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und ich möchte noch ergänzen (vorweg: ich mag merkel nicht wirklich):
merkel wird selber im stich gelassen. von ihrer eigenen partei, von der schwesterpartei.

flüchtlinge in deutschland werden von (konservativen) politikern instrumenatlisiert um ihr eigenes ding zu drehen. um zu taktieren. um sich selbst in position zu bringen. politiker wie seehofer, söder und schäuble schüren dabei bewusst eine irrationale angst. dass sich das auf die bevölkerung niederschlägt ist ja kein wunder und auch so gewollt.

würden die politiker sich mal hinstellen und zuversicht ausstrahlen. merkel in ihrem kurs unterstützen und aufhören ihre machtkämpfe auf den rücken von flüchtlingen auszutragen, wäre die stimmung in deutschland mit sicherheit besser.
 
Die Stimmung wäre aber auch besser, und das kann man nicht ausblenden, wenn es nicht alle paar Tage eine neue Meldung über sich prügelnde Flüchtlinge in durchaus großen Zahlen geben würde.
Klar, die Bedingungen sind nicht immer optimal, aber damit tun sie sich keinen Gefallen.
So ne Sache wie in Köln tut dann ihr Übriges....


Klar ist der Bund und sind die Länder gefordert aber die Flüchtlinge haben es eben zu guten Teilen auch selbst in der Hand.
Und solch eine Menge an Flüchtlingen aufzunehmen ist nunmal auch eine Mammutaufgabe die viele Behörden an ihre Grenzen bringt.
 
Die Stimmung wäre aber auch besser, und das kann man nicht ausblenden, wenn es nicht alle paar Tage eine neue Meldung über sich prügelnde Flüchtlinge in durchaus großen Zahlen geben würde.
Klar, die Bedingungen sind nicht immer optimal, aber damit tun sie sich keinen Gefallen.
So ne Sache wie in Köln tut dann ihr Übriges....


Klar ist der Bund und sind die Länder gefordert aber die Flüchtlinge haben es eben zu guten Teilen auch selbst in der Hand.
Und solch eine Menge an Flüchtlingen aufzunehmen ist nunmal auch eine Mammutaufgabe die viele Behörden an ihre Grenzen bringt.
das haben wir jetzt aber echt schon zur genüge durchgekaut.
 
Das, was an Sylvester in Köln passiert ist, hätte auch bei 30.000 statt 1 Mio. Flüchtlingen passieren können. Dieser schreckliche (bisher Einzelfall!) Vorfall kann man nicht generell der Flüchtlingspolitik zuschreiben. Er wird aber nun instrumentalisiert, und das ist widerlich.

Einzelfall? Köln, Hamburg, Stuttgart, Frankfurt, Bielefeld und weitere Städte allein an Silvester! Des weiteren könnte ich dir dank der offensichtlich bei einigen Vertretern der Medien plötzlich gelösten Schreibblockade jetzt gut ein Dutzend von weiteren Taten auflisten, welche sich seitdem zugetragen haben. Diese Taten wurden und werden eben auch nicht zu gleichen oder auch nur annähernd ähnlichen Zahlen von Einheimischen begangen. Hier noch von bedauerlichen Einzelfällen zu reden, ist schlicht und ergreifend absoluter Unsinn. In bestimmten Kulturen gibt es nun einmal ein Frauenbild sowie Rechtsverständnis, welches absolut indiskutabel ist und dieses wird von großen Teilen dieser Leute eben auch nicht an der Grenze einfach mal eben abgelegt. Dieses Problem muss daher eben auch offen angegangen und mit aller nötigen rechtsstaatlicher Härte bekämpft werden. Dazu gehört es auch, diese ganzen Taten nicht einfach als "bedauerliche Einzelfälle" abzutun.

Das Asylrecht kennt keine Obergrenze? Das Asylrecht kennt natürlich eine Obergrenze! Das Asylrecht ist ein Grundrecht, steht dabei aber nicht über anderen Grundrechten. Und da es nicht der Ewigkeitsgarantie unterliegt, kann es natürlich auch eingeschränkt werden. Das Asylrecht ist nun einmal dem Rechts- und Sozialstaatsprinzip nachgeordnet und kann dessen Erfordernissen entsprechend natürlich auch angepasst werden. Daher kann der Gesetzgeber also sehr wohl Obergrenzen festlegen.

Allerdings ist hier eine Obergrenze doch gar nicht nötig! Das Asylrecht wird nur gerade als Einwanderungsrecht missbraucht und dies muss endlich gestoppt werden. Das Asylrecht bietet Schutz vor politischer Verfolgung, nicht mehr und nicht weniger.
Hier muss die Politik endlich mal handeln und nach geltendem Recht Schutz auf diejenigen Flüchtlinge begrenzen, die Hilfe wirklich brauchen. Dies trifft eben nun einmal nicht auf Menschen zu, welche bereits in Sicherheit sind. Sofern "nur" die katastrophalen Lebensumstände verbessert werden sollen, ist dies nun einmal kein Asylgrund.

Des weiteren funktioniert die Sicherung der Außengrenzen ganz offensichtlich nicht und daher ist die Bundesregierung eigentlich sogar verpflichtet Schengen auszusetzen und zeitweise nationale Grenzkontrollen einzuführen. Macht diese aber nicht.. An der Grenze zu prüfen wer überhaupt ein Recht auf Asyl hat, sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein.

Frau Merkel kann da noch so oft von der "europäischen Lösung" schwadronieren. Fakt ist, wir sind mit dieser Haltung mittlerweile so gut wie allein in Europa. So etwas wie die "Europäische Lösung" wird es nicht geben
 
@Hosenmatz

Das Schwierige an der Diskussion, die du jetzt hier aufgreifen möchtest ist, dass sie sich nicht mehr auf das Thema bezieht, was hier seit Tagen besprochen wird. Sie betrachtet das Problem global, was natürlich richtig ist, wenn man die wirklichen Probleme angehen möchte.

Wir alle schauen seit ~5 Jahren einfach nur zu, was z.B. in Syrien passiert. Selbst die letzte Aussenminister-Konferenz der EU-Staaten war ein schlechter Witz und es tut sich rein garnichts. Wir schau(t)en dabei zu, wie in Syrien, mehr als 300.000 Menschen Opfer zweier Regime wurden, wir schauen dabei zu, wie sie aktuell verhungern, wir haben den Finger erhoben, haben mit Konsequenzen gedroht (die rote Linie von Obama war dann doch eher hellgelb...), haben bei Wein und guter Laune viel besprochen, aber nichts gemacht.

Das führte dazu, dass alleine 12 Millionen Syrer, 50% der Bevölkerung, nicht mehr im eigenen Land sind, auf der Flucht sind! Der Libanon, der alleine 2 Millionen syrische Flüchtlinge aufgenommen hat (bei 4 Millionen eigenen Einwohnern, man stelle sich vor, wir hätten 40 Millionen Flüchtlinge in Deutschland...) bekommt keine Unterstützung, allgemein überweist auch Deutschland nichtmals die zugesicherten Geldbeträge für humanitäre Hilfe vor Ort. Die Lage in den entsprechenden Ländern ist katastrophal.

DA hat die Politik der westlichen Welt, auch Merkels Politik, grundsätzlich versagt.

Nun sind aber Millionen Menschen auf der Flucht, ja nicht nur aus Syrien. Andere Gebiete wie der Irak oder Afghanistan (die beiden Länder kommen uns vielleicht noch bekannt vor, wenn es um verfehlte Politik und "im Stich lassen, nachdem wir die Scheisse angerichtet haben"...) oder afrikanische Länder müssen natürlich auch genannt werden. Auch da geht es um verfehlte Politik seit Jahren oder gar Jahrzenten.

Jetzt ist es aber nicht so, dass jeder syrische Flüchtling erstmal in DE anruft und fragt, ob er sich ins nächste Flugzeug nach Deutschland setzen darf. Diese Menschen sind DA. Sie waren Wochen und Monate unterwegs, bis sie europäischen Boden erreichten. Das passiert übrigens auch schon seit Jahren, da muss man nur die Griechen und Italiener fragen. Das nächste Beispiel für verfehlte Politik.

Auch das, was dann passiert ist, darf man nicht isoliert betrachten. Länder wie Griechenland und Italien wurden im Stich gelassen (sind ja für ihren Reichtum bekannt, vor allem Griechenland...), es wurde anfänglich auf Dublin verwiesen. Länder wie Ungarn bauen Zäune um ihre Grenzen, damit kein Flüchtling ins Land kommt. Länder wie Polen wollen sich auch diesseits der Flüchtlings-Problematik von der EU abgrenzen.

Und jetzt kommen wir zu dem Punkt, warum ich denke, dass Merkel nicht versagt hat, was die aktuelle Situation angeht. Das Asylrecht kennt keine Obergrenze. Dieser Satz ist schlicht richtig und eigentlich auch unumstösslich. Es sei denn, wir kapitulieren vor unseren eigenen Grundwerten, weichen sie auf, beenden sie. Und: es geht um humanitäre Hilfe und Verantwortung. Die wir wenigstens jetzt leisten können, wenn die Politik im Vorfeld auch immer wieder versagt hat.

Ich bin auch der Überzeugung, dass wir das schaffen. Warum auch nicht? Wenn die Politik es richtig anstellt, kann das eine enorme Bereicherung für Deutschland und Europa werden. Wir befinden uns in einer globalisierten Welt und das bedeutet eben nicht nur, dass wir Waren aus China beziehen und mit Freunden via Skype in Australien chatten können.

Das, was an Sylvester in Köln passiert ist, hätte auch bei 30.000 statt 1 Mio. Flüchtlingen passieren können. Dieser schreckliche (bisher Einzelfall!) Vorfall kann man nicht generell der Flüchtlingspolitik zuschreiben. Er wird aber nun instrumentalisiert, und das ist widerlich.

Du siehst, die Probleme gehen viel weiter zurück und reichen bis in die Gegenwart. Man darf sich auch fragen, wieviel Europa noch wert ist, bei dem, was sich andere Länder so "leisten" können...

Mein Fazit ist aber, dass Merkel grundsätzlich richtig gehandelt hat und nun muss die Politik schauen, dass wir das Beste daraus gemacht bekommen. Dafür muss das Tempo erhöht werden, es müssen alle an einem Strang ziehen, man sollte sich keine Steine in den Weg werfen, um andere Ziele erreichen zu können. Man sollte auch schauen, wie es nicht geht. Eine Ghetto-isierung darf natürlich nicht stattfinden, sonst haben wir irgendwann Zustände wie in Frankreich.

Hallo, guter Beitrag und ich hab auch im Grunde keine Einwände.Ich werde heute abend noch genauer skizzieren,was ich mit der verfehlten Flüchtlingspolitik und den Aspekten, die kaum erwähnt werden, meine und natürlich wäre es schön wenn die sogenannte Weltgemeinschaft zusammenkommen würde, und die Probleme wirklich angehen würde.
Zu Sylvester bzw. die Dinge über die ich nicht reden will, weil sie für mich selbstverständlich sind:
- 2 Mill. begehen mehr Straftaten wie 10000, simple Logik und auf jede Bevölkerungsgruppe übertragbar und solange es keine unumstösslichen
Statistiken gibt, die nachweisen, dass Einwanderer mehr Straftaten begehen als die sich schon im Land
befindlichen, ist jede Debatte müssig;
- Ja, die Menschen werden sich auch bei geschlossener Grenze (zumindest die wirklich Verzweifelten)
auf den Weg machen
- Die Anschläge in Paris haben nichts mit der Flüchtlingsdebatte zu tun
- Ja, Hilfsbedürftigen muss nach besten Kräften geholfen werden
Später mehr....

P.S. Aktuelle Flüchtlingspolitik von Merkel:
- europäische Lösung: fail, Deutschland steht derzeit allein auf weiter Flur
- spürbare reduzierung der Zuwanderung: fail (Nur der Winter, der derzeit dafür sorgt); mein Opa kennt
Leute vor Ort, die sagen, viele sind gerade dabei, die Auswanderung vorzubereiten, der grosse
Migrationszug kommt erst noch
- Fluchtursachen bekämpfen: unklar; Deutschland ist hier sowieso ein kleines Licht, da sind andere
Nationen mehr gefordert
- Türkei: verlogen andere die Drecksarbeit machen zu lassen; Erdogan kann man nicht trauen
- ansonsten planloses den Ereignissen hinterherregieren; Asylrechtverschärfungen
 
und ich möchte noch ergänzen (vorweg: ich mag merkel nicht wirklich):
merkel wird selber im stich gelassen. von ihrer eigenen partei, von der schwesterpartei.

flüchtlinge in deutschland werden von (konservativen) politikern instrumenatlisiert um ihr eigenes ding zu drehen. um zu taktieren. um sich selbst in position zu bringen. politiker wie seehofer, söder und schäuble schüren dabei bewusst eine irrationale angst. dass sich das auf die bevölkerung niederschlägt ist ja kein wunder und auch so gewollt.

würden die politiker sich mal hinstellen und zuversicht ausstrahlen. merkel in ihrem kurs unterstützen und aufhören ihre machtkämpfe auf den rücken von flüchtlingen auszutragen, wäre die stimmung in deutschland mit sicherheit besser.
Ich will gar nicht widersprechen und die "Stammtischparolen" sind abzulehnen. Aber rein in der Praxis klappt doch die Unterbringung, Integration und Versorgung in Bayern doch noch mit am besten. Oder täusch ich mich da? Und das sogar noch in der tiefsten niederbayerischen Provinz. Jeder Flüchtling, der von dem Wahnsinn in seiner Heimat die Schnauze voll hat und ein neues Leben beginnen will, kann von Glück sagen, wenn er nach Bayern kommt, sorry.
 
Es wäre so schön, wenn sich alle ~82 Mio. Menschen in diesem Land diesen von Urgs geposteten Artikel durchlesen würden.
Wir wären (fast) alle etwas klüger und etwas vernünftiger.

Auch schön zu sehen, dass geschätzt 95% der Argumente, die hier inlm Thread schon gegen Flüchtlinge vorgebracht wurden, in dem Artikel angemessen gewürdigt werden.
 
Leider wird sich v.a. der Wutmob diesen Artikel nicht durchlesen, weil da oft nach einem Facebook-Bild mit zwei Sätzen darunter (oder einem BILD-Artikel) Schluss mit der Aufmerksamkeitsspanne ist...
 
P.S. Aktuelle Flüchtlingspolitik von Merkel:
- europäische Lösung: fail, Deutschland steht derzeit allein auf weiter Flur

- Fluchtursachen bekämpfen: unklar; Deutschland ist hier sowieso ein kleines Licht, da sind andere
Nationen mehr gefordert
- Türkei: verlogen andere die Drecksarbeit machen zu lassen; Erdogan kann man nicht trauen

Die drei Punkte möchte ich ansprechen.

Eine wirklich europäische Lösung gibt es leider nicht. Das liegt halt an verschiedenen Interessen und halt auch Ländern wie Ungarn oder Polen. Dass die EU da nicht in die Pötte kommt ist tragisch, ändert an den Umständen aber halt auch nichts. Man stelle sich vor, wir hätten unsere Grenzen ebenso einfach dicht gemacht.

Ebenso muss man sagen, dass wir nicht alleine da stehen. Gemessen an der Bevölkerung und dem BIP leisten auch Österreich und Schweden Grosses. Andere Länder, gemessen daran, sicher auch. Ich meine, Griechenland und Italien sollte man da auch nicht aussen vor lassen, die kämpfen ja schon seit Jahren damit.

Deutschland muss auch kein kleines Licht bei der Bekämpfung der Fluchtursachen sein. Wir sind es, weil wir halt auch einfach nichts machen. Dabei darf man aber natürlich auch nicht vergessen, dass ein energisches Vorgehen z.B. in Syrien zwar grundsätzlich möglich ist, aber spätestens beim Namen Putin geht vielen Politikern wohl dann doch zu sehr die Muffe...

Türkei; tja. Man kann Erdogan nicht trauen, was seine Beweggründe angeht. Das sehe ich auch so. Fakt ist aber, dass in der Türkei schon mehr Flüchtlinge leben als in Deutschland, bedeutend mehr. Fakt ist auch, dass "wir" dem lieben Herrn Erdogan die Milliarden anbeiten, damit er uns "vor noch mehr Flüchtlingen" bewahrt. Ein sehr zynisches Vorgehen der EU, wie ich finde. Vor allem, da unsere Politiker genau wissen, wie erbärmlich und teils menschenunwürdig Flüchtlinge teilweise in der Türkei behandelt werden.

Es ist nicht alles schwarz oder weiss. Unser Land tut halt hier und jetzt das "Beste", um den Menschen wenigstens zu helfen.
 
und man kann nicht oft genug darauf hinweisen: egal ob man will oder nicht, die kommen ja trotzdem. eine beschlossene obergrenze ist ja schön und gut, aber wird niemanden aufhalten. da braucht es erst einen zaun, dann eine mauer und dann gewalt. das ist für mich keine option und sollte für unser land im gesamten auch keine sein. wir sind besser als das.

btw. wurde heute bekanntgegeben, dass der bund trotz 1 mio flüchtlinge 12,1 milliarden euro erwirtschaftet hat. doppelt so viel wie erwartet.
 
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