Aber es stimmt schon. Sony verheddert sich oft in blöden Details und macht Prozesse komplett unnötig komplex.
Spencer hat seine Xbox-Division deutlich besser im Griff, sowohl was easy-of-use des Kunden ist, aber auch was das Verdecken der unschönen Business-Seiten angeht.
Die Rollen haben sich getauscht. Zur Mattrick-Ära ist dieser hilflos rudernd geschwommen, während die Executive-Riege von Playstation geschickt führen konnte und sich an der wackelnden Konkurrenz öffentlich erfreut haben.
Denn machen wir uns nix vor. Wer in einem Tech-Markt wie diesem nicht mit harten Bandagen kämpfen kann, geht unter. Und gerade Microsoft ist ein Konzern, der sehr gerne KOnkurrenz mit aller Macht und Übermacht aus dem Markt drängt. Das haben sie in ihrer Unternehmensgeschichte oft demonstriert.
Was in meinen Augen auch nicht schlimm ist - so IST eben das Game im Kapitalismus.
Spencer kann das aber alles sehr elegant. Siehe die anstehende ActiBlizzKing-Übernahme. Das ist ein ultra-brutaler Leberhaken für Sony, das kann man wenden wie man will. Und das nur ein paar Monate nach dem Haymaker der Zenimax-Übernahme. Aber dann kann er eben über gut platzierte Aussagen und Zugeständnisse wie CoD (vorerst) plattformoffen zu halten gut beschwichtigen.
Aber natürlich gibt man diese Unsummen nicht aus, um danach Ringelreihn mit Sony über die grüne Alm zu tanzen und sich zu freuen, was man "für die Gamer" getan hat. Es geht darum, den Konzerngewinn zu steigern.
UNd was die geleakten Verträge angeht... Würden jetzt Exklusivitätsverträge von MS ans Licht kommen, würde ich nicht erwarten, dass da so viel anderes drin steht. Wenn ich als deutlich größerer Vertragspartner meinen lukrativen Dienst anbiete und evtl. nebenbei noch Geld für Marketing und PR in die Hand nehme, dann will ich mich _natürlich_ absichern und dafür sorgen, dass meine eigene Konkurrenz möglichst wenig davon hat.
Daher ists in erster Linie dumm von und für Sony, dass solche Verträge überhaupt an die Öffentlichkeit kommen, wo sie als (wahrscheinlich vertrauliche) B2B-Vereinbarung zwischen zwei freien Unternehmen nix zu suchen haben.