tut mir leid, aber in meinen augen ist diese haltung unglaublich naiv! am ende des tages schreibt einer "geheim" auf ne akte. alle halten sich dran, u.a. oder vor allem weil whistleblower massiv verfolgt werden, journalisten gefahr laufen wegen landesverrats angeklagt zu werden und die kosequenz ist, dass du mir nichts dir nichts aus der demokratie rausrutsch, weil niemand mehr etwas mitbekommt.Snowden und Manning mussten abwägen, ob ihre Geheimhaltungspflicht oder das öffentliche Interesse an den massiven Verfehlungen und Rechtsbeugungen/Rechtsbrechungen größer zu bewerten seien. Beide haben sich in meinen Augen richtig entschieden - und dennoch ist es genauso richtig, grundsätzlich erst einmal gegen Whistleblower vorzugehen und ihre Fälle juristisch zu bewerten und abzuwägen. Es kann nicht angehen, dass Pflichtverletzungen ohne Konsequenzen zur Normalität werden - das betrifft ja nicht nur Skandale und brisante Fälle, sondern alles, was in den Gremien oder beim Arbeitgeber behandelt wird.
ähnlich wie @mushaaleste finde ich deinen gedankengang echt erschreckend! leute wie snowden sind helden. es geht nicht darum, dass sie ihr land in die pfanne hauen, es geht darum, dass sie den bürgern zeigen, was deren regierung wirklich treibt.


