Nach 2 Tagen hier nun meine ersten Eindrücke von Dirt Rally.
Rig:
Fanatec CSW V2, Formula Rim, CSP V1.
2 Bodyshaker gesteuert von Simvibe unter dem Sitz
Einstellungen im Spiel:
Fahrhilfen aus, automatische Kupplung, manuelles Schalten
Ansicht:
Cockpit, visuelle Ansagen deaktiviert
Fahrzeug:
Bisher nur der Alpine
Bisher absolvierte Meisterschaften:
Open, Clubman
Habe nun mit der Professional Meisterschaft angefangen.
Pikes Peak und Rally Cross noch nicht angeschaut.
Zu allererst fällt der hervorragende Sound auf. SimBin hätte es nicht besser machen können. Einfach nur top. Motoren klingen kernig, gerade der Alpine ist eine Wonne für die Ohren. Verschiedene Untergründe machen sich akustisch bemerkbar, Kieselsteinchen rasseln im Radkasten, einfach alles so, wie man es sich wünscht. Sound hört sich auch nicht so gequetscht komprimiert lasch an wie z.B. bei PCars.
Das Wheel und die Pedale werden unterstützt, auch die Ganganzeige und der Schaltblitz des Rims werden vom Spiel mit den entsprechenden Daten gefüttert. Die Pedale werden auch unterstützt. Simvibe bekommt auch brav die Telemetriedaten, so dass die Bodyshaker eindrucksvoll die Fahrbahnoberfläche abbilden können.
Bei entsprechend eingestellter Lenkempfindlichkeit ist es kein Problem, das Fahrzeug mit dem Formular Rim sicher um die Kurven zu zirkeln, auch wenn bauartbedingt kein Umgreifen möglich ist. Da ich eher vom Roadtrack komme, wird die Handbremse nicht benutzt, es wird halt etwas langsamer um die Kehre gefahren, wobei gerade der Alpine auch ohne Handbremse freudig mit dem Heck kommt und somit gut und sicher in die Kehre getrieben werden kann.
FFB:
Habe kaum etwas am FFB geschraubt. Drohender Gripverlust ist für mich nicht spürbar, aber bei einer Rally auch unwichtig, da die Bodenhaftung ja nur eine untergeordnete Rolle spielt. Ansonsten verrichtet das FFB einen hervorragenden Job, und man weiss eigentlich immer, was die Karre so treibt. Bodenwellen und Sprünge werden sehr gut spürbar ans Wheel und die Bodyshaker übertragen, nach meiner ersten längeren 8 Minuten Etappe ist erstmal Pause angesagt, um die Oberarme wieder auf Kurs zu bringen, es zerren schon massive Kräfte daran.
Physik:
Macht Spaß und fühlt sich toll an. Und man lernt sofort die allerwichtigste Regel: Langsam! Ankommen ist wichtiger als Topspeed. Lieber vor dem Sprung Fuß vom Gas und schauen, dass die Karre gerade steht, denn sonst wird es schwer, nach der Landung das Fahrzeug zu kontrollieren.
Copilot:
Präzise Ansagen, auf die man sich blind verlassen muss aber auch kann. Hier wird mit dem Ohren gefahren. Wenn das Gebetbuch "Links 3 macht zu" sagt, dann kommt auch Links 3, bei der der Radius enger wird. Der Copilot ist unerlässlich und es ist einfach nur pure Freude, nach seinen Angaben zu fahren.
Fazit:
Wer sich auch nur ein bisschen für virtuellen Rennsport begeistert, kann hier bedenkenlos zugreifen. Das Spiel macht das, was es macht, richtig, richtig gut. Fahren und sich wohlfühlen ist die Devise. Auch sogar für ein schnelles Ründchen nach Feierabend geeignet, dann heisst es jedoch "höchschte Konzentration", aber nach wenigen Minuten ist die Anspannung ja schon wieder vorbei.