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REVIEW Legendary

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

It never gets old. Ein guter Spruch, der oft passt und Dinge beschreibt, die einem gut gefallen. Er hat nur ein Problem: Er stimmt nicht. Alles, aber auch wirklich alles, wird mal alt. Es ist immer nur eine Frage der Zeit. Selbst ein so beliebtes Genre wie das des FirstPersonShooters kann langweilig werden, wenn man immer wieder und wieder nur dieselbe Standardkost vorgesetzt bekommt. Eines daher vorneweg: Legendary setzt einem alles vor, aber keine Standardkost vor.

Es war einmal…

Legendary erzählt die Story von Pandoras Box. Nicht die von Jim Steinman produzierte Frauenband, nicht die Kiste, die Kratos zu seinem späten Wachstum verholfen hat, sondern die, die in einem Museum vor sich hin fault bis sie ein Dieb namens Charles Deckard auf Geheiß eines bösen Masterminds stehlen soll. Er tut dies, bringt sie unversehrt zu seinem Auftraggeber, kassiert sein Geld und alle sind glücklich… nein, natürlich öffnet der Vollidiot das Ding und lässt dabei im wahrsten Sinne des Wortes die Hölle los. Monster, Werwölfe, Griffons und allerlei Kleingetier erwachsen aus der Box und nehmen das Land auseinander. Außerdem will sein Auftraggeber den guten Deckard auch noch tot sehen. Als ob es da noch drauf ankäme.

Wie viel die Story im Spiel wert ist, kann man an der Tatsache ablesen, dass der einleitende Prolog im Hauptmenü optional anwählbar ist. Will heißen, wer will, kann die Einleitung komplett überspringen und gleich im Museum einsteigen. Der Rest ist auch im Grunde selbsterklärend. Deckard sieht aus wie ein typischer kleiner Halunke aus den 30er Jahren, spricht mal wieder keinen Ton, zieht dafür umso mehr Ärger an. Der Großteil der Geschichte wird nicht in Cutszenes, sondern in Diashows dargestellt, was den ohnehin billigen Charakter der Produktion noch unterstreicht. Klischeehafte Charaktere wie euer weiblicher Begleiter und eine nunmehr freundlich gesonnene Fraktion Söldner leisten ebenfalls keinen Beitrag zu einem wirklich guten Erlebnis.

Ein verwunschener Arm! Wie… lahm

FirstPersonShooter müssen heute etwas Besonders anbieten, damit sie aus der braunen Masse herausragen. So ist beispielsweise Timeshift ein FirstPersonShooter mit einem Zeitmanipulationsfeature. Legendary ist ein FirstPersonShooter mit einem besessenen Arm. Ach ja, als Mr. Deckard die Box öffnet, infiziert sich sein Arm irgendwie. Mit diesem Arm ist er nun in der Lage, Animus, die Energie der Monster, aufzusaugen und für sich zu nutzen. Entweder er heilt sich selbst, lädt EMP Bomben auf oder er beschießt seine Feinde damit. Das ist auch die einzige wirkliche Neuerung, ansonsten geht es mit handelsüblichem Schussgerät wie Pistole, Shotgun und MG auf die Feindschaft los.

Deckard ist ziemlich schnell unterwegs und verfügt zusätzlich noch über eine Sprinttaste, aber ansonsten ist die Steuerung im besten Fall annehmbar, oftmals unter diesem Niveau. Die Controllerbelegung hält sich akribisch an etablierte Standards, linker Stick Charakter, rechter Stick zielen, RT feuern, LT Zielmodus, X nachladen, A springen bzw. das, was das Spiel einem als springen verkaufen will. Während das Zielen deutlich zu hektisch ist, um wirklich präzise Schüsse zuzulassen ist insbesondere die Steuerung beim Laufen unangenehm hakelig. Mehr als einmal hat sich unser Mann an der Szenerie festgerannt und wir mussten durch mehrmaliges Vor und Zurück den Meisterdieb von der Wand befreien. Heilung des Charakters erfolgt durch Gedrückthalten der Y-Taste, was langwierig ist und in heftigen Fights nicht viel bringt. Zumal ihr jede Menge Animus benötigt, um diese Aktion durchzuführen. Nervigste Kontrolloption aber ist die Interaktion mit Gegenständen wie Ventilrädern oder Tastenschlössern. Die einen müsst ihr drehen, die anderen hacken, aber in beiden Fällen stellt ihr euch ungefähr davor und haltet für zehn Sekunden die X-Taste. Diese Herangehensweise ist weder interessant noch anspruchsvoll und erst recht nicht spaßig, vor allem wenn man bedenkt, dass eines von beiden praktisch alle zehn Meter vorkommt.

Verdammt, ein Bordstein! Wir kommen nicht weiter.

Hauptkritikpunkt aber sind die sagenhaft schlechten Designleistungen. Anfangen muss man hier beim Leveldesign, welches einfach nur lachhaft ist. Es gibt immer nur einen einzigen Weg, den ihr bestreiten könnt. Nun wäre das alleine nicht weiter schlimm, wenn das Spiel nicht einen großen, epischen Eindruck erwecken wollte und dabei soweit über die Stränge schlägt, dass es sich im Grunde wieder selbst in den Rücken trifft. Bereits die ersten Spielminuten verdeutlichen dies. Im allgemeinen Chaos auf der Straße werden Böden aufgerissen, Autos und Häuserreste durch die Gegend geschmissen, aber in all dem Chaos bleibt immer eine kleine Lücke, ein kleiner Spalt im Boden, eine schmale Gasse zwischen parkenden Autos oder eine offene Türe übrig, durch die unser Held hindurch kann. Steht ihr mal vor einer vermeintlichen Sackgasse, wird euch in einer kurzen Videosequenz sogleich von den Gegner eine neue Tür geöffnet oder ein Loch in die Wand gehauen oder es fallen Kisten so super-günstig herunter, dass sie gerade so als Leiter fungieren können. Dieses streng lineare, einschränkende und extrem berechenbare Korridorgameplay zieht sich durch das gesamte Spiel. Verstärkt wird dieser Eindruck durch all die Action außerhalb eurer Wege. Denn das kann man dem Game nicht vorwerfen, dass es nicht ordentlich an allen Ecken und Enden krachen würde. Nur, nichts von alledem wirkt irgendwie gefährlich oder real, alles ist offensichtlich nur gescriptetes Showevent, eine billige Theateraufführung mit schlechten Laiendarstellern. Angreifende Monster verfolgen ihre vorberechneten Pfade und können nicht beschossen, Todesanimationen können nicht gestoppt werden. Immer wieder werden im Spiel Angriffswellen auf Grund eures Voranschreitens ausgelöst, billige Tricks sollen den Spieler überraschen, aber alles wirkt sofort berechenbar. In einer Szene wurden wir von einem freundlichen Soldaten empfangen mit den Worten, dass nur er und wir noch leben würden. Wir seien also die Glückspilze. In dieser Sekunde war uns klar, dass sein Tod nur noch Formsache war, was uns nicht klar war, war die Tatsache, dass er gar innerhalb der nächsten fünf Minuten eintreten würde als ihn ein Werwolf nämlich fachmännisch vor unseren Augen zerlegte. Wir haben uns nicht die Mühe gemacht unsere Waffe zu ziehen, war doch dieser Werwolf wieder nur einer der gescripteten Hintergrundgegner, die für den Spieler wie Luft sind. Es ist diese Jahrmarktatmosphäre, die das Game zum Witz werden lässt. Man sitzt in der Geisterbahn und sieht dann das Pappskelett mit dem angeklebten rechten Arm an einem Faden runterbaumeln. So und nicht anders präsentiert sich Legendary zu jedem Zeitpunkt.

Die gesamte Umwelt weist eine extreme Sterilität auf, nichts ist der Zerstörung zugänglich oder gar nur der Interaktion. Dekoleichen könnten ebenso gut aus Stahl und Stein bestehen, Fernseher und Monitore sind unzerstörbar. Man läuft durch tote Pappkulisse. NPCs reagieren auf Beschuss überhaupt nicht, ebenso übrigens wie eure Gegner, zumindest bis zu dem Zeitpunkt, an dem sie sterben. Oftmals reicht eine direkte Shotgunsalve nicht aus, um einen Werwolf am Angriff zu hindern, was in Verbindung mit deren hoher Lebensenergie den Schwierigkeitsgrad des Games deutlich erhöht. Neben den Werwölfen machen vor allem die Geistergegner (die es auch als Werwolfform gibt, nebenbei erwähnt) das Leben schwer, da man hier entweder Animus verschwenden oder warten muss, bis sich die Biester materialisieren. Die Fledermaus-artigen Monster erweisen sich als besonders lästig, da sie kaum zu treffen sind. Noch schöner sind die Tentakel, die einen aus jeder Position heraus treffen können und, sofern man sie nicht sofort abschießt, auch sofort töten. Dass sie einen jedes Mal etliche virtuelle Meter von eurem Standort wegziehen und ihr euch jedes Mal neu orientieren müsst, erhöht den Nervfaktor noch mal. Kurz gesagt, das Game ist bockschwer, jedoch nicht auf die gute Art, die einen fordert, sondern in den meisten Fällen auf die nervige, frustrierende Art, die den Gegnern unfaire Vorteile gibt und den Spieler dieselbe, langweilige Szene wieder und wieder spielen lässt.

Ständig neu erscheinende Gegner machen im Übrigen auch das Finden des richtigen Weges extrem schwer. Zwar gibt es davon immer nur einen, der ist aber nicht immer offensichtlich. An genügend Stellen kommt ihr nicht weiter, obwohl dort eigentlich kein offensichtliches Hindernis zu finden ist. Aber wenige Zentimeter hohe Rohre reichen aus, um Deckard zu einem elend langen Umweg zu zwingen. Faustregel ist: Wenn ihr dort laut Gamedesign nicht rüber solltet, dann könnt ihr es auch nicht. Teilweise ist es nur noch die berühmte unsichtbare Wand, die euch am Weiterkommen hindert. Es ist schon frustrierend zu sehen, wie euer Waffen-schwingender Held nicht in der Lage ist, Hindernisse zu überwinden, die im wahren Leben kaum eure Großmutter aufhalten würden. Sollt ihr mal mit etwas interagieren, sind diese Objekte giftgrün gefärbt, sodass sie sich so vom Schwarz-in-Schwarz des Spiels abheben, dass man sie erkennt, bevor man weiß, dass man im Raum ein Rätsel lösen muss.

Wir können nur billig…

Neben all dem ist die mangelnde Originalität des Titels beinahe schon ein Resignationszugeständnis. Es scheint, als hätte man es nicht mal mehr probiert. Alle Level scheinen direkt aus dem Create-a-FPS Kit für Anfänger zu bestehen, ebenso wie die Aufgaben. Stadt, U-Bahn, Stadt, Abwasserkanal, Stadt, U-Bahn, Stadt, eingestürztes Haus, Stadt, andere Stadt. Beschütze dies, verweile für zehn Minuten hier und kämpfe gegen X Gegner, suche drei Gegenstände! Die Tür geht nicht auf, drücke den Schalter, das Kabel setzt das Wasser unter Strom, schalte den Strom ab! Es ist kaum zum Aushalten. Zumal ein Großteil auch nicht mehr wirklich Sinn macht. Zu Beginn müsst ihr ein, zwei Mal runter in die U-Bahn und wo wäre da der Spaß, wenn man nicht den Zügen ausweichen müsste? Was die Frage aufwirft: Warum fahren die Züge noch, wenn in der Stadt die Hölle ausgebrochen ist und die U-Bahn Tunnel ohnehin alle blockiert sind?

Es kommt nicht auf das Äußere an… aber es gibt Grenzen

Nichts im Spiel jedoch ruiniert jeden Anflug von Spielspaß dabei so wie die Technik. Ohne dabei in die Niederungen einer Grafikhure hinab gleiten zu wollen, die Spielspaß ausschließlich in Bumpmapping und Framerates misst, können wir doch sagen: Boah ’ne, ist das Spiel hässlich. Die Grafik ist ein einziger dunkler Matsch, die benutzte Farbpalette hätte nicht einmal die des Sega MegaDrive ausgeschöpft und das Design sämtlicher Figuren ist ein Witz. Charakteren fehlt es klar an Details in allen Bereichen. Spärliche Animationen und leblose Gesichter lassen alle Figuren wie Schaufensterpuppen wirken. Bis auf wenige Lippenbewegungen bleiben die Gesichter bewegungslos, selbst das Blinken funktioniert zuweilen kaum. Wie bereits erwähnt wird die Geschichte nicht in Form von Cutszenes, sondern hauptsächlich in billigen Standbildern erzählt. Gegner wie die Werwölfe sehen lächerlicher aus als es die Knetfiguren aus japanischen Horrorfilmen der 20er Jahre je taten. Eine unverkennbare Grobkörnigkeit, niedrig aufgelöste Texturen überall und extrem billige, wenn überhaupt vorhandene Effekte wie Licht und Schatten werden von jedem durchschnittlichen PS2 Spiel überboten. Wassereffekte sind praktisch gar nicht vorhanden, das Feuer sieht wenig berauschend aus und selbst die Waffen sind nicht wirklich gut animiert. Ein abgestürzter Helikopter war gar nur zweidimensional dargestellt. Hier hätten nur noch die Pappstandfüße am anderen Ende gefehlt.

Dazu läuft das Ganze auch noch mehr schlecht als recht. Man hat beim Spielen das Gefühl, als würde die Konsole jederzeit den Geist aufgeben. Ob Zwischensequenz oder mitten im Spiel, es ruckelt und stockt in einer Tour. Und nein, unsere Konsole ist tip-top und die DVD war frisch aus dem Presswerk, wir weisen daher jede Schuld von uns. Kommt mal ein bisschen Action auf, verliert sich das Spiel in der viel-zitierten Diashow. Glitches finden sich zuhauf und so wie die Werwölfe teilweise in der Wand landen, muss man fast glauben, dass sie wirklich aus Knete bestünden. Es würde die Atmosphäre kaputt machen, wenn das Spiel jemals welche aufgebaut hätte. Elendig lange Ladezeiten nach einem der häufigen Ableben tragen auch nicht positiv zum Gesamtbild bei. Wenigstens sind die Checkpoints schön weit auseinander, damit man die unfairen Passagen oft genug spielen kann, um sie zu meistern.

Der Sound ist nicht unbedingt besser. Das englische Voiceacting könnte man gerade noch durchgehen lassen und auch mit den Waffensounds kann man noch leben. Musikalisch bietet das Game aber nicht viel außer belanglosem Getrommel, um eine Spannung vorzutäuschen, die nie da ist. Außerdem setzt die Musik seltsamerweise gerade an Stellen aus, an denen man sie gebraucht hätte. So kämpft ihr dann gegen eine Horde Wölfe komplett ohne Begeleitmusik, was äußerst merkwürdig klingt. Allerdings kommt es bei diesem Spiel da auch nicht mehr unbedingt drauf an. Es klingt so wie es aussieht wie es sich spielt.

Fazit: Manche Legenden sollte man nicht weiter erzählen

Man hat ja schon einen starken Magen, was das Shootergenre angeht und im Grunde kann man ja so viel nicht falsch machen. Die Entwickler von Legendary wollten in dieser Beziehung allerdings wohl einen neuen Rekord aufstellen. Dabei ist es nicht einmal die erbarmungswürdige technische Umsetzung, die lieblose Story oder das 08/15 Gunplay, das uns so entsetzt hat. Vielmehr sind es die anscheinend gewollten Entscheidungen der Designer, die uns ungläubig auf den Bildschirm haben starren lassen. In einer Szene sollt ihr einen EMP Generator aufladen, der allerdings von kleinen Monster im Sekundentakt ein Stockwerk tiefer oder höher getragen wird. Verhindern könnt ihr dies nicht, da die Biester immer neu erscheinen und so müsst ihr, während ein riesiger Golem das Gebäude zerschlägt und die kleinen Viecher euch den Bildschirm blutig kratzen dem Generator von Stockwerk zu Stockwerk folgen. Es fällt schwer zu glauben, dass da ernsthaft Menschen an dieser Szene gearbeitet haben und im Glauben waren, dies würde den Spielern Spaß machen. Wenn das der Fall ist, ist es das sicherste Zeichen für eine Fehlbesetzung. Legendary ist ein D-Klasse Produkt und in jeder Beziehung nicht lediglich veraltet, sondern einfach nur schlecht designt, eine billige Jahrmarktattraktion ohne Charme und Qualitäten, eine berechenbare, lineare Fahrt durch Klischees.

Wir wollen ehrlich sein: Wir haben das Spiel nicht durchgespielt, was wir normalerweise als Voraussetzung für einen fairen Test ansehen. Allerdings sind wir auch folgender Meinung: Wenn man in einem Restaurant ein Steak bestellt und die ersten drei Bisse des Steaks nach Hundekot schmecken, dann muss man das Steak nicht aufessen, um sich beschweren zu dürfen.
 
Verdammt, und das Game ist bereits auf dem Weg zu mir...
jetzt kann ich nur noch auf meine Toleranz gegen schlechte Games hoffen, solange das Thema meinen Nerv trifft... dabei hätte mir Turning Point vom gleichen Entwickler eigentlich eine Lehre sein sollen.
 
Frank schrieb:
Verdammt, und das Game ist bereits auf dem Weg zu mir...
jetzt kann ich nur noch auf meine Toleranz gegen schlechte Games hoffen, solange das Thema meinen Nerv trifft... dabei hätte mir Turning Point vom gleichen Entwickler eigentlich eine Lehre sein sollen.

Hoffe bist gegen frustige Stellen resistent :P
 
ich hab immerhin auch Vampire Rain durchgezockt :deal:
eines der wohl frustigsten Spiele ever ....

@Zhadow: Frag lieber nicht, ich weiß keine Antwort ;) dabei liegen hier noch Fallout 3, Far Cry 2 und Dead Space eingepackt rum ....
 
ach lasst mich doch :-P

ich hab auch mit "Gurken" wie Vampire Rain meinen Spaß, ich schaff mir da meine eigenen Hypes ;)
@Bart: Du kaufst dir auch jedes Spiel selbst, oder?
 
Frank schrieb:
ach lasst mich doch :-P

ich hab auch mit "Gurken" wie Vampire Rain meinen Spaß, ich schaff mir da meine eigenen Hypes ;)

Genau, sooooooooo schlecht wie bart tut ist es auch nicht, man kann es schon zocken so ist es nicht. Wobei ich gerade auch sehr großen Frust schieben und nicht weiter komme. Dabei dachte ich es wäre der Endgegner :heul:

Mach dir selber ein Bild, jedoch gekauft hätte ich das Spiel auch nicht, so bin ich froh es nur geliehen zu haben.
 
Leider leider gibt es für mich keine Möglichkeit Spiele auszuleihen. Die letzte Videothek ist mittlerweile pleite, aber die hatten eh nur PS2 und PSone Spiele...

nach den ersten 2 Leveln (Museum und U-Bahn) finde ich das Spiel bisher allerdings nicht schlecht. Klar ist alles strunzlinear und gescriptet, aber das wußte ich bereits vorher. Gerade als Abwechslung zu den vielen Open World Spielen ist so altmodisches Design hin und wieder ganz nett, gerade da hier am Anfang wirklich überall was passiert.
Grafisch find ichs auch ok, zwar nicht sehr detailiert aber die Action passt.

Das Spiel strahlt einfach eine trashige Atmosphäre aus, ich hoffe mal das Tempo wird einigermaßen gehalten.
 
So, ich hab mittlerweile 5 von 8 Kapiteln durch und der Spruch "It never gets old" hat bei mir volle Gültigkeit. Mir macht die gescriptete Achterbahnfahrt durch Legendary Riesen Laune, das allgemeine Spielgefühl stimmt.
Die Waffen kommen wuchtig rüber, die Steuerung ist griffig und durch den ständigen Wechsel der Gegner von Kreaturen zu Soldaten stellt sich ein angenehmer Fern- Nahkampffluß ein.
Sehr Old school muten auch die Engegner an, mehr als Ausweichen und draufballern wurde bisher nicht gefordert, nett inszeniert wurden die Begegnungen aber allemal.
Auch dass der Held sich nicht automatisch regeneriert ist in heutigen Shootern fast schon ein Novum, man ist auf die Energie besiegter Kreaturen angewiesen.

Die Technik ist sicherlich keine neue Referenz, aber durchaus in Ordnung. Die Kreaturen sind ordentlich animiert, das Feuer sieht nett aus und die Lichteffekte (beim Sonnenuntergang zwischen den Hochhäusern, das Schloß im Morgengrauen) sehen stellenweise sogar fantastisch aus.
Das angesprochene Ruckeln hab ich im Spiel zu keinen Moment bemerkt, lediglich an Speicherpunkten stockt das Spiel kurz (ähnlich Halo). Lediglich die (langweiligen) Zwischensequenzen laufen nicht ganz sauber, wohl weil sie Ladezeiten überdecken sollen. Die Story ist hanebüchen, passt aber gut zum Flair des Spiels. Ebenso die dargebotene Gewalt, die stellenweise sehr comichaft rüberkommt.

Nach dem desaströsen Turning Point haben sich die Entwickler zumindest bei mir rehabilitiert, man muß sich halt klar sein dass Legendary im Prinzip ein rückständiger, komplett durchgescripteter Korrdiorshooter ist in dem der waffenstarrende Held nicht in der Lage ist eine 10cm hohe Mauer zu überwinden wenn es nicht vorgesehen ist.
Aber ähnlich wie Turok schein das Spiel nur ich wirklich zu mögen :D

Mal sehen was sich in den letzten 3 Kapiteln noch tut, sollte sich noch jemand für das Spiel interessieren kann ich dann ja ein Fazit schreiben ;)
 
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