Vor gut 4 Jahren habe ich das Rauchen an den Nagel gehangen und hatte mein Gewicht gehalten etwa 6 Monate lang. Ich weiss noch wie ich alle blöde angemacht habe, vonwegen "Haha, jaja zunehmen. Alles Bullshit!".
Nach 6 Monaten waren über Nacht gute 15 Kilo drauf, mit denen ich teilweise heute noch zu kämpfen habe. Ich kann wirklich jedem nur empfehlen genau darauf zu achten was man und wieviel man ißt. Gerade in den ersten Zeit der Rauchentwöhnung.
Als Raucher scheint man einen ganz anderen Stoffwechsel zu haben und wenn man(n) noch dazu über 30 ist, geht das mit dem Abnehmen noch ein gutes Stück langsamer.
Aber naja, alles Nebensächlichkeiten ... hauptsache von der Kippe weg. Wobei ich in letzter Zeit wieder öfters dieses Verlangen danach habe. Also nicht jetzt einfach nur der Gedanke "Och jetzt ´n Kippchen." , sondern so richtig die Zigarette als Genußmittel. Ich würde mir glatt eine anmachen, wenn ich nicht wüsste, dass ich bald wieder bei einer Schachtel lande.
Diesen Sommer habe ich mir erlaubt an einer zu ziehen. Irgendwie seltsam. Die Lungen reagierten total empfindlich. Fühlte sich an wie der erste Lungenzug ... trotzdem: der Geruch, das Glimmen, der Rauch und ja sogar der Geschmack von Tabak ... Wahnsinn. So als Nichtraucher schmecken die Kippen irgendwie. Am besten bei einem Bier oder nach dem Essen.
Was ich auch festgestellt habe. In Stresssituationen scheint Nikotin ein echter Helfer zu sein. Ich meine jetzt keine kleineren Probleme, sondern echten Stress der an die Nerven geht. Ex-Raucher werden da sehr oft auf eine harte Probe gestellt.
In meiner ersten Zeit der Entwöhnung und eigentlich auch noch danach, habe ich ziemliche Schwierigkeiten damit, kreativ zu sein. Ich kann es mir auch nur einreden, aber wenn man in Rauch schwelgte, flogen einem die guten Ideen nur so zu.
Wer in den Genuss von Nikotin gekommen ist und ihn zu schätzen wusste, hat es als Ex-Raucher echt nicht leicht. Drück euch die Daumen, bleibt stark !