Microsoft Kinect "Wir erzeugen keine künstliche Knappheit"
In den letzten Tagen und Wochen gab es verschiedene Meldungen darüber, wie häufig sich – basierend auf verschiedenen Quellen – die neue Ganzkörper-Bewegungssteuerung aus dem Hause Microsoft, Kinect mit Namen, weltweit seit Release verkauft haben soll. Im November 2010 eingeführt, soll der Sensor inkl. Kinect Adventure bisher rund 2,5 Mio. Mal an den Mann bzw. die Frau gebracht worden sein. Überdies gab u.a. auch der Redmonder Konzern bekannt, dass man mit nachhaltigen Lieferschwierigkeiten kämpfe und es so dazu kommen könne, dass es in einen Regionen schwer sein wäre, Kinect käuflich zu erstehen. Reines Marketing wurde schlussfolgernd von kritischen Stimmen behauptet. Mehr noch, da man diese Aussage als Basis nahm und erklärte, dass Microsoft eine künstliche Knappheit erzeuge, um so die Kunden zum Kauf von Kinect zu animieren.
Dem schiebt der Redmonder Konzern nun einem Riegel vor und erklärt, dass diese Behauptung schlichtweg falsch sei und man kein Interesse daran hegt, eine Verknappung zu initiieren um so die Verkaufszahlen in die Höhe zu schrauben. Gegenüber GamesIndustry.biz erklärte Neil Thompson, General Manager für Xbox in UK und Irland, dass jeder, der in der Branche zur Entwicklung neuer entwickelte Hardware-Technologien arbeitet, weiß, dass man derartige Dinge nicht managen/beeinflussen kann. Jeder möchte gerne denken, dass wir hier Einfluss genommen haben, aber dem ist nicht so. Man kommt mit einer brandneuen Innovation auf den Markt und möchte diese einfach nur vergrößern.
Zur Einführung von Kinect im November 2010 äußerte sich auch Don Mattrick, Microsofts President for Interactive Entertainment Business, dass jeder, der Kinect noch vor Weihnachten haben möchte, eine entsprechende Bestellung aufgeben sollte, damit der Kunde Kinect auch wirklich vor den Feiertagen bekommt. Thompson greift diese Aussage auf und erklärt, dass es immer um die Wahl gehe, ob man im November veröffentlicht, um so das Weihnachtsgeschäft mitnehmen zu können oder ob man doch erst im Februar/März an den Start geht, wenn genügend Einheiten zur Auslieferung zur Verfügung stehen. Es ist immer eine Gratwanderung, ein Ausbalancieren wie man es am besten bewerkstellig. Und Thompson weiter: Wir wollen auf jeden Fall, dass die Leute das Produkt so schnell wie möglich bekommen, aber man kann nicht einfach mal so die Produktion ins Unermessliche hochschrauben. Das braucht einfach seine Zeit.
Thompson schließt seine Erklärung zu den Vorwürfen der künstlichen Verknappung da er sagt: Es steckt keine Strategie dahinter. Wir wollten, dass die Kunden das Produkt schnell als möglich zur Verfügung bekommen, weil wir davon überzeugt sind, dass es aufregend und innovativ ist. Wir wollten vor Weihnachten an den Start gehen und das haben wir getan. Und wir arbeiten daran den Nachschub für die kommenden Wochen sicherzustellen.
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