Der erste hatte mehr diesen realistischen, dreckigen Rambo-Survival-Look, war ruhiger, (im positiven Sinne) langatmiger und emotional auch noch etwas düsterer eingefärbt. Catching Fire ist mehr "Hochglanz", drückt aufs Tempo, macht sowohl inhaltlich (da schon fast zu viel) und vor allem inszenatorisch mehr Dampf. Da merkt man schon sehr deutlich den Regiewechsel.
Mir gefallen glücklicherweise beide Interpretationen. Gerade der überraschend ernsthafte, emotionale und glaubwürdige Überlebenskampf hat mir in Teil 1 gefallen. In Teil 2 sind die bedrückenden Kinder-Hungerspiele nun aber vorbei. Die inszenatorische Neuausrichtung passt daher eigentlich sehr gut. Die Geschichte spitzt sich schließlich zu, die Kinder werden erwachsen, die Geschehnisse global (raus aus der Arena, rein in den Distrike-übergreifenden Krieg gegen das Kapitol) und die Erzählung damit zwangsläufig rasanter und explosiver.
Das macht, wenn man den gesamten, filmübergreifenden Spannungsbogen bzw. Storyaufbau betrachtet, schon Sinn. Daher bin ich mit beiden Teilen auch sehr zufrieden, wobei mir der Zweite, sicherlich auch wegen meiner Blockbuster-Affinität, noch ein Stück besser gefällt. War eben leichter zu verdauen und hatte mehr Wumms, ohne die Story zu vernachlässigen.