Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

Möglicherweise bald Upload-Filter in der EU

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Wer redet denn von Meinungsmache?

Jeder Artikel setzt andere Themenschwerpunkte. Wenn ich mich über die Konsequenzen des Brexits für Irland/Nordirland informieren möchte, möchte ich halt auch mehrere Artikel dazu lesen. Mag sein, dass der Artikel der FAS gut und umfassend ist, aber er ist sicher nicht der Einzige dazu. Ich will halt ggfls. einfach auch noch lesen, was sueddeutsche, FAZ, Zeit, SpOn, usw. dazu schreiben. Und am Ende fügt sich dann ein Bild zusammen.

Genauso bei Meinungen und Kolumnen. Einige sind sicher Meinungsmache. Aber was man daraus macht, liegt am Leser. Es gibt nämlich auch sehr gute Kolumnen, wo sich der Verfasser sehr viel mehr mit der Materie auseinandergesetzt hat als der geneigte Leser.

Gerade bei so hochkomplexen Themen wie Brexit oder aktuell der Geldpolitik der EZB will ich einfach viele Informationen aus unterschiedlichen Quellen haben. That's it.
 
Okay, is halt auch die Frage, wieviel Zeit man darin investieren will. Wenn man Nachrichten als Hobby betreibt und so viel Input braucht, dann kann man natürlich nicht genug Kanäle haben. Mein Ding ist das allerdings nicht. Mich interessiert zwar Politik, aber viele Themen betreffen mich nicht wirklich, oder eher auf ner indirekten oder abstrakten Weise. Ich bilde mir selbst auch oft nicht wirklich ne echte eigene Meinung, sondern finde Sichtweisen die mir sympathischer sind als andere oder halt schlüssiger klingen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ja, das hat in der Tat auch etwas mit persönlichem Anspruch und damit Zeitaufwand zu tun.

Ich könnte auch nur die sueddeutsche abonnieren, da steht so ziemlich über jedes Thema etwas. Reicht mir aber nicht (wenn ich mich wirklich über etwas informieren möchte).

Ist wie mit der EZB momentan. Viele Blätter berichten nur oder überwiegend über die Schikanierung des deutschen Sparers. Das ist für die EU und ihre Länder aber eben nur einer von vielen Faktoren.

Ich kann da auch nur die Presseschau des DLF empfehlen. Da werden nämlich auch viele ausländische Publikationen vorgetragen.
 
Das gefällt mir auch sehr an der NYT. Sie haben sehr viele "Long Reads", also Artikel, die sehr in die Tiefe gehen und viele Perspektiven beleuchten.

Hm, überlege gerade ernsthaft aus den von Dir genannten Gründen der NYT mal eine Chance zu geben. Was mir mittlerweile in DT fehlt, ist einfach eine objektive, auf klaren Fakten basierte Berichterstattung. Bei den meisten Artikeln liest man zwischen den Zeilen leider sehr deutlich die politische Gesinnung des Redakteurs heraus bzw. hat als Leser den Eindruck, dass die eigene Meinung in eine bestimmte Richtung gelenkt werden soll. Persönlich lese ich zwar die NZZ noch ganz gerne, bei Zeitungen aus Deutschland sieht es aber düster aus. Aktuell habe ich lediglich das Handelsblatt und die Wirtschaftswoche abonniert.
 
Hm, überlege gerade ernsthaft aus den von Dir genannten Gründen der NYT mal eine Chance zu geben. Was mir mittlerweile in DT fehlt, ist einfach eine objektive, auf klaren Fakten basierte Berichterstattung. Bei den meisten Artikeln liest man zwischen den Zeilen leider sehr deutlich die politische Gesinnung des Redakteurs heraus bzw. hat als Leser den Eindruck, dass die eigene Meinung in eine bestimmte Richtung gelenkt werden soll. Persönlich lese ich zwar die NZZ noch ganz gerne, bei Zeitungen aus Deutschland sieht es aber düster aus. Aktuell habe ich lediglich das Handelsblatt und die Wirtschaftswoche abonniert.

Wenn dir die NZZ gefällt, könnte dir die NYT auf jeden Fall auch gefallen. Die NZZ ist mir zumindest auch mit einigen guten Artikeln ins Auge gesprungen.
Es ist auch nicht so, dass man nur die amerikanische Sicht der Dinge liest, wie hier der Zeitung vorgeworfen wurde.
Die NYT hat zu regionalen Themen auch immer Gastredakteure aus den jeweiligen Ländern. Und das sind oft dann natürlich eher angesehene Schreiber.
Und für eine internationale Zeitung schreibt man natürlich anders als für eine heimische. Und imo auch in einem angenehmeren Ton.

Gibt ja vielleicht eine Trial und sonst sind halt $2 verloren. :D
 
Als Trial hast du 5 Artikel pro Monat.

Mich hat die Berichterstattung zu Halle überzeugt. Die zwei bis drei Artikel einfach mal lesen und dann auf deutsche Medien umschwenken.

Schlagartig wusste ich, warum ich mit der NYT mehr Spaß haben werde.
 
Sie plant auch eine Pflicht für WhatsApp, Gmail, Facebook, Tinder & Co., schon jedem Dorfpolizisten und zahlreichen weiteren Sicherheitsbehörden auf Anfrage sensible Daten von Verdächtigen wie Passwörter oder IP-Adressen teils ohne Richterbeschluss herauszugeben.

giphy.gif


Bekomme schon wieder 180 Puls, nur noch Affen in der Politik. :fp:
 
Ich frage mich auch, ob die nicht mal fünf Minuten über sowas nachdenken und ob es konsistent mit anderen Gesetzen ist. Das sollte doch zumindest die Mindestanforderung sein.
Nach Art. 32 Abs. 1 lit a DSGVO ist es doch eigentlich z.B eh verboten Passwörter im Klartext zu speichern.

Sowas würde das Verfassungsgericht doch eh sofort wieder kassieren - und das vollkommen zurecht.
 
Ich frage mich auch, ob die nicht mal fünf Minuten über sowas nachdenken und ob es konsistent mit anderen Gesetzen ist. Das sollte doch zumindest die Mindestanforderung sein.
Nach Art. 32 Abs. 1 lit a DSGVO ist es doch eigentlich z.B eh verboten Passwörter im Klartext zu speichern.

Sowas würde das Verfassungsgericht doch eh sofort wieder kassieren - und das vollkommen zurecht.
Weil die, die die Ideen liefen entweder nicht mit anderen Gesetzen vertraut sind, es ihnen scheiß egal ist oder sie glauben, dass sie die auch noch ändern können.
 
Weil die, die die Ideen liefen entweder nicht mit anderen Gesetzen vertraut sind, es ihnen scheiß egal ist oder sie glauben, dass sie die auch noch ändern können.
Oder weil das Internet noch immer Neuland ist und die Politiker keinen Schimmer von den technischen Hintergründen haben. Dinge wie Passwort-Hashing, End2End-Verschlüsselung etc. sind für sie böhmische Dörfer.
Daher denkt man, man findet hier die schnelle Lösung für komplexe Probleme und lässt vollkommen außer Acht, dass es keine real anwendbaren Lösungen sind.
 
Naja gut an der Klartextspeicherung wirds ja nicht scheitern. Man kann ja nach wie vor als Hash oder was weiss ich speichern, so lange man daraus wieder das Klartextpasswort machen kann. Das Wissen, wie das geht, muss halt der Anbieter den Behörden dann eben mitliefern. Im Sinne von welches Hashverfahren, Salt usw.

Ich halte es dennoch nicht für realistisch, dass ein solches Gesetz kommt. Spätestens bei End2End Verschlüsselung darf das Mitlesen ja auch gar nicht gehen. Sonst brauchst das ja nicht machen...
 
man kann aus hashes keine passwörter zurückrechnen.

Das einzige was du machen kannst ist solange Klartext auf den Hash-Algorithmus zu werfen, bis das gleiche rauskommt. Dann weisst du das Passwort.
 
man kann aus hashes keine passwörter zurückrechnen.

Das einzige was du machen kannst ist solange Klartext auf den Hash-Algorithmus zu werfen, bis das gleiche rauskommt. Dann weisst du das Passwort.
Jop. Ansonsten könnte man sich das Hashing ja sparen, da der Sicherheitsvorteil nur minimal wäre. Sinn dahinter ist ja gerade, dass der Dienst, bei dem man sich anmelden will, selbst keine Möglichkeit hat, an Passwörter und damit Zugänge zu gelangen.

Wobei man ja sagen muss, man kann DERZEIT keinen Klartext aus Hashes zurückrechnen, da die Funktionen schwer umkehrbar sind und die dafür nötigen Berechnungen nicht in vernünftiger Zeit (oft Millionen Jahre) durchführbar sind.

Zumindest bis irgendwann mal das Zeitalter des Quantum Computings angebrochen ist. Da sehen dann herkömmlich Einwegfunktionen, Kryptologie etc. u.U. alt aus.
 
Zuletzt bearbeitet:
Leistungsschutzrecht: Memes sollen nur noch 128 mal 128 Pixel groß sein

Die Bundesregierung hat einen ersten "Diskussionsentwurf" veröffentlicht. Dieses schränkt nun auch die Nutzung von Pressefotos und Videos für Memes und Vorschaubilder deutlich ein.

https://www.golem.de/news/leistungs...128-mal-128-pixel-gross-sein-2001-146101.html


Ja aber hey, das betrifft mich ja nicht, ich mach das ja privat und nicht als Nachrichtensite!!1!So gilt das neue Leistungsschutzrecht nicht nur für Suchmaschinen und News-Aggregatoren, sondern für alle "Anbieter von Diensten der Informationsgesellschaft".D.h. auch dein Blog, dein Facebook und dein Twitter.

https://blog.fefe.de/?ts=a0dfb8ae
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Oben