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Season 8 Ep. 1

WTF :lol:

Ich kann nich mehr :lol:
 
Alias - Season 5
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Ich bin durch. :traurig:

Season 5 ist ein würdiger Abschluss einer grandiosen Serie, die in die Top 5 meiner liebsten TV-Produktionen eingegangen ist. Da es sich hier um das Serienfinale handelt, möchte ich diesmal garnicht allzu viele Worte verlieren, um nicht ausversehen noch etwas zu verraten. Ich kann nur sagen, dass mich diese Staffel, im Vergleich zur etwas schwächeren Vierten, wieder von Anfang an gepackt hat. Sie bietet in nahezu jeder Folge, mal mehr, mal weniger, überraschende Wendungen, ein extrem hohes Spannungslevel und ein Staffel- bzw. Serienfinale, das sich gewaschen hat - Die letzt Episode ist einfach der Wahnsinn. Schön finde ich auch, dass nahezu alle bekannten Gesichter in dieser Staffel nochmal eine Auftritt haben.

Was mich nicht hundertprozentig überzeugt hat sind einige der zu Beginn vorgenommenen "Änderungen" und die neu eingeführten Charaktere. Gerade letztere tragen fast garnichts zur eigentlichen Handlung bei. Dies bedeutet aber nicht, dass ich die neuen Charaktere nicht lieb gewonnen hätte. Sie sind nur nicht ganz so "wichtig" - manch einen hätte man sogar komplett weglassen können.

So erreicht Season 5 nicht ganz das Niveau der ersten drei Staffeln, bietet aber trotzdem ein rundum gelungenes und befriedigendes Ende.

8/10 Punkte


Zu guter letzt noch ein kurzes, abschließendes Fazit zur kompletten Serie:
"Alias" ist wunderbar. Jeder, der etwas mit dem Genre (Agenten-Thriller) anfangen kann, darf sich diese Serie einfach nicht entgehen lassen. Sie ist von Anfang bis Ende spannend, mitreißend und unterhaltsam. Zudem sorgen James Bond-würdige Einsätze und eine Prise Mystery für zusätzlichen Spaß. Die Schauspieler sind durch die Bank weg super und in jeder Sekunde spürt man den Einfluss von Schöpfer und Produzent J.J. Abrams. Das heißt: die Action ist hart und handgemacht, Handlung und Charaktere glaubwürdig, die Inszenierung einwandfrei und unzählige Twists hauen einen regelmäßig aus den Socken. Außerdem wird man hier und da sogar Parallelen zu anderen Abrams-Produktionen, wie "Lost" oder "Fringe", entdecken können. Diese reicht von ähnlich gestricken Figuren (Benjamin - Sloane), über die ebenfalls vorhandenen Mystery-Elemente, bis hin zur aus "Lost" bekannten "Spannungsmusik".

"Alias" bekommt von mir das Prädikat: Besonders wertvoll. :D Unbedingt ansehen. :dhoch:


Und nochmal meine Kritiken zu den anderen Staffeln:

Alias - Season 1: 9/10
Starke Staffel einer wirklich gelungenen Serie. Die erste Staffelhälfte war schon gut, jedoch bestand noch keine übermäßig große Verbindung zwischen den Einzelfällen. Was J.J. Abrams in den letzten Episoden aber für ein Storynetz gefertigt hat ist unbeschreiblich. Wenn am Ende ganze 5 oder 6 Handlungsstränge zusammenlaufen und in einer verblüffenden Wendung nach der anderen enden, kann ich es einfach nur "Mindfuck" nennen. Ich kann mir nicht helfen, aber in meinen Augen macht Abrams einfach die besten Serien. "Alias" steht, nach der ersten Staffel, tatsächlich auf einer Stufe mit "Lost" und "Fringe". Bei diesen ist die Handlung vielleicht noch etwas "überraschender", da sie sich auf übernatürlichen Phänomene stützt und "Alias" dagegen dann doch etwas "fassbarer" daherkommt. Das Spannungslevel ist jedoch auf ähnlich hohem Niveau und sorgt in den finalen Folgen für Herzrasen, um einen in den letzten Sekunden dann endgültig K.O. zu schlagen.

Zwischen den ganzen Spannungshöhepunkten vergisst "Alias" aber nicht auch mal für simple, stressfreie Unterhaltung zu sorgen. So sind die Charaktere angenehm "menschlich" gezeichnet, was immer wieder zu überraschend witzigen und charmanten Momenten führt. Dabei sind die Figuren bis in die kleinste Nebenrolle grandios besetzt und tragen ihren Teil zum Gesamtwerk bei. So freue ich mich beispielsweise immer wieder wenn Marshall den Raum betritt und auf seine unsichere, aber dafür um so sympathischere Art und Weise die Ausrüstung vorstellt. Spektakuläre Gastauftritte, wie zum Beispiel Quentin Tarantino, setzen dem eh schon hervorragenden Cast dann noch das Sahnehäubchen auf.

Über die Inszenierung brauche ich bei einer J.J. Abrams Produktion eigentlich garkeine Worte mehr zu verlieren. Hier passt einfach alles. Handgemacht, harte Action, eine verhältnismäßig realistische Umsetzung und ein stimmiger Soundtrack - handwerklich einfach einwandfrei.


Season 1 ist sexy, clever, witzig, actionreich, dramatisch und immer wieder für eine Überraschung gut. Ich weiß wirklich nicht wie J.J. Abrams das immer hinbekommt, aber seine Serien sind nahezu perfekt und bieten Stories, die einem regelmäßig Schweißperlen auf die Stirn treiben und die Hirnwindungen verknoten. Auch "Alias" ist da keine Ausnahme und besticht durch eine ausgearbeitete Handlung, gut aufgelegte Darsteller und einen sehr hohen Suchtfaktor, der nicht zuletzt den gemeinen Cliffhangern entspringt, die es am Ende jeder einzelnen (!) Episode zu bestaunen gibt. Wenn man auch nur annähernd etwas mit Agenten-Thrillern anfangen kann, muss man "Alias" schauen.

Da Season 2 tatsächlich noch besser sein soll, muss ich mir noch ein wenig Luft nach oben lassen. Aus diesem Grund und weil die Handlung erst ein paar Folgen braucht, um wirklich in Fahrt zu kommen bzw. sich zwischenzeitlich ein wenig auf der Stelle bewegt, ziehe ich einen Punkt ab und vergebe starke

9/10 Punkte

Alias - Season 2: 10/10
Season 2 schafft es doch tatsächlich die schon nahezu perfekte erste Staffel in fast jeder Hinsicht zu übertreffen. Wie das geht? Eigentlich ist es ganz einfach: weniger zusammenhangslose Einzelfälle, eine straffere, mit vielen (und damit meine ich nicht "einige", sondern wirklich "viele" ) Wendungen gespickte Handlung, überraschende Charakterentwicklungen, gute neue Darsteller und eine noch bessere, fast schon Blockbuster-würdige, Inszenierung.

Aber alles der Reihe nach:
Bestand die Story in Season 1 noch zu zwei Drittel aus, mehr oder weniger, zusammenhangslosen CIA-Fällen, welche sich erst im weiteren Verlauf zu einem dickeren roten Faden bündelten, legt die Handlung in dieser Staffel von Anfang an ein sehr hohes Tempo vor. Gleich mehrmals werden einem die überraschenden Twists um die Ohren gehauen. Immer wenn man meint "Jetzt ist es vorbei!" dreht sich der Plot um 180°. Die letzten 60 Sekunden der Staffel sorgen schließlich für den ultimativen Cliffhanger-Roundhouse-Kick, nach dem ich einfach laut loslachen musste. Serienübergreifend sicherlich eins der besten Staffelfinale, das eigentlich nur von einer einzigen TV-Produktion, nämlich Abrams Mindfuck-Maschine-#2 "Lost", übertroffen werden kann.

Wenn ich an dieser Staffel überhaupt etwas auszusetzen habe, dann ist es die Tatsache, dass es durch die gehaltvolle Handlung kaum mehr zu den, oben schon erwähnten, Einzelfällen kommt. Diese kurzweiligen und, durch die spaßigen Gadgets und Verkleidungen, überaus unterhaltsamen Einsätze habe ich geliebt. Leider fehlen sie nun fast vollständig beziehungsweise wurden durch "ernstere" Fälle ersetzt. Finde ich persönlich ein wenig schade. Dafür gibt es jetzt aber eine überaus spannende und umfangreiche Story. Von daher kann ich über diesen "Kritikpunkt" hinwegsehen.

Weiter ist mir das anscheinend deutlich höhere Budget aufgefallen. Im Vergleich zur ersten Staffel sind die Schauplätze nämlich noch exotischer, es gibt mehr Action, diesmal auch mit allerlei schweren Schusswaffen, Verfolgungsjagten, große Explosionen und hübschere Effekte. Somit gibt es an der Inszenierung rein garnichts mehr zu kritisieren. Nur ganz selten erkennt man an vereinzelten CGI-Effekten, dass man es hier immernoch mit einer TV-Produktion zu tun hat.

Auch die Anzahl an Cameos hat zugenommen. War es in Season 1 "nur" Quentin Tarantino, haben nun gleich mehrere bekannte Schauspieler (Christian Slater, Ethan Hawke, David Carradine) einen gelungenen Gastauftritt. Zudem wurde auch der Hauptcast durch einige neue (oder auch alte, die nun aber größere Rollen spielen) Gesichter ergänzt.


Eigentlich kann ich an dieser Stelle einfach mein Fazit zur ersten Season kopieren, nur dass ich die dort verwendeten Adjektive ein mal steigern muss. Den Superlativ spare ich mir jedoch noch auf - vielleicht wird Season 3 ja noch besser.
Also: "Alias - Staffel 2" setzt, im Vergleich zur ersten, fast überall noch einen drauf. Sie ist noch intelligenter, actionreicher, mitreißender und nahezu perfekt in Szene gesetzt. Hier gibt es wirklich nichts zu meckern und wenn, dann nur auf einem sehr hohen Niveau.

10/10 Punkte

Alias - Season 3: 10/10
Ich kann es kaum glauben: schon wieder eine von Anfang bis Ende perfekte Season.
Das Niveau war sogar so hoch, dass sich #3 zu meiner Lieblingsstaffel gemausert hat.

Die "Serien-Optik" wurde nun vollständig abgelegt und durch eine Inszenierung ersetzt, die es mit nahezu jedem Blockbuster aufnehmen kann. Die Action ist hart, glaubwürdig und imposant in Szene gesetzt, der ein oder andere Farbfilter sorgt für Filmflair und es wird noch häufiger mit grandioser Musikuntermalung gespielt. Es gab einige Szenen, welche so gut waren, dass ich mir sie gleich ein zweites Mal angeschaut habe und die eindeutig in meine "Best of Serienmomente" eingehen werden.

Auch die, ohne zu viel verraten zu wollen, "Umstrukturierungen" zu Beginn der Staffel haben mir, nach einer kleinen Gewöhnungsphase, wunderbar gefallen und zu den, meiner Meinung nach, spannendsten Handlungssträngen geführt, die "Alias" bis jetzt zu bieten hatte. Nicht selten habe ich mich bei den zahlreichen Wendungen und der, im Wahrsten Sinne des Wortes, atemberaubend dichten Atmosphäre ins Sofa gedrückt und Stoßgebete ausgesprochen, wie ich es sonst nur bei Horrorfilmen mache (sowas wie "Oh Gott! NEIN! Gehe da nicht rein! Er weiß, dass du kommst!!" ). Eine kleine Priese Übernatürlichkeit steigert das Spannungslevel zusätzlich. Das Staffelfinale war, wie immer, grandios und auf einen gemeinen Cliffhanger braucht man natürlich auch nicht zu verzichten. Nett finde ich übrigens die Tatsache, dass es am Ende jeder Season zu einem blutigen "Bitch Fight" kommt.

Ich bin mal wieder begeistert. An den grandiosen schauspielerischen Leistungen hat sich nichts geändert, die Handlung wird immer mysteriöser, ohne dabei an Glaubwürdigkeit zu verlieren, und die Inszenierung wurde perfektioniert. Für mich ist Season 3 damit nicht nur die beste von "Alias", sondern gleich serienübergreifend eine der besten Staffeln, die ich kenne.

10/10 Punkte

Alias - Season 4: 7/10
Nummer 4 ist eindeutig die schwächste Season von "Alias". Wobei "schwach" hier nicht "schlecht" bedeutet. Sie kann, vor allem in Bezug auf die Handlung, aber einfach nicht mit den vorigen, grandiosen Staffeln mithalten.

Staffel 4 darf man durchaus als "Füllstaffel" bezeichnen. Man kann sogar sagen, dass sich die Erzählstruktur in gewisser Weise zurückentwickelt. So gibt es fast ausschließlich zusammenhangslose Einzelfälle zu bestaunen, welche an sich zwar sehenswert und unterhaltsam sind, jedoch nie das Niveau der "CIA-Fall of the Week" Episoden der ersten Season erreichen und kaum oder teilweise sogar garnichts zur staffelübergreifenden Handlung beitragen. Böse Zungen könnten sogar behaupten, dass die meisten Folgen belanglos sind, was ich ihnen nicht mal verübeln kann. Es kommt einem einfach so vor, als ob man das Ganze schon mal gesehen hat, was nicht zuletzt an der neuen, alten Personenkonstellation liegt, die in den ersten Folgen eingeführt wird.

Trotzdem kann, wie oben schon erwähnt, jede Folge für sich genommen gut unterhalten, sodass keine Langeweile aufkommt. Auch wenn die Handlung nur sehr, sehr langsam voranschreitet. Die Auflösung des Staffel 3-Cliffhangers fand ich zudem enttäuschend. Dafür weiß die postapokalyptische Atmosphäre der letzten Episoden durchaus zu gefallen, auch wenn es dadurch schon mal an Glaubwürdigkeit mangelt - wobei "Alias" natürlich nie wirklich "realistisch" war, aber sehr wohl durchdacht, nachvollziehbar und immer glaubwürdig in Szene gesetzt. Die verblüffenden letzten 30 Sekunden der Staffel lassen mich diese Kritikpunkte jedoch fast wieder vergessen und machen Lust auf Season 5.


"Alias - Season 4" ist bei weitem nicht perfekt. Durch ihre "Zurück zu den Wurzeln"-Mentalität kommt es zu einigen Gemeinsamkeiten mit der ersten Staffel, was nicht unbedingt schlecht ist, die Folgen aber alle "angestaubt" wirken lässt. Zudem dauert es viel zu lang, bis die Handlung der vorigen Staffeln wieder aufgegriffen wird. Wenn dies dann aber endlich passiert, gibt es eine gesunde Portion Überraschungen und ein gewohnt gelungenes, wenn auch verhältnismäßig "unrealistisches", Finale. Eine Hand voll grandioser Einzelfälle (Stichwort: Marshall's Einsatz oder Jack's Krankheit) und der gelungene Schluss machen auch diese Season sehenswert, wobei das hohe Niveau der vorigen Staffeln leider nicht ganz erreicht wird.

7/10 Punkte
 
south park und niveaulos überhaupt in einem satz zu bringen :klopf:

south park ist mit die witzigste serie überhaupt und immer top aktuell, sowas hab ich sonst noch nie gesehen.
mit family guy kann ich nichts anfangen, wenn ich das auf mtv sehe und will smith höre :wand: american dad ist da schon ein wenig besser, aber am aller besten von dieser machart ist immernoch die cleveland show. die ist wirklich gut und lustig.:deal:
 
Beim Sterben ist jeder der Erste
oder im original Deliverance
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Ich hab erst gezögert ob ich ihn mir ansehen soll bzw. daran gezweifelt das der einen heutzutage noch zusagt aber der Film war echt packend.
Der hat stellenweise eine so spannende Atmo gehabt, das hab ich richtig innerlich gespürt.
Die Anfangsszene mit dem Banjo und natürlich die legendäre Szene im Wald sind die Highlights.
Jetzt weiß ich auch woher Southpark die Idee mit der Indianer Jones Vergewaltigung her hat.
"Quick wie ein Schwein. Lauter!"

Das war echt hart.
 
OMG, John Voight war mal jung ? :staun: Ich glaub den muss ich mir auch mal geben, glaub nicht, dass ich ihn kenne.

Gestern "The Hurt Locker" gesehen. Spannender (Anti)Kriegsfilm, der den wohl gefährlichsten Job der Welt beleuchtet. Teilweise hat die Kamera das Geschehen atemberaubend festgehalten. Wie genial allein die 1. Explosion war, da sieht man in Superzeitlupe, wie sich das Erdreich aufwühlt und der Rost von ner alten Karre gefegt wird. :shock:
Zudem fand ich es wunderbar, dass der Film ohne jeglichen Hurra Patriotismus auskommt.

9/10
 
Feldw. Schroedinger schrieb:
http://www.planet-familyguy.com/news/images/73.jpg[img]

11/10

Eine der geilsten Verarschen von Star Wars neben robot chicken. Kann man echt jedem Fan nur wärmstens empfehlen

[spoiler]Quaigmire als C3PO :lol:

[img]http://www.gamemind.at/uploads/Bilder3/blueHarvest2.jpg

[/spoiler]

Ist das der erste Teil oder der zweite?
 
Was gabs gestern...

Trallala Pelham 123
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War okay, Travolta ging mir nur unglaublich auf den Senkel mit seiner herrischen Art, ich KANN sowas nicht ausstehen, in Filmen nicht, in der Realität nicht...makes me want to chocke the living life out of them...

Im Großen und Ganzen was solides.
7/10


und
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War bis auf das Ende eigentlich ein Super Film über den man nicht viel sagen kann, ohne zu spoilern. Ein einzelner Mann überwacht auf dem Mond die Energiegewinnung für die Erde seit 3 Jahren, seine einzige Gesellschaft ist Gerty, ein großartiger Roboter, gesprochen von Kevin Spacey, was sowieso niemand merkt, bevor es in den Credits auftaucht :D
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8/10
 
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Aguirre, der Zorn Gottes

[vid]http://www.youtube.com/watch?v=rLxCRNlQDx8[/vid]​

Unglaublich was für Filme die Deutschen früher doch erschaffen konnten, wohlgemerkt ohne Fördergeld, denn schon damals war man mit innovativen und riskanten Ideen bei den Förder-Gremien nicht gerne gesehen. Mittlerweile ist die deutsche Filmlandschaft ja kaputt-gefördert, die gern geförderten Themen bewegen sich nur noch irgendwo zwischen sozialkritischem Kammerspiel und 2. Weltkriegs Aufarbeitung.

Kinski's Darstellung ist sowas von irre, wohl mitunter der beste Schauspieler den wir je hatten. Herzog's Regie, ein einziger Gewaltakt. Wenn man sich überlegt das sie mit 500 Mann im tiefsten Urwald gedreht haben, unter unmenschlichen Bedingungen, auf Flößen in mitten reißender Flüsse und an vernebelten und steilen Abhängen, unfassbar. Die Kamera selber ist geradezu dokumentarisch dabei, wenn sich die Truppen schwer bepackt durch den schlammigen und verregneten Urwald kämpfen, hinter sich herziehend eine Kanone und auf den Schulter eine Sänfte, gefolgt von hunderten Sklaven, dann ist das nicht nur gestellt, die leute latschen dort wirklich durch diese grüne Hölle. Dabei hat man immer das Gefühl hautnah dabei zu sein, Kameramann Thomas Mauch setzte das ein was man heute in extremer Form Shaky-Cam nennt, ging mit den Darstellern mit, kletterte, rannte, man wird förmlich in das Geschehen hineingesogen.

Man kann echt viel zu dem Film schreiben aber das sollte lieber jeder selber sehen. Auf der DVD ist zusätzlich noch ein Audiokommentar von Regisseur Herzog und Laurens Straub das eine Fülle an Hintergrundinfos zur damaligen Produktion liefert. Was Herzog hier alles zu erzählen hat ist der blanke Irrsinn und man muß ja schon von Glück reden das dieser Film überhaupt fertiggestellt wurde.

5 von 5 Punkten, eine ehrfürchtige Verbeugung vor dieser Leistung :huldig: und ein trauriges Auge mit Blick auf den Scheiß welchen die Deutschen in Sachen Film heute so abliefern :heul:
 
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