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Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Kennt jemand eine gute Dokumentation über die Tonaufnahme bzw. Synchro bei Filmen? Wie wird das gemacht, wenn man Geräusche und Sprache zeitgleich hat? Wird alles mit seperaten Mikrofonen aufgenommen, sodass letztlich nur die Sprachspur geändert werden muss?
ne doku wüsste ich jetzt nicht, aber ganz früher gab es nur ton direkt mit bild. wie das z.b. bei nem Camcorder war. Laurel & Hard z.B. haben ihre filme teils 4-5 mal abgedreht. jedesmal in anderer sprache, wobei die nur englisch konnten und ihre rollen von tafeln in Lautschrift ablasen...
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heute ist das wie ne hochkarätige musikproduktion. du hast für jedes geräusch ne extra Tonspur, wo es kein Problem mehr ist ne neue sprache drüber zu legen. über mehrspuraufnahmen (Multi track recording) gibt's viele Videos...
 
Kennt jemand eine gute Dokumentation über die Tonaufnahme bzw. Synchro bei Filmen? Wie wird das gemacht, wenn man Geräusche und Sprache zeitgleich hat? Wird alles mit seperaten Mikrofonen aufgenommen, sodass letztlich nur die Sprachspur geändert werden muss?

Gute Doku k.A.
Aber Standard ist schon "ewig" das der deutsche Anbieter die Sprachtracks und die M&E (Music & Effects) Tonspuren
separat geliefert bekommt.
Nur die deutsche Sprache wird dann aufgenommen und mit den M&E Spuren zusammengemischt.
@tagchen
Ist bestimmt eine Copyright Geschichte.
Oder die deutschen Original-Tonspuren sind "verloren" gegangen...
Selbst wenn die deutsche Syncro noch in Stereo war - ist ein 5.1 Upmix i.d.R kein Problem (außer den Kosten)
- da die deutschen Sprecher alle einzeln aufgenommen werden und wenn diese Tonspuren noch vorliegen kann man daraus "alles" mixen.
Die Qualität des Upmixes entscheidet sich dann ob die M&E auch mehrkanalig vorliegen und was der Tonmeister kann...
 
6 Underground (Netflix) - "Hochglanztrash" trifft es ganz gut. Es ist eigentlich wie die letzten Transformers-Teile. Sieht geil aus, inhaltlich aber ein Rohrkrepierer. :| Die Action-Choreographie hat gute Ansätze, aber der Trailer war dann besser geschnitten, als der eigentliche Film. Am schlimmsten fand ich aber das Drehbuch. Weil das eigentliche Thema nicht viel hergibt, packt man die Charaktervorstellungen einfach in die Mitte des Films. Dadurch wirkt er einfach nicht rund. Die Witze sind auch total kindisch und zünden nicht. Klingt vielleicht sehr schlecht, aber ganz so schlimm war es dann auch nicht. Irgendwie war es dann doch unterhaltsam. 6/10

Die Insel der besonderen Kinder (Netflix) - Schöner, spannender Fantasy-Film mit sympathischen Charakteren. Aber Achtung, für Kinder ist der Film imo nichts, dazu sind die Monster zu gruselig. 8/10 Für eine höhere Wertung fehlte mir irgendwas. Der ausgiebige Action-Anteil zum Ende sagte mir auch nicht so zu.
Ich kenne das Buch nicht, meine Frau schon. Und sie fand den Film nicht gut - v.a. weil er wohl recht stark abweicht vom Buch.
 
Hab mir gestern PARADIES: LIEBE angeschaut, der Auftakt einer Trilogie, des österreichischen Regisseurs Ulrich Seidl. Darin geht es um eine 50jährige Wiener Pflegekraft, die versucht sich in Kenia - als Sugar-Mama - die Zuneigung männlicher Prostituierter zu erkaufen. Das ganze ist nicht leicht zu ertragen, oft zum Fremdschämen oder einfach nur deprimierend. Die stark übergewichtigen Frauen suchen nicht einfach nur nach schnellen Sex, sondern, so wie sie es in der männlich dominierten Gesellschaft gelernt haben, sie wollen als attraktiv und begehrenswert verstanden werden, obwohl sie sich selbst ständig sagen, dass sie es nicht mehr sind. Schlimmer noch: Sie haben eigentlich ihr leben lang darunter gelitten, sich für Männer zu verbiegen und als Objekt zur Befriedigung zu dienen und in dem neokolonialistischen Urlaubssetting versuchen sie verzweifelt, dieses Machtgebahren zu imitieren.

Das ganze wird ziemlich genial in Szene gesetzt. Die meist statischen Kameraperspektiven sind oft sehr streng ausgewählt und erinnern oft an Postkartenmotive. Darin bewegen sich die professionellen und laienhaften Darsteller fast dokumentarisch, frei und uninszeniert, was für eine visuelle Reibung sorgt, die bis zum Ende faszinierend bleibt.

9/10

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Gute Doku k.A.
Aber Standard ist schon "ewig" das der deutsche Anbieter die Sprachtracks und die M&E (Music & Effects) Tonspuren
separat geliefert bekommt.
Nur die deutsche Sprache wird dann aufgenommen und mit den M&E Spuren zusammengemischt.
@tagchen
Ist bestimmt eine Copyright Geschichte.
Oder die deutschen Original-Tonspuren sind "verloren" gegangen...
Selbst wenn die deutsche Syncro noch in Stereo war - ist ein 5.1 Upmix i.d.R kein Problem (außer den Kosten)
- da die deutschen Sprecher alle einzeln aufgenommen werden und wenn diese Tonspuren noch vorliegen kann man daraus "alles" mixen.
Die Qualität des Upmixes entscheidet sich dann ob die M&E auch mehrkanalig vorliegen und was der Tonmeister kann...


Das der Ton einzeln geliefert wird ist klar - und auch das wohl sehr, sehr wenig vom am Ort gedrehtem Material der Ton übernommen wird. Und diverse Geräusche eh nicht - zB. Schüsse am Set klingen ja wie.... ähm :D Lucarsarts zB. hat ja nicht ohne Grund erst vor paar Jahren noch eine weitere Foleybühne gebaut.

Was meinst du mit dem Copyright ? Meintest jetzt wegen Scarface ? Da ist der Originalton ja definitiv nicht "verloren" - auf Disc liegt er ja vor :) Denke war wirklich so eine Sache wo ein 5.1 Ton für irgendwas gebraucht wurde und irgendeiner auf die Idee kam es sei billiger es vonEumlen schnell gelangweilt einsprechen zu lassen als das Original zu bearbeiten. War je bei einer weiteren berühmten Neusynchro auch so - bei Jaws.

PS:
hast du mal diese spätere Synchro von Running Man mal gehört :ugly: ? Die hatte mal was :O_o:
 
Die neue Synchro von Robin Hood mit Costner ist auch Panne. @tagchen du als Experte, weißt du eventuell wieso das Ding neu vertont wurde und man die alte Snychro nirgendwo mehr findet?

Robin Hood mit Costner habe ich nie angeschaut - das ist irgendwie kein Film der mich je gereizt hätte sorry. Aber ich kann mal kurz googeln. Wenn du mal richtig staunen willst dann empfehle ich diese andere Synchro von Running Man....alter.... :lachweg:
 
Original Synchro gibbet doch noch :?

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Edit: Für mich der beste Robin Hood. Als der damals neu auf VHS war, hab ich mir den jede Woche geliehen. Oder kopiert und dann täglich geguckt. So genau weiß ich es nicht mehr. War jedenfalls mein Lieblingsfilm damals.
 
Original Synchro gibbet doch noch :?

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Edit: Für mich der beste Robin Hood. Als der damals neu auf VHS war, hab ich mir den jede Woche geliehen. Oder kopiert und dann täglich geguckt. So genau weiß ich es nicht mehr. War jedenfalls mein Lieblingsfilm damals.
Eben, finde den 1938er Film noch etwas stärker aber ja, der mit Costner ist schon stark. Die neue Synchro ist aber echt Panne.

Robin Hood mit Costner habe ich nie angeschaut - das ist irgendwie kein Film der mich je gereizt hätte sorry. Aber ich kann mal kurz googeln. Wenn du mal richtig staunen willst dann empfehle ich diese andere Synchro von Running Man....alter.... :lachweg:
Schäme dich ;)
 
Die neue Synchro von Robin Hood mit Costner ist auch Panne. @tagchen du als Experte, weißt du eventuell wieso das Ding neu vertont wurde und man die alte Snychro nirgendwo mehr findet?

Und schon gefunden. Also der Titel bekam zusätzlich eine längere Fassung und die wurde neu im deutschem vertont. Also kann man sagen:
Kinofassung = erste Synchro
Langfassung = spätere Synchro

Da ist dann bei DVD/BD auch so. Erste DVD war nur Kinofassung und spätere DVDs von Warner hatten beides an Bord - also 2 DVDs mit Lang und Kinofassung mit jeweils der zugehörigen Synchro. Auf BD hat die BD von Warner nur die Langfassung und so auch nur die neue Synchro (nebenbei habe ich eben das Cover dieser BD gesehen und denke der liegt hier irgendwo in einem stapel mal günstig gekaufter gebrauchter BDs ungesehen herum). Vor paar Monaten ist aber eine Auflage von NSM als BD rausgekommen (recht teuer Mediabook etc.) und die bietet auch auf 2 BDs beide Fassungen mit beiden Synchros. War jetzt nicht so schwer rauszufinden.
 

Nö.

giphy.gif
 
Iron Fists & Kung Fu Kicks

Schröckert hat die Doku letztens noch erwähnt und gelobt, nun auf Netflix.

Ein großer Exkurs über Martial Arts in Filmen, deren Einflüsse, Stars und veränderte Darstellung in den letzten 60 Jahren.
Von den Shaw Brothers, Bruce Lee, Golden Harvest, Jackie Chan, den ersten Amerikanischen HongKong Stars, zu Matrix, Muay Thai und schlussendlich Silat.

Es kommen einige zu Wort, es gibt viel Filmaterial und coole, kultige Szenen zu sehen.
Einziger Minimalkritikpunkt: die Zeit von ca. 1980-2010 wurde kürzer abgehandelt, da fehlte mir der ein oder andere Film/Darsteller.

Für Genrefans ein absolutes Muss.
9/10
 
Hab mir gestern PARADIES: LIEBE angeschaut, der Auftakt einer Trilogie, des österreichischen Regisseurs Ulrich Seidl. Darin geht es um eine 50jährige Wiener Pflegekraft, die versucht sich in Kenia - als Sugar-Mama - die Zuneigung männlicher Prostituierter zu erkaufen. Das ganze ist nicht leicht zu ertragen, oft zum Fremdschämen oder einfach nur deprimierend. Die stark übergewichtigen Frauen suchen nicht einfach nur nach schnellen Sex, sondern, so wie sie es in der männlich dominierten Gesellschaft gelernt haben, sie wollen als attraktiv und begehrenswert verstanden werden, obwohl sie sich selbst ständig sagen, dass sie es nicht mehr sind. Schlimmer noch: Sie haben eigentlich ihr leben lang darunter gelitten, sich für Männer zu verbiegen und als Objekt zur Befriedigung zu dienen und in dem neokolonialistischen Urlaubssetting versuchen sie verzweifelt, dieses Machtgebahren zu imitieren.

Das ganze wird ziemlich genial in Szene gesetzt. Die meist statischen Kameraperspektiven sind oft sehr streng ausgewählt und erinnern oft an Postkartenmotive. Darin bewegen sich die professionellen und laienhaften Darsteller fast dokumentarisch, frei und uninszeniert, was für eine visuelle Reibung sorgt, die bis zum Ende faszinierend bleibt.

9/10

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Wo gesehen, Urgs? :tip:
 
Die ganze Trilogie gibt es auf Netflix. Paradies: Liebe, Paradies: Glaube, Paradies: Hoffnung.

Ursprünglich als Episodenfilm gedacht, hat sich der Regisseur wohl erst in der Postproduktion dazu entschieden, daraus 3 Filme zu machen. Erzählt werden die unterschiedlichen Erlebnisse von drei Familienmitgliedern innerhalb eines Sommers.
 
The Lighthouse
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Hat mir sehr gut gefallen.
Den ganzen Film über herrscht eine angespannte, paranoide und auch irgendwie klaustrophobische Stimmung. Letzteres kam bei mir auch durch die schwarz weiss Aufnahmen und dem fast quadratischem Format auf, das auf der Kinoleinwand ganz besonders gut gewirkt hat.
Dafoe und Pattinson spielen überragend gut. Großartig und hart wie der fortschreitende Wahnsinn auf die Leinwand gebracht wird. Die Bilder haben auf jeden Fall noch nachgewirkt und ich wurde in meiner Erwartung an den Film nicht enttäuscht. Könnte einigen vllt. zu "artsy" sein. Kein popcorn kino und man muss sich darauf einlassen können.
 
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