Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

Internetzensur in Deutschland

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Das deutsche Recht unterscheidet derzeit aber klar zwischen Kinder- und Jugendpornografie. Als Kinderpornografie gilt die Darstellung des Missbrauchs von unter 14-Jährigen. Die Weitergabe und Speicherung solcher Fotos und Videos ist schon lange strafbar und wird mit Freiheitsstrafen zwischen drei Monaten und fünf Jahren bestraft. Dagegen steht die Verbreitung von Pornografie mit Darstellern, die zwischen 14 und 18 Jahre alt sind, erst seit dem Sommer 2008 unter Strafe. Die Strafe ist auch geringer, und es sind noch Geldstrafen möglich. Grund: Sex mit Kindern unter 14 Jahren ist generell verboten, während Jugendliche ab 14 in der Regel bereits sexuell aktiv sind und deshalb nur vor der Ausbeutung ihrer Sexualität geschützt werden.


Das ist mir ja völlig neu...
 
pil schrieb:
WAS? Was sind bitte Pornos mit Jugendlichen? Also was meinen die damit? Wo gibts denn sowas überhaupt? Fällt das nicht eh unter Kipo?

Nä, KiPo ist afaik unter 14 Jahren, darüber spricht man von Jugendpornographie.
Obs da aber auch strafrechtlich nen Unterschied gibt? Keine Ahnung, ich denke nur, dass die Minderjährigkeit halt ab 14-15 Jahren relativ schwer nachzuweisen ist.
So gut wie niemand kann n 18jähriges Mädel sicher von nem (gut entwickelten) 14jährigen Mädel unterscheiden, und im Zweifel für den Angeklagten.
 
pädophil is man afaik ja auch nur, wenn man auf präpubertierende menschen steht... für den "zwischenraum" gibts nen anderes wort.
 
el_barto schrieb:
pil schrieb:
Bin noch nie auf so ein Material gestoßen.

Und woher weißt du das so sicher?
Ich denk mal, jeder, der schon mal auf ner Amateur-Porn-Seite war, hat dort auch unwissentlich minderjährige Mädels betrachtet ;)

Ich achte darauf, dass sie wenigstens wie 18 aussehen. :grins: Mich machen so junge Dinger in der Regel eh nicht an. Ich kann getrost sagen, ich bin alles andere als Pädo. :P
 
Bundestag streitet über Kinderporno-Sperren


Bei der ersten Lesung des Gesetzesentwurfs zur Sperrung kinderpornographischer Seiten am heutigen Mittwoch im Bundestag verteidigten Vertreter der Regierungsparteien das maßgeblich von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) initiierte Vorhaben gegen die von Oppositionspolitikern erneut vorgebrachte scharfe Kritik. Für eine Ausweitung des Entwurfs trat die SPD-Abgeordnete Renate Gradistanac ein. "Wir halten es für sinnvoll, Jugendpornographie mit einzubeziehen", sagte die Sozialdemokratin im Namen der Jugendpolitiker ihrer Fraktion und forderte "konsequente Gesetzgebung". Nach der UN-Kinderrechtskonvention gelte jeder Mensch unter 18 Jahren als Kind und pornographische Darstellungen Minderjähriger seien hierzulande allgemein unter Strafe gestellt. Nach dem Entwurf müssten Webseiten mit entsprechenden Bildern aber nicht blockiert werden.
Anzeige

Vertreter der Opposition bekräftigten ihre bereits im Vorfeld der Debatte geäußerten Vorbehalte gegen die Initiative. Einschlägige Webseiten müssten konsequent gelöscht, die Täter verfolgt werden, betonte Max Stadler von der FDP-Fraktion. Der Liberale zweifelte die Zuständigkeit des Bundes an, da die Abwehr von Straftaten Ländersache sei. Sorgen bereitet dem FDP-Politiker, dass mit dem Bundeskriminalamt (BKA) allein eine Polizeibehörde Vorgaben für schwere Eingriffe in die Grundrechte machen solle. Um eine Seite auf die Sperrliste zu nehmen, "braucht es mindestens einen Richtervorbehalt". Der FDP fehle zudem der Glaube, dass eine Ausweitung der Blockaden auf andere Zwecke nicht beabsichtigt sei. Unterdessen bereitet die FDP-Fraktion auf Basis eines vom AK Zensur zusammengestellten Fragenkatalogs eine kleine Anfrage an die Bundesregierung vor.

Jörn Wunderlich von der Linken bemängelte, dass der Vorstoß "nur einen löchrigen Sichtschutz" gegen Kinderpornos aufstelle. Der Bundesregierung warf er unter Hinweis auf einen c't-Artikel vor, nur vermeintlich "unwiderlegbare Fakten" zur Begründung der Maßnahme heranzuziehen. Zu 90 Prozent stünden gar keine kinderpornographischen Seiten auf skandinavischen Sperrlisten. So bleibe die "Sorge vor Zensur und Internetüberwachung". "Das Gesetz fällt in dieser Form durch den Rechtsstaat-TÜV", meinte Wolfgang Wieland von den Grünen. Wer tatsächlich Stopp mache bei der Blockade, dessen IP-Adresse stünde "perverserweise für die Strafverfolgung zur Verfügung". Er sei "sehr bestürzt", dass so eine "ständige Beschlagnahmemöglichkeit für die Polizei" geschaffen würde.

Sprecher der Bundesregierung und der großen Koalition verteidigten die Initiative. "Das Internet leistet den traurigen Dienst, manchmal allein über die technischen Möglichkeiten die gewerbsmäßige Verbreitung von Kinderpornographie zu unterstützten", erklärte Hartmut Schauerte, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, zum Auftakt der Debatte. Die Sperrmaßnahmen seien in anderen Ländern längst "gesellschaftlich akzeptiert". Daher würden nun auch in der Bundesrepublik "alle großen Internetzugangsanbieter" verpflichtet, den Zugang "zu strafbaren, insbesondere kinderpornographischen Inhalten" zu erschweren. "Wir gehen mit Festigkeit und Vorsicht an dieses Thema heran", sagte Schauerte.

"Verschwörungstheoretiker" würden behaupten, der Entwurf wäre der Anfang der Ende von der Internetfreiheit, wies die CDU-Bundestagsabgeordnete Michaela Noll die Kritik als "Unterstellungen" zurück. Eine "Black Box" wolle niemand. Ihr Parteikollege Ingo Wellenreuther warf Gegnern vor, "die Wertmaßstäbe verloren" zu haben. Wer den vorgeschlagenen Ansatz mit chinesischer Zensur vergleiche, "ist vollkommen auf dem falschen Dampfer". Weltweit seien 11,5 Milliarden kinderpornographischer Bilder im Internet im Umlauf. Dahinter stünden 120.000 vergewaltigte Kinder.

Unterdessen hat eine Online-Petition gegen den Gesetzesvorschlag mittlerweile über 35.000 Unterzeichner und brachte Anfang der Woche den Server teils zum Erliegen. Das zugehörige Diskussionsforum haben die Moderatoren inzwischen unter Hinweis auf angebliche Regelverstöße geschlossen. Hauptpetentin Franziska Heine begründet ihren Vorstoß damit, dass die geplanten Maßnahmen nicht dazu geeignet seien, Kinder vor Missbrauch zu schützen oder die Verbreitung von Kinderpornographie zu verhindern. Ein Antrag von Sperr-Befürwortern hat nach über zwei Wochen erst knapp über 100 Unterstützer.

Ferner hat sich die Gütersloher Beratungsstelle "Trotz Allem", die sich an Frauen richtet, die als Kinder Opfer sexualisierter Gewalt wurden, am Dienstag in einem offenen Brief (PDF-Datei) an die Bundesfamilienministerin gewandt. Darin bemängelt die Vereinigung, dass der vorgeschlagene Weg "nicht zur Lösung des Problems und schon gar nicht zum Schutz der Opfer führt". Das Gesetz könne man sich sparen, erklärte auch eine Sprecherin des Chaos Computer Clubs (CCC) auf dem Medientreffpunkt Mitteldeutschland in Leipzig. Die eigentlich geheime Filterliste werde schon bald im Internet zu finden sein – damit hätten Kinderporno-Konsumenten eine perfekte Anleitung.

http://www.heise.de/newsticker/Bundestag-streitet-ueber-Kinderporno-Sperren--/meldung/137408
 
hat am rande auch damit zu tun..


EU-Parlament ist gegen abgestufte P2P-Bremse

Das Europäische Parlament hat nationalstaatlichen Ansätzen zur Einführung von Internetsperren für Filesharer erneut eine Absage erteilt. Die Mehrheit der Abgeordneten stellte sich gegen eine Passage des so genannten Telecoms Paket und stellt damit Gesetzgebungsverfahren wie das in Frankreich massiv in Frage.

Bei der Abstimmung am 6. Mai votierten 407 Parlamentarier gegen eine Klausel im Gesetzespaket, die es Frankreich ermöglicht hätte, sein "Créativité & Internet"-Gesetz EU-konform zu beschließen. Somit dürfen Internetanbieter ihre Kunden weiterhin nicht ohne richterlichen Beschluss vom Internet trennen. Dies bedeutet allerdings auch, dass das Telecoms Paket nach rund zwei Jahren Verhandlungen und Kompromissen noch immer nicht verabschiedet werden kann und unter Umständen bis nach der Europawahl warten muss.

http://www.mediabiz.de/newsvoll.afp?Nnr=273916&Biz=gamesbiz&Premium=N&Navi=00000000&T=1
 
a3v4jh4l.jpg

Playmobil 'Juwelenräuber'. Wer schützt die Jugend?
 
Tja und schon kommt von der Leyen wieder mit der KiPo Keule

Das Bundesfamilienministerium hält am Gesetzentwurf fest. "Eine zivilisierte Gesellschaft, die Kinderpornografie ernsthaft ächtet, darf auch im Internet nicht tolerieren, dass jeder diese Bilder und Videos vergewaltigter Kinder ungehindert anklicken kann", teilte das Ministerium mit. "Jeder Klick und jeder Download verlängert die Schändung der hilflosen Kinder."
 
Sisaya schrieb:
Tja und schon kommt von der Leyen wieder mit der KiPo Keule

Das Bundesfamilienministerium hält am Gesetzentwurf fest. "Eine zivilisierte Gesellschaft, die Kinderpornografie ernsthaft ächtet, darf auch im Internet nicht tolerieren, dass jeder diese Bilder und Videos vergewaltigter Kinder ungehindert anklicken kann", teilte das Ministerium mit. "Jeder Klick und jeder Download verlängert die Schändung der hilflosen Kinder."

Von Guttenberg (Wirtschaftsminister) ist auch nicht besser:

Es macht mich schon sehr betroffen, wenn pauschal der Eindruck entstehen sollte, dass es Menschen gibt, die sich gegen die Sperrung von kinderpornographischen Inhalten sträuben. Das ist nun wirklich einer der wichtigsten Vorhaben in vielerlei Hinsicht.

http://www.youtube.com/watch?v=IR9CBl1KN8c
 
Zurück
Oben