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in Städten wie Zug oder Zürich kann sich ein normal verdienender Schweizer kaum mehr eine Wohnung leisten (ich kenne Leute, die mussten von Zug weg, obwohl sie dort aufgewachsen sind, einfach weils zu teuer wurde), in den ÖV gibt es kaum freie Plätze mehr etc..

Das Phänomen hast du in nahezu allen deutschen Großstädten.
 
In die andere Richtung sind es aber eher 60-80% :O_o:
Die Mitgliedsstaaten der EU zusammen bilden auch einen etwas größeren Sack als die kleine, popelige Schweiz alleine. Und in Anbetracht dessen sind die Zahlen durchaus beeindruckend und erwähnenswert. Eine blühende Wechselbeziehung. :O_o:
 
Dies ist der einzige Grund weshalb nun solche scharfen Kommentare aus Brüssel kommen. Immerhin gibt es diese Diskussionen in anderen Ländern selbst Deutschland wie z.Bsp. Rumänen ob diese Sozialleistungen beziehen dürfen obschon sie noch nicht einbezahlt haben usw. Die nächsten Jahre werden sehr spannend.

Welche Vereinigung wird schon nicht giftig wenn man plötzlich untereinander als gültig vereinbarte Verträge zerhackstückeln möchte? Da steht ua die Authentizität auf dem Spiel. Da bräuchten wir gleich keine Abkommen mehr, wenn dann ohnehin jeder fuhrwerkt wie er es für lustig befindet.
 
Die Mitgliedsstaaten der EU zusammen bilden auch einen etwas größere Sack als die kleine, popelige Schweiz alleine. Und in Anbetracht dessen sind die Zahlen durchaus beeindruckend und erwähnenswert.

Keine Frage. Nur sollte ja durch die Relationen klar werden, wer bei der ganzen Sache potenziell mehr zu verlieren hat.
 
Das Phänomen hast du in nahezu allen deutschen Großstädten.

Das ist schlecht für die Menschen dort - nur sehe ich nicht ein, weshalb wir das hier unbedingt auch haben müssen. Es ist eine Sache, irgendwo nicht hinziehen zu können, weil der Wohnungsmarkt nichts oder nichts preislich Passendes anzubieten hat. Wenn aber Leute aus einer ganzen verfluchten Stadt wegziehen müssen, weil kein Platz da ist, den sie bezahlen können, dann ist das nicht erstrebenswert.
 
Das ist schlecht für die Menschen dort - nur sehe ich nicht ein, weshalb wir das hier unbedingt auch haben müssen. Es ist eine Sache, irgendwo nicht hinziehen zu können, weil der Wohnungsmarkt nichts oder nichts preislich Passendes anzubieten hat. Wenn aber Leute aus einer ganzen verfluchten Stadt wegziehen müssen, weil kein Platz da ist, den sie bezahlen können, dann ist das nicht erstrebenswert.

Ich meinte damit, dass dieses Phänomen nicht unbedingt was mit hohen Zuwanderungsraten zu tun haben muss.
 
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Welche Vereinigung wird schon nicht giftig wenn man plötzlich untereinander als gültig vereinbarte Verträge zerhackstückeln möchte? Da steht ua die Authentizität auf dem Spiel. Da bräuchten wir gleich keine Abkommen mehr, wenn dann ohnehin jeder fuhrwerkt wie er es für lustig befindet.
Wobei das "plötzlich vereinbarte Verträge zerstückeln" faktisch betrachtet vllt etwas hochgegriffen ist. Der EU wird das politische System der Schweiz durchaus bekannt gewesen sein. Das Volk hat den Beitritt damals abgelehnt und der Bundesrat die bilateralen Verträge ausgehandelt – immer unter dem Vorbehalt einer Volksinitiative.
 
@eMKay Da hast du recht - gerade in Zug spielen insbesondere auch die sehr tiefen Steuern eine Rolle - das schlägt sich dann in den Wohnungsmieten nieder. In Zug leben aber auch ausserordentlich viele gute betuchte Leute aus der ganzen Welt, die ihre Kinder mit den Busen in die International Scool chauffieren lassen und am anderen als dem häufig thematisierten Ende der Fahnenstange "Nichtintegration" betreiben (das ist aber ein anderes Thema).
 
Wobei das "plötzlich vereinbarte Verträge zerstückeln" faktisch betrachtet vllt etwas hochgegriffen ist. Der EU wird das politische System der Schweiz durchaus bekannt gewesen sein. Das Volk hat den Beitritt abgelehnt und der Bundesrat hat die bilateralen Verträge ausgehandelt – immer unter dem Vorbehalt einer Volksinitiative.

Und deshalb ist ja auch die Guillotinen-Klausel enthalten, wohlwissend, daß sowas kommen könnte...
 
Wobei das "plötzlich vereinbarte Verträge zerstückeln" faktisch betrachtet vllt etwas hochgegriffen ist. Der EU wird das politische System der Schweiz durchaus bekannt gewesen sein. Das Volk hat den Beitritt damals abgelehnt und der Bundesrat die bilateralen Verträge ausgehandelt – immer unter dem Vorbehalt einer Volksinitiative.

Die Bevölkerung hat damals doch selbst über die Bilaterale Verträge I abgestimmt?

67,2% für JA und 32,8% NEIN.
 
Aber grade die Ausländer mit viel Geld die aus steuerlichen Gründen in die Schweiz ziehen und dadurch zur Erhöhung der Lebensunterhaltskosten beitragen werden von einer Quoten Regelung doch wahrscheinlich nicht betroffen sein oder wurde das in der Schweiz anders kommuniziert von den Parteien?
 
Das Freizügigkeitsabkommen ist schon immer ein Thema gewesen. Es kam auch immer wieder in den Medien, dass man die Abstimmung von damals wiederholen müsse, da der Bundesrat mit falschen Zahlen operiert hat. Die Rede war von max. 10'000 Einwander pro Jahr. Netto. Jetzt sind es fast zehnmal so viele. Würden plötzlich zehnmal mehr Einwanderer nach Deutschland kommen, als angenommen, würde das sicherlich auch Probleme geben. Und ihr habt ja noch massig Platz. ;)

Aber @wil hat es ja schon angesprochen. Man muss in Zukunft massiv in die Infrastruktur investieren. Wieso muss man die Netze ausbauen? Weil sich die Schweizer so sehr vermehren? :grins: Wohl eher nicht...

Und sind wir ehrlich: Am Ende nehmen wir einfach weniger Asylanten auf. Die Firmen, welche hochqualifizierte Arbeitskräfte benötigen, werden diese weiterhin erhalten.
 
Nun ja, das ist ja auch so eine fraglche Geschichte bei der Initiative: Die Kontingente sollen ja unter Einbezug des Asylwesens gelten - sorry, aber das ist rechtsstaatlich einfach unhaltbar und war mit ein Grund nein zustimmen (auch ein Punkt den ich gemeint habe, wenn ich sage, dass die SVP nichts lancieren kann ohne auch irgendwie eine Scheibe Asylwesen beizumischen)... Ich bin grundsätzlich für grosse Strenge im Asylwesen: Missbrauch unterbinden, Wirtschaftsflüchtlinge nach Hause schicken (kein Job zu Hause mag hart sein, aber das ist kein Asylgrund) und genau hinschauen. Aber, wenn ein Asylgrund ausgewiesen ist, ist man als Rechtsstaat nunmal verpflichtet, Asyl zu gewähren und da kann man doch nicht allen Ersntes sagen, sorry, der Bänker aus Deutschland und der Arzt aus Österreich waren vor dem politisch verfolgten Kurden da und das Kontigent jetzte leider ausgeschöpft: Geh weg...
 
Das Freizügigkeitsabkommen ist schon immer ein Thema gewesen.

[...]

Und sind wir ehrlich: Am Ende nehmen wir einfach weniger Asylanten auf. Die Firmen, welche hochqualifizierte Arbeitskräfte benötigen, werden diese weiterhin erhalten.

Das Freizügigkeitsabkommen sagt ja auch bloß etwas von Leuten die entweder über einen gültigen Arbeitsvertrag verfügen, selbstständig sind oder über die nötigen, finanziellen Mittel verfügen.
 
Ich lebe ja an der luxemburgischen Grenze und wir kennen die Probleme hier, dass Mieten und Grundstücke kaum bezahlbar sind. Auch haben wir hier sehr viele Luxemburger wohnen, weil es in Deutschland trotzdem noch günstiger ist als in Luxemburg.

Aber wir schicken die "Ausländer" nicht heim... Wir entfremden auch nicht. Wir leben miteinander, leben mit den Problemen. Miteinander. Übrigens auch viele Franzosen und Belgier.

In Luxemburg wohnen weiss ich nicht wieviele Portugiesen, Deutsche, Franzosen und Belgier. Aus allen Herren Länder gehen die Leute da hin. Auch da gibt es Probleme dadurch, aber es wird nicht nach gesetzlichen Regelungen dagegen gerufen.

Was macht die Schweiz, wenn sie die EU als wichtigsten Handelspartner wirklich "vergrätzen" sollten?

Ich könnte das ja alles irgendwo noch verstehen, wenn die bösen Ausländer den Schweizern die Jobs stehlen würden. Aber dem ist ja nicht so. In den letzten fünf Jahren sind 400.000 Ausländer in die Schweiz gekommen, und die Arbeitslosenquote ist trotzdem bei unter 3%. Und das Wirtschaftswachstum gesund. Wenn man die "Masseneinwanderung" nun eindämmen will, wer soll dann die Arbeit zukünftig machen, wenn die Wirtschaft weiter wächst?

All den Schweizern hier kann ich nur sagen, dass mir das halbwegs wurscht ist, weil ich nicht betroffen bin. Aber es ist IMO der falsche Weg gewesen. Die falsche Entscheidung. Das falsche Zeichen. Und ich schätze, dass die Schweizer das letztenendes mehr zu spüren bekommen wie der Rest Europas.
 
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