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KT-WM News schrieb:Rocketracer: Die Zeit des Versteckspiels ist vorbei
Wenige Minuten vor dem Start zeigt sich Rocketracer zuversichtlich, dass das Mercedes AMG F1-Team einen guten Saisonstart hinlegen kann: "Wir haben in den vergangenen Tagen hart gearbeitet, um heute hoffentlich die Früchte zu ernten. Mutzi und ich wollen den Fans ein gutes Rennen zeigen."
Doch von einem Sieg möchte er nicht reden: "Die Zeit des Versteckspiels ist nun vorbei, jetzt müssen wir alle die Hosen runterlassen. Es kann so viel passieren, man kann nicht auf alles vorbereitet sein. Uns erwartet eine starke Konkurrenz, wir müssen unser Potenzial zu 100% abrufen."
"Shake Hands" zum Saisonstart
Kurz vor Beginn des Qualifikationstrainings gab es ein "Shake Hands" für die Fotografen: Barry the Scary, Weltmeister der Saison 2011 und Rocketracer, Weltmeister der Saison 2010, zeigten sich gemeinsam gut gelaunt im Fahrerlager.
Ob am Ende einer der beiden wieder den WM-Pokal in den Händen halten wird, wissen wir noch nicht. Fest steht: Die Konkurrenz ist größer denn je.
KTMN: Guten Morgen Wil, wie fühlen Sie sich nach dem ersten WM-Lauf?
Wil: Ganz o.k. Zum einen sind die eingefahrenen Punkte (Anm. Red.: P5) natürlich ein gelungener Karrierestart, andererseits bin ich halt ein Racer und trauere schon auch etwas der vergebenen Chance auf mehr nach.
KTMN: Es wäre mehr drin gewesen?
Wil: Ich habe gleich in den ersten Runden zwei Durchfahrtsstrafen kassiert - weshalb ist mir nicht klar, wir müssen diesbezüglich mit den Stewards Rücksprache halten und sehen, was wir in den kommenden Rennen besser machen können. Das war aber schon ein frustrierender Start. Nach den beiden Durchfahrtsstrafen war ich auf P12 oder 13 und musste mich von ganz hinten durchs Feld kämpfen. Gerade weil die restlichen gut 25 Runden eigentlich ohne weitere Zwischenfälle verlaufen waren, bleibt der fahle Beigeschmack, was ohne die Strafen möglich gewesen wäre…
KTMN: Allenfalls auch der Sieg?
Wil: Das glaube ich nicht. Ich war zwar insbesondere im letzten Drittel des Rennens mit meinen Zeiten absolut konkurrenzfähig mir der Spitze, allerdings war ich nach den ersten Runden so weit im Hintertreffen, dass an ein Aufholen nicht mehr zu denken war. Ganz mit der Spitze hätte ich wahrscheinlich auch nicht mithalten können.
KTMN: Ein paar Worte zur Qualifikation?
Wil: Die lief leider eher schlecht als recht… Ich bin erst sehr spät an der Strecke angekommen und mehr oder minder unvorbereitet ins Auto gesessen. Entsprechend bin ich nur schwer auf Touren gekommen und habe keine wirklich schnelle saubere Runde hingekriegt - P4 war dann aber in Anbetracht der Vorbereitung durchaus o.k.
Den Start habe ich leider wiederum vermasselt - da muss ich mich unbedingt steigern.
KTMN: Es gab noch zwei ganz brenzlige Situationen mit den beiden Sauber beim Überrunden, was sagen Sie dazu?
Wil: Also die erste Szene mit Pilpop war unglaublich haarig. Wir waren uns wohl uneinig, wo die Ideallinie auf diesem Streckenabschnitt liegt - jedenfalls bin ich mit einem Riesenüberschuss an Geschwindigkeit angekommen, Pilpop wollte auch sauber Platz machen, leider auf der Innenseite, wo ich eigentlich auch durch wollte… Das letzte bisschen Rasen hat mir dann zum Glück gereicht, ansonsten hätte es einen fürchterlichen Auffahrunfall gegeben - ich gehe davon aus, dass dies das Ende des Rennens für mich gewesen wäre. Adrenalin pur, es war wie Einparken zwischen zwei Autos mit 300 km/h… Es war halt ein Missverständnis - kann passieren.
KTMN: Und die zweite Szene?
Wil: Ich kam nahe an I am iPhone (Anm. Red.: P4) heran, war zu diesem Zeitpunkt schneller und hatte noch einige Runden Zeit für einen Angriff. Leider wurde ich dann bei einem Überrundungsmanöver gegen die Streckenbegrenzung gedrückt und habe mich gedreht - zum Glück blieb das Auto heile, doch leider habe ich gut 10 Sekunden verloren und das war es dann mit P4.
KTMN: Sauer wegen diesen Manövern?
Wil: Sicherlich nicht: Wenn jemand Platz machen will, man sich aber schlicht falsch versteht, so ist das zwar ärgerlich, gehört aber halt auch dazu. Aber ich denke, wir werden klare Regeln festlegen müssen. Die Fahrer dürfen nicht zu stark in die Eisen gehen beim Überrunden. Wenn man mit einem Tempoüberschuss von ü100 km/h auf ein Überrundungsfahrzeug zufährt, hat man schlicht keine Möglichkeit mehr auf dessen letzte Lenkbewegungen zu reagieren. Andererseits müssen die schnelleren Piloten sicherlich auch genügend Geduld an den Tag legen und vielleicht auch die eine oder andere Kurve zurückstecken.
KTMN: Nach dem Testrennen wurde Lotus von einigen bereits in die Favoritenrolle gedrängt - folglich ein enttäuschendes Resultat (Anm. Red.: P5 und 7) in Melbourne?
Wil: Wie bereits angedeutet waren beim Test weder alle Teams gut vorbereitet noch das gesamte Fahrerfeld anwesend. Entsprechend habe ich uns nie in einer Favoritenrolle gesehen. Natürlich hat das Testrennen Erwartungen geschürt… Ich gehe davon aus, dass wir in den kommenden Rennen um Podestplätze kämpfen können. Das wäre unter optimalen Bedingungen auch gestern möglich gewesen.
KTMN: Wie geht's nun weiter?
Wil: SinCara und ich haben sicherlich noch einige Pfeile im Köcher und werden in Spa hoffentlich ein Wörtchen um die Podiumsplätze mitreden - dies allerdings nur, wenn die Stewards mitspielen.
KTMN: Danke für das Gespräch!
Rocketracer: "Wir hatten nicht das schnellste Auto"
Rocketracer zeigt sich erleichtert über den Auftaktsieg, spricht über die Performance von Mercedes AMG F1 und über seine Kontrahenten.
I: "Rocketracer, herzlichen Glückwunsch zum Sieg in Australien!"
R: "Danke. Ein wirklich toller Grand Prix geht zu Ende. Lange Zeit war nicht klar, wo wir stehen werden. Dass es ein Sieg wird, damit hat keiner bei uns im Team gerechnet."
I: "Sprechen wir zunächst über das Qualifying, da ging es ja bereits sehr eng zu."
R: "Wir hatten uns vorab unsere Strategie zurecht gelegt. Ich fuhr zunächst einige Runden auf dem harten Reifensatz, der bei den Bedingungen erstaunlich gut funktionierte. Wir konnten uns sukzessive steigern und lagen einige Zehntel unterhalb unserer Zielzeit. Das reichte zunächst für Platz 2. Nun war geplant, dass wir einen finalen Run auf den weichen Reifen fahren, um die Bestzeit anzugreifen. Allerdings gab uns die gute Platzierung kurzzeitig taktische Möglichkeiten, die dann aber schnell verworfen wurden..."
I: "Warum?"
R: "Nun, ein zweiter Versuch auf einem neuen harten Reifensatz wäre denkbar gewesen. Aber kuhbesamer (Red Bull Racing, Anm. der Redaktion) markierte in allen Sektoren Bestzeiten, sodass wir doch wieder zum ursprünglichen Plan zurückkehrten."
I: "Beschreiben Sie Ihre finale Qualirunde."
R: "Das Auto lief ordentlich, ich konnte in den ersten beiden Sektoren Bestzeiten setzen. Im letzten Sektor haben wir mit unserer Abstimmung unerklärlicherweise einige Probleme, das konnten wir schon im Training sehen. Trotzdem hatte ich ein gutes Gefühl und als ich über die Ziellinie fuhr, sah ich dann, dass ich 91 Tausendstel schneller war als kuhbesamer. Unglaublich knapp, ich war einfach nur froh!"
I: "Eine optimale Ausgangssituation für das Rennen, die sie fast weggeworfen hätten..."
R: "Ja, mein Start war nicht gut. Das müssen wir uns anschauen. kuhbesamer war quasi neben mir, aber er zog zurück, um eine mögliche Kollision zu verhindern. Das war etwas glücklich für mich, da er durchaus eine Chance auf die Führung gehabt hätte."
I: "In den Folgerunden schenkten Sie sich mit i am a iphone (Red Bull Racing, Anm. der Redaktion) nichts."
R: "Er war sehr gut unterwegs, meist konnte er ein paar Zehntel auf mich gutmachen. Aber mein Vorsprung war relativ groß, außerdem schien er seine Zeiten nicht ganz so konstant fahren zu können wie wir, sodass die Führung im ersten Stint nicht in Gefahr war."
I: "Nach dem Boxenstopp in Runde 12/13 wurde es dann aber richtig eng..."
R: "Ja, i am i phone holte gut auf, mein Vorsprung war deutlich kleiner als im ersten Stint. Dann stand eine Überrundung von pil (Sauber, Anm. der Redaktion) an. Ich ließ Vorsicht walten und wartete auf eine gute Gelegenheit. Dies brachte i am a i phone an mich heran und er wagte ein Überholmanöver vor der Ascari-Kurve. Da war alles sauber, doch er schoss zugleich an pil vorbei und drängte diesen von der Strecke. Das war dann zuviel des Guten, da muss man sich auch nicht über eine Strafe beschweren."
I: "Diese hat er dann ja auch in Form einer Durchfahrtsstrafe erhalten. Allerdings hörten wir, dass er davon ausging, dass Sie ihn berührten und so die Kollision auslösten."
R: "Ja, das stand zur Diskussion. Allerdings war ich ein Stück weit hinter pil und i am a iphone, sodass ich ihn nicht abgeschossen habe. Für mich sah es so aus, als hätte er zu spät gebremst oder die Räder blockierten. Fest steht, dass er so keine Überrundung angehen kann."
I: "Nach diesem Aufreger ging das Rennen dann sehr ruhig zu Ende. Wie lautet also Ihr Fazit?"
R: "Wir haben 25 wichtige Punkte in Australien mitgenommen, das steht definitiv fest. Allerdings haben wir gesehen, dass es im Qualifying sehr eng zuging und wir im Rennen nicht das schnellste Auto hatten. Beide Red Bull waren schneller, das kann man deutlich erkennen. Wir müssen verstehen, warum das so ist, damit wir uns steigern können."
I: "Ein Wort zu ihrem Teamkollegen?"
R: "Er hat einen guten 6. Platz eingefahren. Wir konnten nach dem Rennen nur kurz sprechen, er hatte glaube ich ein wenig Pech im ersten Renndrittel. Danach konnte er durch konstante Rundenzeiten ein gutes Ergebnis einfahren. Im Testrennen war er respektabler Fünfter, nun war er mich mehr Startern Sechster. Das ist ein Resultat, auf dem sich sicherlich aufbauen lässt. Es sind wichtige Punkte für die Konstrukteurs-WM, durch die wir nun das Klassment anführen."
I: "Wenn Sie sich das Podium anschauen, kann man dann sagen, Erfahrung setzt sich durch?"
R: "Nunja, kuhbesamer hat sicherlich für die Überraschung des Wochenendes gesorgt. Er ist die schnellste Rennrunde gefahren, war im Quali und im Rennen sehr stark. Er fährt sein erstes Rennen in der KT-WM und ist unglaublich schnell. Ihn muss man im Auge behalten. Ich bin mir sicher, dass er noch das ein oder andere Erfolgserlebnis in 2012 verbuchen kann. Barry the Scary (Scuderia Ferrari, Anm. der Redaktion) hat gezeigt, dass mit ihm in 2012 zu rechnen ist. Das war auch nicht anders zu erwarten, er ist einer der Favoriten auf den Titel 2012."
I: "In zwei Wochen geht es nach Spa, was erwarten Sie dort?"
R: "Regen (lacht). In Australien sind wir davon ja zum Glück verschont geblieben. Spa ist eine komplett andere Strecke, sie sollte unserem Boliden liegen. Wir werden hart arbeiten, um auch dort vorne mitfahren zu können. Leicht wird es sicherlich nicht."


Bodo Boxenstop für KT-WM-Fanzine schrieb:Peter Sauber im Gespräch nach dem Australien Grand Prix
BB : Peter Sauber, einer ihrer Fahrer - extraleben - wollte nach dem Grand Prix keinerlei Stellungnahme zum Renngeschehen abgeben. Warum ?
PS: extra weiß ganz einfach wann er zu schweigen hat.
BB : Aber was sind die Gründe ?
PS : Nunja, schon nach den ersten Kurven war klar daß der Kampf um die WM-Titel entfacht war. Wir wollen einfach nur mitfahren und Erfahrung sammeln. Nach der ersten Kurve lag extraleben auf dem fünften Platz, als er den ersten Abschuß samt Dreher hinnehmen mußte. Das gleiche ist ihm dann kurz darauf widerfahren, auf Platz 8 liegend wurde er erneut abgeschossen und drehte sich. Das war nicht sehr motivierend für ihn, verständlich. Natürlich hätte er niemals seine Position ernsthaft verteidigen können, aber etwas mehr Respekt hätte er verdient gehabt.
BB : Soll das heißen seine Abschüsse wurden willentlich in Kauf genommen ?
PS : Nein, ganz bestimmt nicht. Und das weiß er auch. Im Auftaktrennen kann es ganz einfach zu unschönen Fehlern kommen. Ich habe nach dem Rennen ein gutes Gespräch mit extraleben führen können, er ist keinem böse, aber es war ihm ein Bedürfnis diese Dinge zur Aussprache zu bringen.
BB : Bei den Überrundungen hatte er teilweise Probleme ..
PS : Das ist ein Punkt an dem er arbeiten wird und muß. Für ihn ist es noch schwer sich auf mehrere Dinge die auf der Strecke passieren gleichzeitig zu konzentrieren.
Eine bessere Absprache mit den Überrundern sowie ein besseres Fahrverhalten in diesen Situationen tut Not und er wird das im nächsten Rennen viel besser machen. Eine erneute Strafe wegen Misachtung der blauen Flagge, einen Verbremser samt Ausflug nach einer Überrundung wegen Konzentrationsschwäche sowie generelle Misverständnisse mit potentiellen Überrundern will und wird er in Zukunft abstellen.
BB : Das heißt auch daß ihr Team nicht mit den anderen Teams wirklich mithalten kann, dem Speed und der fahrerischen Klasse der anderen nicht gewachsen ist ..
PS : Absolut. Bei unseren Fahrern steht der Spaß am Fahren eindeutig im Vordergrund. Dabeisein ist ihnen alles, wobei sie auch gute Platzierungen erreichen wollen wenn möglich. Und faire Rennen erleben wollen.
BB : Peter Sauber, vielen Dank !!



Mutzi schrieb:Bei dir können wir bald 10 Poles und 10 Siege feiern
Man, kannst mir nicht einen Sieg schenken?


Mutzi schrieb:Nix free racing. Let Mutzi pass!
Mutzi schrieb:WM-Chancen lol. Wenn ich nachts träume vielleicht.![]()
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