Ich finde einfach, dass er in vielen seiner Reden den richtigen Ton findet und sich im Ausland sehr gut präsentiert (was ich nie von ihm gedacht hätte). Westerwelle hat sich hier einfach von der quietschbunten Zicke zum seriösen Politiker gemausert. Darüber hinaus fand ich vor allem sein Verhalten und sein Votum zum Syrienkonflikt sehr gut. Sich so gegen die eigenen Partner zu stellen ist mutig und verdient Respekt, denn der Westen muss endlich mal kapieren, dass wir nicht in jeder fremden Suppe mitrühren sollten.
Außerdem - und ich bin kein Freund davon, jemanden wegen seiner sexuellen Ausrichtung zu bevorteilen oder zu benachteilen - hat es schon eine Signalwirkung, dass wir einem Homosexuellen solch einen Posten geben. In Deutschland vielleicht nichts besonderes, darf man nicht vergessen, dass er teilweise in Länder reist, in denen das unter Strafe steht. Hier geht Deutschland als Beispiel für Pluralismus und Chancengleichheit für allen voran und tritt gleichzeitig denen ins Gesicht, die zwar gegen Schwule wettern, den deutschen Außenminister aber dennoch gerne einladen, weil er meistens Geld mitbringt.