Die Switch ist bei mir Zweitkonsole. So habe ich das von Anfang an geplant und so wird es auch gehandhabt. Switch für ihre unvergleichbaren Exklusivspiele und, bei Bedarf, als Handheld, Xbox (One oder demnächst Scorpio) für alles andere.
In dieser Konstellation gefällt mir das Gebotene bereits jetzt ausgezeichnet. Die Switch hat so etwas "rohes".

Eine echte, klassische, (vielleicht etwas zu) oldschoolige Konsole. Anschalten, Modul rein, loszocken. Keine Statistiken, Social-Zeugs oder sonstiger moderner Schnickschnack. Finde ich gerade sehr erfrischend und angenehm.
Aber natürlich nur, weil es eben meine Zweitkonsole ist und ich den ganzen anderen Kram (Social, Apps, Netflix, Online hier online da, UHD Blu-ray, Statistiken und Erfolge usw.) auf der Xbox habe. Als alleinige Konsole käme die Switch deswegen auch nicht in Frage. Und gerade bei ihren Vorzeige-Multiplayertiteln ist es schade, dass sie bloß so ein (wahrscheinlich) halbgares Online-System anbieten.
Jetzt kann man sich natürlich drüber streiten, ob es sinnvoll ist, fast schon bewusst so ein Nischendasein zu fristen. Eine potentere, mit allen modernen Möglichkeiten ausgestattete Nintendo Konsole wäre bestimmt ein Verkaufsschlager. Aber andererseits setzt Nintendo eben gezielt auf ihre "Außenseiterrolle" sowie Fans und serviert halt eine (im guten wie schlechten) "altbackene" Konsole. Was ja nicht verkehrt ist, weil sie damit eine andere Art des Spielens liefern als Xbox, PS und PC, die sich mittlerweile ja kaum mehr unterscheiden.
Als Ergänzung zu meiner Xbox ist die Switch jedenfalls ein ganz vorzügliches Produkt.
Nur Erfolge vermisse ich doch irgendwie. Gerade den ersten Zelda Dungeon und Boss erledigt und danach schon voller Vorfreude auf den Gamerscore-Jingle gewartet - aber es kam nichts.

Unterbewusst ziehen diese dämlichen, virtuellen Punkte bei mir doch immer wieder. Sie sind so befriedigend.
