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Hat die amazon-Reportage euer Kaufverhalten verändert?

Hat die amazon-Reportage euer Kaufverhalten verändert?

  • Ja, ich werde amazon meiden, so gut es geht

    Stimmen: 6 4,3%
  • Ich werde meine amazon-Käufe einschränken, wenn es anderswo nicht teurer ist

    Stimmen: 8 5,8%
  • Mir ist das egal, bei mir ändert sich nichts

    Stimmen: 97 70,3%
  • Ich habe amazon bislang sowieso gemieden

    Stimmen: 5 3,6%
  • Habe die Reportage nicht gesehen / keine Meinung

    Stimmen: 22 15,9%

  • Umfrageteilnehmer
    138

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

pil schrieb:
Und dann kommt Mingo der dort nicht mehr einkauft, coool, soll er machen aber sich auch fragen welche Kinder seine Schuhe geschustert haben.

Ich kaufe nicht mehr bei Amazon und frage mich trotzdem, welche Kinder meine Schuhe geschustert haben. Beeindruckend, nicht?
Das bedeutet nicht, dass ich von mir selbst behaupte stets moralisch konsistent zu handeln. Aber ich versuche mich und mein Handeln regelmäßg zu hinterfragen und komme dann schon mal zu dem Entschluss, ein Unternehmen zukünftig zu meiden.
Das mag ein Tropfen auf den heißen Stein sein, aber ich fühle mich dadurch wohler in meiner Haut.

Aber gib mir noch 10-15 Jahre, Pil. Dann werde ich vielleicht auch noch Fatalist, so wie du.
 
Ich kaufe seit einer Weile nicht bei amazon, aber nicht speziell wegen der Reportage, sondern weil dieses Unternehmen im Gegensatz zum lokalen Handel

• keine Lehrlinge ausbildet
• keine Steuern in Deutschland zahlt
• nicht gerade ein Anzeichen für einen halbwegs sicheren Arbeitsplatz zeigt

http://www.buylocal.de/
 
Ich sehe es ähnlich Alex, aber wenn ich nach der 4ten Buchhandlung eine minimale Wartezeit für ein Buch von >20 Tagen habe und es von Amazon in spätestens 3 Werktagen habe...
Ich kaufe auch tendenziell nur noch kleinscheiss im Internet, weil ich oft eine Beratung brauche und dafür auch gerne bereit bin Geld auszugeben. Aber gerade bei Fachbüchern etc. ist Amazon unschlagbar im Vorteil.
 
Alexicious schrieb:
Ich kaufe seit einer Weile nicht bei amazon, aber nicht speziell wegen der Reportage, sondern weil dieses Unternehmen im Gegensatz zum lokalen Handel

• keine Lehrlinge ausbildet
• keine Steuern in Deutschland zahlt
• nicht gerade ein Anzeichen für einen halbwegs sicheren Arbeitsplatz zeigt

http://www.buylocal.de/

aber dhl bildet Lehrlinge aus und die bezahlen auch steuern hier .....
 
eMKay schrieb:
Ich sehe es ähnlich Alex, aber wenn ich nach der 4ten Buchhandlung eine minimale Wartezeit für ein Buch von >20 Tagen habe

Wo hast Du denn 20 Tage Wartezeit, exotische tantrische Bildbände? :D 2 Tage war bei mir bisher das Längste bei einer lokalen Buchhandlung.

Aranus schrieb:
aber dhl bildet Lehrlinge aus und die bezahlen auch steuern hier .....

Ist das die gleiche DHL, die die Pakete zu dem local Dealer bringt?
 
Komisch... Amazon bildet doch aus.....

http://www.handelsjobs.de/ausbildung-amazon


Aber Hauptsache das gewissen ist mal wieder beruhigt und amazon ist sooooo böse
 
Ja, für eine Firma, die ihre Kohle hauptsächlich mit Büchern macht, seh ich da für die Branche keinen großen Gewinn, wenn da Logistikleute oder Manager für irgendwelche Bereiche (auch Logistik...), deren englischsprachige Bezeichnungen selbst normalsterbliche Geschäftsinhaber nicht identifizieren können, ausgebildet werden.

Aber nun gut, die feinen Herren vom Parfüm-Großkonzern, die zuletzt dachten, sie könnten mit Büchern ohne Rücksicht auf alles und jeden unendlich reich werden, haben den Karren ja auch ordentlich in den Dreck gefahren und was vorher wie Pilze aus dem Boden ploppte, schließt nun eine Filiale nach der anderen. :kaffee: :)
 
Einige biegen sich ihre Welt mal wieder schön... Da wird eine Behauptung auf gestellt das amazon nicht ausbildet - was einfach nicht stimmt und ist weiterhin falsch....wunderbar... Hauptsache amazon ist weiter böse :dhoch: so muss es ja einfach sein :lachweg:
 
Amazon ist einfach der liebste Prügelknabe jener, die generell gegen Internetvertrieb sind. Wer die Vorteile des IN nicht zu nutzen weiß, schimpft halt gerne dagegen. Und die Weltverbesserer nehmen das Thema gerne auf.
 
Alexicious schrieb:
Ja, für eine Firma, die ihre Kohle hauptsächlich mit Büchern macht,

Ohne jetzt Zahlen parat zu haben: Diese Zeiten dürften doch schon eine Weile vorbei sein. Amazon ist doch seit Jahren nicht mehr primär ein Buchhändler, die Umsätze mit Musik, Elektronik und Medien müsste die der Buchsektion eigentlich stark übersteigen.

Die Zeiten, zu denen ich Amazon als Buchhändler wahrgenommen habe, sind schon lange vorbei. Die kauf ich zwar meist auch noch dort, aber es ist halt ein Angebot von vielen.

Alexicious schrieb:
Aber nun gut, die feinen Herren vom Parfüm-Großkonzern, die zuletzt dachten, sie könnten mit Büchern ohne Rücksicht auf alles und jeden unendlich reich werden, haben den Karren ja auch ordentlich in den Dreck gefahren und was vorher wie Pilze aus dem Boden ploppte, schließt nun eine Filiale nach der anderen. :kaffee: :)

Was aber eher damit zu tun hat, dass Amazon eine schier unbezwingbare Konkurrenz darstellt als dass man bei Thalia großartig vieles falsche gemacht hat imo...

Allgemein: Times are changing. So schade es für den kleinen, lokalen Einzelhandel ist, aber es geht nun mal immer mehr auf Internet-Versandhäuser oder große Handelsketten in Innenstädten hin.
Ich hab ca. vor 10 Jahren das letzte mal ein Buch NICHT bei Amazon oder Thalia/Hugendubel gekauft... Irgendwo ists schade, dass die kleinen BUchläden Probleme bekommen, aber wenn ich in einen Buchladen geh, dann will ich auch mein Buch sofort haben (und nicht erst im Großhandel bestellen lassen), auch wenn ich nicht gerade den neuesten Bestseller kauf. Oder wenn ich ein wenig schmökern und spontan ein Buch mitnehmen will, will ich viel Auswahl haben.
So ist das halt heutzutage.
 
el_barto schrieb:
Oder wenn ich ein wenig schmökern und spontan ein Buch mitnehmen will, will ich viel Auswahl haben.
So ist das halt heutzutage.

Ich glaube, die Leute haben dank amazon leider eben ein sehr krudes Verständnis von "viel Auswahl". Ich habe auf meinen 35qm Ladenfläche alleine über 3000 Titel (nicht Bücher in Stückzahlen, sondern TITEL!) lagernd. Und da rede ich jetzt nur von "meiner" Fläche, also ausschließlich Kinder- und Jugendbücher. Sorry, aber wer da "nix" findet, der will auch nix finden.

el_barto schrieb:
Alexicious schrieb:
Ja, für eine Firma, die ihre Kohle hauptsächlich mit Büchern macht,

Ohne jetzt Zahlen parat zu haben: Diese Zeiten dürften doch schon eine Weile vorbei sein. Amazon ist doch seit Jahren nicht mehr primär ein Buchhändler, die Umsätze mit Musik, Elektronik und Medien müsste die der Buchsektion eigentlich stark übersteigen.
Diese großen Ketten pressen aber so schmuddelige Konditionen aus den Verlagen, besonders aus den kleinen und unabhängigen, die (noch) nicht zu einem Verlagskonzern gehören und schädigen somit nicht nur den Buchhandel als Ladenlokal, sondern direkt die Hersteller.
Thalia hat selbiges getan. In den USA ist es ja noch schlimmer, wo amazon Bücher unter Einkaufspreis rauswirft und mit Spitzentiteln Verluste einfährt, nur um zu zeigen, dass sie es können.
 
Boarder schrieb:
Einige biegen sich ihre Welt mal wieder schön... Da wird eine Behauptung auf gestellt das amazon nicht ausbildet - was einfach nicht stimmt und ist weiterhin falsch....wunderbar... Hauptsache amazon ist weiter böse :dhoch: so muss es ja einfach sein :lachweg:

Boarder schrieb:
Einige biegen sich ihre Welt mal wieder schön... Da wird eine Behauptung auf gestellt das amazon nicht ausbildet - was einfach nicht stimmt und ist weiterhin falsch....wunderbar... Hauptsache amazon ist weiter böse :dhoch: so muss es ja einfach sein :lachweg:

Ja, solange du weiter in diesem Ton, den du ständig mir gegenüber an den Tag legst, mit mir redest und nicht endlich mal von deinem hohen Rösslein runter steigt und auf 'ner normalen Ebene mit mir kommunizierst, muss das für mich so sein. Sowas gehört sich nämlich einfach nicht und ich schätze mal, im richtigen Leben behandelst du deine Diskussionspartner auch mit ein bisschen mehr Anstand. :)
Ja, hab 'nen Fehler gemacht, da die Suchmaschine mir nur Jobs und keine Lehrstellen ausgespuckt hat. Und jetzt?
 
Ich weiß noch, wie ich vor Jahren im lokalen Buchladen mal HdR: Die Zwei Türme holen wollte und der Titel nicht vorrätig war... Und das war lange nicht das einzige Mal, dass ich in einem kleinen Buchladen stand und hörte "das müssen wir bestellen, ist dann am Mittwoch da". Unter anderem die komplette Otherland-Reihe, als sie grade erschienen war...
Sorry, dann kann ich eben gleich bei Amazon bestellen oder es halt im Thalia mitnehmen.
Ich bin eben hauptsächlich im Fantasy-Bereich unterwegs und je kleiner ein Buchladen, desto winziger wird so gut wie immer die Fantasy-Auswahl. Klar, ich könnte auch einen Laden finden, der sich auf Fantasy spezialisiert und eine bessere Auswahl hat. Da kommt aber die Bequemlichkeit ins Spiel: Bei den Großen krieg ich eben auch alles.

Die Welt ändert sich halt. Und natürlich nutzt Amazon wie jedes kluge Unternehmen Mittel, um Konkurrenz aus dem Markt zu verdrängen. Edeka, Lidl und ReWe können auch Preise stellen, bei denen der kleine Tante Emma Laden nach kurzer Zeit schließen muss. Und Amazon oder Thalia können das eben in ihren Sektoren machen. Da diese aber durch die Buchpreisbindung keinen Preisvorteil an den Kunden geben können, übt man seinen Marktvorteil halt in die andere Richtung der Wertschöpfungskette aus. Bei normalen Waren betreibt Amazon ja stark Marketing über günstige Preise.
In Zeiten von Globalisierung und Zentralisierung haben es kleine Läden halt schwer, wenn sie keinen Nischenvorteil schlagen können. Für Leute, die Beratung brauchen, ist Amazon oder auch die großen Ketten auch denkbar ungeeignet.
Natürlich sind viele dieser Mittel nicht schön (vor allem nicht für den Wettbewerb), aber so läuft es eben in der heutigen, kommerzialisierten Welt. Wer deswegen Großkonzerne meiden will, der solls tun, für mich ists kein Grund.

Durch veränderte Umweltvariablen haben es manche Handels- oder Handwerkszweige eben schwer. Vor hundert oder zweihundert Jahren gabs noch an jeder Ecke Schmiede, Sattler oder Schuhmacher. Heute sind diese Professionen eben ausgestorben oder haben es sehr schwer, da sich KOnsumentengewohnheiten eben verändern. Sei es durch veränderte Nachfrage (wie Sattler oder Schmiede) oder eben durch Technologie veränderte Kaufgewohnheiten (wie aktuell der Buchhandel).
 
pil schrieb:
Ich hab ja auch nichts gegen den Bericht gesagt, klar, nur muss man sich klar machen dass amazon nur ein gelinde gesagt kleiner scheißhaufen ist gegen alle andere konzerne die ihre mitarbeiter schlecht bezahlen, mobben, schlecht behandeln. Erinnert mich an Lidle, tausend Berichte über ein Schwarzbuch über die Kette, ja keiner kam auf die Idee mal zu überlegen ob es nicht in anderen Ketten gleiche Verhältnisse gibt? Schon mal in einem Aldi das Personal beobachtet? Da brauch ich keine Berichte um zu wissen was hier von mitarbeitern abverlangt wird. Gleich kommt einer der meint "aber die zahlen wenigstens gut" - pass auf- shitstorm incoming. Überall stinkt es in Deutschland, die Löhne sind ein Witz in den meisten Branchen. Amazon wurde hier nur vorgeführt. Und dann kommt Mingo der dort nicht mehr einkauft, coool, soll er machen aber sich auch fragen welche Kinder seine Schuhe geschustert haben. Amazon ist hier ein ganz kleiner Fisch, solange man in China produziertes Zeug an sich trägt oder zuhause stehen hat braucht Amazon nicht zu meiden, das ist von allen der kleinste Fisch.

Auch wenn du in vielen Punkten sicher Recht hast, ist es nicht sinnvoll Amazon als kleinen Scheißhaufen im Vergleich zu allen anderen Unternehmen zu sehen.
Amazon ist sehr groß. Und du kannst immer nur jedes Unternehmen für sich betrachten. Das eine hat mehr Dreck am Stecken, das andere weniger. Und danach kannst du handeln.

Ich meine du kaufst doch wahrscheinlich auch nicht beim Tante Emma Laden, wo du weißt das der Boss seine Aushilfen verprügelt und begründest das damit, dass das in so vielen anderen Läden auch passiert.
Also kannst du dir sagen, du hast ohnehin keinen Einfluss und bist moralisch fein raus aus der Sache. Sehr bequem, aber irgendwie auch sehr scheiße, weil man damit nämlich mit seinem Geld die Personen weiter bereichert, die man eigentlich nicht bereichern möchte.

Wie gesagt, du hast schon geblickt, wie es in der Arbeitswelt unseres Landes aussieht, nur dieses Resümee, dass man ohnehin nichts daran ändern kann und deswegen voll dabei mitmacht, kann ich nicht verstehen.

Du hast doch den Verstand. Dann benutz ihn auch...
 
genau genommen können wir kleinen auch nix ändern. zumindest nicht, wenn man amazon boykottiert.

oder glaubt ihr, dass das schlimmste wirklich hinter uns liegt?
 
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