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Blackacidevil138 schrieb:![]()
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Beide zusammen heute bei G2Play für 9,99€ im Angebot.![]()
Jiders schrieb:Aus Selbsthass
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Grad eben bestellt. Weiß auch nicht genau, warum ichs gemacht hab.![]()
Frank schrieb:Jiders schrieb:Aus Selbsthass
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Grad eben bestellt. Weiß auch nicht genau, warum ichs gemacht hab.![]()
Ich habs dreimal durch, so schlecht kanns nicht sein. Und Bart war damals auch angetan von dem Spiel. Hätte dir aber eher zur PS3 Fassung geraten. Da wurden wenigstens die unfairen Stellen entschärft.

Master-Dan schrieb:Frank ich sympathisiere mit Deiner Art auch Gurken eine gerechte Chance zu geben und darin auch oftmals eine kleine Perle zu finden, aber egal was ich bis jetzt von Vampire Rain gesehen habe (gespielt habe ich es nicht), es sah einfach nur Abgrundtief schlecht aus und übelst nach unfairen Trial and Error Gameplay. Was hat Dich geritten es 3x durch zu zocken?![]()
:KaKun schrieb:Viel billiger bekommst du es über UK aber auch nicht wenn man noch den Versand mit einrechnet...
Zerfikka schrieb:KaKun schrieb:Viel billiger bekommst du es über UK aber auch nicht wenn man noch den Versand mit einrechnet...
12,45 € inkl. Versand
Gebraucht kriegt man das doch sicherlich für nen Zehner.
Zerfikka schrieb:zavvi.com
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Frank schrieb:Es macht Spaß, hat Charme und eine nette Story. Abgesehen davon hat das Spiel ein Gameplay, dass sich kontinuierlich entwickelt. Angefangen bei einem Splinter Cell für Arme (und mit relativ offenen Levels) wird es stellenweise sehr viel actionreicher und hat einige recht gelungene Bossfights.
Das Trail und error ist anfangs noch extrem ausgeprägt, nach den ersten Abschnitten bessert sich das Spiel allerdings und ist stellenweise überraschend offen. Fehler werden allerdings sehr selten verziehen.
Ach, lies einfach Barts Kritik von Areagames Zeiten durch:
14:22 Uhr - Der Mensch ist die Krönung der Schöpfung. Das ist anerkannt. Nun ja, was heißt anerkannt? Das hat mal ein Mensch so behauptet und keiner hat ihm widersprochen. Nun aber gedeiht unter uns eine neue Spezies, die unsere Vormachtsstellung in Frage stellen möchte. Sie werden Nightwalker genannt. Sie sind also das Gegenteil des Daywalkers, namentlich Blade. Wartet mal, hießen die nicht Vampire? Hm…nein, in "Vampire Rain" heißen die namensgebenden, nachtaktiven Blutsauger Nightwalker. Als besagte Nightwalker damit beginnen, das Problem der Weltüberbevölkerung zu beheben, gründen die Amerikaner eine Anti-Terror, Verzeihung, Anti-Vampir, wieder falsch, Anti-Nightwalker-Einheit namens AIB. Enter the player…
AIB steht für American (damit jeder weiß, in welchem Land wir sind) Information Bureau. Könnte man auch für eine Tageszeitung halten. Als Spieler übernehmt ihr dabei die Rolle des Spezialeinheitenmitgliedes John Lloyd unter Leitung des bärigen Hank Harrison. Mit im Team sind noch der leicht nerdige Hanson und die Quotenfrau Claire Kelly. Oder war es Kelly Claire? Wie dem auch sei, der Begriff Quotenfrau stimmt hier absolut, denn anders kann die ihren Job nicht bekommen haben. Wenn sie nicht gerade entführt worden ist, ist sie irgendwo von Feinden festgenagelt oder ruft um Hilfe, weil sie ihre Mission nicht alleine erfüllen kann. Und wenn doch mal alles glatt geht, ruft sie tatsächlich die Jungs an, um ihnen zu sagen, dass sie Angst habe. Nach wenigen Spielminuten muss man also feststellen: Man ist nicht wirklich das Paradebeispiel einer Spezialeinheit. Nightwalker sind ungemein stark und gefährlich. Ein einziger kann ohne weiteres eine ganze Gruppe Menschen töten. Da sollte man meinen, dass eine Spezialtruppe mit entsprechender Ausrüstung und Planung an die Sache rangeht. Aber scheinbar hat man diejenigen, die damals die Massenvernichtungswaffen im Irak gesichtet haben wollen, nun zum AIB strafversetzt. Eure Gurkentruppe ist in Unterzahl, ohne jeden Schlachtplan und nahezu unbewaffnet. Das führt dazu, dass man keineswegs als Vampir-Auslösch-Kommando ausrückt. Vielmehr heißt es, sich wo immer es geht vor den Vampiren zu verstecken. Euren Kollegen geht es da nicht besser, denn die liegen in allen Himmelsrichtungen verteilt auf den Dächern der Stadt. Man kann sich das auch so vorstellen: Das Swat-Kommando kommt zum Einsatzort mit drei Mann und mit Steinschleudern bewaffnet und muss sich hinter Blumentöpfen vor den Bankräubern verstecken. Only in america…
Das ist alles nur geklaut, He Yo He Yo…
"Vampire Rain" ist also ein waschechtes Stealthspiel. Und wo sehen wir nach, wenn wir nach den besten Stealthspielen suchen? Genau, "Metal Gear Solid" und "Splinter Cell". Ohne eines dem anderen vorziehen zu wollen dürfte es sicher sein zu sagen, dass diese beiden Titel die Könige der Schleichspiele darstellen. Natürlich macht es dann Sinn, sich beim Entwickeln eines Stealthtitels an genannten Spielen zu orientieren. Was die Entwickler von "Vampire Rain" aber gemacht haben, ist nichts anderes als je 50 % von "Metal Gear" und "Splinter Cell" zu klauen und in ihr eigenes Spiel einzubauen. Die Bewegungen im geduckten Gehen, das Menü beim Auswählen der Waffen, das gesamte HUD, die Animationen beim Hangeln und Hochziehen an Zäunen und die Sicht beim Zielen sind 1:1 aus "Splinter Cell" übernommen. Der Schriftzug "Call" während eines Anrufs eines Teammitglieds und der dabei ertönende Sound, das Kriechen am Boden und die Kampfmoves sind direkt aus "Metal Gear" entnommen. Selbst Hauptcharakter Lloyd ist ein Hyid aus Solid Snake und Sam Fisher. Seine Kleidung sieht aus wie die der Schlange, das Headset erinnert an Sam, der Hinterkopf und die Frisur wieder ganz klar an Snake. Sogar das Nachtsichtgerät ist dabei und macht das exakt selbe Geräusch wie Sams. Die Räuberleiter mit anschließendem Hochziehen des Partners kommt ebenso zum Einsatz wie das Abseilen von Häusern und beides ist wiederum haargenauso animiert wie in "Splinter Cell". Der schwarze Anführer mit der ummigen Stimme erinnert dazu noch leicht an Lambert. Es ist recht eindeutig: Die Designer haben hier nach dem Motto gehandelt: Gewusst wo.
Die Steuerung allerdings ist nicht ganz auf dem Niveau der Vorbilder. Zwar ist alles da, was man kennt und erwartet, schnelles Gehen, langsames Gehen, kriechen, an Wände drücken, klettern, alles, was Sam und Snake auch schon konnten. Alles leider eine Spur schlechter. Vor allem sind die Jungs einfach viel zu langsam. In der Zeit, in der Lloyd ein Rohr entlang gehangelt ist, hat Sam zwei Diktatoren eliminiert und drei Atombomben entschärft. Das Schießen funktioniert wie in "Splinter Cell", mit X wird die Waffe gezogen, mit R gefeuert. Das Zielen ist leider nicht immer so genau, wie man es gerne hätte. Am meisten allerdings nervt das langsame Klettern und nicht zuletzt das automatische Festhalten an Vorsprüngen, wenn man doch nur eben drüber springen will. In den meisten Fällen schafft es unser Held trotzdem, sich festzuhalten, sodass man ihn per Knopfdruck zwingen muss, sich fallen zu lassen. Dadurch wirkt das Game manchmal recht zäh.
Willst'n MG oder brauchst du was, was wirkt?
Nachdem man nun sowohl die etwas schwächlich ausgestattete "Spezial"-Einheit und die Dreistigkeit des Ideenklaus geschluckt und sich mit der Steuerung angefreundet hat, kann man sich wieder dem eigentlichen Spiel widmen. "Vampire Rain" ist in verschiedene Missionen unterteilt. Eure Aufgaben bestehen meist darin, von Punkt A nach Punkt B zu kommen. Manchmal müsst ihr an Punkt B noch etwas tun, meist aber folgt eine kurze Cutszene und anschließend dürft ihr weiter ziehen zu Punkt C. Eure wichtigsten Hilfsmittel sind der Radar und eure Nightvision. Mit letzterer könnt ihr die Vampi… Nightwalker auch in ihrer menschlichen Gestalt erkennen, sodass sie auf eurem Radar angezeigt werden. Jetzt müsst ihr zusehen, dass ihr ohne von einem der Nightwalker entdeckt zu werden, an euer Ziel kommt. In jedem guten Stealthspiel wird der Spieler zum unauffälligen Verhalten dadurch motiviert, dass er keine guten Karten im direkten Kampf hätte. Dieses Konzept erlebt in "Vampire Rain" eine völlig neue Dimension. In der Sekunde, in der ihr entdeckt worden seid, könnt ihr den Controller hinlegen, denn ihr seid tot. Wenn der rote Schriftzug "Vorsicht" erscheint, ist das Spiel für euch bereits beendet. Die Nightwalker sind nicht abzuschütteln. Egal, wo ihr euch versteckt, sie finden euch immer und in jedem Fall und stellen damit das genaue Gegenteil der Ninja aus "Tenchu Z" dar. Wegrennen ingt nichts, denn die Nightwalker sind die reinsten Nightrunner, sprich sie sind um ein Vielfaches schneller als ihr. Sie überspringen ganze Häuser und entdecken euch auch noch im entlegensten Winkel der Stadt. Widerstand ist absolut witzlos, die meisten Waffen sind ohne jede Wirkung. Selbst ganze MG Magazine verpuffen ohne Wirkung. Ein einziger Treffer der Nightwalker reißt euch fast die gesamte Energieleiste weg. Gleichzeitig seid ihr nach diesem Treffer bewegungslos und kassiert immer den zweiten, nun endgültig tödlichen Treffer. Da fragt man sich wozu man überhaupt eine Energieleiste hat, die obendrein regenerierbar ist. Gegen die Nightwalker jedenfalls hilft sie euch nichts. Damit ist "Vampire Rain" eines der erbarmungslosesten Spiele der letzten Jahre. So hart auch das Original "Splinter Cell" war, es war möglich, dort mit einem oder zwei Fehlern durch die Mission zu kommen. In "Vampire Rain" ist jeder Fehler gleichbedeutend mit dem GameOver. Hier kommt wieder das absurde Prinzip zum Tragen, dass eure Spezialeinheit mit ihrer eigentlichen Aufgabe hoffnungslos überfordert ist.
Wie du spielst, entscheiden immer noch wir!
In bestimmten Missionen erhaltet ihr allerdings ein Scharfschützengewehr oder eine Schrotflinte, mit denen ihr endlich halbwegs in der Lage seid, euch zu wehren. Dies entscheidet aber das Spiel nach Lust und Laune. Das Schöne daran ist, dass es einiges an Abwechslung ins Spiel ingt. Mal seid ihr als Sniper unterwegs und eliminiert alle Nightwalker in der Umgebung, ein anderes Mal seid ihr mit einer Pumpgun auf engem Raum eingesperrt und müsst euch der Nightwalker von nahem entledigen. In der nächsten Mission steht ihr plötzlich wieder nackt dar. Nackt bedeutet in diesem Falle tatsächlich bewaffnet mit einem MG und einer Pistole. Die kann man aber beide auch zu Hause lassen. Dann wiederum heißt es plötzlich von eurem Chef, dass man keine Munition mehr habe, obwohl ihr nach der letzten Mission noch genug für einen Angriffskrieg dabei hattet. Wo ist das alles geblieben? Das Game schreibt euch vor, wann ihr schleicht und wann ihr kämpft. Im späteren Spielverlauf gesellen sich neben den Nightwalkern neue Gegner hinzu. Es handelt sich hierbei um eine Art Söldner, die allerdings ebenfalls nicht menschlich sind. Kurios: Diese Söldner machen mit den für euch unbezwingbaren Nightwalkern kurzen Prozess, lassen sich aber von eurer Truppe wiederum relativ leicht mit den Standardwaffen ins Jenseits befördern. Wie gesagt, die nötige Abwechslung wird geboten, aber in dieser Form fühlt man sich einfach ein wenig bevormundet. Alles im Spiel wirkt irgendwie gewillkürt. Dafür spricht auch die je nach Mission vorgegebene Begrenzung der Stadt, die es verhindert, dass ihr ein bestimmtes Areal verlasst. Etwas nervig ist auf Dauer auch das Stop-and-Go Prinzip des Spiels. Alle paar Meter degradiert euch das Spiel zum Zuschauer, zeigt eine kurze Cutszene, spielt euch einen Anruf eines Kollegen vor oder präsentiert euch schlicht eine kurze Kamerafahrt zu eurem nächsten Ziel. Auch hier erinnert man sich wieder an "Metal Gear Solid", wenngleich die Sequenzen längst nicht so lang sind.
Könntest du bitte mal aufhören, zu sterben?
Vielerorts ist man auch zu zweit oder dritt unterwegs, was immer wieder das Problem der Künstlichen Intelligenz eurer Kollegen mit sich ingt. Gerne rennen sie mitten in den Kugelhagel eurer Gegner oder noch schlimmer, sie schubsen euch einfach mal aus der Deckung in die Schusslinie. Natürlich ist das Spiel vorbei, wenn einer eurer Kameraden stirbt. Diese Sequenzen haben daher ebenfalls großes Frustpotential. Neben normalen Gegner bietet das Spiel einige Bosskämpfe. Wer jetzt meint, diese müssten ja unmöglich sein, wenn schon gegen die ganz normalen Straßenwalker kein Kraut gewachsen ist, der wird ganz schön staunen. Die großen, extrem starken Elite-Vamp….Nightwalker richten kaum Schäden an. Dazu lassen sie euch auch immer genug Zeit, eure Leiste zu regenerieren. Um die Wahrheit zu sagen, die Bosskämpfe in "Vampire Rain" sind geradezu leicht. Erneut resultiert aus der Willkür des Games eine kuriose, wenn nicht gar absurde Situation.
Einmal wenden, bitte!
Das klingt bisher ja erstmal alles furchtbar. Deutlich furchtbarer als es eigentlich ist. Also fangen wir noch einmal von vorne an und zählen diesmal die guten Seiten auf. "Vampire Rain" will ein Horror-Spiel sein, das Spannung vermittelt. Und größer kann der Horror kaum sein als vor Gegnern, von denen man weiß, dass sie einen in Stücke reißen sowie man gesehen wird. Der Spannung ist dadurch auch genüge getan, denn wenn man unter einem LKW lauert, vor dem sich zwei Nightwalker über das Wetter unterhalten, dann sind schweißnasse Hände garantiert. Es ist richtig, dass jeder Fehler sofort tödlich endet. Wer sich aber ein klein wenig Zeit nimmt und sich etwas umschaut, der muss eigentlich keine Fehler machen. Außerdem wird der Frustfaktor durch viele Checkpoints deutlich gesenkt. Die Örtlichkeiten sind zwar sehr begrenzt, bieten aber trotzdem immer einen guten Weg an den Feinden vorbei. Da muss man schon mal nach links gehen, wenn man nach rechts will, aber es gibt immer eine Möglichkeit. Sehr gut gelungen ist die Storyline des Games. Nach einem eher lahmen Anfang nimmt die Geschichte richtig Fahrt auf, überzeugt mit überraschenden Wendungen und liefert sogar zum Teil (aber auch wirklich nur zum Teil) Erklärungen für die Unterlegenheit eurer Truppe gegenüber den Nightwalkern. Die Geschichte allein schafft es später, den Spieler an der Konsole zu halten, auch wenn einige Schlüsselcharaktere noch ein wenig mehr Zeit bei ihren Auftritten vertragen hätten. Die Bosskämpfe mögen sicherlich die Frage aufwerfen, warum die Fußsoldaten soviel stärker sind als die Bosse, aber sie sind allesamt sehr gut inszeniert. Die Gegner haben Charakter und Persönlichkeit, greifen nach eigenen Mustern an und verlangen besondere Strategien und teilweise sogar Teamwork. Genau so müssen gute Bosskämpfe aussehen. Für "Vampire Rain" gilt folgendes: Je länger man spielt, desto besser wird das Game.
Ich kann kein Blut sehen
Jedenfalls nicht im eigentlichen Spiel, denn die Nightwalker lösen sich auf, wenn sie getroffen sind. Aber die Umgebungen und so mancher Leichenfund zeigen schon ein erschreckendes Bild, das locker aus einem guten Horrorfilm stammen könnte. Als Highlight wären die auf Straßenschilder gespießten Spezialeinheiten zu nennen, abgetrennte Gliedmaßen inklusive. Auch manche Zwischensequenz ist schön blutig gehalten und der GameOver Bildschirm, den ihr oft sehen werdet, geizt auch nicht mit dem roten Saft. Demnach ist das Spiel auch mit der Kennzeichnung "Keine Jugendfreigabe" versehen worden. Denkt man sich aber die wenigen Szenen aus dem Spiel raus, wäre ob des eigentlichen Gameplays wohl eine 16er Freigabe drin gewesen. "Vampire Rain" schafft zwar durchaus eine harte Atmosphäre, ist aber weit davon entfernt, ein Gore-Festival zu sein.
Vampire Rain = Vampire Reign? Ach soooooo….
Technisch kann das Game eigentlich nur durch den namensgebenden Regen beeindrucken. Der Regen beeinflusst die Sinneswahrnehmung der Nightwalker, deswegen arbeitet unsere Truppe nur im strömenden Nass. Am Boden bilden sich spiegelnde Pfützen, an den Körpern und Gesichtern unserer Helden perlt das Wasser ab. Es sieht schon sehr nett aus. Der Rest ist leider höchstens Durchschnitt. Es herrscht akute Farbarmut, es fehlt Schärfe und auch die Lichteffekte sind eher lau. Dazu ist die Umgebung wenig interaktiv, bis auf ein paar Kisten und Schlösser ist nichts der Zerstörung zugänglich. Sämtliche Animationen sind eher mäßig. Grad, wenn die Bewegungen denen des Sam Fisher nachempfunden sind, drängt sich der Vergleich auf und hier bewegt sich Sam selbst im 2002er Original besser und geschmeidiger als Lloyd. Extrem lächerlich wirken allerdings die Bewegungen der Nightwalker. Beim Rennen sehen sie so dämlich aus, dass man meinen könnte, sie wären im Zeitraffer gefilmt worden. Im Inneren von Gebäuden wird die Grafik noch mal etwas schlechter, es fehlt an allem, was das Spiel lebendig machen könnte. Einfarbige Wände, so gut wie keine Einrichtungen und ewig gleich aussehende Kisten lassen nie den Eindruck entstehen, dass man auf einer Xbox360 spiele. Ohne die Regeneffekte kann man hier fast von minimal aufpolierter PlayStation2 Grafik sprechen (wobei die "God of War" Reihe ausgenommen ist). Ein "Splinter Cell: Chaos Theory" jedenfalls sieht im Vergleich besser aus.
Der Sound geht grundsätzlich in Ordnung. Insbesondere der prasselnde Regen klingt immer gut, beim Betreten und Verlassen eines Gebäudes aber verschwindet der Sound zu aupt. Alle Waffen sind mit Schalldämpfern ausgestattet, sodass man auf knallende Waffeneffekte weitestgehend verzichten muss. Lediglich zum Finale hin erhält man ein lautes Scharfschützengewehr. Das Game bietet wieder mal nur die englische Sprachausgabe mit deutschen Untertiteln. Die Synchronisation reicht von nervig über annehmbar bis gut. Hank Harrisons Sprecher macht dabei den besten Job. Seine Stimme ist so schwarz und stark, wie man sie sich beim Anblick des Soldaten vorstellt, seine Tonlage zeugt von Charakter, Selbstbewusstsein und Autorität. Hauptcharakter Lloyd klingt dagegen öfter etwas blass und unscheinbar. Extrem nervig ist Hanson, denn in jedem zweiten Satz erzählt er euch, dass er gerade irgendwelche Koordinaten sende. Die meisten Nightwalker haben eine etwas seltsame Sprechweise an sich, das könnte allerdings durchaus beabsichtigt sein, wovon wir im Zweifel hier mal ausgehen wollen. Dagegen spräche allerdings, dass die Primewalker (die Obervampire) wieder ganz normal reden.Das Spiel bietet im Singleplayer Spaß innerhalb der bekannten Zehn-Stunden-Grenze, sofern ihr euch nur auf die Plot-Missionen konzentriert. Ihr könnt anschließend die Missionen erneut spielen, um euer Ranking zu verbessern oder an diversen Trials teilnehmen, die mehr Gameplay ohne Storybezug bieten. Auch der Onlinemodus fehlt nicht und bietet eine ganze Menge Standardkost wie Capture the Flag (hier The Flame, aber das Prinzip ist das gleiche), Deathmatch, TeamDeathmatch, also alles bekannt. Das Besondere ist, dass ihr euch hier in einen Nightwalker verwandeln und so richtig aufräumen könnt. Endlich könnt ihr das Angstgefühl, das ihr im SinglePlayer erlebt habt, an andere weitergeben. Die Geschwindigkeit und Kraft eines Nightwalkers selber walten zu können, ist in der Tat ein großer Bonus und wertet den Onlinemodus und damit das ganze Spiel stark auf. Leider kann die Grafik nicht wirklich mithalten. Ohne die Regeneffekte sind alle verfügbaren Karten extrem karg und eintönig geraten. Wenigstens lief das Spiel immer lagfrei, auch Verbindungsabüche gab es keine, allerdings scheint das Spiel online nicht unbedingt auf dem ersten Platz der Beliebtheitsskala zu stehen. Man aucht schon etwas Glück und Geduld, um Mitspieler in ausreichender Anzahl zu finden.
Mal abgesehen davon, dass "Vampire Rain" der wohl dreisteste Fall von Plagiatismus ist, den die Videospielindustrie in langer Zeit gesehen hat, muss man festhalten, dass es eine ganze Menge Fehler hat. Das fängt an bei einer Technik, die locker von fünf Jahren alten Xbox Spielen in den Schatten gestellt wird und geht nahtlos über zu den gnadenlosesten Gegnern aller Zeiten. Die Waffen eurer Truppe sind gegen die Nightwalker zumindest absolut nutzlos. Deshalb sind die ersten Missionen auch die reinste Tortur. Es geht nur darum, den Weg zu finden, der gerade nicht patroulliert wird und zum Ende zu kommen. Die Story wirkt hier ebenfalls extrem ausgelutscht und die Militärtypen als Hauptfiguren versprühen zunächst wenig Charme. Wer deswegen früh aufhört zu spielen, macht aber einen Fehler.
Denn das alles ändert sich mit den späteren Missionen. Die Story wird plötzlich interessant, überrascht mit geschickten Plot-Twists, führt coole Bosse ein und gibt euch endlich die eine oder andere Waffe, die auch gegen Nachtläufer funktioniert. Nachdem man sich an das Gameplay gewöhnt hat, geht auch das Schleichen besser von der Hand. Snipermissionen, Nahkämpfe, Bossgegner und Gefechte mit ebenbürtigen Gegnern, gegen die endlich die Standardwaffen funktionieren halten das Game bis zum Ende frisch, abwechslungsreich und tatsächlich sehr spaßig. Es kann durchaus passieren, dass der geneigte Spieler, der das Spiel in den ersten drei Missionen verflucht hat, nach dem Abspann plötzlich nickend sagt: Das war ja gar nicht mal so schlecht.Man kann natürlich nicht übersehen, dass das Spiel förmlich nach Trash bzw. Budget schreit. Zu einem guten Preis ist "Vampire Rain" jedenfalls definitiv zu empfehlen. Die Mischung aus Stealth, Militär und Horror macht Spaß, wenn man die Geduld und Nerven hat, dem Spiel die Chance zu geben, sich zu entfalten.
Und das ist nur der Test der schwächeren Xbox Fassung, die PS3 Fassung hat Fruststellen (hab bei einem Boss auf der 360 locker 50 Versuche gebraucht) und nen Tick bessere Optik (wobei dass bei der Grafik nichts mehr rausreist) sowie größeren Umfang.
Wobei manche Passagen auf der Playstation fast schon zu leicht wurden.


KaKun schrieb:Also für dich Dan wäre das glaube ich ein idealer Titel...![]()

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