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NEWS Offiziell: Kojima gründet neues Studio, entwickelt Konsolen-exklusiv für PS4

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

"I was fortunate to have offers from many people, studios and publishers from all over the world, but I've known Sony for quite a long time now. They respect what I do, respect me. It was just a matter of trust."

Wenn ich jetzt sage, dass ich das ja gesagt habe, kommt @eape wieder um die Ecke und mahnt, dass das ja nur PR-Geblubber sei und was er denn sonst sagen solle... alles nur wegen dem Deal. :ugly:
 
Ich habe selbst immer behauptet, dass wenn sich Kojima für einen Publisher entscheiden müsste, dann wäre Sony wohl am besten. (Ich aber immer für die Unabhängigkeit des Künstlers bin.)
Aber ja, unabhängig davon ist das natürlich trotzdem PR-Geblubber. Auch wenn ich nicht bezweifle, dass er ein gutes Verhältnis zu Sony hat. Habe ich auch nie auch nur ansatzweise getan.
 
Die Unabhängigkeit des Künstlers halte ich davon abgesehen nicht immer als besten Weg, gerade bei Spielen.

Einige Indies schaffen es via Kickstarter oder eigenem Kapital zwar, durchaus gute Spiele zu produzieren. Aber wirklich grosse Spiele, da wird es auch dem Künstler besser gehen, wenn er eine starke Hand im Hintergrund hat. Das fängt bei den Finanzen an und geht weiter mit anderem Support, Marketing, technischer Unterstützung, pipapo.

Es kommt wahrlich darauf an, welchen Publisher man hat. Bei einigen geniesst man Freiheit, bei anderen ist das Wichtigste, dass Spiel XYZ an Datum X auf den Markt kommt, egal wie.

Gerade die künstlerische Freiheit wird er bei Sony haben. Geld sowieso. Zeit auch. Wirkliche Alternativen gab es da sowieso nicht. Und wird es wohl für Kojima, wenn er nochmals ein AAA-Spiel machen möchte, auch in Zukunft nicht geben. Der geht nicht zu Ubi/EA/Activision. Und selbst wird er nicht so wagemutig sein, sein Kapital da reinzustecken.
 
Eins der größten aktuellen Spiele (The Witcher 3) wurde 'frei' finanziert. Und aktuell will Kojima ja auch den Weg gehen. Er steht ja nicht bei Sony unter Vertrag, so sehr es Sony auch will. Kann sich natürlich ändern. Beides hat Vor- und Nachteile. Auch bei Sony wird er nicht die Freiheit genießen, die er sich vermutlich wünscht (sonst wäre er jetzt Sony-Angestellter). Er könnte vermutlich seine IP nicht behalten und die Budgetierung würde Sony bestimmen (und könnte jederzeit auch größeren Einfluss auf das Spiel ausüben). Bei unabhängiger Entwicklung ist die Budgetierung weitaus unberechenbarer und schwieriger. Das kann bei großen Projekten das Aus bedeuten oder eben auch eins der besten Spiele überhaupt.

Ich glaube, Kojima geht einen sehr guten Weg, wenn er sein erstes Projekt konsolenexklusiv für PS4 entwickelt, er also guten Rückhalt von Sony hat ohne große Teile seiner künstlerischen Freiheit aufzugeben, und wenn sein erstes Spiel erfolgreich war, er sich von solchen Verträgen stärker löst. So wie es eben auch CDPR gemacht hat. Oder auch Platinum mehr oder weniger.
 
Self-Publishing ist bei AAA-Titeln wohl eines der grössten Risiken, die man als Entwickler überhaupt eingehen kann. Und es hat in der Vergangenheit so gut wie nie funktioniert oder es gab gravierende Einschnitte im Projekt. The Witcher 3 ist aber ein gutes, wenn auch relativ einsames, Bespiel, dass es funktionieren kann. Allerdings ist bei CDPR der Background auch ganz anders als bei Kojima, der nach dem Weggang von Konami zwar nicht bei Null anfängt, aber auch nicht bei 80%.

Ich finde aber auch, dass Kojima das zumindest für das erste Projekt richtig gemacht hat. Man verlässt den Mutterkonzern nach ekelhaftem Streit nicht, um sich sofort wieder zu binden und abhängig zu machen. Und ich glaube, dass er diese Freiheit bei Sony gefunden hat. Die lassen ihn machen, wie er will. Denn nur so "funktioniert" Kojima.

Was die Zukunft bringt, muss man sehen. Ich glaube auch nicht, dass Kojima zum 1st- oder 2nd-Party von Sony wird. Aber wenn es ein übernächstes AAA-Spiel von ihm geben wird, dann werden sie sich wieder zusammensetzen. :)
 
Kojima braucht aber Führung, sonst benötigt er für ein Spiel 7 Jahre. Und 7 Jahre Entwicklung kannst Du nicht mal mit einem GTA reinspielen. Der Mann ist ein endgeiler Typ, kreativer Kopf, unsagbar talentierter Künstler und kann inszenieren wie kein Anderer. Aber er verläuft sich oft in seinen Ideen, kann keine Deadlines einhalten und geht verschwenderisch mit dem Budget um.

Gerade so jemand braucht einen Aparat hinter sich, welcher voll und ganz hinter ihm steht, aber auch die notwendigen Ziele/Deadlines setzt. Glaube, wenn jemand dazu im Stande ist, dann Sony. Konami war das auch lange Zeit, aber hat anscheinend die Geduld verloren.
 
Zum Vergleich bzgl. der Entwicklungszeiten: Witcher 3 hatte 3 Jahre, mit einem ~200 Mann starkem Team. Hat zwar auch diverse Verschiebungen hinnehmen müssen aber 3 Jahre sind so gesamt betrachtet echt nicht wild.
 
Nach langen Zwistigkeiten und dem Weggang von Konami arbeitet sein neues Studio Kojima Productions bekanntermaßen für Sony an einem noch nicht näher erläuterten Exklusivtitel, der PlayStation-Hersteller lasse ihm aber viel Freiheit: "Sie kontrollieren das, was ich mache überhaupt nicht; das war Teil der Voraussetzungen, und Sony war sehr respektvoll mir gegenüber und dem gegenüber, was ich mache. Unter diesem Gesichtspunkt ist es sehr nett und sehr angenehm."
 
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