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MOVIE Olympus Has Fallen (Actionfest mit Gerad Butler und Morgan Freeman)

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Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Olympus has Fallen ... nachdem ich mir den gestern angesehen habe, weiß ich noch immer nicht, wie ich ihn bewerten soll.
Er ist ein guter Actionfilm, der mich sehr sehr gut unterhalten hat und seine Spannungsmomente mit sich brachte, aber ... will er ein No-Brainer à la Expandables sein oder will er seine Story glaubwürdig rüberbringen? Letzteres fällt mir ziemlich schwer zu glauben. Die Idee ist gut und gefällt mir aber die Anzahl der Logik- und Handlungsfehler in diesem Film, sind höher als die Fehler, die beim Bau des Berliner Flughafens gemacht wurden ...

Von Anfang bis Ende zieht sich ein Faden aus nicht nachvollziehbaren Situationen und Entschlüssen und damit meine ich nicht die arrogante und überhebliche Entscheidungsgewalt des kommandierenden Stabschef, dem scheinbar jegliche reale Situationserkennung einer Kampfsituation fehlt.

Es fängt schon damit an, dass man scheinbar nicht in der Lage ist, einen Bomber vor dem Luftraum von Washington D.C. als Gefahr zu erkennen, geschweige denn, ihn aufzuhalten. Dass nur zwei Kampfjets anfangs auftauchen, ist authentisch aber warum dann nur ein weiterer Jet zur Verstärkung geschickt wird, der auch nur eine Rakete abfeuert, bleibt mehr als unklar.
Weiter geht es dann mit dem Lemming-Modus des Secret Service & Konsorten im Weißen Haus. Während man draußen von schwer bewaffneten koreanischen Terroristen umgeben ist, die auf einen zustürmen, rennt man mit seiner 9mm ohne kugelsichere Weste fröhlich in den Hagel der autom. Gewehre ... zig Leute fallen, weil sie nicht in der Lage sind, zu erkennen, dass die zig Leute vor ihnen bereits erschossen wurden ... halleluja.
Auch konnte ich nicht die Handlung des „Helden” in dieser Situation verstehen. Von der Seite kommend, schießt er sich nach vorne, um dann im vollen Feuerhagel eingeschlossen zu sein und vor den Angreifern im Weißen Haus anzukommen ... warum?
Gut dargestellt war jedoch die akribische Tötung der scheinbaren Leichen auf dem Boden, das wirkte sehr überzeugend auf mich. Ob die Amis das machen, weiß ich nicht, doch den Terroristen kauf ich es ab.
Weshalb auf der Straße vor dem Weißen Haus nur zwei Müllwagen als [warum auch immer] unmobile MG-Einheit platziert wurden, entzieht sich meiner Kenntniss. Zwei oder drei mehr hätten die sicherlich auch dahin bekommen und hätten sich mit der richtigen Bewaffnung auch den Bomber sparen können. Ebenfalls kann ich es mir nicht erklären, warum einer nach außen und einer nach innen schoss, klar passte das bei der Situation aber plausibel erscheint es mir von der Planung her nicht zu sein.

Die ganzen Abläufe habe ich schon gar nicht mehr im Sinn aber die nächstfolgende Situation, die vollkommen irrwitzig war, dürfte wohl die Rettung des Sohnes gewesen sein. Weshalb sich die Koreaner so viel Zeit lassen, auf die Wand zu feuern, weiß ich ebenso wenig, wie warum der Type erst bis drei gezählt hat, um mit dem Jungen loszurennen. Auch lustig war das Feuern durch eine Steinwand mit 9mm und dem folgenden Treffer einer der Angreifer ... da, wo er hingezielt hat, hätte er vielleicht das Fenster getroffen, sollte im unwahrscheinlichsten Falle überhaupt mal die Kugel durchgehen.

Das nächste Unsinnige, was mir einfällt, dürfte die hirnrissige Entscheidung sein, 6 Navy Seal Helikopter nicht abzuziehen, als man hört, welche Waffe der Gegner hat. Entschuldigung, aber 6, mit einem MG-Schützen ausgerüsteten, Transporthelikopter gegen eine schwere Gatlinggeschützeinheit fliegen zu lassen, selbst wenn die Hälfte schon abgeschossen wurde ... für so dumm und überheblich halte ich nicht einmal die Amis.
Achja, die wurden doch von dieser Drohne überwacht ... diesem kleinen niedlichen Ding ... dessen Akkugröße dem einer Funkfernsteuerung entsprechen dürfte ... wie viele Stunden war die in der Luft? 6, 7? Was war da für ein Akku drin, Quantentechnologie oder wie?

Apropros Entscheidung, weshalb unser Held jetzt fast durchgehend mit Pistole da rumschleichte ... gut, ist im Haus i.d.R. nützlicher als die autom. Gewehre aber wenn ich eine Hand voll Gegner vor mir habe ... ich weiß nicht, zeugt das von Überheblichkeit oder großem Selbstvertrauen auf Fortuna und seine Fähigkeiten, dass man das SMG zwar bei sich trägt aber überwiegend nicht nutzt?

Ah, Thema nutzen: Wie in einem Videospiel: Hast du etwas schweres zu zerstören, hat jemand wohl unachtsam eine Panzerfaust für dich davor platziert :D

Gut, zu viele Einzelheiten, nähern wir uns doch dem Ende.
Also folgendes Szenario: Man sitzt in einem atomsicheren Bunker und hat vor, ganz Amerika mittels tausenden von (nicht-?)atomaren Sprengköpfen in eine neue Landschaft zu verwandeln ... der Entschluss, diesen Bunker zu verlassen und durch einen Tunnel nach ??? zu gehen [wird auf jeden Fall sicherer als der Bunker gewesen sein ...], scheint ja wirklich naheliegend.

Die Besetzung des Präsidenten war ein wenig ... gewöhnungsbedürftig. Der Typ hat für mich Bürgermeistercharakter aber Präsident der Vereinigten Staaten? No way. Sonst waren die Rollen überwiegend gut besetzt und überzeugend dargestellt.

Wer den Spoiler gelesen hat, fragt sich vllt. warum ich den Film scheinbar so zerreiße ... er gefiel mir halt eigentlich wirklich gut und genau darum ärgern mich diese auffälligen Schnitzer, man hätte einfach noch ein wenig durchdachter die Handlungen rüberbringen können/sollen, denn Idee, Story und Action finden ihren guten Einklang - Klischees hin oder her, ich wette, das Meiste stimmt und passt sowieso.
 
so einem film nehme ich ein paar logiklücken nicht so krumm. die ganze story ist doch total absurd.

ich musste ja lachen...
... als der held, strafversetzt, natürlich genau ein büro mit blick auf das weiße haus bekommen hat.
 
@ Melphiz

1) Bomber

Bei dem Flugzeug handelte es sich um eine USAF Maschine, was auch deutlich auf Tragflächen und Rumpf zu lesen war (sieht man sogar im Trailer). So ein Flugzeug gehört nicht nach DC, aber es wird natürlich nicht unmittelbar als Gefahr eingestuft und runtergeballert.

2) Jet.

Der Bomber hatte schon zwei Jets runtergeholt. Wieviele Flugzeugwracks hättens denn gern noch über der Hauptstadt erzeugt?

3) Rakete
Da gilt im Grunde das Gleiche. Wenn das eine Rakete ist, die nicht auf Hitze sondern anderweitig reagiert, dann braucht es da bei entsprechender Sprengkraft genau eine. Wieviele soll die Army denn über der Hauptstadt so hochjagen (Stichwort Trümmer etc.)? Ist doch alles randvoll mit Zivilisten.

4) Lemming-Modus
Der Secret Service besteht aus sehr gut ausgebildeten Kämpfern, die im Gefecht durchaus das eine oder andere reißen können. Man kann jetzt natürlich fragen, was das Herausstürmen bringen soll, aber man muss sich dabei folgendes vor Augen halten:

Das Weiße Haus - DAS Haus - der USA wird von bewaffneten Leuten angegriffen, deren Zahl, Ausbildung und Ausrüstung unbekannt ist. Einer hat sich schon am Zaun in die Luft gejagt. Geht man da jetzt allen Ernstes das Risiko ein und verschanzt sich in einem Haus mit zig Fenstern (= EINGÄNGEN!) an den Fronten, auf dass die da sehr schnell sehr nahe kommen, um sich dann irgendwo fröhlich reinzusprengen? oder versucht man hier einen Ausfall und hofft, die Angreifer so stark zu überraschen und zu dezimieren und evtl. ganz zur Strecke zu bringen? Wie gesagt - man HAT sehr gut ausgebildete Kämpfer zur Verfügung. Ich kann diesen Schritt durchaus nachvollziehen. Für mich sieht das nicht dumm aus. Suizidal ja, aber dumm nicht.
Erschwerend kommt auch noch hinzu, dass der Bomber bereits alle Schützen auf dem Dach abgeräumt hatte. Es gab für den SS also keinerlei Kontrolle des Bereiches mehr. Ein Rückzug ins Haus hätte die totale Aufgabe des Gartens bedeutet - imo ein schlechter Zug, wenn man den Präsidenten und noch einige andere hohe Tiere im Haus hat, welches zudem nicht wirklich für einen kriegsähnlichen Belagerungszustand vorbereitet ist. Wer rechnet denn auch mit sowas?

5) Butler rennt ins Haus

Ja, der kam vor den Angreifern an. Wieso auch nicht? Er wollte ja primär ins Haus. Er hat nicht direkt an den Kämpfen teilgenommen. Er hat nur die getötet, die im direkt vor die Knarre liefen und sich ansonsten an der Seite vorbei zügig zum Eingang begeben. Was hätte es ihm denn gebracht, wenn er das Haus NACH den Angreifern erreicht hätte?

6) Müllautos

Mehr als zwei hat es ja ganz offensichtlich nicht gebraucht. Die MGs waren ja in erster Linie dazu gedacht, den verschanzten SS zu erwischen - auch ein Punkt weswegen ein Verweilen im Haus nix gebracht hätte.
Und die LKWs hätten den Bomber nie ersetzen können, da der Bomber rund ums Weiße Haus + auf dessen Dach komplett abgeräumt hat. Das hätten die mit den MGs so nie in der Kürze der Zeit hinbekommen. Und das mussten sie, denn wie ja im Film angemerkt wurde, hatte die Armee eine Reaktionszeit von 16(?) Minuten. Hätten sie das verpeilt, wären die Angreifer noch vor dem Weißen Haus komplett aufgerieben worden. So also erst mit dem Flugzeug die Umgebung und das Dach sichern und dann mit 2 MGs Löcher durch die Wände ballern. Hat voll gepasst.

7) Feuern durch die Steinwand

Wenn ich mich recht entsinne, wurde kurz vor dieser Auseinandersetzung - nämlich dann, als Chang darauf kam, dass Butler in den Wänden hockt - angemerkt, dass das Haus irgendwann restauriert und im Zuge dessen neue Wände eingezogen wurden. Das dürften dann nicht unbedingt Steinwände gewesen sein.

8) Pistole

Ich bin mir nicht zu 100% sicher, aber ich glaube, solange er Munition hat, wird sich ein Profi nicht so ohne weiteres von seiner Waffe trennen, auch wenn das "nur" eine Pistole ist. Erstens ist es mehr oder weniger egal, was die Löcher in den Gegner schießt und zweitens kann man eben nie so recht wissen, was mit den Waffen ist, die man da aufhebt. Die können ja z.B. beim Gefecht durchaus Schäden davongetragen haben und dann steht man ziemlich doof da. Die eigene Waffe ist da ein ganzes Stück zuverlässiger.

Ansonsten versteh ich nicht wirklich, wieso nun ausgerechnet dieser Film so akribisch auf Logiklöcher abgeklopft wird. Das ist ein typischer Alarmstufe-Rot Film mit all den bekannten Situationen und dümmlichen Entscheidungen seitens der Tonangeber. Und dafür ist er wirklich klasse.
 
@Glod
1) Die Luftüberwachung merkt doch aber schon vorher, wann der Bomber wohin fliegt, gerade nach 09/11 glaube ich nicht, dass man sich da erst so spät Gedanken machen wird, egal ob USAF-Kennung auf dem Radar. Ein Bomber nähe D.C. dürfte wohl immer für kritische Blicke sorgen.
2) Die waren auch so clever, neben ihm zu fliegen. Ich meine, mich zu erinnern, dass wie auch in deren Polizei-Trupps immer ein Team aus zwei Einheiten im Einsatz sein muss.
3) Und wenn die eine nicht getroffen hätte, wer weiß, was der Bomber getan hätte ... Stichwort Zivilisten ;) Aber kurios, dass die 0815 Jets mit so billigen Raketen ausgestattet sind, die auf Täuschungskörper hereinfallen, wenn man doch anderes in Petto hat.
4) Also aus Stolz gestorben? Ich renn doch nicht mit 9mm gegen autom. Gewehre und MG-Schützen raus, zumal man bei terroristischen Angriffen doch immer von Panzerfaust & Co. ausgehen muss. Erscheint mir nicht logisch.
5) Ich hätte eher darauf gesetzt, dass er mehr Leute von hinten/der Seite wegschießt, solange er so gut wie unbemerkt war. Aber gut, das ist eher eine weniger kritische Stelle, ich war nur verwundert.
6) Verschanzte SS, warum schoss einer nach außen und einer nach innen, bedeutet bei dem, der innen schießt, ist die Außenseite ungedeckt. Gut, den Bomber für die Einheiten auf dem Dach hätte man nicht ersetzen können, stimmt. Aber vier Müllwagen mit denselben Gatlings hätten zumindest am Boden dasselbe Resultat erzielt, denke ich.
7) Stimmt, kann sein, dass ich das verwechselt habe und die Steinwände das ursprüngliche waren. Macht zwar die restliche Situationshandlung nicht logischer und ob 9mm durch Holz/Rehgips w/e gezielt durchschlagen kann, weiß ich auch nicht.
8) Er hat die SMGs doch aus dem Präsidentenzimmer oder nicht? Waren doch US-Modelle und nicht von den Gegnern oder täusche ich mich?
Weil es eben schade ist. Warum einen Film einfach so hinstellen und abstempeln, wenn man mit ein wenig Detailblick zumindest die Handlung durchgehend nachvollziehbar gestalten könnte.
Was nun ein typischer Alarmstufe-Rot-Film ist, weiß ich nicht, da ich diesen Film nie gesehen habe aber ich habe eben kein Expandables erwartet, zumal man ja eine Story und Handlung deutlich kräfter in den Film gesetzt hat als bei vielen anderen Actionfilmen.
 
Butler ist wohl nur noch für solchen Schmontz zu haben. Wann hat der zuletzt einen guten Streifen abgeliefert welcher nicht flach und platt war?
 
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