Ich lebe ja an der luxemburgischen Grenze und wir kennen die Probleme hier, dass Mieten und Grundstücke kaum bezahlbar sind. Auch haben wir hier sehr viele Luxemburger wohnen, weil es in Deutschland trotzdem noch günstiger ist als in Luxemburg.
Aber wir schicken die "Ausländer" nicht heim... Wir entfremden auch nicht. Wir leben miteinander, leben mit den Problemen. Miteinander. Übrigens auch viele Franzosen und Belgier.
In Luxemburg wohnen weiss ich nicht wieviele Portugiesen, Deutsche, Franzosen und Belgier. Aus allen Herren Länder gehen die Leute da hin. Auch da gibt es Probleme dadurch, aber es wird nicht nach gesetzlichen Regelungen dagegen gerufen.
Was macht die Schweiz, wenn sie die EU als wichtigsten Handelspartner wirklich "vergrätzen" sollten?
Ich könnte das ja alles irgendwo noch verstehen, wenn die bösen Ausländer den Schweizern die Jobs stehlen würden. Aber dem ist ja nicht so. In den letzten fünf Jahren sind 400.000 Ausländer in die Schweiz gekommen, und die Arbeitslosenquote ist trotzdem bei unter 3%. Und das Wirtschaftswachstum gesund. Wenn man die "Masseneinwanderung" nun eindämmen will, wer soll dann die Arbeit zukünftig machen, wenn die Wirtschaft weiter wächst?
All den Schweizern hier kann ich nur sagen, dass mir das halbwegs wurscht ist, weil ich nicht betroffen bin. Aber es ist IMO der falsche Weg gewesen. Die falsche Entscheidung. Das falsche Zeichen. Und ich schätze, dass die Schweizer das letztenendes mehr zu spüren bekommen wie der Rest Europas.