Das mit dem Wissen bzw Nichtwissen finde ich auch immer wieder erschreckend.
Meine Nachbarin fragte mich letztens, wo ich denn als Veganerin mein Protein herbekomme... Als ich ihr gezeigt hab, wo überall wieviel drin steckt, sagte sie nur, sie sei eben aus einer Fleischfresserfamilie. Das wäre ja "okay", wäre sie 12. Allerdings ist sie 40.
Und das zieht sich doch wie ein roter Faden durch alle Bereiche der Ernährung. Nach vielen Gesprächen darüber würde ich mal folgende Zahlen beispielhaft als Schätzung raushauen:
- 80% halten Fruchtzucker für wesentlich gesünder bzw. unbedenklicher als Industriezucker
- 90% kennen nicht die Wichtigkeit des O6/O3-Verhältnisses
- 50% der Veganer halten hochverarbeitete vegane Lebensmittel für gesünder als andere Lebensmittel
- 80% kennen nicht ihre individuell benötigte Proteinzufuhr
- 70% halten Milch für gesund
- 60% denken, dass Fleisch als Nahrungsquelle unverzichtbare Nährstoffe bereithält, und nur Fleisch
- 95% wissen nicht, wieviel Salz sie täglich konsumieren
- 80% denken, dass TK-Gemüse weniger Nährstoffe als vermeintlich frisches Gemüse hat
- 70% kennen nicht den Unterschied zwischen Mikro- und Makronährstoffen
- 90% essen bzw. snacken mehr als 3mal am Tag
- 50% wissen nicht, was man unter hochverarbeiteten Lebenmitteln versteht
Wie gesagt, alles nur Schätzungen abgeleitet aus vielen Gesprächen, aber wahrscheinlich gar nicht so weit von der Realität entfernt und m. E. alarmierend durch die stetig sinkende Nahrungsqualität.