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Die deutsche Fußballnationalmannschaft

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Für mich ist ziemlich eindeutig, dass es hier darum geht wie sehr sich jemand reinhängt. Aber da interpretiert jeder mit seinem eigenen Hirn und zieht seine eigenen Schlüsse.
Richtig. Da er aber im Nebensatz sagt "alles für das eigene Land zu geben" und nicht z.B. "alles für die eigene Mannschaft zu geben", wird (zumindest für mich) deutlich, welchen Stolz er meint.
 
Vor allem bei der Thematik :O_o:

Einfach keinen Nationensport mehr gucken und Feierabend. Wäre vielleicht gut für den Blutdruck.
Darum geht es doch gar nicht. Es geht darum, dass vor 40 Jahren kein Hahn danach gekräht hat, ob du die Hymne geträllert hast oder was von Stolz für das eigene Land zu spielen.

Und jetzt sollen diese (angeblich traditionellen) Werte entscheidend sein? Come on.
Außerdem scheint das ganze Thema auch nur im Fußball relevant zu sein.
 
Darum geht es doch gar nicht. Es geht darum, dass vor 40 Jahren kein Hahn danach gekräht hat, ob du die Hymne geträllert hast oder was von Stolz für das eigene Land zu spielen.
Dazu hätte ich gerne Quellen und Fakten. Das bezweifle ich.

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Und jetzt sollen diese (angeblich traditionellen) Werte entscheidend sein? Come on.
Außerdem scheint das ganze Thema auch nur im Fußball relevant zu sein.
Kein Wunder, ist der Fußball doch auch der populärste Sport in Deutschland. Davor war es bei der Leichtathletik aber sicherlich genauso, als man den Fußball noch als "Fußlümmelei" und "Englische Krankheit" abtat.

Und in anderen Ländern wird das eh noch mal ganz anders gesehen.
 
Hymnensingen als monokausale Ursache des Scheiterns wird ja auch landauf landab überall vertreten

Für mich ist das, wenn ein Mannschaftskamerad sich derart äußert, ein durch die Blume geäußertes "der hatte nicht so richtig Bock"

Und die anderen aus dem Team haben sich auch eher bedeckt gehalten. Natürlich ist es lächerlich Özil als alleinige Ursache hinzustellen.

Aber ich meine jetzt vom generellen Vibe wirkt es für mich nicht, als sei das Team über alle Maßen traurig.
 
Dazu hätte ich gerne Quellen und Fakten. Das bezweifle ich.

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SPIEGEL ONLINE: Oder vor einem Fußballspiel. Viele Deutsche wünschen sich, dass alle Spieler die Hymne mitsingen. Warum ist sie ihnen so wichtig?

Schmidt-Denter: Der Wunsch nach dem Nationalen ist eine Reaktion darauf, dass man globale Bedrohungen stärker wahrnimmt als früher. Das ist ja derzeit überall auf der Welt zu beobachten. Und auf Bedrohungen reagiert der Mensch mit Zusammenhalt. Die Anthropologen sagen: Als Individuum ist der Mensch ein Mängelwesen, nur der soziale Verbund sichert das Überleben.

SPIEGEL ONLINE: In der Nationalmannschaft von 1974 sangen Franz Beckenbauer oder Gerd Müller nicht mit, als die Hymne abgespielt wurde. Das hat keinen gestört.

Schmidt-Denter: Damals war der Zeitgeist ein ganz anderer. 1968 war nicht weit weg, und es war cool, sich dem Establishment entgegenzustellen. Die Nationalsymbole waren die Symbole der Eltern, das lehnte man ab. Viel lieber wollte man Individuum sein, Eigenständigkeit demonstrieren.
http://www.spiegel.de/sport/fussbal...hmidt-denter-zu-nationalhymnen-a-1213054.html

Ich kenne es auch aus Erzählungen von meinem Vater, der sich auch schon immer für Fußball interessiert hat. Und diese Deutschtümelei hat es so zwingend früher nicht gegeben.

Also genau das, was 1974 angesprochen wird (nicht mitsingen, gegen das Establishment, also auch etwas gegen den deutschen Staat), soll heute ausgemerzt werden, da sie dem Verbund schaden. Und ja, diese Entwicklung finde ich scheiße.
 
http://www.spiegel.de/sport/fussbal...hmidt-denter-zu-nationalhymnen-a-1213054.html

Ich kenne es auch aus Erzählungen von meinem Vater, der sich auch schon immer für Fußball interessiert hat. Und diese Deutschtümelei hat es so zwingend früher nicht gegeben.

Also genau das, was 1974 angesprochen wird (nicht mitsingen, gegen das Establishment, also auch etwas gegen den deutschen Staat), soll heute ausgemerzt werden, da sie dem Verbund schaden. Und ja, diese Entwicklung finde ich scheiße.
Wenn du dich schon gegen alles stellst, was nur irgendwie mit "national" zu tun hat, solltest du auch dein Vokuabular überdenken ...

Davon abgesehen heißt es in dem Interview aber auch:

"SPIEGEL ONLINE: Diese Vorsicht ist in Deutschland ja auch gerechtfertigt: Die Huldigung des Nationalen ist hier historisch belastet.

Schmidt-Denter: Erinnerungskultur und positive Belegung von Nationalität schließen sich nicht per se aus. Ich finde: Man sollte die Dauerproblematisierung nationaler Identität hierzulande deutlich zurückfahren. Und das Positive auch mal betonen."
 
Wenn du dich schon gegen alles stellst, was nur irgendwie mit "national" zu tun hat, solltest du auch dein Vokuabular überdenken ...

Davon abgesehen heißt es in dem Interview aber auch:

"SPIEGEL ONLINE: Diese Vorsicht ist in Deutschland ja auch gerechtfertigt: Die Huldigung des Nationalen ist hier historisch belastet.

Schmidt-Denter: Erinnerungskultur und positive Belegung von Nationalität schließen sich nicht per se aus. Ich finde: Man sollte die Dauerproblematisierung nationaler Identität hierzulande deutlich zurückfahren. Und das Positive auch mal betonen."
Und weiter? Ich habe ja auch nicht behauptet, dass sich eine positive Belegung ausschließt. Hier wird aber mangelnde nationale Identifikation als Ursache des Scheiterns herangezogen.

Ein Artikel aus 2012 war sich dessen schon mehr als bewusst:
Der Versuch, einen Zusammenhang zwischen sportlichem Misserfolg und mangelnder nationaler Identifikation herzustellen, ist in der Tat höchst zweifelhaft. Ein Blick auf die Entwicklung des Fußballs in den zurückliegenden Dekaden erklärt warum.
[...]
Über ein Jahrzehnt später setzte in Deutschland ein Wertewandel ein. Infolgedessen wandelte sich auch der Sport. Gerade in Franz Beckenbauer zeigte sich eine neue mentale Prägung. "Fußballrecken wie Fritz Walter beackerten für einen verstärkten Nationalismus dieses Feld der Ehre; ihre Tugenden waren Kampfgeist und Opfermut. Mit solchen Tugenden konnte Beckenbauer nicht aufwarten", resümierte Helmuth Karasek 1977 im Spiegel , als der "Fußball-Kaiser" die Bundesliga in Richtung USA verließ. Das sozialromantische Ideal eines Männerbundes im Auftrag nationalen Prestigegewinns fand im Denken des Weltfußballers tatsächlich wenig Platz. "Fußball ist keine heroische Angelegenheit, sondern Arbeit und Fleiß", ließ sich Beckenbauer zitieren.

Bei der Weltmeisterschaft 1990 wurden Spieler wie Jürgen Klinsmann zu Stars, die ihrem Selbstverständnis nach Internationalisten waren. Er sehe sich mehr als "Individuum auf einem kleinen Planeten" und weniger als patriotischer Staatsbürger, bekundete Klinsmann während des Turniers. Damit sprach er stellvertretend für eine Spielergeneration, bei welcher die materialistischen Bestrebungen die ideellen längst ins zweite Glied verdrängt hatten. "Jeder spielt zuerst für sich, dann für die Mannschaft und erst dann für sein Land", fasste Karl-Heinz Rummenigge die Prioritätenfolge zusammen . Das Mitsingen der Hymne erschien bereits damaligen Beobachtern lediglich als "gefällige Dekoration".
https://www.zeit.de/sport/2012-08/hymne-fussball-deutschland-nationalmannschaft

Schon spannend, wie sich damals geäußert wurde. Heute fast undenkbar.
Also der Mythos von Nationalstolz in Verbindung mit der Nationalmannschaft ist tatsächlich die letzten Jahrzehnte nicht in der Form da gewesen, wie er heute wohl gewünscht wird.
 
Ich verstehe die Diskussion nicht :?

Wenn Patriotismus (hier unterstelle ich in den Äußerungen von Manuel Neuer mal den Aspekt des sportlichen Nationalstolzes) ein Gemeinschaftsgefühl erzeugt, macht es natürlich und völlig zweifelsfrei ein "Team" auch sportlich erfolgreicher.
 
Löw muss sich im urlaub ja den arsch ablachen. Da ist er ja wieder gut davongekommen, baut scheisse und das einzige was interessiert ist özil. Besser hätte es für ihn nicht laufen können.
 
von welchem team redet ihr eigentlich? von team kann man hier gar nicht sprechen, ich bzweifel dass özil dafür alleine verantwortlich war, ich hab ne mannschafft gesehen die beschissener zusammen nicht hätte spielen können, damit war man von einem team ganz weit entfernt.
 
War einfach kompletter müll was die gespielt haben, da hat gar nix gepasst. Wir waren ja nah am finale dran, aber nur vom hotel her. Unfassbar wie arrogant die waren. Plan A von jogi war das es schon irgendwie laufen wird, plan b hat er leider keinen gehabt.
Jetzt wurschtelt er halt weiter, aber wenn er die nations league verkackt wird es hoffentlich mal konsequenzen geben. Glaub nicht das die sich dann wieder so rausmogeln können.
 
Gibt es wieder sie nationale Sache als Thema:lachweg:
Neuer hat völlig Recht. Die Spieler müssen auf den adler auf der Brust stolz sein. Stolz drauf sein, das man Deutschland repräsentieren darf, weil wir eine fusballerisch starkes Land sind, wo sich die Mannschaft eben nicht von selbst Aufstellt...
Natürlich kann das ein Seitenhieb auf Özil sein. Wenn neuer das sagt, dann muss es ja einen Vorfall gegeben haben, der Gegenteiliges gezeigt hat.

Und natürlich kann der pure stolz für seine Nation aufzulaufen Leistung in gewissen Momenten freisetzen..
 
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