Assassins Creed Origins (Xbox ONE X)
Gestern bin ich mit der Hauptquest fertig geworden und habe auch sonst alle Nebenquests abgeschlossen (zusammen insgesamt 126 Quests) sowie alle Schauplätze absolviert. Gebraucht habe ich laut Spielstandsanzeige insgesamt 73 Stunden.
Ich bin wirklich begeistert von Origins. Es spielt sich einfach so unglaublich gut. Das Kampfsystem geht wunderbar von der Hand und ist sehr dynamisch. Und im Verlauf des Spiels kann man auch noch richtig gute Fähigkeiten freischalten, wodurch sich immer wieder neue Möglichkeiten ergeben, wie man im Spiel vorgehen kann. Das ist auch ein Grund, warum mich die vielen Quests und Schauplätze nicht langweilten, trotzdem sich angesichts deren hoher Anzahl natürlich irgendwann vieles wiederholt. Ich habe vor allem immer versucht unentdeckt zu bleiben, auch wenn man es gerade im weiteren Verlauf des Spiels nicht muss, da Bayek richtig mächtig wird und es eine wahre Freude ist, sich durch Gegnermengen zu schnetzeln. Selbst die anfangs so furchteinflößenden Phylakai verlieren irgendwann ihren Schrecken.
Aber auch die von mir bevorzugte leise Vorgehensweise macht eben Spaß. Schön einen nach dem anderen mit der versteckten Klinge meucheln. Dann deren Leichen noch vergiften, sodass andere Feinde, die sich der Leiche nähern, davon angesteckt werden und selbst so ein Gift verströmen, welches wiederum andere ansteckt und so schön zugucken, wie sie nach und nach alle zugrunde gehen

Oder mit Pfeil und Bogen Kopfschüsse verteilen. Später schaltet man dann noch eine Fähigkeit frei, mit der man einen abgeschossenen Pfeil sogar in der Luft steuern kann. Schade nur, dass die Steuerung hier sehr direkt reagiert, was das Zielen etwas erschwert. Aber irgendeinen Haken muss es halt geben

Zugegeben, ein Umstand, der das leise Vorgehen erleichtert, ist der eher kleine Aufmerksamkeitsradius der Gegner. Eine Wache will nicht bemerken, wenn ich ihrem Kollegen drei Meter daneben einen Kopfschuss verpasse und dieser tot umfällt? Oder wozu steht beispielsweise eine Wache oben auf einem Turm einer Garnison und schaut in die Pampa, wenn sie sich doch nicht daran stört, dass ich mich anschleiche. Die müsste mich doch wenigstens unter Beobachtung haben. Vielleicht wollten die Entwickler dem Spieler auch einfach Nervigkeiten ersparen.
Wie dem auch sei...Ein weiterer Aspekt, warum mich das Spiel zu keiner Zeit langweilte ist die Spielwelt, welche wirklich wunderschön gestaltet wurde. Trotz der schieren Größe ist diese durch und durch stimmig und voller Details. Das ist schon echt beachtlich. Sei es Alexandria mit ihrem weithin sichtbaren Leuchtturm, die Pyramiden von Gizeh, diverse Seen, Dörfer und kleine Städte, Weinanbaugebiete oder einfach nur die karge Wüste, alles sieht geil aus und lädt dazu ein, einfach nur den Blick schweifen zu lassen und den Anblick zu genießen. Die geniale, knackscharfe Grafik und eindrucksvolle Weitsicht tun ihr Übriges.
Man fühlt sich einfach wohl in Ägypten, welches sehr belebt wirkt. (Aber auch nur, wo man es erwartet und nicht beispielsweise in der Wüste). Die Leute gehen ihrem Tagwerk nach, betrieben Feldarbeit, Boote und Schiffe schippern auf den Gewässern umher und und und. Nur manche Kommentare kann man irgendwann nicht mehr hören.
Right decision Gerred.
Abschließend bleibt mir noch zu sagen, dass Ubisoft mit Assassins Creed Origins ein richtig rundes Gesamtpaket geliefert hat von enorm hoher Qualität. Für mich ist das hier auch noch nicht zu Ende, denn die Erweiterungen warten schon.