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Es gibt halt Dinge, die kannst du mit Förderungen nicht erreichen, denn sie setzen am falschen Punkt an.

Du hast ja keine Kinder. Würdest du dir wünschen, dass dein Kind seine ersten Schritte, sein erstes Wort, sein erstes Krabbeln, usw., in der KiTa hat? Oder willst du deinem Kind vorschreiben, dass es das doch bitte an einem Sonntag machen soll?

Warum hat man ein Kind, wenn man es morgens um 7 Uhr in der KiTa/KiGa/Schule abgibt und Abends erst wieder abholt? Die Zeit mit dem eigenen Kind kann dir niemand mit Geld bezahlen.

Wenn das nicht möglich ist, krieg ich kein Kind.

Warst du nicht derjenige, der nicht mal läppische 2 Monate Elternzeit genommen hat? Oder bring ich da was durcheinander?
 
Kriegen denn Paare mit verhältnismäßig hohen Nettogehältern mehr Kinder?

Nein. Die haben keine Zeit weil sie am arbeiten sind.
Ich denke es hängt wirklich damit zusammen dass es mittlerweile Standard ist, dass beide Teile arbeiten gehen (müssen).
Es ist wie Zimtzicke sagt, wozu braucht man überhaupt ein Kind, wenn man es eh schnellstmöglich in die Kita abschiebt um sich so wenig wie möglich mit ihnen auseinanderzusetzen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Es geht halt nicht alles im Leben, da muss man Prioritäten setzen.
Wenn man halt lieber Karriere, Haus & Hof möchte, dann bleiben Kinder evtl. auf der Strecke.
Weiß gar nicht, wie unsere Eltern das fast komplett ohne diese Staatlichen Hilfen hinbekommen haben, heute wird für jede Lebenssituation der Staat verantwortlich gemacht.
 
Warst du nicht derjenige, der nicht mal läppische 2 Monate Elternzeit genommen hat? Oder bring ich da was durcheinander?

Nein, ich hatte drei Wochen Urlaub und war dann wieder arbeiten.

Wir haben aber auch viel in Kauf genommen, damit wenigstens meine Frau möglichst viel Zeit mit unserem Kleinen verbringen kann.
 
Ich habe mich nicht getraut, es zu schreiben ... :D

Na ja, man kann es wohl auch nicht mehr mit den 70ern vergleichen, als wir Kinder waren. Da konnte ein Vater mit seinem Job die Familie durchbringen, die Frau war zu Hause, das Kind ging mit 3 Jahren in den KiGa und wurde um 12 Uhr von der Mutter abgeholt.

Das klassische Familienleben ist heute nicht mehr in der Form möglich bei Normalverdienern.

Ich glaube auch kaum, dass die Deutschen kinderfeindlicher sind als andere Länder. Oder dass bei uns die Frauen "Karierregeiler" sind als in anderen Ländern. Die Lebensumstände passen nicht wirklich.

Wie bereits gesagt, wir verzichten auf viel "Luxus", damit wir Zeit für unser Kind haben. Aber das war der Grund, WARUM wir ein Kind haben.
 
Tja.. und manchmal "passiert" es einfach und man(n) ist dann Eltern ;)

Meine Freundin, wird auch wieder arbeiten gehen müssen, wenn sie kein Elterngeld mehr bekommt - woher soll das Geld denn kommen und ihre Rente später ? Und wieso muss man seine eigene Karriere aufgeben ?
Heiraten wird für mich ebenfalls nie in Frage kommen - da kann man sich als Mann ja gleich den finanziellen Kopfschuss geben, wenn man sich dann scheidet.
 
Wie bereits gesagt, wir verzichten auf viel "Luxus", damit wir Zeit für unser Kind haben. Aber das war der Grund, WARUM wir ein Kind haben.

Ist ja auch vollkommen OK, war auch nicht auf Dich gemünzt. Es ging ja eher um die Leute, die sich "keine Kinder leisten können". Klar, wenn man neben dem eigenen Haus auch noch zwei Autos, regelmäßig die neuesten Smartphones, den 55"er haben und zweimal im Jahr in Urlaub fahren will, dann sind Kinder finanziell nicht mehr drin. Bewußt überspitzt formuliert, aber solche Leute kenne ich eben auch. Und da hört mein Verständnis einfach auf.

Ich glaube auch kaum, dass die Deutschen kinderfeindlicher sind als andere Länder. Oder dass bei uns die Frauen "Karierregeiler" sind als in anderen Ländern. Die Lebensumstände passen nicht wirklich.

Denke ich auch nicht. Und schau Dir aber mal die Umstände in den anderen Ländern an, die höhere Geburtenraten haben. Die sind nicht sonderlich komfortabler oder großzügiger als hierzulande. Was soll man daraus schließen? Ich sag's Dir: die Deutschen sind zu mäkelig und jammern zu viel und wollen auf nichts verzichten!
 
Na ja, man kann es wohl auch nicht mehr mit den 70ern vergleichen, als wir Kinder waren. Da konnte ein Vater mit seinem Job die Familie durchbringen, die Frau war zu Hause, das Kind ging mit 3 Jahren in den KiGa und wurde um 12 Uhr von der Mutter abgeholt.

Das klassische Familienleben ist heute nicht mehr in der Form möglich bei Normalverdienern.

Ich glaube auch kaum, dass die Deutschen kinderfeindlicher sind als andere Länder. Oder dass bei uns die Frauen "Karierregeiler" sind als in anderen Ländern. Die Lebensumstände passen nicht wirklich.

Wie bereits gesagt, wir verzichten auf viel "Luxus", damit wir Zeit für unser Kind haben. Aber das war der Grund, WARUM wir ein Kind haben.

Geht nicht um dich Persönlich aber ist denn ein Eigenheim kein Luxus ?
Hast natürlich Recht, mit dem Thema "früher hat ein Verdiener ausgereicht um eine Familie zu ernähren". Ein Haus war da sicher aber auch nicht bei vielen drin.
 
Bei uns in 70ern war das jedenfalls nicht drin und uns ging es nicht schlecht. Btw. ist meine Mutter auch in 70ern schon arbeiten gegangen ...
 
Eine niedrige Geburtenrate muss auch nicht zwangsläufig ein Problem sein. Wir müssen aber anfangen, uns zu überlegen, was das für uns bedeutet und entsprechend Maßnahmen einleiten. Was mich im Moment wirklich wütend macht, ist, dass die Politik die Situation weitestgehend ignoriert. An dem Adenauer'schen Generationenvertrag wird eisern festgehalten, obwohl absehbar ist, dass es bald nicht mehr wirklich funktionieren wird.
 
Wir waren drei Kinder und uns ging es auch nicht schlecht. Dafür hat aber der Vater Abends nach der Arbeit noch einen Nebenjob gehabt und meine Mutter ging später auch wieder halbtags arbeiten. Ich habe Sie aber beide nie jammern gehört.
Ein Haus gab es auch nicht.
 
An dem Adenauer'schen Generationenvertrag wird eisern festgehalten, obwohl absehbar ist, dass es bald nicht mehr wirklich funktionieren wird.

Äh, what? Daran wird schon ordentlich gefeilt mit der Rente ab 67 und privaten Vorsorgemaßnahmen. Einen Generationenvertrag kann man nun mal nicht so einfach kündigen...
 
Äh, what? Daran wird schon ordentlich gefeilt mit der Rente ab 67 und privaten Vorsorgemaßnahmen. Einen Generationenvertrag kann man nun mal nicht so einfach kündigen...


Das sind doch höchstens Reförmchen, deren Effekte zu vernachlässigen sind. Zumal die glorreiche SPD mit ihren 45 Beitragsjahren in einem Punkt schon wieder zurückgerudert ist.

Was wir brauchen, ist eine grundlegende große Reform des Generationenvertrags, eben etwas Vergleichbares wie anno dazumal die Agenda 2010. Aber an sowas traut sich derzeit leider niemand heran.
 
Ich möchte mal gerne die Statistik sehen, die aufzeigt, dass deutsche Frauen, vor allem gut verdienende, auf ein Kind verzichten, weil der Staat es ihnen nicht ermöglicht, jahrelang zuhause zu bleiben.
 
Was wir brauchen, ist eine grundlegende große Reform des Generationenvertrags,

Dir ist aber schon klar, um was für Summen und um was für Zeiträume es hier geht? Dagegen ist die Agenda 2010 ein Klacks! Und wenn man sich mal ansieht, wie diese sinnvolle und überaus notwendige Reform der SPD vergütet wurde, dann kann man sich ausmalen, wie stark das Bedürfnis ist, eine noch viel, viel größere Umverteilungsreform anzupacken. Davon mal abgesehen, daß man sich weder einig ist, wie man es machen sollte, noch wie eine Alternative zu einem Generationenvertrag eigentlich aussehen soll....
 
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