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Das hat nichts mit Paragraphenreiterei oder Realitätsverleugnung zu tun. Ich glaube Dir auch, daß ich da ein Problem habt, zumindest ein gefühltes. Aber das Gewaltmonopol des Staates ist und bleibt das höhere Gut!

Ich habe nichts gegen eine Nachbarschaftswache, wenn ihr das für nötig erachtet, daß habe ich auch so geschrieben. Aber da gibt es ganz klare Grenzen und die dürfen nicht überschritten werden! Und die verschissene Hexenjagd in Thüringen hast sie ganz klar überschritten! Da gibt es auch nichts zu relativieren oder zu diskutieren oder gar Verständnis zu zeigen! So werden solche Gruppierungen vom "notwendigen Übel" [sic] zu nur noch einem Übel.
 
Dann muss der Staat sich dieses Monopol verdienen und nicht die Bürger im Stich lassen. Es ist ja nicht so das die Bürger dies aus Lust und Laune tun, sondern aus Verzweiflung.

Was es bringt hier die Polizei zu rufen wissen schon alle. Die Polizisten erzählen ja selbst wie oft sie schon Rumänen erwischt haben mit hunderten Briefumschlägen im Auto und sie wissen ganz genau das damit das erbeutete Geld direkt versendet wird aber machen können sie nichts. Das hilft aber Niemandem.

Natürlich ist in Thüringen eine Grenze überschritten worden aber wohl eher weil die Bürger verzweifelt sind.
Du hörst dich an wie ein Politiker. Hohle Phrasen mit Belehrungen was man nicht tun darf aber keine Lösung.....

In einer Parallelstraße von mir haben sie ein Haus 3 mal in einem Winter ausgeraubt. Ein 4.Mal wurde durch einen Freund von mir verhindert der sie überrascht hat. Der Mann läuft mittlerweile mit einer Machete rum und die Polizei lacht nur drüber. Aber wer kann ihm das verübeln?
 
Also das mit der Verfolgung gehört nicht toleriert, hier ist die Grenze klar überschritten, absolut keine Frage. Aber allgemein kann ich die Leute verstehen. Hier in Brandenburg gibt es mittlerweile auch Bürgerstreifen. Ich möchte nicht, dass Osteuropäer oder sonst wer hier wild verfolgt werden, aber wenn die Leute nachts auf der Lauer liegen, ist das absolut verständlich. Das streitet aber denke ich wohl keiner ab.
http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1322626
 
Es ist ja nicht so das die Bürger dies aus Lust und Laune tun, sondern aus Verzweiflung.

Das mag eine Erklärung sein, aber es ist weder eine Entschuldigung, noch eine Rechtfertigung. Es gibt gute Gründe für dieses Gewaltmonopol und das ändert sich auch durch vermehrte Einbrüche nicht. Sorry, aber da gibt es kein wenn und aber.

Wenn jeder das Recht in die eigene Hand nimmt, haben wir hier bald Anarchie und chaotische Zustände. Ich hoffe, daß die Clowns in Hildburghausen ordentlich zu Rechenschaft gezogen werden, sowas ist schlicht nicht tolerabel. Macht Eure Nachtwachen, aber haltet Euch an Recht und Gesetz. Ansonsten seid nicht mehr als ein Haufen Pöbel.
 
Man muss das Recht nicht in die eigene Hand nehmen wenn der Staat, wenigstens halbwegs zuverlässig, dafür sorgt das es durchgesetzt wird.

Nenn die Leute wie du willst (wir haben hier noch keine Nachtwache), scheint dir ja von deinem Elfenbeinturm leicht zu fallen.
 
... aber wenn die Leute nachts auf der Lauer liegen, ist das absolut verständlich.

Die können nachts liegen wo sie wollen, aber solche Menschenjagden gehen gar nicht. Sonst wachen wir plötzlich morgens auf und haben wieder faschistoide Zonen in Deutschland, wo Milizen willKürzlich irgendwelche Leute drangsalieren. Nein, Danke.
 
Ich rede von Leuten die verdächtigen Autos nachgehen. Was sollen sie sonst machen? Die Nummernschilder melden die eh geklaut sind? Die Leute MUSS man auf frischer Tat festnehmen sonst bringt es nichts.

Das die Hildenburgheinis es übertrieben ist halt so, aber eben auch nur eine Folge des Ganzen und nicht die Ursache.
 
Es ist halt so weil es weder verhindert wurde von Seiten des Staates (das ist ja keine Sache von einem Einbruch und einer Woche) und die Leute sich nicht mehr zu helfen wissen. Das ist Verzweiflung und der Staat tut gegen diese Verzweiflung NICHTS.

Wie ich oben schrieb, Nummernschild aufschreiben bringt genau nen feuchten Furz. Die Leute MUSST du erwischen und festhalten. Das sich eben auch irgendwann Wut anstaut aus der Verzweiflung heraus ist doch nur menschlich.
 
Nicht die Bürger haben die Verantwortung an sich gerissen sondern der Staat hat sie abgegeben. Ist ein gravierender Unterschied.

Davon ab sind deine Antworten so dermaßen nichtssagend und zu der jeweiligen Situation unpassend das es zum Himmel stinkt.
 
Bis es den ersten toten Osteuropäer gibt der sich halt verdächtig benommen hat. oder die "Bürgerwehr" leute beim versuch einen Einbrecher festzuhalten von dessen Komplizen umgelegt werden

So schlimm es ist wenn einer bei einem einbricht, geht es hier immer noch nur um Wertgegenstände und ein subjektives Sicherheitsgefühl das verletzt wurde. Wir haben hier ja keine mexikanischen verhältnisse wo es massig morde gibt.
Und anstelle von Bürgerwehreb empfielt die Polizei in erster Linie immer noch das Eigenheim sicherer zu machen was wahrscheinlich auch mehr bringt.
 
Ein Einbruch wird oft als schwerwiegender Eingriff in die Privatsphäre empfunden. Da haben viele Leute noch monatelang psychisch mit zu kämpfen. Wenn man dann mitbekommt, dass solche Banden systematisch vorgehen und die Polizei einem lediglich empfiehlt, sich für oft mehrere Tausend Euro einzubuchten, dann ist der Schritt, sich mit seinen Nachbarn zusammenzutun, um sich zu schützen, nicht weit weg. Denke, das ist grunsätzlich völlig normal und auch ein richtiges Verhalten. Wenn die gemeinsam mit der Polizei arbeiten, um so besser. Die Polizei kann halt nicht überall sein.
 
Ich bin da geteilter Meinung. Einerseits wirken Bürgerwehren auf mich immer eigenartig, sie umweht der Hauch einer Provinz-SA, die man sich wie eine Gruppierung von unterschwelligen Nationalisten und Rednecks vorstellt.

Allerdings: Würde ich in einem Grenzgebiet wohnen, wo am laufenden Band (und das ist beispielsweise an der polnischen Grenze ja wirklich so) eingebrochen bzw. Autos geklaut werden, dann würde ich wohl anders denken. Es wird ja auch abseits dieser Gegenden viel eingebrochen und da sind es dann ja auch meist die üblichen Verdächtigen (Drogenabhänige und ich sach ma etc.)

Was Urgs sagt stimmt auch, ich glaube ich würde nach einem Einbruch umziehen. Bei mir geisterte durchs Viertel vor einem Jahr mal ein Feuerteufel, der hinter meiner Wohnung zwei Autos angezündet hat und ich abends neben einigen anderen Anwohnern ja die Feuerwehr angerufen habe. Ich brauchte etwa ne Woche, bis ich wieder normal schlafen konnte und nicht bei jedem Geräusch hochgeschreckt bzw. zum Fenster gelaufen bin, ob mein Auto lichterloh in Flammen steht.

Das war wohl so ne Einbruch light Erfahrung.
 
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