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MUSIC Eure zuletzt erworbenen Alben & Reviews

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

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K.I.Z - Hurra die Welt geht unter (Vinyl)
Abgesehen von einigen Song-Evergreens aus der Vergangenheit (wie "Einritt", "Was willst du machen", "Geld essen") würd ich fast sagen, das beste K.I.Z-Album ever. Auch Clownrapper werden halt erwachsen. Dumm waren KIZ-Texte nie, aber selten fast durch ein ganzes Album gezogen so ernst und aktuell.

Favoriten: Boom boom boom, Verrückt nach Dir, Käfigbett, Was würde Manny Marc tun, Hurra die Welt geht unter

:):):):):)

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Pascow - Alles muss kaputt sein! (Vinyl)
Pascow ist live und auf Scheibe immer eine (wortgewaltige) Wucht! Anspruchsvoller, drückender deutscher Punkrock ohne Stumpfsinn. "Alles muss kaputt sein!" fehlte mir noch in meiner Plattensammlung, über die Qualität war ich mir dank Deezer allerdings schon weit vorher im Klaren. Vielleicht nicht ganz so gut, wie der Nachfolger "Diene der Party" von 2014, aber trotzdem reiht sich ein Ohrwurm an den nächsten.

Favoriten: Das ist Gimbweiler nicht L.A., Wenn Mila schläft, Too doof to fuck, Wir glauben an gar nichts und sind nur hier wegen der Gewalt

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Zuletzt bearbeitet:
Einkäufe Juli:

Ulver - Perdition City

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Hammertransformation. Von Lo-Fi as fuck Black Metal zu diesem Electrozuckerpüppchen. Hat man nicht gesehen. Radioheads OK Computer > Kid A Werdegang war dagegen Pusteblume.


Refused - The Shape of Punk to Come

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Hm. Noch zwiegespalten. Alles dran ist unglaublich ambitioniert und das ist wohl auch das Manko. Will Fugazi mit Ornette Coleman koppeln. Zu pompös für Hardcore Punk. Aber angenehm wuchtig.


Frank Ocean - Channel Orange


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Nach 5 Songs dachte ich nur noch ich sollte Sex mit meiner Frau haben.


Jon Hopkins - Immunity

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Kopfmusik mit schöner Balance zwischen Komplexität und Dringlichkeit. Wer zu Architektur tanzt dürfte Gefallen finden. Keine Ahnung wieso so viele eine Sigur Ros Verbindung sehen. Ambient ist nicht gleich Schmöker.


Junior Wells Chicago Blues Band - Hoodoo Man Blues


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Von allen bisher genannten das beste. Es mag hier & da bessere Blues Nummern geben aber die sind nicht alle auf einer LP. Das beste Chicago Album nach "My Beautiful Dark Twisted Fantasy".

Aphex Twin - Selected Ambient Works Vol. II

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Endlich für 'nen vernünftigen Preis drübergestolpert. Mein Jam wenn ich auf einem stationären Bike in einem dunklen Keller eines Appartment Komplexes um 2 Uhr nachts auf einen Wasserfall starrend strample.


Organized Konfusion - Stress: The Extinction Agenda

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Whoa. 10/10.
 
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Nach mehrmaligem Durchhören bei weitem nicht so grandios und atmosphärisch wie "To Pimp A Butterfly", aber auch hier, Konzeptalben sind einfach 'ne feine Sache, das begeistert selbst mich als Post-Progger und Hip-Hop-Noob und die vielschichtig komponierten und arrangierten Tracks, mit teilweise ineinander übergehenden Erzählungen, zwischengeschobenen Hörspielen und allerlei Atmo-Gefrickel machen das Hören nicht weniger intensiv und einnehmend, als das abgefahrenste Prog- oder Post-Album.
 
David Bowie - Blackstar
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Es ist fast 03:00 morgens und ich verspüre den Drang einiges niederzutippen.


Als die News durchsickerten machte einiges Sinn. Ich würde nicht so weit gehen und sagen das ultimative Konzept dieser LP sei der Tod. Eines meiner Lieblingsstücke von Bowie ist "Tired of My Life", eine Nummer die er in den 60ern schrieb und wiederbelebte in 1980 für "It's no Game". In den Ziggy Tagen referierte er oft über Jacques Brel's "My Death". Es ist also kein Thema das er je scheute. Zudem is der Interpretationsspielraum wie gewohnt zu groß. Der Saxophonist meinte beispielsweise kürzlich noch der Titeltrack sei eine IS Abhandlung. Und dennoch gibt es hier keine Zufälle. Dies ist das finale, publike Statement eines Mannes der wusste er würde sterben. Und das erklärt in großen Bruchstücken die Fabelhaftigkeit dieser LP.

"Blackstar" ist ein entkoppelnder Irrsinn. Ein Rockalbum, dekonstruiert durch Jazzmusiker. Fast wie bei Kendrick vor ungefähr einem Jahr. Strukturfreier Krautrock gibt seiner Interpretation des Raps die Klinke in die Hand. Das mit prunkvollen Streichern & Pianoläufen befüllte "Dollar Days" ist eine ein für ihn klassische, raumgreifende bizarre Nummer. Dazu weint das Sax um die Welt. Sein Timbre hält den Closer warm. Die fragile Schönheit wird durch das Leid getragen. Er schmachtet wie einst Ziggy & pöbelt wütend die Scary Monsters an. Er klingt überhaupt mehr denn je nach Scott Walker. Und unter all diesen Klangteppichen & Gemälden lugt dann auch noch Flying Lotus irgendwo hervor. All das hat richtig, richtig viel Herz.

In seiner Blüte war er ein Chameleon in jeglicher Hinsicht. Hier das Eno Epos "Low", da die Songwriter Perle "Hunky Dory" und dort rappelte er Iggy Pop wieder auf. Nahezu jede LP sprengte neue Genre's auf. Googelt man nach Pics aus den 70ern spiegelt er auf jedem zweiten veröffentlichten Bild eine andere Persönlichkeit wieder. Das ist natürlich auch ein Luxus der Jugend. Sobald wir ein bestimmtes Alter erreichen sind solche Wandel nicht mehr möglich. Wir eignen uns eine Art an, fahren quasi fest. Bowie's Charakter nach seinen HeyDays war, nunja, ziemlich washed-up. Für Dekaden. Er machte diese gruselige "Dancing in the Street" Version mit Mick Jagger. Er veröffentlichte eine Reihe an Alben die zwar nicht RICHTIG schlecht waren (wie beispielsweise die Platten aus der Christenphase von Bob Dylan), jedoch auch nie auch nur halbwegs überzeugten. Schlußendlich hatte er auch noch eine Herzattacke auf Tour und ging vorübergehend in Rente. Selbst sein bis dato aktuellster "Comeback" Versuch "The next Day" war bestenfalls ein lauwarmes Lüftchen. Alles deutete auf einen weiteren ausgebrannten Helden hin der nie wieder etwas Bedeutendes veröffentlichen wird.

Das Älterwerden und der damit einhergehende Verlust der Fähigkeit uns zu ändern lässt uns jedoch stetig weiter zu unserer größten Challenge treiben. Das ist die Ironie. Die verlorenen Jahre, das Dahin plätschern, das ist alles nicht umsonst. Diese Zeit wappnet uns für unsere finale Stunde.

Bowie war vorbereitet. Er ging von der Bühne wie wir es von all unseren Künstlern wünschen: In verklärter Glorie. Und doch - und das ist der schmerzhafteste Part - war sein letztes Statement eins der Reue. Eine Entschuldigung. Ich fühle mich dabei an die Schlussfolgerung zu "So Long, and Thanks for All the Fish" erinnert in der Gottes finale Message an seine Schöpfung lautet "We apologize for the inconvenience".

Gott mag einiges zu Entschuldigen haben, Bowie hingegen rein gar nichts. Niemand kann alles hergeben. Darum ist der (sein) Tod ein Verlust, darum trauern wir (ich) so sehr. Er gab uns (mir) soviel mit, mehr als die meisten von uns zu träumen wagen. We learned more from a 3-minute record baby, than we ever learned in school raunte Springsteen einst. Damit verbinde ich Bowie. Die Walker Brothers sangen einst "No Regrets". Aye. Der Tod ist zu lange für jegliches Bedauern.
 
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Madvillain - Madvillainy


Aktuelle verspüre ich das große Verlangen nach einem langen Arbeitstag meine Gedanken zu einer an diesem Tag gehörten LP nieder zu kritzeln. Ich lese nix Korrektur. Wahrscheinlich ergibt das meiste nichtmal Sinn. Muss man also nicht mögen. Aber vielleicht ruft ja dadurch morgen der Rolling Stone an und braucht einen neuen Pausenclown.

Part II!


HipHop ist der Stil der seit der Jahrtausendwende am meisten geht. Kommerziell auf jeden Fall, aber eben auch künstlerisch. Natürlich meine ich dabei nicht aufgeblasene Dumpfbacken wie /insertforenlieblinghere/, die nur deshalb an der Oberfläche herumlungern dürfen weil sie die richtigen Leute kennen. Ich meine die unzählige Schar wahnwitziger Mic-Berserker & Beat-Schlächter (oder andersrum), die sich im sicheren US-Undergroundschatten monatlich neu erfinden und ungestört von irgendwelchen aktuellen Tribes die verrücktesten Sachen anstellen können. Stellvertretend dafür steht seit jeher das Def Jux/Stones Throw/Co. Kleeblatt: Viktor Vaughn/Daniel Dumile/King Geedorah/King Ghidra/Zev Love X/Metal Fingers/MF Doom/Aka Zupfer's Favorite MC. Und dies war seine Krönung.

Ein ähnlich verirrtes, verquastetes, versprengtes, zermurkstes & völlig abgedrehtes Album hat es in dem Genre selten zuvor oder danach gegeben. 22 flockige Tracks, 44 lockere Minuten. Hinter jeder ausgehobenen Tür fiept & knarzt es. Störgeräusche, Hagelkörner & Zwischenrufe knallen über alle Enden, Kanten & Ecken. Die Sternstunde des Gandalfproducers Madlib. In Kombination mit MF DOOM bildet er so etwas wie einen turmhohen HipHopSuperSchurken. "So nasty that it's propably some kind of travesty". Run, fucker, run.

Das Prinzip dieser Comic Fakeplatte ist simpel: Es wird weggesamplet was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Nebenbei wird einfach alles in Grund&Boden gerappt was den Knallköpfen in den den Sinn kommt. Mos Def kriegte sich über diesen Umstand gar nicht mehr ein. (An dieser Stelle platziere ich einfach Mal einen Randomköder für @hank scorpio. Harr!) Die Grashymne "Americas Most Blunted" verpackt sich als kickende Partybombe, "Rainbows" klatscht allerlei Trompeten neben die Pfanne & das traumwandlerisch tänzelnde "Accordion" verklimpert sich schon im trefflichen Songtitel. Trotz gemeinsamer Kräutervorlieben kommt so auf keinen grünen Zweig. Selbstbewußstein definiert man übrigens: A-L-L (Pause) C-A-P-S. Der beste Track aller Zeiten der Flöten, Bläser und einen beknackten Klavierkreisel verwendet. Der kommt erst an 20. Stelle, wo andere längst schon das Licht ausgepustet haben und Groupies aussuchen. Mit "Great Day" bekommen wir danach noch einen Lounge Chillout Rausschmeißer der den meisten die Lunge rassiert. "Madvillainy" will alles und das am besten sofort. Fick die Henne, Premium. Power Rangers Hip Hop!
 
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Pascow - Alles muss kaputt sein! (Vinyl)
Pascow ist live und auf Scheibe immer eine (wortgewaltige) Wucht! Anspruchsvoller, drückender deutscher Punkrock ohne Stumpfsinn. "Alles muss kaputt sein!" fehlte mir noch in meiner Plattensammlung, über die Qualität war ich mir dank Deezer allerdings schon weit vorher im Klaren. Vielleicht nicht ganz so gut, wie der Nachfolger "Diene der Party" von 2014, aber trotzdem reiht sich ein Ohrwurm an den nächsten.

Favoriten: Das ist Gimbweiler nicht L.A., Wenn Mila schläft, Too doof to fuck, Wir glauben an gar nichts und sind nur hier wegen der Gewalt

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Gott sei Dank hat das Saarland mal ne gute Band :)
 
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Kanye West - The Life of Pablo


Kanye Reviews sind wie entgleisende Züge. Kein Kritiker Darling der letzten 10 Jahren (Joanna Newsom vielleicht mal ausgenommen) lädt mehr zu ausschweifenden Lobpreisungen oder eben dem absoluten Gegenteil ein. Viele lieben ihn, viele können ihn nicht ausstehen. Was jedoch alle vereint ist die Fassungslosigkeit die dahinter steckt.

So weit so fein, theoretisch. Intuitive Bestürzung ist zumindest interessant. Sobald ein Künstler unerschütterlich bestimmende Reaktionen auf beiden Seiten hervorruft macht er zumindest etwas gewichtiges. West's gröbsten Dislikewert muss man nicht lange suchen, das ist natürlich seine (öffentliche) Persönlichkeit. Diese macht sich teilweise auch in seinen Lyrics bemerkbar, jedoch nicht in seinem Sound. Selbst musikalisch aufgeklärte Schlaufüchse wollen deshalb oft das Talent nicht anerkennen das diese Samplerei erfordert. Er ist einfach der größte Arsch des Jahrzehnts & daran kann nichts etwas ändern.

Mein erster Kanye Kontakt war 2001. Jay-Z's Blueprint. Diese Beats. Never Change, Heart of the City, Takeover, Izzo. Ich verstand kaum ein Wort, aber das war der Moment indem ich mich in das Genre verliebte & dachte jedes schwarze Baby wird mit Rhythmus im Blut geboren. 4 Jahre später folgte sein Debut. Großer Gott, ich liebe diese LP. 2004 war ein alptraumhaftes Jahr & dieses ausgeklügelte, schrullige Machwerk erschien wie ein Monolith zu dieser Zeit. Lyrisch war er stets der Typ des leichten Humors, auf The College Dropout jedoch wurden reale Sachverhalte durchdacht & profund dargestellt, garniert durch atemberaubende Melodien. Sein Gesang flektierte Worte in einer Art die das Herz innerhalb eines Zuckens ergreifen konnte. Das Artwork zeigte einen auf der Bank sitzenden Bären und genau so klang auch die Musik. Quasi der Soundtrack meiner Jugend.

Seine Farbpalette stieg in der Folgezeit weiter an, sein textlicher Realbezug machte jedoch einen Schritt zurück & damit auch die Subtilität seiner Musik. 2010's My Beautiful Dark Twisted Fantasy bot immer noch die flüchtige Verletzbarkeit von "Family Business" oder "Hey Mama", jedoch stets zerrüttet durch Ego Schutzmaßnahmen. @*runaway* 's (Ja, so heißt nunmal der Song) "i don't know how I'mma manage, if one day you just up and leave" folgte ein "I sent this bitch a picture of my dick".

In 2013 war dann schlußendlich keine Menschlichkeit mehr vorhanden.

West kalkuliert seine Produkte um ein Interesse zu bewahren. Die Schwaflerei darum wie er "Erwartungen erschüttert" ist nur Krach. Seine Alben folgen mit der Ausnahme von Watch the Throne einer logischen Abfolge:

Bescheidenes Debut
Durchdachter Nachfolger
Der unambitionierte Schritt zur Seite
Das Warm-up für etwas was noch niemand kommen sieht
Ein Magnum so Opus wie das Leben
Der komplette Wechsel in die Grotesque

Welche Erwartungen kann man aber auch an jemanden stellen der zu Beginn Zugriff auf Typen wie Talib Kweli & Jay-Z hatte und kurz darauf mit Bon Iver und Andre 3000 anbandelte? Wenn einer mit dieser Singstimme seine Karriere starte sollte er mindestens überlebensgroß werden oder gleich zuhause bleiben. Solche Typen regen per Definition keine untergrabenden Aussichten an. Das macht Taylor Swift. Haha.

Wie auch immer. Genug Vorgeplänkel. Wahrscheinlich habe ich eh nur wieder die unverständliche Hälfte von dem getippt was ich dachte. The Life of Pablo beschreitet durch die Verschmelzung seines frühen Gospel-Hop's mit der fokussierten Groteskheit von Yeezus einen weiteren logischen Schritt. Dieses Ding ist sein am riskantesten arrangiertes Album. Das betrifft nichtmal die Abfolge. Das nutzlose "Low Lights" kickt das Momentum an dem die ersten fünf Songs so hart schufteten im Vorbeigehen um. Nein, ich meine die revolvierenden Klangtüren aus Sounds & Samples & Instrumenten & Beatwechseln. Ständig schlägt ein Haken den nächsten und verzwirbelt sich dabei irgendwo in der Abwärtsspirale. Dabei fühlt es sich nie nach einem Gimmick an. Selbst wenn die Strukturen oder Worte zu wünschen übrig lassen kann mann sich in dieser schieren Kollektion aus Klängen & Farben aalen.

In seinen besten Momenten fühlt sich TLoB dadurch "out of time" an, erweckt eine vertraute Atmosphäre und erreicht dadurch ein verblüffendes Level. Rihanna's Vortrag von "i just wanted you to know, i loved you better than your own kin dearrrrr" sowie der Nina Simone Soundfetzen kurz nachdem Sisters Nancy's "Bam Bam" zerfetzt wurde gehören wohl zu den schönsten Momenten der LP. Sobald Kanye Miss Simone samplet horcht man sowieso auf. Weitere Ohrenschmauser: Die satanistische Stringline von Freestyle 4, das Highwaymomentum des ansonsten faden "Fade" (der mit Abstand schwächste Song). Irgendjemand sollte dem Track den Beat klauen und unter "I Love Kanye" werfen. Das rohrende Loop von "Feedback", lauter als jeder aktuelle Rock Song garniert durch die direkteste hier zu findende Hook. Der Aha-Effekt von "i know it's corny bitches you wish you could unfollow / i know it's corny niggas you wish you could unswallow" aus "Wolves". Ein sonisches Second-rate "On Sight" mit einer "New Slaves" Parallele. Frank Oceans Fey Outro wäre der PERFEKTE Closer. Oh, und der Madlib Schulterschluss. Fantastisch. Alles was man sich darunter vorstellen & wünschen kann steckt dahinter.

Manche Songs sind auf lyrischer Ebene ziemlich bescheiden. Banales Wordplay trifft zuweilen auf nichtsnützige Teases. Aber selbst die die Second-Tier Nummern bieten noble Versuche die Ohren zu unterhalten. Zu gut sind die Leute die sich hieran beteiligt haben um etwas richtig schlechtes abzuliefern.

Als Result steht ein Album das mit seiner besten Arbeit konkurrieren kann. Zumindest im Sound. Für die Songs gilt das nicht. Ultralight Beam erreicht zB. das Klimax in dem Moment als der Chor antritt und versucht das für Plateau für weitere 4 Minuten zu halten. Melodisch ist das so reich texturiert & melodisch beeindruckend wie das beste aus seinem restlichen Katalog. Inhaltlich jedoch nur bedingt spannend. Selbst wenn die Exekution seiner Ideen von 2004-2010 weitaus besser gelang als hier ist klar: Jeder der versucht die Barrieren populärer Musik zu brechen sollte salutiert werden.
 
Heute ganz unwissend und unverhofft über die neue Platte von Moderat gestolpert. Hab's mir jetzt ein paar mal angehört, ist einfach komplett aus einem Guss. Kein Lied sticht jetzt besonders hervor, die sind alle einfach auf gleichbleibendem (hohem) Niveau. So kann ich das jetzt auf jeden Fall erstmal beurteilen.

Ansonsten hab ich noch Failed States von Propaghandi mal durchgehört, und was soll ich sagen, die Mischung aus cleanem Gesang, Hardcore und Progressiven Elementen gefällt mir doch ganz gut, bereue es fast, nicht früher mal reingehört zu haben.
 
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Heute ganz unwissend und unverhofft über die neue Platte von Moderat gestolpert. Hab's mir jetzt ein paar mal angehört, ist einfach komplett aus einem Guss. Kein Lied sticht jetzt besonders hervor, die sind alle einfach alle auf gleichbleibendem (hohem) Niveau. So kann ich das jetzt auf jeden Fall erstmal beurteilen.

Jep. Richtig gutes Album und live waren sie heute auch richtig gut drauf. :)
 
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