Der ganzen Euphorie in diesem Thread mal zum Trotz: Ich fand die PSVR sehr enttäuschend und habe diese nach wenigen Wochen wieder verkauft.
Ja anfangs war das noch ein ziemlicher Hammer, wenn man auf einmal sieht, dass man mitten im Spiel ist. Das ist schon ein krasses Erlebnis, aber leider hielt das bei mir nicht lange an. Die niedrige Auflösung mit dem Texturmatsch und dem heftigen Kantenflimmern ist wirklich kaum zu ertragen.
Selbst bei Titeln wie Resi 7, was ja allgemeinhin immer als der PSVR Titel bezeichnet wird, kam bei mir keine echte Immersion auf. Die ganze Objekte im Hintergrund sahen einfach fürchterlich aus. Nach wenigen Minuten setzten bei mir dann auch Augen- und Kopfschmerzen ein.
Probiert habe ich außer Resi 7 noch Until Dawn, Astro Bot, Wipeout, Here they lie, und die VR Demos. Astro Bot war noch das erträglichste, beim Rest aller schlimmster Texturmatsch mit Kantenflimmern. Ich muss dazu anmerken, dass ich auf der normalen PS4 zocke.
Generell hatte ich aber auch permanent ein Gefühl des Unwohlseins. Das hat irgendwie den ganzen Tag angehalten. Ich frage mich ernsthaft, wie man länger einen Titel wie Skyrim in VR zocken kann? Außerdem empfand ich den Geruch des Headsets als sehr eklig. Das Gummi der Maske stinkt widerlich nach Chemie, und mir wird schon beim Gedanken wieder unwohl. Verwunderlicherweise habe ich im deutschsprachigen Raum auch nichts von Nutzern zu dem Gummigestank gelesen. Auf englischsprachigen Foren wird das dagegen sehr häufig thematisiert.
Ich kann zwar erahnen, welches Potential sich hinter VR verbirgt, aber imo steckt das noch zu sehr in den Kinderschuhen. Sollte das grafisch so aussehen wie Nicht-VR Titel auf dem TV und bekommt man noch Probleme wie Motion Sickness in den Griff, könnte das tatsächlich die nächste Revolution unseres Hobbys werden.