2 deutsche nationalspieler haben sich mit einem türkischen despoten ablichten lassen, für ihn wahlkampf betrieben, damit die "werte" des dfb mit füßen getreten und der integration in unserem land massiven schaden zugefügt. das sind die fakten. und es ist imo absolut zu vertreten, dieses zu kritiseren. zumal wenn hinterher eben kein wort der distanzierung oder entschuldigung kommt. das zeigt imo recht gut, wie ihre einstellung zu dem thema ist.
Ja, möglicherweise das ihnen das ganze trara darum einfach leid ist und sie nicht noch weiter Wasser auf die Mühlen geben wollen. In Zeiten in denen Sportler mit z.T. sehr fragwürdigen Firmen problemlos Werbung machen dürfen und niemanden stört es ist das vieleicht eher der Grund und nicht das sie in ihrem Herzen den Erdogan ganz super doll finden. Wobei, in Anbetracht dessen wie viele türkischstämmige Deutsche immer behandelt werden könnte man es ihnen vieleicht sogar gar nicht übel nehmen wenn es so wäre. Frage mich wie wir agieren würden wenn wir dem alltäglichen Rassismus ein Leben lang ausgesetzt wären. Alleine wenn Ede, Nils und Simon von den Rocket Beans ab und an mal andeuten was Budi ihnen so alles berichtet bzgl. seiner Erfahrungen lässt es mich schaudern. Gab von mir bspw. auch mal einen verlinkten Blogbeitrag einer deutschtürkischen Journalistin darüber warum sie wenn sie jünger wäre auch Erdogan gewählt
hätte.
[...] und seiner Verfehlung eingeht (welche sehr negative Auswirkungen auf das Team hatte).
Aber ich dachte es sind Profis? Für 90 Minuten abschalten ist bei so etwas nicht drinn aber bei ihren Werbeauftritten sollen die ganz genau die Reaktionen abwägen?

Davon abgesehen ist Deutschland garantiert nicht gescheitert weil zwei Spieler sich mit einem nicht gern gesehenen Politiker haben fotografieren lassen, da gab es ganz andere Schwächen sowohl im Spiel der Deutschen wie sicherlich auch intern bzgl. Löws Personalauswahl. Beim Spiel gegen Südkorea war Özil nunmal, das belegen halt die Statistiken, mit einer der besten Spieler. Aber anscheinend ist es für die deutsche Öffentlichkeit doch eher so wie Basler [als im TV eingeladender Experte!] sagte:
"Argumente werden mich nicht von meiner Meinung abbringen!" Und die Diskusionen darüber und mit ihr die möglichen negativen Auswirkungen kamen wohl eher nicht
im Team sondern wurden von aussen hineingetragen. U.a. durch solche Personen wie der Weidel. So etwas bzw. überhaupt das ganze Gerede dieser Hetzer darüber ob jemand denn die Nationalhymne mitsingt oder nicht und ob dieser dann
"loyal" ist seit einigen Jahren [aber erst
nach 2014] bringt imo viel mehr Unruhe in so ein Team das als Team auftreten muss. Ich bezweifle es das z.B. Neuer in die Kabine kam und sagte:
"Du Mesut, dat mit dem Erdogan war aber nicht nett von dir. Ich weiss net ob ich mit dir jetzt noch gut zusammenspielen kann. Pässe von mir brauchst keine mehr erwarten."
Der DFB engagiert sich in einem sehr großen Rahmen gegen Rassismus und für Integration. Da braucht man dieses Thema in einem Interview über die sportliche Leistung des DFB-Teams nicht so etwas thematisieren.
Das sehe ich anders. Rassismus muss man immer bekämpfen, sonst wird er zur Normalität. Bierhoff hätte imo in dem Interview neben dem sportlichen Aspekt auch klare Kante dagegen beweisen müssen. Ehrlich gesagt sehe ich sogar Gefahr in deiner Aussage
"da braucht man dieses Thema nicht thematisieren". Das zeugt für mich das es AfD und Konsorten tatsächlich geschafft haben Rassismus wieder öffentlich akzeptiert zu machen, und nicht mehr nur heimlich wie noch vor einigen Jahren. Das sich der DFB und seine Vertreter bzgl. des extremen öffentlichen Rassismus [und ja, das ist er, kommt bitte nicht mit irgendwelchen Beschwichtigungen das das ja alles gar nicht so schlimm ist oder er es verdient hat] nicht öffentlich vor Özil stellen wie es die Schweden und Dänen getan haben ist für mich ein genauso großes Armutszeugnis wie für andere scheinbar das Bild von Gündogan und Özil mit Erdogan.