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Das Flüchtlingsthema ist so ätzend. Klar helft ihnen, bietet ihnen Unterkünfte. "Was? Bei uns in der Nähe?" dann lieber doch nicht.
 
AfD verliert massiv an Zustimmung
Führungsstreit und Kurswechsel haben der Partei offenbar viele Sympathien gekostet. Emnid zufolge erreicht die AfD unter der neuen Chefin Petry nur noch drei Prozent.
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Nach ihrem Streit um die Parteiführung ist die Alternative für Deutschland (AfD) in der Wählergunst abgestürzt. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid für die Bild am Sonntag erreicht sie derzeit nur drei Prozent aller Wählerstimmen, zwei Prozentpunkte weniger als noch vor einer Woche. Das ist der schlechteste Wert für die AfD seit knapp zwei Jahren: Zuletzt hatte die AfD im September 2013 bei drei Prozent gelegen.
[...]
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2015-07/afd-umfrage-petry
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Going down down down down... :grins:
 
Und das sagt genau was? :D

Man darf auch nicht vergessen, unter welchem Druck hier alle Seiten stehen. Wenn man ein Hilfspaket durchwinken würde, und die Griechen am Ende wieder alle verarschen, dann wird es in Europa auf Jahre hinaus nirgendwo mehr Hilfspakete geben. Die Wähler werden in diversen Ländern inkl. Deutschland Amok laufen und Strömungen Gewicht verleihen, gegen die Schäubles aktuelle Äußerungen Kindergeburtstag sind. Wenn man das macht, dann muss das von allen Seiten wasserdicht sein.
 
Und wenn man weiter so macht, dann wird man der Idee Europa großen Schaden zufügen. Der Kommentar hat schon Recht: Wenn das stimmt, was aktuell berichtet wird, dann bleibt Griechenland gar nichts anderes übrig, als die Eurozone zu verlassen. Dann muss man sich fragen, warum man das den Griechen nicht schon vor Monaten gesagt hat... jetzt liegen wieder Vorschläge auf dem Tisch und es heißt einfach "Nicht glaubwürdig, weg mit euch".
Vielleicht entdeckt Mutti ja kurz nach 12 doch noch, dass ihre Kanzlerschaft sich bisher vor allem durch aussitzen kennzeichnet und das ihr vermeintliches Vorzeigeprojekt - den Euro zu retten - gerade komplett in die Binsen geht.
 
Und wenn man weiter so macht, dann wird man der Idee Europa großen Schaden zufügen.

Ach komm, dieser Schaden ist doch schon längst da - und die ersten Schüsse gegen diese Idee haben allein die Griechen abgegeben. Und ein Europa, in dem alle Prinzipien dieser "Idee" geopfert werden, ist für mich ehrlich gesagt auch überhaupt nichts wert. Und gerade weil in den Mitgliedsstaaten unterschiedliche Mentalitäten und Regierungen bestehen, sind gemeinsame und allgemeingültige Prinzipien so wichtig.
Dass die Rettungspolitik seit Beginn der Krise teilweise fürn Arsch war, das sehe ich ja auch so. Aktuell, wo das Kind in den Brunnen gefallen ist hat Deutschland imo nur den einen Fehler gemacht, dass sie nicht gesagt haben "Wir stellen uns einem Schuldenschnitt nicht in den Weg, wenn alle anderen Euro Mitglieder dem zustimmen."
 
Deutschland hat auch den Fehler gemacht, an der eigenen Strategie - die ja nun mal nachweislich ins Desaster führt - eiskalt festzuhalten und diese sogar noch auszubauen. Wenn 20% an Einsparungen bei der öffentlichen Hand nicht ausreichen, dann... machen wir halt 30% draus. Dass dabei das BIP immer weiter abschmiert, die Steuereinnahmen sinken und die Ausgaben steigen könnte sich auch ein 12-jähriger ausrechnen.
 
Ohne Verbindung mit konjunktur-unterstützenden Programmen zur Abmilderung der sozialen Folgen war es die falsche Strategie, stimme ich zu. Auch wenn sie rein ökonomisch betrachtet in anderen schwächelnden Staaten funktioniert hat. Griechenland ist da imo aber ein Sonderfall, denn die hätten es so so oder so verkackt, ob nun mit oder ohne gelockerte Sparzwänge.
 
... jetzt liegen wieder Vorschläge auf dem Tisch und es heißt einfach "Nicht glaubwürdig, weg mit euch".

Naja, fünf Monate nichts machen, außer zu pokern, erpressen, mit Putin flirten und keinerlei Anstengungen zu machen, zu Hause etwas zu ändern, waren schon nicht hilfreich. Dann die letzten Verhandlungen abzubrechen, ein Referendum abhalten und danach praktisch mit den gleichen Vorschläge antanzen, die man vorher abgelehnt hat, damit schafft man nicht gerade eine vertrauensvolle Basis.
 
Ohne Verbindung mit konjunktur-unterstützenden Programmen zur Abmilderung der sozialen Folgen war es die falsche Strategie, stimme ich zu. Auch wenn sie rein ökonomisch betrachtet in anderen schwächelnden Staaten funktioniert hat. Griechenland ist da imo aber ein Sonderfall, denn die hätten es so so oder so verkackt, ob nun mit oder ohne gelockerte Sparzwänge.

In den anderen Staaten hat das ganze "funktioniert", weil dort viel weniger eingespart wurde.


Naja, fünf Monate nichts machen, außer zu pokern, erpressen, mit Putin flirten und keinerlei Anstengungen zu machen, zu Hause etwas zu ändern, waren schon nicht hilfreich. Dann die letzten Verhandlungen abzubrechen, ein Referendum abhalten und danach praktisch mit den gleichen Vorschläge antanzen, die man vorher abgelehnt hat, damit schafft man nicht gerade eine vertrauensvolle Basis.


Keine Frage, natürlich war das nicht hilfreich und ich halte diese Regierung in Griechenland für ein absolutes Desaster. Aber in dieser Art und Weise die Schuld von a nach b zu schieben bringt uns der Lösung leider keinen Yota näher.
 
Sicher nicht, aber die griechischen Regierungen haben in den letzten Jahren schon nicht mit der Erfüllung ihrer Zusagen geglänzt. Syriza und Tsipras hat dem aber noch die Krone aufgesetzt und selbst das noch mit der Referendums-Aktion getoppt!

Ich war ja immer dafür, Griechenland im Eiro zu halten, auch wenn es viel kostet. Aber aktuell sehe ich nicht den geringsten Grund, dort noch einen Euro zu investieren. Nicht bei der Regierung und nicht, wenn sich da nicht vorher etwas ändert. Und zwar bindend. Und dafür ist vermutlich nicht mehr genug Zeit. Beim Antritt von Tsipras war das noch der Fall, aber die haben es versaut. Wie abzusehen war ....
 
Der von Urgs gepostete Artikel, der gerade der deutschen Regierung vorwirft, dass die Verhandlungen der letzten Wochen ein "Schmierentheater" gewesen wären und das mit der Aussage verbindet, die "Blockierer" säßen in Berlin, ist eine Dummheit und Frechheit sondergleichen.

Fakt 1: Das zweite Hilfsprogramm wurde bereits um vier Monate verlängert, damit man noch Zeit hat sich mit der neuen griechischen Regierung auf Reformen einigen zu können und das restliche Geld aus diesem Hilfsprogramm auszahlen zu können.

Fakt 2: Die griechische Regierung hat bis ein paar Tage vor Schluss der rechtlich verbindlichen Frist am 30. Juni auf komplette Blockade geschaltet, wohl weil sie gedacht haben, dass die Eurozone schlussendlich keinen Grexit riskieren und frisches Geld ohne größere Reformen und Sparmaßnahmen bewilligen wird. Hätten Sie einfach das letzte Angebot der Eurogruppe angenommen, anstatt diese Farce von einer Volksabstimmung abzuziehen, hätten sie ihr Geld inzwischen schon.

Fakt 3: Als ein paar Tage vor Ablauf der Frist angeblich die Positionen der Verhandlungspartner offenbar nicht mehr weit auseinander waren, kündigt Tsipras plötzlich ein Referendum am Sonntag eine Woche später an. Zum Zeitpunkt des Referendums war das zweite Hilfsprogramm allerdings bereits ausgelaufen.

Die griechische Volksabstimmung war ein schwerer Missbrauch eines direktdemokratischen Instruments zu populistischen Zwecken. Das Volk hatte nur eine Woche Zeit zur Willensbildung, also viel zu wenig, um die gestellte Frage überhaupt eingehend zu analysieren und zu diskutieren. Wessen Schuld war das? Die der griechischen Regierung, denn die hätte diese Volksabstimmung schon vor Monaten machen können, wenn sie es denn gewollt hätten. Außerdem war die Frage absolut unverständlich für den Durchschnittsbürger, bezog sie sich doch selbst auf zwei weitere Dokumente mit finanzpolitischem Inhalt. Schließlich hat die griechische Regierung auch noch das Volk darüber belogen, was die jeweils möglichen Ausgänge der Abstimmung bedeuten würden, indem sie behauptet hat, dass Griechenland jedenfalls im Euro bleiben würde. Dazu hat die griechische Regierung auch noch dazu aufgerufen, mit "Nein." zu stimmen.

Nun sind wir in einer Situation, in der die Banken zu sind und die griechische Wirtschaft leidet. Zudem ist das zweite Hilfsprogramm ausgelaufen und ein neues drittes müsste beschlossen werden.

Da das neue Programm wesentlich umfangreicher sein würde, als die bloße Auszahlung von restlichen Geldern aus dem vorherigen zweiten Programm und da außerdem durch das Verhalten der griechischen Regierung und des griechischen Volkes nun die Wirtschaftsdaten und die Prognosen für Griechenland deutlich ungünstiger ausfallen, ist klar, dass ein Vorschlag wie er noch vor einigen Wochen am Tisch lag (und von Griechenland problemlos einfach hätte angenommen werden können!) inzwischen nicht mehr ausreichend ist.

Zuzuschreiben haben sich die Griechen das selbst, die zuerst SYRIZA und damit Tsipras an die Macht gebracht haben, die sich eben entschieden haben, die Interessen Griechenlands durch eine Blockadepolitik in den Verhandlungen mit der Eurozone zu vertreten. Als dann klar war, dass das schiefgehen würde, hat man sich in eine Volksabstimmung geflüchtet und das Volk hat, wie von der Regierung gefordert, mit "Nein" zu den letzten Vorschlägen der Eurozone gestimmt.

Jetzt zu behaupten, die "Blockierer" säßen in Berlin, nachdem die griechische Regierung und (!!) das griechische Volk in Volksabstimmung "Nein" zu den immer wieder angebotenen und seit Monaten verhandelten Konditionen gesagt haben, ist eine Absurdität sondergleichen.

Dass nach einem derartigen Verhalten der griechischen Regierung die Geldgeberstaaten nicht mehr bereit sind, einfach ohne Umsetzungsgarantien frisches Geld nach Griechenland zu schicken, ist doch nur mehr als verständlich. Ich kann allerdings sowieso beim besten Willen nicht sehen, wie jetzt noch eine Einigung möglich sein soll.

Die Griechen haben den Karren schlicht und einfach an die Wand gefahren. Da müssen sie jetzt durch.
 
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