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PS5 PlayStation 5 (Pro)

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

1. Gamepass hat das ganze Medium zu einem einzigen Grabbeltisch gemacht.
Puh, schwierige These. Klar gibt es im Gamepass schnell zusammengeschusterte Spiele. Aber die gibt es im Laden auch. Bin ich da gezwungen sie zu kaufen? Nein. Bin ich im Gamepass gezwungen sie zu spielen? Nein.

Meiner Meinung nach ist der Gamepass für die meisten Spieler eine absolute Wucht und eine der besten Innovationen der Videospielgeschichte. Ich bin auch ein Verfechter physischer Spiele, kaufe davon aber seit fast 3 Jahren (solange habe ich das Abo) deutlich weniger weil ich so viel dermaßen hochwertigen Content im Gamepass finde. Und dabei genauso viel oder eher noch mehr Spaß habe wie in den letzten 25-Zockjahren.

Der Gamepass hat mich offener gemacht für neue Genres und Spiele, die ich sonst nie gekauft hätte, mir dabei ganz neue Erfahrungen und Erlebnisse beschert (was nach 25 Jahren Zocken durchaus erwähnenswert ist). Ein Hades hat mir dieses Jahr unglaublich viel Spaß gemacht und hatte als Indiespiel mehr Umfang und war bugfreier und polierter als die meisten AAA-Spiele dieses Jahr. Und davon gibt es Unmengen in der Bibliothek. Dazu die ganzen Blockbuster. Ich komme so schon nicht annähernd nach mit dem Spielen und jetzt kam einfach mit Forza Horizon 5 wieder ein Vollpreis-First-Party-Titel rein, der spielerisch und grafisch ein Kracher ist. Bald Halo Infinite. Davor Flight Sim. Wenn ich diese Titel alle zum Release gekauft hätte (mache ich ohnehin schonvor dem Abo nicht oft) wäre ich fast 200 Euro los. So zahle ich pro Monat mit offizieller Goldumwandlung unter 4 Euro (!) pro Monat für die höchste Gamepass-Version.

Doom Eternal wollte ich mir kaufen. Zack, plötzlich drin. Kostete neu noch 30 Euro. Das gleiche bei Dirt 2.0. Beides wieder Titel, die ich nicht unbedingt im Laden gekauft hätte, wovon sich aber ersterer als einer besten und spielerisch komplexesten Shooter der letzten Jahre herausstellte.

Man muss doch mal in den "Eure neuesten Spiele"-Thread schauen was sich die PS-only Nutzer dort kaufen. Teils gibt es alle 4 von einem User gekauften digitalen Spiele schon im Gamepass ab Tag 1 und es wird für die PS5 pro Spiel 10-20 Euro hingelegt. Ist das dann auch ein "Grabbeltisch" was sich diese Leute kaufen?


Ich habe es ja am Anfang selber kritischer gesehen. Jetzt, 3 Jahre später, kenne ich den Grund. Weil ich noch kein Nutzer war und die Faszination und all die Vorteile nicht selber erfahren und alles nur von außen bewerten konnte. Ich bin mir sehr sicher, dass es dem Großteil der anderen Kritiker ähnlich ergehen würde.


Mein reines Spielverhalten hat sich übrigens nicht geändert. Ich spiele auch weiterhin maximal 1, höchstens 2, Storyspiele parallel und teste nicht wild alles an um mich einem Spiel auch wirklich widmen zu können. Man muss sich also bei der Fülle an Angebot disziplinieren indem man sich zb eine persönliche "Zockliste" macht. Aber das ist beim Retail-Kauf ja nicht anders.
 
vielleicht, leider. Für mich ist der Game Pass mehr ein virtueller Wühltisch. Früher waren Videospiele Kunstwerke, jetzt erinnert es an einen Einkauf bei KiK. Da haste in jeder Ecke etwas Klimbim. Günstig in Masse.

Naja wenn man trotz flight sim, forza horizon 5, psychonauts 2, halo, age of empires usw. den game pass als wühltisch bezeichnet, dann erübrigt sich eh jede Diskussion. Und das sind gerade mal jene ms Titel, die in den letzten Monaten erschienen sind.
 
vielleicht, leider. Für mich ist der Game Pass mehr ein virtueller Wühltisch. Früher waren Videospiele Kunstwerke, jetzt erinnert es an einen Einkauf bei KiK. Da haste in jeder Ecke etwas Klimbim. Günstig in Masse.
Und diesen Wühltisch gab und gibt es im Media Markt bei physischen Spielen nicht? Gerade früher gab es doch noch vieeel mehr Schrott in den Spieleregalen und die jährlichen Durchschnittswertungen aller getesteten Spiele waren meines Wissens nach oftmals geringer als heute. Hast du da diese Spiele alle als Kunstwerke gesehen? Die Playstation 2 hatte übrigens an die 2000 (!) Spiele. Ich hatte jahrelang alle möglichen Magazine im Abo. Was da teils für ein Schund getestet wurde, viel Geld kostete und ahnungslose Käufer im Laden nur mit einem tollen Cover oder Lizenznamen zum Kauf animierte. DAS war ein Wühltisch. Und gab es schon immer.

Gleichzeitig war da für geniale 1-Personen-Indie-Spiele wie zb ein Stardew Valley kein Platz. So etwas konnte nur heute released und erfolgreich werden. Ist übrigens auch im Gamepass-"Wühltisch". Mit wohl ein paar Millionen begeisterten Spielern...

Sorry wenn das etwas harsch oder zynisch klang. Ich mein, ich bin ja auch ein nostalgischer Mensch, aber es ist nicht immer alles in der Vergangenheit so romantisch wie man es sich ausmalt.

@satzberger Yes.
Es hört sich ja so an als MÜSSTE man alles im Gamepass spielen. MUSS ich alles im Media Markt kaufen? Erwartet ernsthaft jemand dass das Angebot in der Bibliothek ausschließlich aus Metacritic 85+-Wertungen besteht? Ist das im Laden so? Genau wie ich die Wahl habe, zu kaufen was ich möchte, kann ich auch das installieren was mich interessiert. Für den Preis eines Döners. Pro Monat.
Und wenn dann Highlights raus kommen, die mich interessieren und die nicht day 1 verfügbar sind, kaufe ich sie eben. So wie ich das eben bei der PS5 bislang noch machen muss.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wir sind ja noch in der Anfangsphase dieser Geschäftsmodelle. Da wird um Kunden mit guten Angeboten geworben, die ja nicht ausschliesslich innerhalb dieses Modells entstanden sind, sondern auch immer mit Blick darauf, dass diese Spiele sich am herkömmlichen Markt verkaufen. Das Geschäftsmodell wird aber langfristig auch inhaltlichen Einfluss auf den Content haben. Man kann das auch an Plattformen wie Netflix sehen und was da für wirres, substanzloses Zeug teils produziert wird, um eine kontinuierliche Flut an neuem Stoff anbieten zu können. Der Kunde passt letztlich sein Konsumverhalten daran an. Das ist das Kalkül dahinter.
 
vielleicht, leider. Für mich ist der Game Pass mehr ein virtueller Wühltisch. Früher waren Videospiele Kunstwerke, jetzt erinnert es an einen Einkauf bei KiK. Da haste in jeder Ecke etwas Klimbim. Günstig in Masse.
Bei einem durch und durch kommerziellen Unterhaltungsmedium von Kunst zu sprechen, finde ich immer ganz schwierig.
Das trifft für mich nur auf ganz ganz wenige Ausnahmen zu, die dann komischerweise oft perfekte Kandidaten für genau diese Abodienste sind.
 
Game Pass Abonnenten freuen sich darüber viele Spiele für eine kleine monatliche Gebühr zu spielen.
(darunter viele First Party Day One Releases, aber auch sehr viele Spiele denen man ohne solch ein Abo wohl nie die Chance gegeben hatte.)

Playstation Fans ist das nichts.
(Wenn man nicht tief in die Tasche gegriffen hat, machen diese Spiele einfach weniger spaß.)


Die Wahrheit liegt sicherlich irgendwo dazwischen.
Ich glaube es gibt kein Playstation Plus Abonnenten, der anfangen zu meckern würde, würde das nächste God of War, Uncharted oder Gran Tourismo als Playstation Plus Spiel ins Abo fallen. (Scheiße ... ich wollte eigentlich 80 Euro dafür bezahlen. Damn you Sony.)

Mit Wahrheit irgendwo dazwischen meine ich aber schon:
Ein gewisses Netflix-Syndrom (erschlagen von der Menge zu sein und nicht zu wissen was man davon überhaupt konsumieren soll) stellt sich bei mir beim Game Pass schon ein. Und ja, ein Spiel für dass ich 80 Euro hingelegt habe, mich aber auf halber strecke langweilt. Das spiele ich eher durch, als wenn das eh "gratis" im Game Pass Abo beilag. Also eine gewisse Entwertung (Wahrnehmung: Wertschätzung der Spiele) findet da schon statt.

Aber solch aussagen wie Grabbeltisch, ect. Weiß nicht.
Die Ware die da Angeboten wird ist ja weit weg von Grabbeltisch Niveau, da sind ja tatsächlich einige Spiele bei die nicht weniger Spaß machen (wenn sie einfach gut sind) nur weil ich dafür weniger bezahlt habe.
 
vielleicht, leider. Für mich ist der Game Pass mehr ein virtueller Wühltisch. Früher waren Videospiele Kunstwerke, jetzt erinnert es an einen Einkauf bei KiK. Da haste in jeder Ecke etwas Klimbim. Günstig in Masse.

:ugly: Hochklassige Sony First Party Spiele produzieren die dann aber erst 3-12 Monate später - stark reduziert - VIELLEICHT (oder gebraucht) gekauft werden funktioniert aber eben auch nicht auf Dauer...

Du bist doch da auch so ein Kandidat... R&C :deal:
 
Ich kann das Wühltisch-Argument schon nachvollziehen.

Es hat allerdings nichts mit der Qualität zu tun sondern schlicht was die große Auswahl mit einem macht.

Als Beispiel nehme ich mal die Filmindustrie: Vor einigen Jahren war ich noch wer der regelmäßig ins Kino gegangen ist, und sich dann die DVD/Bluray zugelegt hat. Meine Filmsammlung war einige tausend Filme groß. Ich habe den Filmmarkt beobachtet und mir gezielt die Filme rausgesucht bei denen ich ins Kino gegangen bin und was ich gekauft habe. Ich habe das Medium sehr bewusst genutzt und jeder Film der in die Sammlung kam wurde innerhalb von kurzer Zeit auch angeschaut (Ausnahmen bestätigen hier natürlich die Regel).
Mit Netflix, Prime Video & Co. hat sich das innerhalb von ein paar Jahren deutlich geändert. Filme und Serien haben für mich deutlich an Wert verloren... warum ins Kino, kommt ja eh bald in Netflix & Co. Oh, ein Film ist verfügbar... wird auf die Watchlist geworfen... da liegen zwar schon 100+ Filme... aber den schaue ich bestimmt irgendwann an. Oh, Film XY ist nicht mehr auf Netflix verfügbar und auf Disney+ gewandert... naja, egal... guck ich eben was anderes.
Mein Filmkonsum und meine Leidenschaft für das Medium Film haben sich deutlich geändert... das ständige Überangebot, die Verwässerung durch zig verschiedene Anbieter, die ständige Verfügbarkeit (die sich trotzdem ständig verändert)... der Filmmarkt ist für mich zu einem Hintergrundrauschen ohne große Spitzen geworden... unabhängig von der tatsächlichen Qualität.

Im Musikmarkt kann ich ähnliches beobachten... es gibt Spotify (oder wie die alle heißen) und man hört sich einfach durch die Masse... der Fokus geht verloren.
Hier hab ich z.B. rechtzeitig die Notbremse gezogen und habe noch NIE einen Musikstreaming-Dienst genutzt. Ich kaufe nach wie vor, wie vor 20 Jahren meine Musik auf CD. Ich höre einzelne CDs teilweise bis ich sie nicht mehr hören kann und gucke dann nach neuen Alben.
Die Freundin nutzt z.B. Amazon Music. Hier gucke ich ihr schon ab und an über die Schulter was z.B. als ähnlicher Künstler empfohlen wird... aber da gehe ich dann los und guck nach der CD.

Jetzt zurück zu Spiele-Abos: Ich habe ein Jahr lang die One X als meine Hauptkonsole genutzt. Die Kiste lief zu 100% und natürlich hatte ich auch den Gamepass. Ich habe recht schnell bemerkt dass ich den Gamepass nutze wie es bei den Filmen war. Geguckt, angespielt, auf die Liste gesetzt, weitergeguckt...
Wirklich gespielt habe ich nur meine Disc-Spiele... aus dem Grund hab ich den Gamepass nur noch zu Demo-Zwecken genutzt: Angeschaut, gefällt, Disc gekauft. Der Gamepass ist dann ausgelaufen und ich habs gar nicht gemerkt.

Von daher habe ich für mich, und für alle Medien-Bereiche, beschlossen Abo-Dienste zu meiden. Im Filmbereich ist das jetzt so, aber bei Musik und Spielen werde ich das auf keinen Fall machen. Da bleibe ich altmodisch bei meinen Scheiben und Einzelkäufen.


Wie man so ein Abo nutzt ist natürlich bei jedem anders... viele können Netflix, Spotify und den Gamepass für sich wunderbar nutzen und ziehen massive Vorteile aus so einem System. Für die ist es bequem, bereichernd und günstiger. Es gibt aber viele die das nicht können, bei denen sich der Konsum eher negativ verhält oder wie gesagt der Fokus verloren geht... ich bin so einer. Ich kann die Qualität der Dienste sehr wohl anerkennen... nur sind sie es eben nicht für mich.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich kann das Wühltisch-Argument schon nachvollziehen.

Es hat allerdings nichts mit der Qualität zu tun sondern schlicht was die große Auswahl mit einem macht.

Als Beispiel nehme ich mal die Filmindustrie: Vor einigen Jahren war ich noch wer der regelmäßig ins Kino gegangen ist, und sich dann die DVD/Bluray zugelegt hat. Meine Filmsammlung war einige tausend Filme groß. Ich habe den Filmmarkt beobachtet und mir gezielt die Filme rausgesucht bei denen ich ins Kino gegangen bin und was ich gekauft habe. Ich habe das Medium sehr bewusst genutzt und jeder Film der in die Sammlung kam wurde innerhalb von kurzer Zeit auch angeschaut (Ausnahmen bestätigen hier natürlich die Regel).
Mit Netflix, Prime Video & Co. hat sich das innerhalb von ein paar Jahren deutlich geändert. Filme und Serien haben für mich deutlich an Wert verloren... warum ins Kino, kommt ja eh bald in Netflix & Co. Oh, ein Film ist verfügbar... wird auf die Watchlist geworfen... da liegen zwar schon 100+ Filme... aber den schaue ich bestimmt irgendwann an. Oh, Film XY ist nicht mehr auf Netflix verfügbar und auf Disney+ gewandert... naja, egal... guck ich eben was anderes.
Mein Filmkonsum und meine Leidenschaft für das Medium Film haben sich deutlich geändert... das ständige Überangebot, die Verwässerung durch zig verschiedene Anbieter, die ständige Verfügbarkeit (die sich trotzdem ständig verändert)... der Filmmarkt ist für mich zu einem Hintergrundrauschen ohne große Spitzen geworden...

Im Musikmarkt kann ich ähnliches beobachten... es gibt Spotify (oder wie die alle heißen) und man hört sich einfach durch die Masse... der Fokus geht verloren.
Hier hab ich z.B. rechtzeitig die Notbremse gezogen und habe noch NIE einen Musikstreaming-Dienst genutzt. Ich kaufe nach wie vor, wie vor 20 Jahren meine Musik auf CD. Ich höre einzelne CDs teilweise bis ich sie nicht mehr hören kann und gucke dann nach neuen Alben.
Die Freundin nutzt z.B. Amazon Music. Hier gucke ich ihr schon ab und an über die Schulter was z.B. als ähnlicher Künstler empfohlen wird... aber da gehe ich dann los und guck nach der CD.

Jetzt zurück zu Spiele-Abos: Ich habe ein Jahr lang die One X als meine Hauptkonsole genutzt. Die Kiste lief zu 100% und natürlich hatte ich auch den Gamepass. Ich habe recht schnell bemerkt dass ich den Gamepass nutze wie es bei den Filmen war. Geguckt, angespielt, auf die Liste gesetzt, weitergeguckt...
Wirklich gespielt habe ich nur meine Disc-Spiele... aus dem Grund hab ich den Gamepass nur noch zu Demo-Zwecken genutzt: Angeschaut, gefällt, Disc gekauft. Der Gamepass ist dann ausgelaufen und ich habs gar nicht gemerkt.

Von daher habe ich für mich, und für alle Medien-Bereiche, beschlossen Abo-Dienste zu meiden. Im Filmbereich ist das jetzt so, aber bei Musik und Spielen werde ich das auf keinen Fall machen. Da bleibe ich altmodisch bei meinen Scheiben und Einzelkäufen.


Wie man so ein Abo nutzt ist natürlich bei jedem anders... viele können Netflix, Spotify und den Gamepass für sich wunderbar nutzen und ziehen massive Vorteile aus so einem System. Für die ist es bequem, bereichernd und günstiger. Es gibt aber viele die das nicht können, bei denen sich der Konsum eher negativ verhält oder wie gesagt der Fokus verloren geht... ich bin so einer. Ich kann die Qualität der Dienste sehr wohl anerkennen... nur sind sie es eben nicht für mich.

Ich kann das durchaus nachvollziehen. Durch das massive Angebot stelle ich bei mir auch fest, dass ich teilweise garnicht mehr die Geduld aufbringe, mich richtig mit einem Spiel zu beschäftigen. Wenn es nicht sofort in den ersten 5 Minuten zündet, ist die Versuchung sehr groß, einfach zum nächsten Spiel zu wechseln. Darüber ärgere ich mich selbst, da mir dadurch vermutlich eine Menge Perlen entgehen, die eben erst einmal ein wenig "Einarbeitung" erfordern. Als Folge davon habe ich auch das Gefühl, dass ich mir unterbewusst oft Spiele raussuche, welche es gerade nicht im GP gibt, damit hier eine finanzielle Investition meinerseits notwendig ist, was wiederum dazu führt, dass ich die Spiele mehr schätze und auch bereit bin, entsprechend mehr Zeit zu investieren. Ist paradox, aber wohl einfach eine Folge der Übersättigung.
 
Ich kann das Wühltisch-Argument schon nachvollziehen.

Es hat allerdings nichts mit der Qualität zu tun sondern schlicht was die große Auswahl mit einem macht.

Als Beispiel nehme ich mal die Filmindustrie: Vor einigen Jahren war ich noch wer der regelmäßig ins Kino gegangen ist, und sich dann die DVD/Bluray zugelegt hat. Meine Filmsammlung war einige tausend Filme groß. Ich habe den Filmmarkt beobachtet und mir gezielt die Filme rausgesucht bei denen ich ins Kino gegangen bin und was ich gekauft habe. Ich habe das Medium sehr bewusst genutzt und jeder Film der in die Sammlung kam wurde innerhalb von kurzer Zeit auch angeschaut (Ausnahmen bestätigen hier natürlich die Regel).
Mit Netflix, Prime Video & Co. hat sich das innerhalb von ein paar Jahren deutlich geändert. Filme und Serien haben für mich deutlich an Wert verloren... warum ins Kino, kommt ja eh bald in Netflix & Co. Oh, ein Film ist verfügbar... wird auf die Watchlist geworfen... da liegen zwar schon 100+ Filme... aber den schaue ich bestimmt irgendwann an. Oh, Film XY ist nicht mehr auf Netflix verfügbar und auf Disney+ gewandert... naja, egal... guck ich eben was anderes.
Mein Filmkonsum und meine Leidenschaft für das Medium Film haben sich deutlich geändert... das ständige Überangebot, die Verwässerung durch zig verschiedene Anbieter, die ständige Verfügbarkeit (die sich trotzdem ständig verändert)... der Filmmarkt ist für mich zu einem Hintergrundrauschen ohne große Spitzen geworden...

Im Musikmarkt kann ich ähnliches beobachten... es gibt Spotify (oder wie die alle heißen) und man hört sich einfach durch die Masse... der Fokus geht verloren.
Hier hab ich z.B. rechtzeitig die Notbremse gezogen und habe noch NIE einen Musikstreaming-Dienst genutzt. Ich kaufe nach wie vor, wie vor 20 Jahren meine Musik auf CD. Ich höre einzelne CDs teilweise bis ich sie nicht mehr hören kann und gucke dann nach neuen Alben.
Die Freundin nutzt z.B. Amazon Music. Hier gucke ich ihr schon ab und an über die Schulter was z.B. als ähnlicher Künstler empfohlen wird... aber da gehe ich dann los und guck nach der CD.

Jetzt zurück zu Spiele-Abos: Ich habe ein Jahr lang die One X als meine Hauptkonsole genutzt. Die Kiste lief zu 100% und natürlich hatte ich auch den Gamepass. Ich habe recht schnell bemerkt dass ich den Gamepass nutze wie es bei den Filmen war. Geguckt, angespielt, auf die Liste gesetzt, weitergeguckt...
Wirklich gespielt habe ich nur meine Disc-Spiele... aus dem Grund hab ich den Gamepass nur noch zu Demo-Zwecken genutzt: Angeschaut, gefällt, Disc gekauft. Der Gamepass ist dann ausgelaufen und ich habs gar nicht gemerkt.

Von daher habe ich für mich, und für alle Medien-Bereiche, beschlossen Abo-Dienste zu meiden. Im Filmbereich ist das jetzt so, aber bei Musik und Spielen werde ich das auf keinen Fall machen. Da bleibe ich altmodisch bei meinen Scheiben und Einzelkäufen.


Wie man so ein Abo nutzt ist natürlich bei jedem anders... viele können Netflix, Spotify und den Gamepass für sich wunderbar nutzen und ziehen massive Vorteile aus so einem System. Für die ist es bequem, bereichernd und günstiger. Es gibt aber viele die das nicht können, bei denen sich der Konsum eher negativ verhält oder wie gesagt der Fokus verloren geht... ich bin so einer. Ich kann die Qualität der Dienste sehr wohl anerkennen... nur sind sie es eben nicht für mich.

Ich hatte auch DVDs und BRs in fünfstelliger Anzahl. Irgendwann wird der Platz knapp und man braucht ein Ordnungs- und Inventory System/Programm.

Ins Kino gehe ich schon ewig nicht mehr - die Bild- und vor allem Tonqualität war meist zu schlecht. Plus kaum O-Ton. Außerdem zu viele Deppen mit dummen Kommentaren...

Ich KAUFE die meisten Filme/Serien auf Itunes USA. Meist günstiger oder maximal preisgleich wie die BR,keine Fassungs/Schnittprobleme und eine sehr gute Bild/Tonqualität.

Wo ich nicht warten will schaue ich auf Showtime/HBOmax/Disney+ etc. Die kann man easy monatsweise über Itunes aktivieren/deaktivieren.

Nur in Ausnahmefällen kaufe ich noch UHD- bzw. überwiegend 3D-Blurays.

Meine Xbox One/S/X und PS4/PS4 Pro habe ich alle mit jungfräulichen Discdrives verkauft da seit 2013 nur noch Digital unterwegs. Ist viel komfortabler und man hat keine Staubfänger mehr rumstehen.

Den Hauptvorteil beim GP sehe ich für mich hauptsächlich darin das ich Spiele ausprobiere die ich mir nie gekauft hätte. Die First Party Titel nehme ich gerne mit - hätte sie aber auch sowieso gekauft.
 
vielleicht, leider. Für mich ist der Game Pass mehr ein virtueller Wühltisch. Früher waren Videospiele Kunstwerke, jetzt erinnert es an einen Einkauf bei KiK. Da haste in jeder Ecke etwas Klimbim. Günstig in Masse.
"Kunstwerke" sind aber auch viele Vollpreis Titel nicht mehr. Das liegt aber wohl weniger am Gamepass, oder?

Der Gamepass ist schon für einen Spieler nahezu perfekt, und viele werden so auch eher mal in Spiele reinschauen die man sich sonst nicht gekauft hätte.
 
"Kunstwerke" sind aber auch viele Vollpreis Titel nicht mehr. Das liegt aber wohl weniger am Gamepass, oder?

Der Gamepass ist schon für einen Spieler nahezu perfekt, und viele werden so auch eher mal in Spiele reinschauen die man sich sonst nicht gekauft hätte.

Die meisten Konsolenbesitzer kaufen ohnehin erstaunlich wenig Software. Für die ist so ein Abo natürlich der Knaller. Viele potentielle Käufer einer Videospielkonsole schrecken vor der Kaufentscheidung zurück, weil ihnen die Spielpreise zu hoch erscheinen. Für solche Leute kann ein Gamepass natürlich ein niederschwelliges Angebot sein, sich intensiver mit Spielen auseinanderzusetzen.
 
Die meisten Konsolenbesitzer kaufen ohnehin erstaunlich wenig Software. Für die ist so ein Abo natürlich der Knaller. Viele potentielle Käufer einer Videospielkonsole schrecken vor der Kaufentscheidung zurück, weil ihnen die Spielpreise zu hoch erscheinen. Für solche Leute kann ein Gamepass natürlich ein niederschwelliges Angebot sein, sich intensiver mit Spielen auseinanderzusetzen.

Wobei "hohe" Spielepreise relativ sind. Ich kann mich an SNES Module erinnern die 139-179 DM gekostet haben und
das ist ja auch schon ein "paar" Jahre her...
 
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Nee, lieber Tidux, brauch ich nicht.

btw. das hier sind alle PS1/PS2/PS3/PS4/PS5/PSP/Vita/PSN Titel die allein Sony in den Archiven schlummern hat:

wikipedia.org List of Sony Interactive Entertainment video games

Edit:
ich glaub die Games von Unities, SPE und SME fehlen sogar darin.
 
Zuletzt bearbeitet:
nochmal auf deutsch:

https://playfront.de/codename-spartacus-sony-plant-neuen-aboservice-auf-ps5/

So wie ich das sehe würde mir Tier 2 reichen. Ich brauche keine retrogames auf moderner Hardware. Dafür kann man sich die alten Kisten holen.
Frage wird nur sein wie teuer das wird und ob alle spiele day 1 kommen und wie es mit generellem conntent aussehen wird.
Ein gt 7 day one wäre schon eine Ansage. :sabber:


Außerdem hoffe ich das "Spartacus" nur der inoffizielle codename ist.
 
1. Gamepass hat das ganze Medium zu einem einzigen Grabbeltisch gemacht.

vielleicht, leider. Für mich ist der Game Pass mehr ein virtueller Wühltisch. Früher waren Videospiele Kunstwerke, jetzt erinnert es an einen Einkauf bei KiK. Da haste in jeder Ecke etwas Klimbim. Günstig in Masse.

Was für ein Unsinn. Daran sieht man, daß ihr euch beide noch nie richtig mit dem Angebot auseinander gesetzt habt sondern nur was einredet.

Durch das massive Angebot stelle ich bei mir auch fest, dass ich teilweise garnicht mehr die Geduld aufbringe, mich richtig mit einem Spiel zu beschäftigen. Wenn es nicht sofort in den ersten 5 Minuten zündet, ist die Versuchung sehr groß, einfach zum nächsten Spiel zu wechseln.
Da ist aber der User schuld und nicht der Abodienst. Es gibt selten Titel, die mich so sehr abschrecken, daß ich sie nach 15min deinstalliere, den meisten Titel gebe ich mehrere Stunden Zeit und dann zündet der Großteil auch. Man sollte auch nicht blind alles ausprobieren sondern schon eine Vorauswahl mithilfe von Forum, Trailer und Reviews fällen.
 
Was für ein Unsinn. Daran sieht man, daß ihr euch beide noch nie richtig mit dem Angebot auseinander gesetzt habt sondern nur was einredet.
Woran? Daran, dass wir nicht deiner Meinung sind? Und womit soll ich mich „auseinandersetzen“? Hab lange genug Gamepass gehabt. Man lädt blind runter, zockt 5 Minuten an und hat keine Lust mehr. Da man nicht bezahlt hat, ist man auch nicht motiviert, sich ins Spiel rein zu fuchsen.
 
Woran? Daran, dass wir nicht deiner Meinung sind? Und womit soll ich mich „auseinandersetzen“? Hab lange genug Gamepass gehabt. Man lädt blind runter, zockt 5 Minuten an und hat keine Lust mehr. Da man nicht bezahlt hat, ist man auch nicht motiviert, sich ins Spiel rein zu fuchsen.

Da ist man wieder bei der Vorauswahl mit Foren, Trailern und Reviews! Wenn das Spiel gut ist und davon gibt es im Gamepass jede Menge, dann merkt man das auch und zockt es durch! Gamepass ist vieles aber sicher kein Grabbeltisch.
 
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