahl nutzen. Kein Wunder, daß sich da niemand aufstellen lassen will.
 
Was wirklich dämlich, aber absolut vorhersehbar ist: Wenn die EU dann wirklich den vorher angekündigten und von jedem halbwegs denkenden Menschen auch vorhergesehenen harten Verhandlungskurs gegenüber UK fährt in Bezug auf ein eventuelles neues Abkommen, sodass die UK durch den Austritt nicht auf Kosten der EU besser gestellt ist als vor dem Austritt, dann werden wieder ein paar Lulus aus ihren Löchern gekrochen kommen, die pro-Brexit waren und krakeelen, dass die EU versuchen würde das UK "zu erpressen" und sich über diese unglaubliche Ungerechtigkeit ausheulen.

Genau das Gleiche ist ja damals schon passiert, als die Schweizer für die Beschräkung der Einwanderung aus der EU gestimmt hat. Als die EU der Schweiz diese Ausnahme nicht erlaubt hat, haben die "Anti-EU" - Jubler die über den Ausgang der Volksinitiative höchst erfreut haben, plötzlich ganz empört von "Erpressung" der Schweiz durch die EU gesprochen.

Das ist typisch für Leute die das Konzept von "Verantwortung" nicht verstehen: Wenn man eine Entscheidung trifft, muss man auch mit den vorhersehbaren Konsequenzen dieser Entscheidung leben. Die angekündgite und vorhersehbare Reaktion von anderen Akteuren auf eine Entscheidung gehört dazu.
 
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Ist das eigentlich eine Art Running Gag? In Deutschland wählen die Leute die am stärksten auf Hilfe durch den Staat angewiesen sind meistens die Partei die solche Hilfen kürzen wollen, in England wollen die aus der EU die durch die EU wirtschaftlich am meisten profitieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und dann gibts solche Aussagen

CltS51EWgAArJt3
B

Cornwall hat mit 57:43 für Brexit gestimmt.
 
Ist das eigentlich eine Art Running Gag? In Deutschland wählen die Leute die am stärksten auf Hilfe durch den Staat angewiesen sind meistens die Partei die solche Hilfen kürzen wollen, in England wollen die aus der EU die durch die EU wirtschaftlich am meisten profitieren.

Und die wundern sich auch ernsthaft noch, daß man an ihren intellektuellen Fähigkeiten zweifelt :lol:
 
Und dann gibts solche Aussagen

CltS51EWgAArJt3
B

Cornwall hat mit 57:43 für Brexit gestimmt.

"We will be insisting that Cornwall receives..." AHAHAHAHAHAHA! :lachweg:

Naja, wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht mehr zu sorgen. :D

Während also die innerbritischen Verteilungskämpfe anfagen, muss UK gleichzeitig nach außen hin geschlossen mit der EU (und damit mit der EU als Entität und 27 anderen Mitgliedstaaten) die Modalitäten eines Austrittes verhandeln. Viel Spaß dabei!
 
Die ganzen Alten haben für den Brexit gestimmt.
So haben die Alten über die Zukunft der Jungen entscheiden. Sehr sehr geil...
 
was ja nicht heißt, dass die alle für den asutritt gestimmt haben. aber sieht natürlich lustig aus.

Es heißt nicht einmal, dass diese Leute wahlberechtigt waren. Aber man darf annehmen, dass ein großer Teil der Personen die solche Google-Suchen gemacht haben, wahlberechtigt waren.

Das heißt, sie sind entweder nicht zur Wahl gegangen, oder sie haben abgestimmt, ohne überhaupt zu wissen, um was es geht.

Übrigens:

Brexit: Petition for second EU referendum so popular the government site's crashing

http://www.independent.co.uk/news/u...r-the-government-sites-crashing-a7099996.html

‘We the undersigned call upon HM Government to implement a rule that if the remain or leave vote is less than 60% based on a turnout less than 75% there should be another referendum,’ the petition, filed this morning, reads.

Ich finde das prinzipiell ein sehr gutes Argument. Wenn "das Volk" das tendenziell eher schlechter über die Tragweite solcher Entscheidungen in komplexen Systemen informiert ist, als etwa Experten, abstimmt, sollte es vielleicht bestimmte Regeln geben, welche dieses Informationsdefizit in der Findung des Volkswillens berücksichtigen.

So könnte man (generell, in zukünftigen direktdemokratischen Instrumenten) z.B. sagen, dass eine Entscheidung für einen Vorschlag nur dann "gültig" ist, wenn es mehr als 50% Wahlbeteiligung gibt. Zusätzlich gilt eine Option nur dann als angenommen, wenn bei einer Wahlbeteiligung unter 80% eine 2/3 Mehrheit für den Vorschlag erreicht wird und erst ab einer Wahlbeteiligung von mindestens 80% gilt eine Option mit einfacher Mehrheit als angenommen.

So könnte man verhindern, dass Entscheidungen mit großer Tragweite bei geringen Wahlbeteiligungen und knappen Ergebnis gefällt werden, während es gleichzeitig möglich ist, einem starken Volkswillen eindeutig zum Durchbruch zu verhelfen.
 
Ziemlich verzweifeltes Argument, das wird nix.

Jetzt gab es tatsächlich mal eine Rekord-Wahlbeteiligung von über 70%, aber da das Ergebnis nicht passt, muss es laut Petition natürlich eine Wahlbeteiligung von 75% sein.... so kann man im Nachhinein jede Entscheidung ungültig machen.
 
Ist etwas spät geworden, aber Fam. und (leider) auch Arbeit gehen vor ;)

ich hab jez weiter nach dem gesetz und rumänien gesucht.. nix. ich hätte gerne belege.
ich hab das papier gelesen, da steht nix von umerziehungslagern. ich hätte gerne belege.

Hier ein Link zu einer Rumänischen Seite, die bestätigt, dass das Gesetz (in abgeänderter Form) am 5.Oktober 2015 dem rumänischem Senat vorgelegt wurde.
http://alba24.ro/amenzi-usturatoare...rup-social-proiect-depus-la-senat-440946.html

hier noch mal deutsch übersetzt (ich hoffe der Link funktioniert): https://translate.google.de/transla...roiect-depus-la-senat-440946.html&prev=search

Zu den "Umerziehungslagern": Natürlich steht das nicht so da drin.

Aber wenn (anhand von Absatz 7b des Entwurfs) Jugendliche, die ein Vergehen nach Absatz 7a begehen und für schuldig befunden wurden, ein Rehabilitationspgrogramm durchlaufen müssen, welches ihnen die Kultur der Toleranz anerzieht, hört sich das schon sehr grenzwertig an.

Auch von Gefängnisstrafen ist nicht Explizit die Rede.
Aber das Vergehen gegen diesen (nennen wir es) "Vorschlag" im Abschnitt 7 als schwere Straftaten zu handhaben sind, sagt wohl alles.
Mal ein Beispiel: Ein "du dummer Nazi" reicht aus, um eine schwere Straftat zu begehen, wenn der benannte selbst meint, Du hättest ihn damit intolerant behandelt.
Dazu bekommt er dann Gerichtskosten erstattet und einen Anwalt gestellt, weil er ja eine Minderheit darstellt.
Ein zugegeben krasses Beispiel, aber mit diesem Entwurf leider tatsächlich möglich.

dass viele sachen darin nich genau definiert sind könnte evlt daran liegen, dass es kein umgesetztes gesetz ist.

Genau deshalb ist es wichtig schon jetzt mit dem "draufhauen" anzufangen, damit es am Ende nicht genau so kommt.
Ich empfinde das als sehr wichtig.

Wie sagte Jean-Claude Junker, aktuell Präsident der Europäischen Kommission. noch vor einigen Jahren:
"Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter - Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt."
Originalzitat aus dem Spiegel vom 27. Dezember 1999.

Wehret den Anfängen und so.

Dieser "Vorschlag" ist warscheinlich gut gemeint, aber sicher schlecht durchdacht, wie eben vieles in der EU.
Ein ständiges Hauruck, ohne über eventuelle Folgen nachzudenken.
 
Ok, fassen wir mal zusammen. Da gibt es ein "EU-Toleranzgesetz", das aber irgendwie nur in Rumänien ratifiziert worden ist. Das überhaupt nur im Zusammenhang mit Rumänien irgendwie Erwähnung findet. Über das es auf den offiziellen EU-Seiten nichts zu finden gibt. Und da geht es darum, dass Jugendliche in Umerziehungslager gesteckt werden können. Gut, dass steht ja so da nicht drin. Aber natürlich geht es darum, das weiß ja jeder. Und da steht auch nicht explizit drin, dass bei einem Verstoß Gefängnisstrafen drohen, wie du zuvor gesagt hast. Aber gut, dass steht eben mehr zwischen den Zeilen. Habe ich das so in etwa korrekt zusammengefasst?

:O_o:
 
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