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Internetzensur in Deutschland

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

CDU/CSU schrieb:
Es ist sehr zu begrüßen, dass der Initiativantrag der SPD-Linken auf dem Parteitag gegen den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Bekämpfung der Kinderpornographie im Internet gescheitert ist. Darin sollte die SPD-Bundestagsfraktion aufgefordert werden, den Gesetzentwurf der eigenen Bundesregierung zu stoppen.

Damit ist eine gefährliche Entwicklung gestoppt worden. Unter Berufung auf eine angebliche Internetzensur durch den Staat wollten die Linksaußen in der SPD durchsetzen, dass das Internet zum rechtsfreien Raum wird. Die SPD wäre dadurch Gefahr gelaufen, Straftaten im Internet Vorschub zu leisten, von der Vergewaltigung und Erniedrigung kleiner Kinder bis hin zu Urheberrechtsverletzungen in breitestem Ausmaß gegenüber Künstlern und Kreativen. Allen engagierten Streitern gegen das abscheuliche Verbrechen der Kinderpornografie ist angesichts des Scheiterns der SPD-Linken ein Stein vom Herzen gefallen.

Wir fordern daher die SPD-Fraktion auf, das Gesetz nun zügig zu verabschieden – im Interesse der Kinder. Dabei machen wir – gerade als Medienpolitiker – ganz klar: Zugangssperren im Internet müssen und werden einzig und allein auf kinderpornographische Seiten beschränkt bleiben.

http://www.cducsu.de/Titel__pressem...7/InhaltTypID__1/InhaltID__13368/Inhalte.aspx

Oh, ich dachte es ging bisher immer nur um Kinderpornografie? ;)

Die haben sie echt nicht mehr alle. :staun:
 
Slash schrieb:
CDU/CSU schrieb:
Es ist sehr zu begrüßen, dass der Initiativantrag der SPD-Linken auf dem Parteitag gegen den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Bekämpfung der Kinderpornographie im Internet gescheitert ist. Darin sollte die SPD-Bundestagsfraktion aufgefordert werden, den Gesetzentwurf der eigenen Bundesregierung zu stoppen.

Damit ist eine gefährliche Entwicklung gestoppt worden. Unter Berufung auf eine angebliche Internetzensur durch den Staat wollten die Linksaußen in der SPD durchsetzen, dass das Internet zum rechtsfreien Raum wird. Die SPD wäre dadurch Gefahr gelaufen, Straftaten im Internet Vorschub zu leisten, von der Vergewaltigung und Erniedrigung kleiner Kinder bis hin zu Urheberrechtsverletzungen in breitestem Ausmaß gegenüber Künstlern und Kreativen. Allen engagierten Streitern gegen das abscheuliche Verbrechen der Kinderpornografie ist angesichts des Scheiterns der SPD-Linken ein Stein vom Herzen gefallen.

Wir fordern daher die SPD-Fraktion auf, das Gesetz nun zügig zu verabschieden – im Interesse der Kinder. Dabei machen wir – gerade als Medienpolitiker – ganz klar: Zugangssperren im Internet müssen und werden einzig und allein auf kinderpornographische Seiten beschränkt bleiben.

http://www.cducsu.de/Titel__pressem...7/InhaltTypID__1/InhaltID__13368/Inhalte.aspx

Oh, ich dachte es ging bisher immer nur um Kinderpornografie? ;)

Die haben sie echt nicht mehr mehr alle. :staun:

Alleine für die Aussage sollte man CDU/CSU wegsperren
 
Und wenn wir dann mal falsch wählen sollten, schicken wir halt die Bundeswehr zum Prügeln in die Städte. Die bekommen dann aber schwarze Hosen, weiße Shirts und schwarze Helme.
 
hier sieht man übrigens in welchen bundesland noch unterschriften benötigt werden
http://wiki.piratenpartei.de/Bundestagswahl_2009#Landeslisten
 
kann leider nichts genaueres dazu sagen

auf http://ich.waehlepiraten.de/berlin

steht nur das das mit bayerische postfach Porbleme gab, was es aber mit Berlin zu tun hat? hm?!
 
Osa-chan schrieb:
elterrible schrieb:
@Osa-chan
BSJ spricht imo schon die Wahrheit. Er sagt, dass man auf Xbox-Live, so wie Live jetzt strukturiert ist, indizierte Inhalte nicht anbieten könne, ohne gegen geltende Gesetze zu verstoßen. Natürlich könnte man einen Erwachsenenbereich aufbauen, PostIdent einführen etc., aber dass scheint sich finanziell nicht zu lohnen. Der deutsche Jugendschutz geht hier einen Sonderweg, den eigenen Service so an diesen Sonderweg anzupassen, dass man indizierte Inhalte anbieten könnte, lohnt aus Sicht von MS nicht. Auch wenn dies schade für erwachsene Spieler ist...


Es geht NICHT nur um das jetzige System, auch wenn er mit solchen Formulierungen eben genau versucht, sich um eine klare Aussage zu drücken.

Aber was schreibt er denn noch so in seinem Comment?

Er schreibt ausdrücklich:

"Es ist Microsoft verboten, dir diese Inhalte in Deutschland zu geben."

Punkt.

Und dafür hat er noch nie (und kann er vermutlich auch nicht) eine rechtliche Begründung liefern.

Bisher habe ich immer gelesen, dass indizierte Spiele eben sehr wohl verkauft werden dürfen, nur eben mit Einschränkungen.
Und eine Onlinedistribution soll da anders behandelt werden?

Sorry, das glaube ich erst, wenn er mir das zumindest glaubhaft näher bringen kann...

Und sehen wir uns andere Aussagen von ihm über dieses Thema an:

(einfach "indiziert" in die Suche eingeben)

"Inhalte zu indizierten Spielen können in Deutschland nicht auf Xbox LIVE angeboten werden."



Ich bin der Meinung, die FAIRE Antwort müsste lauten:

"Ja, mit einem neuen aber relativ aufwändigen System könnten wir Inhalte zu indizierten Spielen anbieten, allerdings hat Microsoft entschieden, dass sich der Aufbau eines solchen Systems nicht durch den erwarteten Nutzen rechtfertigen lässt."

Aber so eine Antwort meiden die natürlich wie der Teufel das Weihwasser. Da kann man sich ja vorstellen, was passieren würde, wenn die "Meute" sich plötzlich nicht mehr belügen lässt sondern erfährt, dass MS sie rein aus finanziellen Gründen hängen lässt.

Jaja, sie haben ihre "Rechtsabteilung" gefragt, da kann ich echt nur lachen.
Ich weiß doch schon selbst aus Erfahrung wie das läuft.
Das erste was die Rechtsabteilung zurück fragt ist doch: "Naja, was wollt ihr denn hören?" :roll:

Word!

Mal abgesehen, dass das "Fuck you" unter aller Kanone ist, auch wenn er sich entschuldigt hat. Normalerweise dürfte sowas nicht passieren.
 
und weiter gehts:


Gesetz zu Web-Sperren in trockenen Tüchern - heise news

Eingegangen ist die Union nun auf den Wunsch der SPD, durch ein Spezialgesetz für eine bessere Einschränkung der Web-Blockaden auf Kinderpornographie zu sorgen. Durch einen Passus solle deutlich gemacht werden, dass die geplante Sperrinfrastruktur nicht für andere Zwecke verwendet werden darf, betonte Krogmann. Die Initiative werde zudem nach zwei Jahren überprüft und zunächst auf drei Jahre befristet. Die Forderung ihres baden-württembergischen CDU-Kollegen Thomas Strobl, die Sperren "mit Blick auf Killerspiele" neu zu diskutieren, bezeichnete Krogmann als "Einzelmeinung".

Na ja - wenigsten die Stopschilder und die Strafverfolgung ist wohl raus - dennoch alles vor allem das obige zitat klingt nach faulem Kompromiss - ruhig stellen tut mich eine angebliche Einschränkung nicht grade. Weiterhin wird das BKA zum Superüberwachungsschnüffelstasi2.0 Amt ausgebaut.

Macht korrumpiert oder wie war das....
 
Naja, so ganz in trockenen Tüchern ist das Ding aber noch nicht ;)
Der Bundestag kann nciht einfach so GEsetze verabschieden und sie werden sofort wirksam. Nach der Verabschiedung durch den Bundestag muss zuerst noch der Bundesrat das GEsetz absegnen, tut er es nicht, und kommen auch die Vermittlungsausschüsse zu keinem Ergebnis, ist das Gesetz gescheitert.
Und in den letzten Tagen gab es einige Berichte, nach denen der Bundesrat (in dem FDP und Grüne eine relativ starke Macht haben, da Länder, in denen sich die Koalitionspartner uneinig sind, sich in der Abstimmung enthalten werden, was nach den Regeln des Bundesrats als nein gewertet wird) mit dem Gesetz alles andere als einverstanden ist.
Und selbst danach könnte noch der Bundespräsident sein Veto einlegen (was er in der letzten Legislaturperiode auch schon bei umstriitenen Gesetzen getan hat).

Also erst mal abwarten was passiert.
Und zudem sind doch die heikelsten Vorhaben jetzt schon aus dem Gesetz geflogen und wenn per Passus geregelt wird, dass es NUR auf KiPo angewandt werden darf, keine Daten zur Strafverfolgung gewonnen werden dürfen und ein Gremium das BKA bzw die Liste in der Hinsicht kontrolliert, ist doch alles halb so schlimm.
Zudem wird wohl auch der Grundsatz "löschen statt sperren" ins Gesetz kommen, was dazu führen wird, dass die Sperr-Regelung eh so gut wie nie eingesetzt werden wird...
Sinnlos und unnötig ist der Mist auch so, aber die gröbsten Bedenken müssten weg sein.
Aber wie gesagt, im Moment denke ich eh nicht, dass das Gesetz durch den Bundesrat kommt.
 
Durch die Ausschüsse im Bundesrat sind schon alle Überwachungsgesetze der letzten Zeit gekommen obwohl alle Experten sich gegen die Vorhaben ausgesprochen haben. Und das mit der Beschränkung gilt dann ja auch nur für 3 Jahre. Das ist doch alles prima kalkuliert, man lässt das drei Jahre mit Beschränkungen in Kraft treten und dann kann und wird das Gesetz nach Belieben erweitert werden.
Der ganze Protest hat nur das Gegenteil erreicht von dem, was erstrebenswert wäre. Anstatt darauf zu hoffen, dass die breite Bevölkerung die Gesetzgebungswut zu spüren bekommt, mit Hausdurchsuchung und pi pa po wenn Lieschen Müller durch Zufall auf ein Stopp Schild gelangt, ermöglicht man der Regierung eine Salami Taktik durchzuführen. Besser können die es gar nicht haben. Prima gemacht, ihr Netzpiraten. :schreck:
 
Ich bin auch der Meinung, daß der jetztige, neue Entwurf schon ein riesiger Fortschritt ist. Und das ist der Verdienst der Petition.
 
Es ist ein Fortschritt, aber es bleibt eine Tatsache, dass wir anschließend eine Zensur-Infrastruktur im deutschen Netz haben. Die ist zwar in ihrer ersten Ausführung lächerlich wirkungslos, aber sie ist da. Und es wird nicht lange dauern, bis Lobbyisten, Moralapostel und anderes Gesocks angekrochen kommen und einige ihrer Lieblingsprojekte auf die Tagesordnung setzen wollen. Und wie der SPD-Typ schon schön gesagt hat: Kommende Regierungen können das Gesetzt jederzeit ändern.
 
Urgs schrieb:
Ich bin auch der Meinung, daß der jetztige, neue Entwurf schon ein riesiger Fortschritt ist. Und das ist der Verdienst der Petition.
So kann nur jemand reden, der absolut nicht begriffen hat, dass dies genau deren Taktik ist. Von vorneherein mehr fordern, als man durchkriegen würde und anschliessend "Kompromisse" bilden, bei denen sich der Verlierer als Sieger vorkommen kann.
 
Thrillhouse schrieb:
Urgs schrieb:
Ich bin auch der Meinung, daß der jetztige, neue Entwurf schon ein riesiger Fortschritt ist. Und das ist der Verdienst der Petition.
So kann nur jemand reden, der absolut nicht begriffen hat, dass dies genau deren Taktik ist. Von vorneherein mehr fordern, als man durchkriegen würde und anschliessend "Kompromisse" bilden, bei denen sich der Verlierer als Sieger vorkommen kann.

*lol*...das nennt man Demokratie!
 
Urgs schrieb:
Thrillhouse schrieb:
Urgs schrieb:
Ich bin auch der Meinung, daß der jetztige, neue Entwurf schon ein riesiger Fortschritt ist. Und das ist der Verdienst der Petition.
So kann nur jemand reden, der absolut nicht begriffen hat, dass dies genau deren Taktik ist. Von vorneherein mehr fordern, als man durchkriegen würde und anschliessend "Kompromisse" bilden, bei denen sich der Verlierer als Sieger vorkommen kann.

*lol*
Ich wusste nicht, dass Du ein 14 jähriges Mädchen bist. Wie heisst Du bei Knuddels?

Urgs schrieb:
...das nennt man Demokratie!
Komisch, wenn ich bei Wikipedia Salamitaktik eingebe, werde ich nicht zu Demokratie umgeleitet.
 
el_barto schrieb:
Also erst mal abwarten was passiert.
Und zudem sind doch die heikelsten Vorhaben jetzt schon aus dem Gesetz geflogen und wenn per Passus geregelt wird, dass es NUR auf KiPo angewandt werden darf, keine Daten zur Strafverfolgung gewonnen werden dürfen und ein Gremium das BKA bzw die Liste in der Hinsicht kontrolliert, ist doch alles halb so schlimm.
Zudem wird wohl auch der Grundsatz "löschen statt sperren" ins Gesetz kommen, was dazu führen wird, dass die Sperr-Regelung eh so gut wie nie eingesetzt werden wird...
Sinnlos und unnötig ist der Mist auch so, aber die gröbsten Bedenken müssten weg sein.
Aber wie gesagt, im Moment denke ich eh nicht, dass das Gesetz durch den Bundesrat kommt.

Und wenn man sich das dann mal genauer anschaut:

Hatten Verhandlungsführer der Regierungsfraktionen noch gestern betont, in den Änderungen den Grundsatz "Löschen vor Sperren" zu verankern, soll laut dem nun vorliegenden Text das Bundeskriminalamt (BKA) außereuropäische Webseiten weiterhin nach eigenem Ermessen auf die geheime Schwarze Liste setzen dürfen.

Lagert des Telemedienangebot außerhalb der EU, darf es "sofort in die Sperrliste aufgenommen werden"[...]

Auch die angekündigte Kontrolle der BKA-Sperrliste ist entgegen den Ankündigungen schwach ausgestaltet. So soll das vorgesehene "Expertengremium" die Sperrliste "mindestens" einmal pro Quartal lediglich anhand von Stichproben überprüfen.

http://www.heise.de/newsticker/Neue...Sperren-enttaeuscht-Kritiker--/meldung/140503

:nein:
 
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