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Die Frage ist natürlich, was dann im Gefängnis passiert. Einfach nur einsperren macht niemandem zu einem "besseren" Menschen und ist weder für den Betroffenen, noch für die Gesellschaft von Vorteil, da jeder wieder entlassen wird.

Vllt. sollte aber zumindest wenn alles Andere von dir Genannte aktuell eben nicht passiert/möglich ist, die Gesellschaft vor den Straftätern schützen.

Knast bedeutet ja nicht zwangsläufig Besserung für den Straftäter, sondern v.a. Schutz der Gesellschaft vor eben diesen.
 
Vllt. sollte aber zumindest wenn alles Andere von dir Genannte aktuell eben nicht passiert/möglich ist, die Gesellschaft vor den Straftätern schützen.

Knast bedeutet ja nicht zwangsläufig Besserung für den Straftäter, sondern v.a. Schutz der Gesellschaft vor eben diesen.
Nein, darunter sollte auch ein Straftäter nicht zu leiden haben, wenn es aktuell wenig Angebote gibt.
Auch unser Rechtssystem sieht es vor, dass Menschen, die ins Gefängnis müssen, dort an sich arbeiten dürfen, können und z.T. auch müssen (sonst gibt's keine vorzeitige Entlassung, keinen Ausgang/Urlaub, harte Maßnahmen nach der Haftstrafe (unabhängig von Bewährung oder nicht)).

Und ich will gar nicht wissen, wie viele es eigentlich sind, bei denen wirklich Hopfen und Malz verloren ist.
Das dürften nur ganz, ganz wenige sein und bei denen bringt auch Gefängnis dann nichts mehr.
Eher bewirkt das noch das Gegenteil, man vergisst ja gerne, dass die im Gefängnis ja nicht aufhören, Straftaten zu begehen (meistens im Bereich Körperverletzung und Erpressung/Drohung/Nötigung). Und was passiert dann mit den Opfern dort, die dieses Gefühl gar nicht so wirklich kennen? Genau, Teufelsspirale.

Es mag ja wirklich so verlockend sein, böser Straftäter hier, Gefängnis da und rein mit ihm, am besten so lange wie möglich.
Es bringt nun aber wirklich absolut gar nichts.
Schaut euch die Rückfallstatistiken an, die sind verheerend. Da landen 80% der Jugendlichen, die im Knast waren, innerhalb der nächsten 5 Jahre wieder im Knast.
Das muss einem doch zu denken geben, dass dieses System so, wie es aktuell gestaltet ist, nichts bringt.
Mit der Anzahl der Inhaftierten und der Dauer der Haftstrafen befindet sich Deutschland im oberen Mittelfeld in Europa, bei der Dauer liegen wir hier sogar fast doppelt so hoch wie die skandinavischen Länder.
Ist es bei uns sicherer oder in Skandinavien? Ich sag mal so, Skandinavien hat kein Image, dass man sich Nachts nicht raus traut und Angst haben muss.

Und wir sollten uns klar machen, dass wir immer noch von Jugendlichen sprechen.
Am Ende des Tages zählt, dass mit den Straftätern gearbeitet wird und sie dahingehend motiviert werden, an sich selber zu arbeiten. Sollte das im Gefängnis passieren? Es kann, so lange die Angebote in ausreichender Menge und Qualifikation angeboten werden.
Muss es im Gefängnis passieren? Nein, zumindest nicht so, wie wir uns ein klassisches Gefängnis vorstellen. Da haben auch verschiedene Modelle gezeigt, dass umso "lockerer" die Haft (wie auch immer die dann aussehen mag) ist, desto mehr Erfolg kann man erzielen.

Ich könnte noch viel schreiben, erspare euch das aber mal. :D

Abschließend noch eine Studie, die das Thema recht verständlich behandelt:
http://www.uni-konstanz.de/rtf/kis/Heinz_Mehr_und_haertere_Strafen_he306.pdf

[...]Hinsichtlich der generalpräventiven Wirkung von Strafandrohung, Strafverhängung und Strafvollstreckung wird von Teilen der Politik in Deutschland die Erwartung geäußert, durch eine Verschärfung eine höhere Präventionswirkung erzielen zu können. Für die Richtigkeit dieser Erwartungen gibt es indes keinerlei empirisch gestützte Anhaltspunkte.

Nach dem derzeitigen Forschungsstand12 sind die Abschreckungswirkungen (negative Generalprävention), die von Androhung, Verhängung oder Vollstreckung von Strafen auf die Allgemeinheit ausgehen, sehr gering. Für den Bereich der leichteren und der mit- telschweren Kriminalität jedenfalls gilt, dass die Strafvariablen (Entdeckungsrisiko sowie Höhe und Schwere der Strafe) neben anderen - außerstrafrechtlichen - Faktoren zur Er- klärung von Delinquenz nahezu bedeutungslos sind. Höhe und Schwere der Strafe haben keine messbare Bedeutung. Lediglich dem (subjektiv eingeschätzten) Entdeckungsrisiko kommt eine gewisse Bedeutung zu, allerdings nur bei einigen (Bagatell-)Delikten, und auch dann nur überaus schwach. Weitaus bedeutsamer sind die moralische Ver- bindlichkeit der Normen, die Häufigkeit der Deliktsbegehung im Verwandten- und Bekann- tenkreis, die vermuteten Reaktionen des sozialen Umfelds sowie, nach den Ergebnissen der Göttinger Studie, das subjektive Strafempfinden.13[...]
 
so Trump wird also Präsidentschaftskandidat der Republikaner
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Mal ne Frage zu Pegida:

Die schwingen da immer so "Norwegen-Fahnen", würde ich jetzt mal als Laie sagen (sind keine, sehen aber so ähnlich aus). Was hat es denn damit auf sich?
 
TTIP-Leaks
Ein Skandal, der keiner ist


http://www.nzz.ch/wirtschaft/kommentare/ttip-leaks-ein-skandal-der-keiner-ist-ld.17466

Ja, tatsächlich finde ich es lustig, wenn hier in Europa Leute aufschreien, dass die USA das Vorsorgeprinzip in der EU aushebeln wollen würden, dabei wollen die USA nur nicht, dass die EU das "Vorsorgeprinzip" dazu missbraucht, unliebsame Konkurrenz aus ihrem Markt zu verbannen.

Gerade bei Gentechnik sieht man das sehr gut. Bei den Produkten die in den USA schon lange am Markt sind ist die Unschädlichkeit inzwischen nach keinem wissenschaftlichen Standard mehr zu bezweifeln (so weit mir bekannt zumindest - noch sind jedenfalls keinem US-Bürger Schweinsohren gewachsen), dennoch verweigert die EU weiterhin die Öffnung ihres Marktes für diese Produkte mit fadenscheinigem Hinweis auf das "Vorsorgeprinzip". Übrigens in Verletzung unserer WTO Verpflichtungen. Was unter anderem die EU-Verbraucher zwingt, (teils schlechtere) Produkte zu einem höheren Preis zu kaufen, weil der Markt ja abgeschottet ist.

Aber gut, wenn das Volk es mit Mehrheit nicht will, dann ist es halt so, ich bin nur nicht bereit die Verluste an Arbeitsplätzen, Kaufkraft und den volkswirtschaftlichen Schaden durch teuerere Produkte mit höheren Steuern auf mein Einkommen auszugleichen. Da muss sich die EU dann einen anderen Dummen suchen.
 
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