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Die Kilos müssen purzeln

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Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Frequenzberater schrieb:
Das hab ich mich auch gefragt. Habe mich vor meinem Urlaub sehr Kohlenhydratarm ernährt. Im Urlaub dann täglich Bier getrunken und mit dem restlichen Kalorien-/Fett- und Kohlenhydratbomben auch nicht gespart. Das Ergebnis bekam ich dann schwarz auf weiß von meiner Waage:
Von 79,6Kg auf 84,1Kg.

@Wombi:

Ja das vermute ich auch. Gehe auch davon aus dass ich diese Kilos wieder recht schnell los bin.

So wars dann auch... Heute gewogen und ich bin wieder bei 78Kg :headbang:
 
Hier mal mein Zwischenstand. 16 Kilo in 17 Wochen. Aktuell 77kg. :dhoch:

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Glückwunsch!

Wir entwickeln uns übrigens ziemlich identisch :D Am Dienstag ist bei mir wieder Wiegetag und ich prognostiziere bei mir ebenfalls die 77 Kg.
Habe mir jetzt übrigens die 76Kg als Endziel gesetzt. Danach werde ich meine Ernährung so langsam wieder auf normale Bahnen lenken und schauen dass ich das Gewicht halte.
 
Ich hab ein Problem. Es wirkt total lächerlich, aber es belastet mich ungemein. Ich hab letzten Montag wieder mit Sport angefangen, bin Laufen gegangen, hatte danach dann drei Tage den schlimmsten Muskelkater ever und konnte mich kaum bewegen, aber naja, war auch sehr aus allem raus. Aber sobald ich in irgendeiner Weise Sport mache, krieg ich nach allem, was ich dann esse, totale Gewissensbisse und Schuldgefühle, als würde ich mir damit selbst Steine in den Weg legen. Je nachdem was es war, fühle ich mich richtig schlecht nach dem Essen, obwohl ich weiß, dass ich mich regelmäßig bewege und das Abnehmen nunmal länger dauern kann.

Bei meinen letzten 12 Kilo vor einigen Jahren kam es mir nicht so furchtbar vor, aber jetzt fühle ich mich immer total undiszipliniert. Neulich hab ich mir abends zwei Pfannkuchen gemacht und obwohl ich dreimal die Woche je eine Stunde Sport gemacht habe, ging es mir danach mental total dreckig und ich hab mich richtig geschämt und geärgert, dass ich mir nicht einfach einen Apfel reingezogen habe.

Und ich weiß, dass es mir egal sein sollte, was andere über mich denken, aber in meinem Kopf schwebt über mir diese fette, leuchtend-rote 30 und ich hab nichtmal ein oder zwei Kinder, mit denen ich dieses gesundes Moppeldasein entschuldigen könnte, also fühle ich mich total schrecklich. -____-

(Hab die Woche jetzt trotz Chips und Pfannkuchen 1 Kilo runter...es ist also total irrational, was da in meinem Kopf vor sich geht.)
 
Das Gefühl an sich ist relativ normal, habe ich auch, wenn ich mir trotz Sport nebenbei was Ungesundes reinwerfe. Vielleicht hilft es, wenn du dir einen (oder anfangs auch zwei) Tag der Woche für "sündiges" Essen reservierst und die restliche Woche strikt bei deinem Diätplan bleibst. Dann wirst du an diesem einen Tag auch keine Schuldgefühle haben.
 
Was soll man dir da schon raten? Versuch dir weniger GEdanken zu machen. Ich bin bald 35, und leicht fällts mir auch nicht, aber trotzdem hab ich in den letzten Wochen jetzt 14kg abgespeckt, hauptsächlich durch den Sport. Und Schuldgefühle muss man wegen sowas doch nicht haben. Ich sage mir immer, früher hätte ich das auch gegessen, aber jetzt mache ich Sport, also kann ich mir jetzt diese Sünde auch locker erlauben. Wenn ich schon nicht abnehme, dann nehm ich immerhin auch nicht zu, wenn ich mal über die Stränge schlage, eben weil ich die Kalorien ja durch den Sport verbrenne.
Wurde gestern auch in den McDonalds genötigt und hab nen Maxi-Menü gegessen. Heute morgen zeigte die Waage dann trotzdem 1 Kilo weniger als am Samstag.
 
Wenn dich der Konsum von ungesunder Nahrung so sehr belastet, dann lass es doch sein? Oder isses so, dass du in nem Moment hartes craving nach z.B. Schokolade hast, die dann auch richtig lecker ist wenn du sie isst, aber so danach (oder kurz bevor sie aufgegessen ist) dir der Gedanke kommt, dass das grad voll nicht hätte sein müssen?

Sollte letzteres sehr häufig vorkommen, kann das unschön enden.
 
Hm, hm, hm. Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll. Ich finde diese Diäten furchtbar. Die ganze Einstellung hinter diesem Verzichten und dann einen oder zwei Tage sündigen, kann vielleicht funktionieren. Ich persönlich glaube aber nicht daran und halte das für ungesund und irgendwie auch dämlich. Besonders, wenn ich dann solche Geschichten höre wie eben jetzt von Alexicious.

(Lebensgeschichte incoming)
Ich war der Klischeezocker. Jeden Tag stopfte ich Scheiße in mich rein. Morgens Toastbrot mit Nutella, in der Schule dann irgendwelche Streuselschnecken, Schokoriegel und Kakao, auf dem Weg nach Hause gab es Burger und als ich angekommen bin halt Fertigpizza mit Cola, Gummibärchen und eine Tafel Schokolade. Das war wirklich ein 08/15-Tag bei mir. Ich erschrecke gerade selbst etwas, wenn ich das lese.

Meine Figur sah jedenfalls dementsprechend aus. Okay, ich war nicht der fette Zocker, sondern der dürre. Die dickste Stelle an meinem Arm war der Ellbogen, meine Brust war eingefallen und trotzdem habe ich es geschafft einen Bauch und schwabbelige Oberschenkel zu haben. Die Ernährung wirkte sich aber nicht nur auf meine Figur aus. Meine Haut war unrein, kränklich und blass. Ich habe schlecht geschlafen und fühlte mich wie ausgekotzt.

Irgendwann, ich war 17 und gerade in eine eigene Wohnung gezogen, hatte ich Lust auf Süßes. Ich ging also zum nächsten Supermarkt und holte mir meine typische Nachmittagsportion, Gummizeug und Schokolade. (Man braucht beides, weil man vom einen Bock auf das andere bekommt!) Schon auf dem Weg nach Hause riss ich die Packung Yoghurt-Gums auf und fing an mich damit vollzustopfen. Ich weiß nicht genau, was mich dazu bewegte, aber ich fühlte mich unwohl in meinem Körper, schaute kurz auf die Zutatenliste und warf die halbvolle Tüte weg. Und die Schokolade gleich hinterher. Ich wollte nie wieder so eine Scheiße essen.

Und so begann ich krasse Diäten. Kein Zucker, kein Weizenmehl, keine Milch, Low Fat, Low Carb, Low Glycemic. Es war furchtbar. Ich war völlig verwirrt im Kopf. Ich habe hauptsächlich Vollkornhaferflocken und Schwarzbrot mit fettarmer Putenbrust gegessen, abends dann Tunfisch im eigenen Saft. Das Interessante und Positive war, dass ich mich trotz der einseitigen Ernährung deutlich besser fühlte. Mein Körper fühlte sich gesünder an. Die Schattenseite war, dass ich die ganze zeit Bock auf 'etwas Richtiges' hatte, also erlaubte ich mir ziemlich schnell Sünden. Bei mir war das Obst. Obst hat in meiner Diät einen Blankocheck bekommen. No Limit! Und das nahm ich ernst, also habe ich mir eben mal 2kg Äpfel und anschließend 1kg Bananen reingepfiffen, dazu fast täglich Weintrauben und anderes Obst. Oh man, wie dämlich das klingen muss. Da Nüsse auch gesund sind, habe ich sie mir auch irgendwann erlaubt. Das wurde dann ähnlich extrem. Und trotzdem reichte mir das nicht und ich bekam Heißhungerattacken auf Schokolade, Torte und so. Und hasste mich dafür. (Ich bin keine Frau!)

Das ist ein Extrembeispiel, aber vielleicht kann man daraus etwas lernen. Ich zumindest konnte das. Ich atmete tief durch, verwarf all meine alten Pläne und begann nachzudenken. Ruhig und vernünftig. Das müsste übrigens mindestens ein ganzes Jahr nach dem Anfang der Radikalkur gewesen sein. Als sehr internetaffiner Mensch habe ich mich schon immer über jeden Schritt in meinem Leben gut im Voraus informiert. Und dieses Mal natürlich auch. Ich schaute mir noch einmal alle möglichen Diäten an, wurde damit nicht glücklich und las mich tiefer in die Materie hinein. Irgendwann kam ich zu einem sehr einfachen Entschluss. Ich wollte mich einfach gesund ernähren. Rational und gesund. So gesund wie möglich.

Mein Grundsatz war die 'gesunde Alternative'. Ich habe gut, reichhaltig und lecker gekocht, aber immer den gesündesten Weg eingeschlagen. Viel Geflügel und Fisch, nur Vollkornprodukte, Naturreis, massig Gemüse und Obst. Natürlich waren auch Sahnesaucen erlaubt, aber hey, mir reicht ein halber Becher für 500g Nudeln und anstatt Butter gibt es nur einen Tropfen Öl. Zum Überbacken von Aufläufen eignet sich auch richtig gut Mozarella light. Hat eine super Konsistenz. Und Süße gibt auch Honig.

Ich machte es mir einfach. Ich hatte nie das Gefühl auf etwas zu verzichten. Nie! Ganz im Gegenteil. Mein Geschmack entwickelte sich mit meinem Bewusstsein. Mein Gaumen hat sich meinem Essen angepasst und empfand leichtere Geschmäcker viel intensiver als früher. Dadurch konnte ich mit deutlich weniger Fett und Süße auskommen und das Essen schmeckte viel raffinierter, weil z.B. Gemüse viel stärker zum Geschmack beitragen konnte und feinere Nuancen rauszuschmecken waren. Junk-Food und Mischemasche-Kindergarten-Futter sind für mich mittlerweile ungenießbar, weil sie viel zu langweilig schmecken - und nach dieser Langeweile viel zu stark. Eine einfache Tomate ist dagegen richtig lecker.

Das klingt jetzt alles etwas fanatisch und unglaubwürdig, aber ich bin so überzeugt davon, dass jeder der seine Ernährung umstellen will, erst einmal damit anfangen sollte, sich einfach gesund zu ernähren. Mir hat das mein ganzes Leben verändert. Ich genieße das Essen jetzt und ich brauche keine 'Endorphinspeisen'. Ich muss nicht mehr auf sie verzichten. Wenn mir jemand etwas Süßes anbietet, dann lehne ich dankend ab. Und wenn es sein Geburtstag ist, und er darauf besteht, dann esse ich ein Stück Torte mit. Und ich genieße sie und kriege trotzdem keinen Heißhunger. Ich bin in dieser Hinsicht sehr ausgeglichen. Ich habe keine Angst mehr vor Fetten und Zucker.

Und was soll ich sagen? Ich fühle mich wohl. Meine ganze Ausstrahlung hat sich verändert. Meine Freundin, für die ich sehr gerne koche, erlebt die gleiche Entwicklung. Sie ist eine Naschkatze und braucht ihre Schokolade, aber jetzt dürfen und sollen es gerne mal ein paar Prozent mehr Kakao sein. Ihr Geschmack hat sich sehr in meine Richtung entwickelt und das ganz ohne Diäten und Zwängen.

Man sollte sich nicht damit quälen auf etwas zu verzichten, sondern sich Mühe geben in der Küche Genuss mit Gesundheit in Einklang zu bringen. Es gibt so unglaublich viele mögliche Kompositionen, die man auf dem Teller servieren kann. Da findet jeder etwas, das ihm richtig gut schmeckt und der Figur und dem Wohlbefinden schmeichelt.

Das ist der einfachste Riesenschritt den man machen kann. Und dann bleibt auch genug Energie für radikalere Diäten auf einer gesunden Basis. Und natürlich Sport! :D
 
eape schrieb:
*eapes lange Story*

Ja, klingt natürlich alles logisch, aber ich lebe seit zwei Jahren vegan und fettige Sachen wie Wurst, McDonalds/andereBurgerketten, Milchschokolade, alle Chipssorten, die aus mehr als Kartoffeln, Salz und Öl bestehen, Butter, Käse, Fruchtsäfte, die meistens mit Gelatine geklärt werden, fertige Saucen, etc. etc. sind eh schon von meinem Speiseplan weg.

Bei mir liegt es an den Mengen, Kohlehydraten, zu wenig Bewegung und richtig mieser Veranlagung (zur Info: Alle Frauen in meiner Familie sind übergewichtig oder zumindest echt hässlich aus der Form).

Ich koche total gerne und fertiger Kram kommt eben so oder so kaum auf meinen Tisch. Ich hab einfach eine viel zu hohe Kalorienzufuhr, egal, was ich esse.
 
Wow, okay, vegane Ernährung ist natürlich schwierig. Dann ist das aber doch eh Unsinn. Das weißt du aber wohl schon selbst. Du ernährst dich gesund, treibst Sport und nimmst kontinuierlich ab und es geht dir nur um das Unwohlsein nach dem 'Sündigen'? Halte durch und das vergeht. Du weißt ja selbst, dass das irrational ist. Ich bin mir sicher, dass wenn du weiter durchhältst, fleißig Sport machst und weiterhin so bewusst lebst, dass du eine Figur erreichst mit der du glücklich und zufrieden bist. So wie ich das verstanden habe, nimmst du das Abnehmen erst seit einem Monat wirklich ernst?! Wenn du über längere Zeit merkst, dass sich da was tut, obwohl du hier und dann Chips und Pfannkuchen brauchst, werden die Naschereien nicht mehr so wehtun. Das verspreche ich dir.
 
Nero schrieb:
Wieviele Kalorien führst du dir denn am Tag zu?

So 2500-3000 etwa. Je nachdem, was ich abends koche bzw. in der Mittagspause esse und wieviel Kaffee ich trinke. Und dummerweise esse ich eben bevorzugt Avocado, Banane und Kartoffeln, sowie Reis und Nudeln. Oder einfach total viel Brot mit Gemüseaufstrich.
 
Alex, ich will nicht schleimen, aber ich hab mir jetzt extra nochmal die Videos der Auslosung angeschaut, und ich seh da kein 'Moppelchen' oder was auch immer du selbst von dir denkst. Wahrscheinlich hast du Problemzonen, die dich stören, aber mein Gott, die hat doch jeder. Und selbst wenn die fette 30 dann mal da ist, wirst du sehen, dass davon die Welt auch nicht untergeht.
 
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