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VOTE Könnte ein Land wie Deutschland wieder in eine Autokratie/Diktatur verfallen?

Könnte ein Land wie Deutschland wieder in eine Autokratie/Diktatur verfallen?


  • Umfrageteilnehmer
    60

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Ich wäre für ein MWSt Erhöhung auf Produkte von BMW und Sony. ;)
Wie wer bestimmt sowas? Ihr macht gerade so als gäb es nicht eh schon verschiedene Steuersätze? Und Hartz Leistungen für Güter die man benötigt?

Du willst fast die komplette Palette unseres Konsumentenverhaltens mit verschiedenen Steuersätzen belegen, in Abhängigkeit zu bestimmten Grenzwerten.
Das muss reguliert werden. Das muss an die Reallöhne angepasst werden. Und es gibt so ein Model bis dato nicht. Das wäre der bürokratische Wahnsinn. Und die wenigen deutschen Marken freuen sich das die MWSt auf ihr Produkt höher ist zum China Import... Besonders die Autoindustrie würde das sowas von beklatschen...

Und das soll ma eben einfach umzusetzen sein..?
 
danke, dass ihr schon so viel zu dem Thema geschrieben habt. Muss ich mich nicht mehr bemühen.
Genau das meinte ich mit den Komplexitäten, auch wenn Gerri mal wieder munter weiterargumentiert, obwohl ihm eigentlich klar gemacht sein sollte, wo seine Schwachstellen in den vermeintlich so simplen Ideen liegen.

Allein bei diesem Konzept Luxus-MwSt stellen sich mir alle Haare auf. Fängt bei sozialer Gerechtigkeit an (Niedrigverdiener haben so NOCH weniger Chancen, sich mal ein bisschen Luxus zu leisten) und hört beim nicht zu bewältigenden bürokratischen Aufwand auf, da irgendwelche Grenzen über tausende Produktgruppen in einer freien Marktwirtschaft mit sich ständig bewegenden Preisen und Inflation bestimmen zu wollen. Das würde so viele Steuergelder in der Verwaltung kosten, dass es ein ökonomischer Totalalbtraum wäre.
 
Die ganze Idee ist in der Praxis nicht umsetzbar.

Das Einkommen müsste ja auch berücksichtigt werden. Gibt ja keinen Grund, warum ein Millionär die vergünstigten Steuersätze auch in Anspruch nehmen könnte. Und wer käme dann in den Genuss? Nur Hartz'ler? Oder bis Einkommen X? Und der, der 10€ im Monat über dem Freibetrag liegt, muss für alles mehr MwSt. bezahlen und hat somit effektiv weniger in der Tasche?

Irgendwann wird sicher auch wieder die MwSt. erhöht, aber dann so wie jetzt.
 
die MwSt-erhöhung soll also mehr geld bringen, wir sind uns aber einig, dass das dem konsum schadet? dann ergibt sie ja noch weniger sinn

Sie soll nicht mehr Geld bringen sondern das vorhandene Geld gerechter verteilen, davon ab hab ich nicht gesagt, das sie dem Konsum schadet (wenn dann nur als Kurzzeiteffekt) sondern das sie ihn nicht antreibt, wie @Zimtzicke gesagt hat.
 
das ist deine meinung, die ist ja auch in ordnung. ich lehne ja auch die bürgerversicherung nicht grundsätzlich ab, ich will nur wissen, warum sie besser ist. mit dem finger auf privat-versicherte zu zeigen und die als die "bösen" hinzustellen erklärt das aber nicht. ich habe versucht, dir darzustellen, warum sie das nicht sind, warum sie manchmal keine wahl haben und wie sich so eine versicherung verhält.

zieh doch den vergleich zu bananrepubliken. warum sind denn dort so viele beamte korrupt? könnte das an schlechter bezahlung und dadurch auch mangelnder absicherung liegen? natürlich ist ein jobverlust scheiße und das risiko ins gefängnis zu gehen auch. aber das ist doch ein viel weiterer schritt als der gedanke "ich hab das nicht nötig".

Das mit der Wahl hätte sich ja eh erledigt, wenn alle eine Versicherung hätten.

Ich finde den Vergleich mit Bananrpubliken nicht gut, als ob ein Beamter hier unbestechlicher wäre, weil er 2000€ verdient... Dann wäre Fifa Funktionäre ja frei von Korruption.... das hat eher was mit Mentalität etc. zu tun.
Auf jeden Fall bezweifle ich, das ein Beamter bestechlicher oder weniger bestechlich ist weil er etwas für die Rente zahlen muss....


was hat das denn jetzt damit zu tun? wir reden hier von 2-3 verschiedene steuersätze auf das gleiche produkt abhängig vom preis.... der sich verändern kann durch rabattaktionen, geschäftsaufgabe, 2te wahl, etc.

nochmal: der aufwand dafür ist immens, offenbar ist dir das nicht bewusst, deshalb habe ich mal versucht darzustellen, was da überhaupt auf den händler und den staat(!) zukommt. das kannst du doch nicht einfach wegwischen mit dem kommentar wir könnten auch pakete quer durch deutschland schicken. das was du dir wünschst kostet geld welches irgendjemand bezahlen muss und das bei einem zweifelhaften nutzen und absolut undurchschaubaren bürokratischen aufwand. wir haben jetzt schon ein extrem, wirklich EXTREM komplexes steuerrecht, da willst du ernsthaft so etwas draufsetteln? wenn du gelder einsparen willst, muss du bürokratie senken und nicht erhöhen.

Das hast du falsch verstanden, ich würde erstmal alles was aktuell mit 19% besteuert wird, zu Luxusgütern machen und dann wenige Ausnahmen festlegen.
 
danke, dass ihr schon so viel zu dem Thema geschrieben habt. Muss ich mich nicht mehr bemühen.
Genau das meinte ich mit den Komplexitäten, auch wenn Gerri mal wieder munter weiterargumentiert, obwohl ihm eigentlich klar gemacht sein sollte, wo seine Schwachstellen in den vermeintlich so simplen Ideen liegen.

Allein bei diesem Konzept Luxus-MwSt stellen sich mir alle Haare auf. Fängt bei sozialer Gerechtigkeit an (Niedrigverdiener haben so NOCH weniger Chancen, sich mal ein bisschen Luxus zu leisten) und hört beim nicht zu bewältigenden bürokratischen Aufwand auf, da irgendwelche Grenzen über tausende Produktgruppen in einer freien Marktwirtschaft mit sich ständig bewegenden Preisen und Inflation bestimmen zu wollen. Das würde so viele Steuergelder in der Verwaltung kosten, dass es ein ökonomischer Totalalbtraum wäre.

wer kommt denn hier mit tausenden Produktgruppen? Davon hat doch niemand geredet....

Oder um es leichter zu machen, den MWst Satz erhöhen und genau wie bei Aufstockungen eine Art Gutscheine zu vergeben bei gewissen Artikeln. So werden ärmere Menschen unterstützt bei wichtigen Grundgütern.

Es gibt doch fast keine gerechtere Steuer als die Mwst, also warum nicht die Mwst rauf und dafür andere Steuern runter.
 
Zuletzt bearbeitet:
wer kommt denn hier mit tausenden Produktgruppen? Davon hat doch niemand geredet....
na du:
Das hast du falsch verstanden, ich würde erstmal alles was aktuell mit 19% besteuert wird, zu Luxusgütern machen und dann wenige Ausnahmen festlegen.
genaugenommen willst du sogar nach artikeln sortieren.

Oder um es leichter zu machen, den MWst Satz erhöhen und genau wie bei Aufstockungen eine Art Gutscheine zu vergeben bei gewissen Artikeln. So werden ärmere Menschen unterstützt bei wichtigen Grundgütern.

Es gibt doch fast keine gerechtere Steuer als die Mwst, also warum nicht die Mwst rauf und dafür andere Steuern runter.
ich glaube dein porblem bei der sache ist, dass du den aufwand dahinter unglaublich unterschätzt. bis das überhaupt ausgearbeitet ist sind zum einen jahre ins land gegangen und dutzende millionen euros verbrannt. dann ist es nichtmal gerecht (wie @el_barto ja auch schon beschrieben hat) und es ist ein bürokratischer albtraum für jeden händler. das ja jetzt schon nervig, wenn man trennen muss zwischen 19% und 7%. wenn es dinge wie kaffee bei mcdonalds gibt der im geschäft 7% steuern hat und 2go 19%.
 
siehe Post über dir. und der Anzahl der Bedarfsgüter ist sehr gering. Da muss man nix jahrelang ausarbeiten.

Aber da es eh nicht kommen wird, brauchen wir ja auch nicht alles haarklein auszuführen, mir gefällt die Idee, euch nicht.
 
Sie soll nicht mehr Geld bringen sondern das vorhandene Geld gerechter verteilen, davon ab hab ich nicht gesagt, das sie dem Konsum schadet (wenn dann nur als Kurzzeiteffekt) sondern das sie ihn nicht antreibt, wie @Zimtzicke gesagt hat.

Du hast mich falsch verstanden. Meiner Meinung nach kurbelt die MwSt.-Erhöhung den Konsum nicht an, sie schadet ihm erstmal. Dadurch wird weniger gekauft, es gehen erstmal Steuereinnahmen flöten.

Davon abgesehen wäre es gerade für ärmere Menschen unsozial, IMO. Du glaubst garnicht, was man alles kauft mit normalen 19%. Auch Hartz'ler gehen ja nicht nur in den Netto ihre Nudeln kaufen und das war's.
 
Die Umsatzsteueridee halte ich für schlichtweg auch nicht durchführbar. Gibt ja das berühmte Beispiel mit dem Kaffee to go. 4-5 verschiedene Varianten je nach Milchanteil etc. wirken sich da auf den Steuersatz aus. Kann man schon kaum noch nachvollziehen.
Eine betragsmäßige Umsatzsteuer würde sicherlich auch gegen EU Recht verstoßen, da die UST ja weitgehend harmonisiert ist. Da kann Deutschland nicht einfach machen wie es will. Und wie schon angesprochen, rein praktisch ist das kaum vorstellbar. Da zunächst eine Kommision jedes Jahr über die Beträge beratschlagen müsste. Für gefühlt 1000e Güter. Und selbst wenn es am Ende irgendwie mach- und durchführbar wäre, sehe ich es auch so, dass man dadurch die Hürde für Niedrigverdiener nochmal größer macht sich etwas zu gönnen. Wirklich sozial ist das nun nicht. Natürlich ist es für einen Reichen jetzt kein Thema ob er für ne PS4 30 Euro mehr Steuer bezahlt, aber für einen Niedrigverdiener ist das wieder ne Menge Geld.

Auch das Beispiel mit den Beamten beißt sich doch. Natürlich haben die jetzt einen Anreiz sich nichts zu Schulden kommen zu lassen. Denn im schlimmsten Fall verlieren sie von jetzt auf gleich ihren kompletten Pensionsanspruch und damit die komplette Altersversorgung. Das ist schon ein heftiger Schlag. Wenn sie selbst Rentenbeiträge zahlen müssten, hätten sie trotz Amtsenthebung Anspruch auf die verdiente Rente. Denn sie haben selbst Beiträge hierfür gezahlt und damit bin ich mir extrem sicher, dass eine komplette Versagung der Rente nicht mit dem Grundgesetz einhergeht. Würde also spätestens gerichtlich gekippt werden.

Und Bürgerversicherung ist sicher ne Sache über die nachzudenken ist. Nur ist es eben auch nicht so dass nur die gut verdienende in den Privaten sind. Im Gegenteil, gerade die ganzen "kleinen" Selbständigen mit ihren Handyläden und co in denen sie vom Verdienst gerade über die Runden kommen, können sich überhaupt nur dank der Privaten eine Krankenversicherung leisten. Da es da eben Tarife für 150 Euro im Monat gibt. Die gesetzlichen Mindestbeiträge können die sich überhaupt nicht leisten. Aber bei dem Thema Bürgerversicherung sehe ich schon wirklich eher nen Punkt. Geht dann aber ja wieder in die Richtung soziale Grundabsicherung und diejenigen die Geld haben, können sich halt mit Zusatzversicherungen etwas besseres leisten. Über die Gerechtigkeit kann man sich dann aber dennoch streiten. Da bist du der auf 40.000 Euro im Jahr schon 3000 Euro Arbeitnehmeranteil zur Krankenversicherung bezahlst. Und da ist Erdogan, der Halbtagsarbeiter der 18.000 Euro im Jahr verdient und für rund 1300 Euro im Jahr seine 6 köpfige Familie krankenversichert bekommt. Im Übrigen subventioniert die private KV eben auch das Gesundheitssystem. Der Allgemeinarzt der dank privater Versicherter ein höheren Umsatz erzielt, kann damit den Minderverdienst an gesetzlich versicherten auffangen und denen so eben auch ne ordentliche Leistung zu kommen lassen. Wie hoch ist die Kopfpauschale die ein Arzt je Quartal je gesetzlich versichertem maximal abrechnen kann? Ich glaub 80 Euro. Ja prima, damit verdient man richtig Geld. In Zeiten wo ein Rechtsanwalt als ebenfalls studierter 150 Euro die Stunde abrechnet.
 
Ich sag nur Steuererklärung auf dem Bierdeckel. :ugly:

Um zurück zum Thema zu kommen: Ich glaube, dass bei bestimmten Voraussetzungen innerhalb einer Bevölkerung leider immer so ein Wandel möglich ist.
Die Geschichte hat gezeigt, dass bei wachsender Unzufriedenheit eine grundsätzliche Bereitschaft für Veränderungen, auch systemischer Natur, vorhanden ist und wächst. Je nachdem wer am glaubhaftesten eine Verbesserung verspricht oder in Aussicht stellt wird zunehmend die Unterstützung der Bevölkerung erhalten. Dabei muss es nicht unbedingt die absolute Mehrheit sein um ein System aus den Fugen zu heben (die NSDAP hatte vor der Alleinherrschaft Hitlers nie die absolute Mehrheit).
Zum Glück halte ich unsere Verfassung für sehr stark und unsere Demokratie für wehrhaft. So hoffe ich, dass wir uns wirkungsvoll gegen eine Autokratie/Diktatur wehren können. Der Weimarer Republik hat letztendlich die eigene Verfassung das Genick gebrochen (Artikel 25 + 48).
 
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