Naja, so kreativ ist das nun auch wieder nicht. Sinn und Zweck dahinter wird vermutlich die komplette Auslöschung der Person sein. Keine Leiche, kein Grab, nix bleibt von ihm übrig. Man streicht ihn damit aus der Geschichte, er ist so dermassen unerwünscht geworden, dass man ihn aus dem Leben ausradiert. In unserem Mittelalter war das mit die größte Schmach, die man einem Menschen antun konnte. Wenn man seinen Leichnam nicht begräbt, sondern seine Überreste einfach (am Hinrichtungsplatz) liegen lässt.
Nun war der Mann immerhin Verteidigungsminister. So grausam das auf uns auch wirkt, es wird für die Führung schon Gründe gegeben haben, so mit ihm zu verfahren. Das ist mit Sicherheit eine üble Schlangengrube, die Nordkoreanische Elite, wo es ständig um Positionen, Einfluss und dem Austarieren der Machtverhältnisse verschiedener Familien gibt. Und, ohne zu wissen, aus welcher Ecke dieser Mann kam, kann man den Fall vermutlich gar nicht wirklich beurteilen.
In Südkorea hat man sicherlich ein Interesse daran, den Kim-Dingsda wie einen kompletten Irren darzustellen. Sowas schwappt ja als Information auch wieder rüber nach Nordkorea. Anderseits glaube ich, dass sich ein echter Irrer dort gar nicht halten könnte.