Es fängt schon damit an, dass man scheinbar nicht in der Lage ist, einen Bomber
vor dem Luftraum von Washington D.C. als Gefahr zu erkennen, geschweige denn, ihn aufzuhalten. Dass nur zwei Kampfjets anfangs auftauchen, ist authentisch aber warum dann nur
ein weiterer Jet zur Verstärkung geschickt wird, der auch nur
eine Rakete abfeuert, bleibt mehr als unklar.
Weiter geht es dann mit dem Lemming-Modus des Secret Service & Konsorten im Weißen Haus. Während man draußen von schwer bewaffneten koreanischen Terroristen umgeben ist, die auf einen zustürmen, rennt man mit seiner 9mm ohne kugelsichere Weste fröhlich in den Hagel der autom. Gewehre ... zig Leute fallen, weil sie nicht in der Lage sind, zu erkennen, dass die zig Leute vor ihnen bereits erschossen wurden ... halleluja.
Auch konnte ich nicht die Handlung des „Helden” in dieser Situation verstehen. Von der Seite kommend, schießt er sich nach vorne, um dann im vollen Feuerhagel eingeschlossen zu sein und vor den Angreifern im Weißen Haus anzukommen ... warum?
Gut dargestellt war jedoch die akribische Tötung der scheinbaren Leichen auf dem Boden, das wirkte sehr überzeugend auf mich. Ob die Amis das machen, weiß ich nicht, doch den Terroristen kauf ich es ab.
Weshalb auf der Straße vor dem Weißen Haus nur zwei Müllwagen als [warum auch immer] unmobile MG-Einheit platziert wurden, entzieht sich meiner Kenntniss. Zwei oder drei mehr hätten die sicherlich auch dahin bekommen und hätten sich mit der richtigen Bewaffnung auch den Bomber sparen können. Ebenfalls kann ich es mir nicht erklären, warum einer nach außen und einer nach innen schoss, klar passte das bei der Situation aber plausibel erscheint es mir von der Planung her nicht zu sein.
Die ganzen Abläufe habe ich schon gar nicht mehr im Sinn aber die nächstfolgende Situation, die vollkommen irrwitzig war, dürfte wohl die Rettung des Sohnes gewesen sein. Weshalb sich die Koreaner so viel Zeit lassen, auf die Wand zu feuern, weiß ich ebenso wenig, wie warum der Type erst bis drei gezählt hat, um mit dem Jungen loszurennen. Auch lustig war das Feuern durch eine Steinwand mit 9mm und dem folgenden Treffer einer der Angreifer ... da, wo er hingezielt hat, hätte er vielleicht das Fenster getroffen, sollte im unwahrscheinlichsten Falle überhaupt mal die Kugel durchgehen.
Das nächste Unsinnige, was mir einfällt, dürfte die hirnrissige Entscheidung sein, 6 Navy Seal Helikopter nicht abzuziehen, als man hört, welche Waffe der Gegner hat. Entschuldigung, aber 6, mit einem MG-Schützen ausgerüsteten, Transporthelikopter gegen eine schwere Gatlinggeschützeinheit fliegen zu lassen, selbst wenn die Hälfte schon abgeschossen wurde ... für so dumm und überheblich halte ich nicht einmal die Amis.
Achja, die wurden doch von dieser Drohne überwacht ... diesem kleinen niedlichen Ding ... dessen Akkugröße dem einer Funkfernsteuerung entsprechen dürfte ... wie viele Stunden war die in der Luft? 6, 7? Was war da für ein Akku drin, Quantentechnologie oder wie?
Apropros Entscheidung, weshalb unser Held jetzt fast durchgehend mit Pistole da rumschleichte ... gut, ist im Haus i.d.R. nützlicher als die autom. Gewehre aber wenn ich eine Hand voll Gegner vor mir habe ... ich weiß nicht, zeugt das von Überheblichkeit oder großem Selbstvertrauen auf Fortuna und seine Fähigkeiten, dass man das SMG zwar bei sich trägt aber überwiegend nicht nutzt?
Ah, Thema nutzen: Wie in einem Videospiel: Hast du etwas schweres zu zerstören, hat jemand wohl unachtsam eine Panzerfaust für dich davor platziert
Gut, zu viele Einzelheiten, nähern wir uns doch dem Ende.
Also folgendes Szenario: Man sitzt in einem atomsicheren Bunker und hat vor, ganz Amerika mittels tausenden von (nicht-?)atomaren Sprengköpfen in eine neue Landschaft zu verwandeln ... der Entschluss, diesen Bunker zu verlassen und durch einen Tunnel nach ??? zu gehen [wird auf jeden Fall sicherer als der Bunker gewesen sein ...], scheint ja wirklich naheliegend.