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Es gibt dazu auch noch den Originalartikel einer bekannten US Nachrichtenseite mit Video des Interviewten und Einspielern der original IS-Videos.
Absolut verstörend. Hat mich sehr erschüttert. Und öffnet einem dann, obwohl ich das ja sowieso schon weiss, nochmal den Verstand welches Glück wir haben hier in friedlichen Zeiten ohne Angst um Leib und Leben und Terror zu existieren.
 
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Meine Ansicht dazu:

Sind Hitler und Putin gleichzusetzen? Keinesfalls.
Gibt es auffallende Parallelen zwischen den beiden? Auf jeden Fall.
 
Naja, ich hatte es ja schon irgendwo oben erwähnt. Der zweite Weltkrieg wird heutzutage viel zu sehr auf den weltanschaulichen, ideologischen Konflikt reduziert. Wie so oft ist das ein Sieg der Nazi-Propaganda, der bis in die heutigen Tage hineinwirkt. Tatsächlich ging es in diesem, wie in den meisten Kriegen aber natürlich auch um handfeste Dinge, wie eben Ressourcen und Energie. Will sagen, das isolierte Hitler-Deutschland hatte ganz reale Sachzwänge für ihre Raubzüge durch Europa. Und als diese Kriegsmaschinerie erstmal in's Rollen gekommen war, steigerte sich der Bedarf an ÖL natürlich enorm.

Weder sehe ich Putin in solchen Energienöten, noch kann ich in Russland einen auch nur entfernt ähnlichen, ideologischen Überbau entdecken.

Was Putin tatsächlich macht, ist, dass er im Gerangel der neuen Weltordnungen und in Zeiten einer angeschlagenen Supermacht USA versucht, für sein Land das Beste rauszuholen, Partnerschaften aufzubauen, die den USA nicht unbedingt gefallen usw. Ausserdem stellt Russland nicht erst seit gestern den Dollar als Leitwährung in Frage. Klar, dass auch das den USA nicht gefällt.

Diese ständige Behauptung, dass Russland oder Putin von einer neuen Sowietunion träumen, in alten Zeiten verharren oder eine rückständige Politik aus dem letzten Jahrhundert betreiben, halte ich für extrem gewagte Thesen. Das sind alles Schlagworte, die in der Presse ständig runtergebetet werden und hier unreflektiert übernommen werden. Da fragt man sich, woher dieses genaue Wissen über die russische Politik herkommt.

Ich bin auch kein ausgewiesener Russlandexperte, aber neulich laß ich ein Interview mit einer Historikerin, die sagte, dass Russland schon immer ein sehr fragiles, politisches Konstrukt war und die Rolle des starken Herrschers, wenn sie denn beherrscht wird, auch eine gewisse Notwendigkeit für dieses System hat. Da ist aber auch vieles mehr Illusion als andere. Die Russen hingegen wissen das, so im kollektiven Gedächtnis und wissen eben auch, dass es ihnen viel schlechter gehen kann, wenn dieses fragile Konstrukt ins Wanken gerät. Die haben schon ganz andere Zeiten durchlebt und momentan haben sie einen starken Mann dort an der Spitze, der bei vielem was da vielleicht im argen ist, durchaus auch spürbare Teilhabe für alle Russen vorweisen kann. Die spüren einfach, dass von dem was Russland so abwirft, auch bei ihnen etwas hängenbleibt. Und wenn man den Wirtschaftsleuten glauben darf, dann steht Russland auch so schlecht nicht da.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Diese ständige Behauptung, dass Russland oder Putin von einer neuen Sowietunion träumen, in alten Zeiten verharren oder eine rückständige Politik aus dem letzten Jahrhundert betreiben, halte ich für extrem gewagte Thesen.

Wenn Putin den Zerfall der Sovietunion als das schlimmste und tragischste Ereignis des 20. Jahrhunderts bezeichnet (und das Jahrhundert war nun voll von schlimmen und tragischen Ereignissen), ist diese These nicht ganz abwegig, gelinde gesagt. Und es gibt kaum einen Experten, der dieser These widersprechen würde, da praktisch das gesamte Handeln Putins darauf ausgerichtet ist. Wobei "Partnerschaften" nicht ganz der richtige Ausdruck ist, eine "russische Hegemonie" ist eher passend. Für die, die sich nicht unterordnen wollen, gibt es ja dann die russische Armee. Auch das ist hier ja nicht zum ersten Mal so passiert....

Und wenn man den Wirtschaftsleuten glauben darf, dann steht Russland auch so schlecht nicht da.
Wenn man sich ansieht, daß die Ölförderung langsam ins Stocken Gerät, weil westliche Technologie fehlt (und nein, die kann China nicht liefern) und die Banken schon die Hälfte der Devisenreserven verbraucht haben und die Börse und der Rubelkurs im Keller sind, dann scheinen es keine dollen Experten zu sein. Die Bevölkerung mag Putin (noch) lieben, die Oligarchen hören gerade damit auf.
 
Ich glaube, er hat sie als größte, geopolitische Katastrophe des 20. Jahrhunderts bezeichnet. Wahrscheinlich anlässlich einer Jahres- oder Gedenkrede. Ich kann's nicht beurteilen, aber das dahinter eine schwere, traumatische Erfahrung für die russische Bevölkerung stand, steht wohl ausser Frage. Wenn Putin das in pathoshafter Manier vielleicht etwas dick aufgetragen so bezeichnet, um die Wichtigkeit seines innerpolitischen Auftrags zu unterstreichen, dann sehe ich darin lediglich eine Methode, die im Baukasten eines jeden größeren Politikers zu finden ist. Da möchte ich gar nicht die Top 10 der schmalzigsten Phrasen der US-Präsidenten wissen, mit denen sie die nationale Identität unterstrichen haben.

Was das Öl angeht: Für die Bohrungen in der Arktis hat's ja noch gereicht. Da bohren die Russen ja auch gemeinsam mit den Amis. Soviel zum Thema Sanktionsmoral! :grins:
 
Allein das ist ja schon völlig bescheuert. Den Fall eines Regimes, welches viele Millionen seiner Bürger in Gulags interniert hat, von denen auch einige Millionen ebendort getötet wurden, als "größte, geopolitische Katastrophe des 20. Jahrhunderts" zu bezeichnen. Eines Regimes, das seine Bürger aufs äußeste bespitzelt hat (die heutige Massendatenauswertung durch die NSA ist ein Witz dagegen). Eines Regimes, das die westliche Welt über Jahrzehnte mit der nuklearen Vernichtung bedroht hat.

Tut mir leid, wenn jemand sagt, dass der Zusammenbruch eines solchen Reichs die "größte, geopolitische Katastrophe des 20. Jahrhunderts" gewesen wäre, dann ist das nicht weit davon weg den Zusammenbruch des 3. Reichs als "größte, geopolitische Katastrophe des 20. Jahrhunderts" zu bezeichnen. Mit Leuten die eine solche Geisteshaltung an den Tag legen, selbst wenn sie nur vorgegeben wird um das Volk populistisch zu beeinflussen, sollte man nur dann kooperieren, wenn es unbedingt notwendig ist.

Und diese ganze Geschichte mit "Russland attackiert den Dollar": Völliger Schwachsinn. Russland mit seinem BIP in der Nähe von Italien attackiert wirtschaftlich gar nichts. Wenn momentan irgendwer den Dollar als Leitwährung ablöst, dann der Euro. Und auch das eher nur mittelfristig, wenn überhaupt. Der chinesische Renminbi vielleicht langfristig, aber da gibt es ganz, ganz viele Fragezeichen, was die langfristige wirtschaftliche Entwicklung Chinas betrifft.

Nein, Russland ist wirtschaftlich auf dem absteigenden Ast und wie auch im militärischen Bereich nur noch eine Regionalmacht.
Das nagt natürlich am russischen Selbstbewusstsein. Aber das ist einfach deren Problem und wir dürfen es nicht zu unserem machen. Österreich ist auch über den Verlust seines riesigen Reichs hinweggekommen, Großbrittanien ebenso großteils, auch Deutschland.
Heute kooperieren alle drei friedlich in der Europäischen Union.

Nur ein Teil der politischen Elite und des Volkes in Russland jammert rum, wie schlimm es sei, dass die Sowjetunion nicht mehr existiert. Die haben doch den Schuss nicht gehört.
 
Allein das ist ja schon völlig bescheuert. Den Fall eines Regimes, welches viele Millionen seiner Bürger in Gulags interniert hat, von denen auch einige Millionen ebendort getötet wurden, als "größte, geopolitische Katastrophe des 20. Jahrhunderts" zu bezeichnen. Eines Regimes, das seine Bürger aufs äußeste bespitzelt hat (die heutige Massendatenauswertung durch die NSA ist ein Witz dagegen). Eines Regimes, das die westliche Welt über Jahrzehnte mit der nuklearen Vernichtung bedroht hat.

Naja, ganz so monokausal kannst du das nicht sehen. Erstens gab es niemals eine wirkliche kritische gesellschaftliche Aufarbeitung der Sowjetgeschichte in Russland, was auch an den darniederliegenden Sozialwissenschaften dort liegt. Und zweitens ist das Gulag und der große Terror in erster Linie ein Auswuch des totalitären Stalinismus gewesen. Damit das klar ist, ich verteidige hier keinesfalls Sowjetunion, aber das sowjetische Regime hat spätestens unter Chruschtschow einen anderen Charakter bekommen. Die Entwicklung ist unschön, aber ich will beispielsweise lieber nicht wissen, wie die Deutschen heute Hitler sehen würden, wenn er den Krieg gewonnen hätte.

http://www.spiegel.de/panorama/zeit...en-russen-aller-zeiten-gewaehlt-a-598594.html
 
Naja, ganz so monokausal kannst du das nicht sehen. Erstens gab es niemals eine wirkliche kritische gesellschaftliche Aufarbeitung der Sowjetgeschichte in Russland, was auch an den darniederliegenden Sozialwissenschaften dort liegt. Und zweitens ist das Gulag und der große Terror in erster Linie ein Auswuch des totalitären Stalinismus gewesen. Damit das klar ist, ich verteidige hier keinesfalls Sowjetunion, aber das sowjetische Regime hat spätestens unter Chruschtschow einen anderen Charakter bekommen. Die Entwicklung ist unschön, aber ich will beispielsweise lieber nicht wissen, wie die Deutschen heute Hitler sehen würden, wenn er den Krieg gewonnen hätte.

http://www.spiegel.de/panorama/zeit...en-russen-aller-zeiten-gewaehlt-a-598594.html

Mir ist schon klar, dass alles was nach Stalin kam, "besser" war. Trotzdem wurden auch unter Chruschtschow die Grundrechte der Bürger mit Füßen getreten. Chruschtschow hat das Gulag-System demontiert, schön.

Wenn jetzt Hitler den Krieg gewonnen hätte, dann nach ein paar Jahren gestorben wäre und sein Nachfolger das System der Konzentrationslager aufgelöst hätte, wäre das natürlich auch eine gute Sache gewesen. Trotzdem wäre ein Leben im dritten Reich nicht besonders angenehm gewesen, vor allem für politische Dissidenten und andere Unerwünschte.

Ja, und vielleicht wären die Deutschen so drauf wie heute die Russen, wenn alles umgekehrt gewesen wäre. Dann müsste man eben heute die Deutschen davon abhalten, Ärger in Europa zu machen, wie momentan eben die Russen.
 
Mir ist schon klar, dass alles was nach Stalin kam, "besser" war. Trotzdem wurden auch unter Chruschtschow die Grundrechte der Bürger mit Füßen getreten. Chruschtschow hat das Gulag-System demontiert, schön.

Wenn jetzt Hitler den Krieg gewonnen hätte, dann nach ein paar Jahren gestorben wäre und sein Nachfolger das System der Konzentrationslager aufgelöst hätte, wäre das natürlich auch eine gute Sache gewesen. Trotzdem wäre ein Leben im dritten Reich nicht besonders angenehm gewesen, vor allem für politische Dissidenten und andere Unerwünschte.

Ja, und vielleicht wären die Deutschen so drauf wie heute die Russen, wenn alles umgekehrt gewesen wäre. Dann müsste man eben heute die Deutschen davon abhalten, Ärger in Europa zu machen, wie momentan eben die Russen.

Hast ja mit allem recht. Aber mit Grund- und Menschenrechten ist es halt auch schwierig, wenn sie keine oder bestenfalls eine defizitäre ideengeschichtliche Tradition in der jeweiligen politischen Kultur haben. Absolut wünschenswert, dass sie eines Tages universell gültig sind, aber Russland und weite Teile Asiens haben einfach keine vergleichbare Erfahrung gemacht wie Europa mit der französischen Revolution. Klar muss man Russland Einhalt gebieten, wenn sie zu weit gehen, aber das die russische Sicht auf die Sowjetunion, welche im kollektiven Gedächtnis vermutlich einfach mit dem damaligen Weltmachtsstatus verknüpft ist, verklärt ist, sollte nicht unverständlich sein. Putin benutzt die UdSSR schlichtweg um eine gemeinsame Identität im Vielvölkerstaates zu etablieren bzw. aufrecht zu erhalten. Wie man dem entgegenwirken kann? Weiß ich auch nicht so recht...
 
Gerade habe ich auf derstandard.at ein Interview mit dem letzten Außenminister der DDR gelesen, wobei ich mit den zentralen Aussagen absolut übereinstimme:

STANDARD: 25 Jahre später kann in der Ukraine von Frieden und Sicherheit keine Rede sein. Wurden nach dem Fall der Berliner Mauer und dem anschließenden Vereinigungsprozess die Interessen Moskaus zu wenig berücksichtigt?

Meckel: Nein - auch wenn es von russischer Seite immer wieder so behauptet wird. Das große Problem ist, dass Russland bis heute seine Nachbarn nicht als souveräne Staaten anerkennt. Wladimir Putin behauptet ja, die größte Katastrophe des 20. Jahrhunderts sei der Zerfall der Sowjetunion. Das ist für ihn schlimmer als die Diktatur der Nazis oder Stalins mit ihren Abermillionen Toten. Es ist sein imperiales Denken, das den Frieden in Europa gefährdet.

STANDARD: Russland fühlt sich bis heute bei der Nato-Osterweiterung über den Tisch gezogen und beruft sich auf Zusagen - auch der Deutschen - dass die Nato im Falle der deutschen Wiedervereinigung nicht nach Osten erweitert werde. Gab es diese?

Meckel: In den Verhandlungen gab es solche Zusagen nicht, das war im Westen auch noch gar nicht im Blick. Die Nato wurde ja nicht erweitert, weil das Bündnis selbst das so wollte, sondern weil die neuen jungen Oststaaten darauf drängten. Ich bin überzeugt davon, dass die Nato-Erweiterung auch stabilisierend gewirkt hat, das sieht man im Vergleich zum Balkan. Dadurch haben die neuen Demokratien ihre Sicherheit nicht mehr allein organisiert, sondern im integrierten Zusammenhang. Man stelle sich vor, Polen hätte die ganze Zeit eine eigene nationale Sicherheitsstrategie verfolgen müssen. Das hätte zu Aufrüstung und Verwerfungen geführt.

STANDARD: Sie sehen den Konflikt heute und die Ereignisse von 1989 in keinem Zusammenhang?

Meckel: Doch - aber nicht so, wie es Russland heute sieht. Wer hat 1989 gewonnen? Michail Gorbatschow, indem er der Wiedervereinigung und der Souveränität Deutschlands zustimmte und dadurch Russland die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit dem Westen ermöglichte. Er wird heute in Russland nicht geschätzt, weil man glaubt, er habe Russland geschwächt, dabei hat er dem Land genützt. Offenheit, gegenseitige Anerkennung und Kooperation stärken ein Land und stabilisieren es. Heute hingegen herrscht in Russland nationales und imperiales Gehabe. Putin hat die Botschaft von 1989 nicht verstanden.

Quelle: http://derstandard.at/2000005215855/Putin-hat-die-Botschaft-von-1989-nicht-verstanden
 
Das ist eben eine Milchmädchenrechnung, wenn man glaubt, es würde helfen junge Demokratien in die Nato aufzunehmen, wenn man damit in Russland nationalistischen Kräften Auftrieb gibt. Das war bei der Nato-Osterweiterung von Anfang an absehbar und Russland hat schon seit Jahren seine Rüstungsausgaben genau deswegen hochgeschraubt.

Der ständige Hinweis darauf, dass Russland keine Weltmacht mehr ist, sondern Regionalmacht und diese Rolle endlich akzeptieren sollte, verstehe ich nicht ganz. Der Ukraine-Konflikt ist doch für Russland eine regionale Angelegenheit.

Übrigens, in den letzten Tagen hörte und las man in unseren Medien nur Erfolgsmeldungen vom ukrainischen Millitär. Nun hat sich (für uns) überraschend herausgestellt, dass die Kräfte erschöpft und nahezu nicht mehr handlungsfähig sind und einen Waffenstillstand (!) eingegangen sind. Die vielen Journalisten, die dort vor Ort angeblich richtige journalistische Arbeit verrichten, haben letztlich nur weitergegeben, was ihnen von staatlicher Seite herangetragen wurde. Man könnte auch sagen, es war Propaganda, die sie verbreiteten.

In dem Zusammenhang ist auch der offene Brief ehemaliger US-Geheimdienstler an unsere Bundeskanzlerin interessant:

http://www.jungewelt.de/2014/09-04/051.php
 
Das ist eben eine Milchmädchenrechnung, wenn man glaubt, es würde helfen junge Demokratien in die Nato aufzunehmen, wenn man damit in Russland nationalistischen Kräften Auftrieb gibt. Das war bei der Nato-Osterweiterung von Anfang an absehbar und Russland hat schon seit Jahren seine Rüstungsausgaben genau deswegen hochgeschraubt.

Der ständige Hinweis darauf, dass Russland keine Weltmacht mehr ist, sondern Regionalmacht und diese Rolle endlich akzeptieren sollte, verstehe ich nicht ganz. Der Ukraine-Konflikt ist doch für Russland eine regionale Angelegenheit.

Übrigens, in den letzten Tagen hörte und las man in unseren Medien nur Erfolgsmeldungen vom ukrainischen Millitär. Nun hat sich (für uns) überraschend herausgestellt, dass die Kräfte erschöpft und nahezu nicht mehr handlungsfähig sind und einen Waffenstillstand (!) eingegangen sind. Die vielen Journalisten, die dort vor Ort angeblich richtige journalistische Arbeit verrichten, haben letztlich nur weitergegeben, was ihnen von staatlicher Seite herangetragen wurde. Man könnte auch sagen, es war Propaganda, die sie verbreiteten.

In dem Zusammenhang ist auch der offene Brief ehemaliger US-Geheimdienstler an unsere Bundeskanzlerin interessant:

http://www.jungewelt.de/2014/09-04/051.php


Ich weiß nicht, welche Medien das sein sollen. Ich für meinen Teil habe in den letzten Tagen bei diversen verschiedenen gelesen, dass das ukrainische Militär kurz vor einer einigermaßen fundamentalen Niederlage steht. Unsere Propaganda-Medien haben dabei sogar auf NATO-Quellen verwiesen, die das ausgesagt haben :O_o:
 
Okay, Erfolgsmeldungen sind sicherlich auch noch mal was anders. Ist mittlerweile wahrscheinlich auch von meiner subjektiven Wahrnehmung geprägt. :ugly:
 
Okay, Erfolgsmeldungen sind sicherlich auch noch mal was anders. Ist mittlerweile wahrscheinlich auch von meiner subjektiven Wahrnehmung geprägt. :ugly:

Die Erfolgsmeldungen waren aus den Tagen davor, als die Separatisten auf kleine Gebiete zurückgedrängt, eingekesselt und schon von einander abgeschnitten waren.

Als sie ganz offensichtlich kurz vor der Niederlage standen hat sich zufällig zumindest eine (Video von mir hier gepostet) russische mechanisierte Infanteriebrigade in die Ostukraine "verirrt". Das war dann der Zeitpunkt, ab dem die Ukraine eine "offene Einmischung" Russlands beklagt hat und immer wieder Kämpfe gegen russische Panzer gemeldet wurden. Als die Ukraine den Flughafen von Luhansk wieder verloren haben, sprachen sie von Kämpfen gegen ein russisches Panzerbataillon. Und ich bin sehr geneigt, ihnen das zu glauben.

Anders ist es eigentlich gar nicht zu erklären, wie die Separatisten aus der Lage in der sie vorher wieder waren, wieder herausgekommen sind und eine so starke Gegenoffensive starten konnten.
 
Putin wird sicherlich seinen Teil dazu beitgetragen haben. Dein Video ist ja erst vor ein paar Tagen gepostet worden. Die Probleme müssen aber schon länger vorhanden gewesen sein.

Beide Männer sind bis vor wenigen Tagen in Donezk und Lugansk im Einsatz gewesen und machten aus ihrer Verachtung gegenüber der Führung in Kiew keinen Hehl. Präsident Poroschenko habe „die Söhne der Ukraine verheizt und benutzt“. Schlecht ausgebildet und einer korrupten Militärführung ausgeliefert, seien die Soldaten „ins Stahlgewitter gejagt worden“. Für die Anmerkung, „die Politik hat wochenlang auf ein militärisches Wunder gewartet, wie Kindergartenkinder auf den Weihnachtsmann“, erhielt Parasijuk fast stehende Ovationen.

http://www.tagesspiegel.de/politik/...rd-zum-problem-fuer-poroschenko/10663676.html

In dem Zusammenhang aus dem offenen Brief der Ex-Geheimdienstler:

Die gängige Meinung, die vor wenigen Wochen von Kiew vertreten wurde, lautete, daß die ukrainischen Streitkräfte im Kampf gegen die Föderalisten, die sich im Südosten der Ukraine dem Staatsstreich widersetzen, die Oberhand gewonnen hätte in einer Operation, die weithin als Aufräumaktion dargestellt wurde. Aber dieses Bild der Offensive stammte fast ausschließlich aus offiziellen Regierungsquellen in Kiew. Es gab nur wenige Berichte direkt vom Schauplatz in der Südostukraine. Ein Bericht jedoch zitierte den ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko und nährte damit Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Regierungsdarstellung. Laut »Pressedienst des Präsidenten der Ukraine« vom 18. August hatte Poroschenko eine »Umgruppierung ukrainischer Militäreinheiten veranlaßt, die an der machtvollen Operation im Osten des Landes beteiligt sind … Heute müssen wir die Umgruppierung der Streitkräfte durchführen, die unser Territorium verteidigen und die Fortführung der Armeeoffensiven garantieren werden«, erklärte Poroschenko und fügte hinzu: »Wir müssen unter den neuen Umständen eine neue Militäroperation in Betracht ziehen.« Wenn mit den »neuen Umständen« ein siegreiches Vorgehen ukrainischer Regierungstruppen gemeint war, warum war es dann notwendig, die Streitkräfte »umzugruppieren« oder »zu reorganisieren«? Etwa zu diesem Zeitpunkt begannen Quellen vor Ort über eine Reihe erfolgreicher Angriffe der Föderalisten gegen Regierungsstreitkräfte zu berichten. Demnach erlitt die Regierungsarmee vor allem wegen ihrer Unfähigkeit und schlechten Führung heftige Verluste und verlor an Boden. Zehn Tage später, als sie eingekreist wurde und/oder zurückwich, mußte die »russische Invasion« als Entschuldigung dafür herhalten. Genau in diesem Moment veröffentlichte die NATO die unscharfen Fotos. (…)
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Mehrheit tendiert zu schottischer Unabhängigkeit
Laut einer Umfrage spricht sich erstmals ein Großteil der schottischen Bevölkerung für eine Abspaltung von Großbritannien aus. Die Queen ist besorgt.

schottland-unabhaenigkeit-referendum-540x304.jpg


[...]
In der jüngsten Umfrage wurden die Befragten, die sich noch nicht entschieden haben, nicht mitgerechnet. Zählt man sie dazu, unterstützen 47 Prozent die Unabhängigkeit, 45 Prozent wollen die Union erhalten. "Diese Befragung kann und muss ein Weckruf sein für alle, die dachten, das Ergebnis des Referendum stehe schon fest", kommentiert die Kampagne Better together ("Besser zusammen") den Bericht.
[...]
http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-09/schottland-unabhaengigkeit-referendum
___________

Wird echt spannend, ich hätte nicht gedacht, daß es tatsächlich so knapp wird :staun:
 
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