Ms kauft ne Firma, um die erstmal zukunftsfähig zu machen und um da noch mehr Geld reinzustecken, um die Strukturen zu verbessern? Funktioniert das so? Dienen Firmenübernahmen der Verbesserung der übernommenen Firma? Bin kein Wirtschaftsexperte, aber ich hab da so meine Zweifel.
Genau das ist der Fall.
Man konnte doch bei Activisions Zerfall zusehen!
Moralisch als auch kreativ. Ein schlecht geführter Haufen zugekaufter Studios, die dann alle nur noch Cod und Cod support machen mussten.
Getragen von Aktionärsgeld. Activison ging es doch schon lange nicht mehr um gute Spiele sondern dass möglichst viel Zeit in Spielen verbracht wird um möglichst viel Mictotransactionen rauszuholen. Unternehmen geht es im Endeffekt natürlich immer um Geld, das sind keine Wohltätigkeitsvereine. Aber das kann man halt ganz unterschiedlich machen und in unterschiedlichsten Ausprägungen.
Activison war total angeschlagen und wäre jetzt über kurz oder lang vor die Hunde gegangen mit Kottick der nicht zurücktreten wollte, mit unzufriedenen Mitarbeitern, mit ideenlosen Spielen mit Studiounterwerfungen auf Cod.
Ich sehe für Activision und die Mitarbeiter von Activion jetzt durch die Übernahme von MS endlich eine Chance überhaupt.
Für eine vernünftiges, sicheres Arbeitsumfeld, in dem man sich wohlfühlt und in Ruhe arbeiten kann.
Für eine kreative Zukunft und die Verwirklichung von dem was die Studios machen wollen.
Denn das ist Microsofts Leitkultur, das ist das was Phil Spencer eingeführt und vorgelebt hat.
Und das sieht man ja ganz deutlich, dafür muss man sich ja nur mal die Stimmen der Beteiligten angucken und die Frauenquote in der Führungsetage, das was Sarah Bond so sagt etc und auch wie sich die Sparte Xbox innerhalb von Microsoft unter Phil Spencer bewegt hat bis jetzt gestern zu der Verwirklichung als eigene, komplett selbstständige, niemand untergeordnete Sparte. Das zeigt auch die Stellung der Marke Xbox innerhalb des Konzern und der Ausrichtung.
Satya Nadella als oberste Instanz bei Microsoft hat ja gesagt wir gehen all-in beim Gaming. Und das hat er eindrucksvoll bewiesen und die Sparte Gaming hat auch imho schon recht eindrucksvoll bewisen, dass sie eben auch einiges dazugelernt hat. Denn MS hat ja auch eine nicht so gute Historie was Zukäufe angeht und was sie damit gemacht haben. Aber so wie es jetzt ist, ist es das beste was einem passieren kann. Denn MS bietet finanzielle Mittel und kreative Freiheit und mischt sich da in nichts ein. Was natürlich auch mit dem GamePass zu tun hat, denn dadurch haben sie auch einfach die Möglichkeit nicht alles einfach nur auf verkaufte Stückzahl Spiel * Preis - Kosten = Pofit oder Verlust = gut oder schlecht herunterzubrechen, sondern auch den Luxus zu haben auch mal andere Sachen zuzulassen.
Ich denke wir müssen uns eh frei machen von dem Gedanken, dass die Spielewelt so bleibt wie in den letzten 20 Jahren.
Spiele werden immer teurer und teurer, die Risiken deshalb umso größer für die Studios.
Das ist ja auch der Grund warum das alles gerade so stagniert.
Warum ein Battlefield keine Seele mehr hat. Warum alle Ubisoftspiele die gleiche Formel haben.
Man hat ein System und will es möglichst allen Leuten recht machen und dann nicht von der Formel abweichen, weil wenn das mal in die Hose geht dann tut das richtig weh.
Die großen Publisher, die früher unantastbar waren, befinden sich fast alle in einer Sinnkrise.
Egal ob das Zenimax/Bethesda war, Activision, EA, Ubisoft, Take2.
Da wird es auch noch Veränderungen geben.
Wir haben Tencent, die sehr, sehr, sehr vieles aufkaufen und wo man keinen Plan hat was die überhaupt vorhaben.
Keiner weiss so richtig was Amazons Weg ist.
Es ist momentan ein Buyers-Markt. Finanzielle Sicherheit ist sehr wichtig. Diese Vielzahl an unterschiedlichen unabhängigen Pusblishern, wie wir sie die letzten Jahre hatten, wird es in Zukunft so nicht mehr geben.
Ubisoft ist doch auch nur noch eine Fließbandfabrik für Spiele.
Da ist null Kreativität. Da ist gar nichts mehr drin ausser dem 100. Aufguss des selben Formats, derselben open world.
Keine Evolution. Nichts. Da würde ich mir ja sogar wünschen, dass die mal von Sony aufgekauft würden.
Damit die mal mit finanziellen Mitteln wieder Mut haben etwas anderes zu machen. Dass die mal wieder ihre Stärken ausspielen können.
Das ist ja auch der Grund warum wir innerhalb eines Zeitraums von 10 Jahren und darüber hinaus kein neues GTA mehr bekommen haben.
Warum sollte man ein Risiko eingehen, warum sollte man die Cashcow schlachten?
Und wenn dann jetzt viele von Monopolstellung und so reden ist das ja auch Quatsch.
Man gucke sich mal an wie groß Sony ist, welche Marktstellung die haben. Und Nintendo.
Alle sprechen immer nur von Sony vs MS, dabei steckt Nintendo die mit den verkauften Einheiten der Switch locker in die Tasche.
Ich denke, dass der Gamingbereich von MS sich fantastisch entwickelt hat und unter denen momentan zu arbeiten für alle nur gut sein kann.
Für die Entickler, weil sie Geld zur Verfügung haben, sich kreativ ausleben können und genug Zeit haben ihre Idee zu verwirklichen und auch entsprechendes polishing zu betreiben. Ein Release wie bei Fallout76 wird es unter MS nicht geben.
Ein Psychonauts2 hätte es so ohne MS auch nicht gegeben. Hat Tim Schafer ja auch gesagt. Ohne die Kohle von MS hätte das SPiel nicht die ganzen Bosskämpfe gehabt, nicht die Zeit, nicht das Polishing einfach weil es mit den Mitteln nicht möglich gewesen wäre.
Und es hätte nicht die Kreativität gehabt, weil er ansonsten halt auch hätte Zeit und Aufwand betreiben müssen und zu gucken wie er Geld heranschafft und das Studio führt und an die Zukunft der Mitarbeiter denkt. Das fällt nun alles weg.
Von daher kann es für die Studios und für die Mitarbeiter und für die Spieler nur gut sein. Das ist eine win-win Situation für alle.