@ wildmonkey
Du hast mich da auch glaub ich falsch verstanden. Ich hab nie nach Protektionismus oder "buy german" geschrien. Ich habe lediglich gesagt, dass ich versuche, da wo es geht, deutsche Produkte zu kaufen. Auch ich hab eine PS3, eine Wii, einen Toshiba-TV, eine Digicam aus Japan und einen iPod, usw. Teils, weil es einfach keine deutsche Alternive gibt.
Ausgangspunkt der Diskussion war ja, dass der Kunde durch sein "Ich kauf lieber billig im Ausland" nicht nur zu massiven Preiskämpfen in der ganzen Industrie gesorgt hat (was zur Folge hat, dass Deckungsbeiträge schrumpfen und heute kaum noch liquide Mittel zur Verfügung stehen.), sondern dass dadurch einfach auch viele deutschen Unternehmen Pleite gingen. Ja, klar, DAS ist freie Marktwirtschaft. Aber wir erleben gerade die Konsequenzen, und die haben nicht nur mit der Finanzkrise zu tun.
Ich sag ja auch, dass ich lieber den hiesigen Einzelhandel unterstütze statt wegen ein paar Euro das halbe Internet zu durchforsten. Aber auch hier konnte man in den letzten 20 Jahren erkennen, dass der Kunde aufgrund der Preise andere Prioritäten setzt. Freie Marktwirtschaft, die abertausende Firmenpleiten und Arbeitslose zur Folge hat(te).
Du kannst mir nicht erzählen, dass ich damit im Prinzip meinem Land sogar schade, statt zu helfen, oder?
Was die Exporte angeht. Jedes Land hat ein Exportgeschäft. Nur braucht Deutschland nicht nur Exportüberschuss, wir brauchen sehr viel Exportüberschuss, um überhaupt zu wachsen. Das funktioniert aber nicht immer. Es gab schon Zeiten, wo es nicht funktioniert hat und schwupps waren wir in der Rezession. Es wurde nie ein Plan A, geschweige denn ein Plan B erstellt, um unsere Wirtschaft weniger stark abhängig davon zu machen. Ist deiner Meinung nach das extreme Exportgeschäft die einzige Möglichkeit, unserer Wirtschaft zu Wachstum zu verhelfen?