Eine Fantasyreihe die ein bisschen an "Das Lied von Eis und Feuer" erinnern soll. Und wenn sie nur halb so gut ist wie das Werk von G.R.R. Martin dann weiß ich schon, dass mir das Buch gefallen wird....ich hoffe es zumindest sehr denn ich brauch mal wieder was brauchbares an Fantasy nachdem ich mich jetzt durch sieben Bände aus der Forgotten Realms Reihe, mal mehr, mal weniger durchgequält habe. Diese habe ich jetzt auch nach diesem
Machwerk abgebrochen. Wo die bisherigen Bände ja wenigstens noch eine mehr oder weniger brauchbare Low-Fantasy Storyline besaßen beschränkt sich dieses Buch darauf die unzähligen Kämpfe eines Superelfen und seiner Fantastic Four Kampftruppe in einem unterirdischen Höhlensystem zu beschreiben. Und beschreiben ist wirklich ein treffendes Wort, denn was dem Band an Story und Abwechslung oder imposanten Schauplätzen oder Spannung oder überhaupt allem fehlt was ein gutes Buch ausmachen sollte wird hier versucht durch die unglaublich detaillierten nicht enden wollenden Schilderungen verschiedener Kampfmoves wett zu machen.
Stellenweise kommt man sich vor als würde man das Drehbuch für einen Martialarts Film lesen. Kämpfe werden da auf unzähligen Seiten regelrecht zelebriert und wenn man denkt, dass man den Mist jetzt endlich hinter sich hat und es weitergeht steht schon der nächste Kampf an. Das liest sich einfach nicht wie ein Buch, sondern eher wie die Beschreibung eines Hack&Slay Videospiels...
Abegsehen davon gehen einem die immer wieder rezitierten Stereotypen unheimlich auf die Nerven. Nach dem 5000sten Mal weiß man, dass der Barbar unheimlich stark ist und ihm die Adern in seinen aufgepumpten Muskeln ständig zu platzen drohen...dass der Zwerg unheimlich zäh und so hart wie Berggestein ist und auch, dass der Dunkelelf unheimlich geschickt und quasi unbesiegbar ist....
Also schreiben kann der Autor RA Salvatore jedenfalls nicht. Selbst wenn man es mit dem Maßstäben der Low-Fantasy misst.






