Hab heute Black Mirror: Bandersnatch geguckt und ja, es ist ein interaktiver Film. Hier folgen KEINE Story-Spoiler.
Leider leidet Black Mirror: Cumbernatch an den selben strukturellen Krankheiten, wie die Telltale Spiele, wo es Entscheidungen gibt, die einfach keine sind. Ich finde es hier sogar nochmal schlimmer, als bei den Telltale Spielen, da diese immerhin größtenteils kohärente Geschichten erzählen können und die Entscheidungen auch mal gravierendere Auswirkungen haben können, während bei Banderspläsch die Geschichte sehr dünn ist und das Konzept der Entscheidungen teilweise arg frustrierend sein kann, wenn man eine Entscheidung trifft, nur um dann 5 Minuten später wieder Zurückspulen zu müssen, weil diese Entscheidung einfach falsch war und die andere offensichtlich die einzig richtige ist. Diese Momente gibt es recht häufig, wobei sie teilweise in ziemlich witzigen und abstrusen Szenen enden.
Es gibt generell ein paar ziemlich coole ideen und Momente, die auch nur durch die Interaktivität funktionieren, trotzdem bleibt dieses Experiment genau das, was es ist: ein Experiment. Für einige mag es funktionieren und wenn ich behaupten würde, dass ich bei bestimmten Momenten keine helle Freude hatte, dann würde ich lügen, aber wie auch schon bei den Telltale Spielen zerfällt die illusion mit der Zeit, wobei Telltale wenigstens noch eine Geschichte abseits des Konzepts erzählen konnte, was Bondageflash nicht gelingt.
Deshalb würde ich sogar sagen, dass Telltale's Minecraft: Story Mode auf Netflix diesbezüglich besser funktioniert, als Black Mirror: Banderbatch.