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Eigentlich nicht. Aber ich hab echt mit mir zu kämpfen, wenn die Schweiz dann als "gutes" Beispiel für irgendwelche populistischen Hetzkampagnen missbraucht wird. Und ich nehme wohl ohnehin immer alles viel zu persönlich. :ugly:
 
Entscheidung.jpg
 
Was fehlt ist der zweite Teil des Comics, in dem der Preis des T-Shirts mit 300 Franken steht, weil es im EU-Ausland produziert wurde ;)
 
Heute Morgen ein Interview im DLF mit Roger Köppel (Herausgeber Weltwoche in der Schweiz) gehört. Das war schon trollig, irgendwie.

Statt auf die nun kommenden Probleme einzugehen meinte er leicht schnippig, dass wir (EU) ja nur neidig seien, weil die Schweiz eine direkte Demokratie habe und wir im "Elitenprojekt" EU als Menschen klein gehalten werden. Und ausserdem wolle man sich beim Thema Personenfreizügigkeit mehr Mitbestimmung und sich aus den Automatismen der EU befreien.

Mal davon abgesehen, dass man über solche Punkte durchaus diskutieren kann, ist er leider auf die Probleme nicht eingeganen, was ich von einem Journalisten erwartet hätte.

Wenn die hitzigen Diskussionen dieser Woche abgeklungen sind bleibt bestehen, dass die EU reagieren muss, je nachdem, wie die Schweiz nun handelt. Und sie wird scharf reagieren müssen, denn sie kann ihre eigenen Gesetze nicht aufweichen. Und ich sehe momentan nicht, dass wir nach dem schweizer Vorbild die gesamte Personenfreizügigkeit in der EU aufweichen und jedem Land eine Selbstbestimmung einräumen.

Ich kann es nur schwer abschätzen, aber ich hoffe, dass die Schweiz nicht zu hoch "gepokert" hat. Wenn Bilateral I aufgehoben wird, dann hat die Schweiz ihre Demokratie, aber dann gehen auch einige Lichter aus.
 
Liechtenstein hat z.B. auch Kontingente. Dort wurden die Gesetze bereis aufgeweicht. Aber das es Probleme geben wird, war klar. Ich bin gespannt, wie es da weitergehen wird und welche Lösung es schlussendlich geben wird.
 
Heute tritt auch noch Mörgeli irgendwo im Deutschen Fernsehen auf. Der wird aber sicherlich eine viel schlechtere Falle als Köppel machen. Der bietet einfach nur extrem viel Angriffsfläche.
 
Der fehlte noch... Hat der nicht noch jemanden von der Uni Zürich zu verklagen oder sich von irgendeinem Dokoranden einen Beipackzettel übersetzen zu lassen?

@ Hart aber fair: Habe die Sendung nie gesehen, nur mehrfach darüber gelesen. Nur schon die übrigen Gäste (dieser Mix zwischen Promi und Politiker) lassen aber böses erahnen. Der Köppel kann wenigstens reden und ist politisch bewandert; dass deshalb nicht zwangsweise was Gutes aus dem Fressschacht rauskommen muss, beweist er allerdings meist (das "meist" habe ich jetzt noch reinediert - habe ihn hie und da sogar auch schon was Schlaues sagen gehört) postwendend selbst
 

Ich kenne den Mann nicht, informiere mich auch so gut wie garnicht durch's Fernsehen.

Aber wie gesagt, die jetzige, hitzige Phase wird auch abklingen. Und ich glaube auch kaum, dass die Verantwortlichen der EU sich "hart aber fair" anschauen.

Es gibt nun Dinge, die entschieden werden müssen und ich bin mir relativ sicher, dass die EU keine Entscheidungen treffen wird, die ihr selbst oder einem ihrer Mitgliedsländer zum Nachteil wird. Nicht für die Schweiz. Da müssen schon die USA oder China kommen. :D
 
Mal eine Frage in den Raum: Herrscht irgendwo in der EU oder in der Schweiz ein Fachkräftemangel (von ganz speziellen Bereichen wie z.Bsp. Quantenphysiker oder solchen eher aussergewöhnlichen Berufe ausgenommen)? Also ganze Wirtschaftsbereiche betreffend.
 
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