Berichte der Eingeborenen, die sich mit den Erkenntnissen über das Riesenfaultier decken
- Der Gestank. Es heißt, der Mapinguari verströme einen Geruch, der seine Widersacher in die Flucht schlägt oder betäubt. Man nimmt an, dass einige Arten der Riesenfaultiere über Drüsen verfügten, mit denen sie ein übelriechendes Sekret absondern konnten.
- Die Unverwundbarkeit. Die Indianer erzählen, dass der Mapinguari keine Angst vor Gewehrkugeln hat; sie würden ihm nichts anhaben. Tatsächlich war die Innenseite der Riesenfaultierhaut mit kleinen, kieselartigen Knochenstückchen gespickt, sogenannte Hautknochen. Durch sie waren sie vor äußerlichen Angriffen gut geschützt.
- Die Fortbewegung. Manche berichten, sie hätten gesehen, wie der Mapinguari sich beim aufrechten Stehen auf die Außenseiten der Hinterfüße stellte und die Krallen dabei nach innen drehte. Man fand zudem Abdrücke von den Tatzen des Tieres, die das bestätigen. Genau so war es bei den Riesenfaultieren.
- Die Nahrungssuche. Augenzeugenberichte wie der oben beschriebene deuten darauf hin, dass das südamerikanische Monster sich zum Fressen auf die Hinterbeine aufrichtet und mit seinen langen Krallen Blätter aus den Bäumen streift, um sie zu verspeisen. Forschungen ergaben, dass auch Riesenfaultiere sich so verhielten.
- Spuren der Nahrungssuche. Man fand im Dschungel Südamerikas aufgerissene Palmen. Wahrscheinlich brachen die prähistorischen Faultiere mit ihren kräftigen Klauen ebenfalls Palmen auf, um an ihre Lieblingsspeise zu gelangen – Palmenherzen.
- Die Nahrungsreste. In einer Höhle, in der, wie die Indianer glauben, der Mapinguari haust, fand eine amerikanische Expedition Babacu-Nüsse. Man weiß, dass diese Nüsse das Hauptnahrungsmittel vieler großer Lebewesen Südamerikas sind.
- Die Laute. Eingeborene hörten die Rufe des Mapinguaris. Sie sind tief, schallend und außergewöhnlich stark. Man hört sie kilometerweit. Manche Riesenfaultiere besaßen sehr große Zungenbeinknochen, die ein solches Gebrüll ermöglichten. Experten rekonstruierten mithilfe eines derartigen Knochens das Geräusch, das ein Riesenfaultier hervorbrachte. Es gleicht den gehörten Lauten im Urwald.
Angenommen, bei dem Mapinguari handelt es sich tatsächlich um ein Riesenfaultier, und es gibt ihn wirklich. Welcher Art genau ist er zuzuschreiben? Die bekannteste Art, das riesige (bis über sechs Meter lange) Megatherium scheidet sicher aus. Alle Zeugen sprechen von einem etwa bärengroßen Tier, also muss es sich um eine kleinere Riesenfaultierart handeln. Vielleicht ein Glossotherium, doch auch das war etwa vier Meter lang. Die Riesenfaultiere starben laut gängiger Lehrmeinung vor vier- bis achttausend Jahren aus.
Der tropische Regenwald Südamerikas dehnt sich über sechseinhalb Millionen Quadratkilometer aus – 60 Prozent davon haben Wissenschaftler noch nicht erforscht. Im Jahr 1996 entdeckten und beschrieben Wissenschaftler im Amazonasgebiet acht bis dato unbekannte Vogel- und Säugetierarten.
Quelle: Kryptozoologie Online