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The Irishman (Netflix)
Vorhin nach Arbeit direkt mit dem Film gestartet und so eben beendet. Ich hatte zuvor richtige große Erwartungen an den Film, kein Wunder wenn man weiß welche History alle Teilnehmer miteinander haben. Auch die Trailer sahen echt geil aus und joa, Film hat abgeliefert, hatte aber leider auch seine Schwächen. Das gute Zuerst, Aufmachung, Produktion und genereller Aufwand sind hier absolut top. Schon krass was Netflix da auf die Beine gestellt hat. Kamerafahrt, Bilder, die Emotionen die dadurch erschaffen werden, alles aus einem Guss. Die Handlung ist auch super gemacht, bietet aber ehrlich gesagt keine großen Plots, auf große "what the fuck" Momente muss man nicht warten. Was den Film aber so besonders macht ist das es hier geschafft wird das einem die Charaktere ans Herz wachsen, besonders DeNiro und Pesci schaffen nahezu eine perfekte Leistung. Da greift einfach alles schauspieltechnisch zusammen und auch Pacino macht seine Sache hervorragend. Das alles in Kombination, Bilder, schauspielerische Leistung, Schnitte, Atmosphäre machen den Film schon sehr geil. Leider aber nicht so überragend wie z.b. ein Pate oder Casino. Das liegt für mich a) an der Länge die mit knapp 3,5 Stunden schon arg lang ist und b) dem daraus resultierenden Hauptproblem: Es gibt einige Phasen in denen der Film spannungstechnisch abbaut und man doch etwas gezwungen werden muss weiter zu schauen. Grob gesagt würde ich meinen das die erste Stunde und die letzten 1,5 Stunden das beste an dem ganzen sind. Stunde zwei ist insgesamt etwas zäh und trügt den sonst so geilen Gesamteindruck. Während mich zumindest genannte Filme wie Casino oder Pate nie verloren haben war das hier der gefühlt einzige Fehler. Die Handlung um ca 40 Minuten verkürzt hätte den Film gut getan, alles andere ist eine absolute Empfehlung. Persönlich mein Anwärter auf Film des Jahres.

Gestern Abend gesehen und ich kann nur wieder meinen üblichen Spruch bringen - was ist nur mit Netflix los. Ich liebe de Niro und Pacino, aber dieser Film ist a) viel zu lang geraten und b) meiner Ansicht nach einfach kein guter Film. Man bestaunt ein wenig die Verjüngungstechnik und den Flair des jeweiligen Jahrzehnts, aber übrig bleibt am Ende eigentlich nur ein teuer produzierter Haufen Langeweile...

6/10
 
Nochmal etwas ausführlicher zu The Lighthouse:

Was Robert Eggers mit The Lighthouse geschaffen hat, kann man nur als unkonventionelles Meisterwerk bezeichnen. Ein Film, der an die Nieren geht und permanent ein unwohles Gefühl in der Magengegend auslöst, das sich mit fortlaufender Dauer des Films immer weiter intensiviert.

Durch sein besonderes Format (1,19:1) ist jede Szene ein kleines Kunstwerk, da man deutlich merkt, dass Eggers sich in jeder Einstellung Gedanken um den Bildaufbau gemacht hat.

Getragen wird The Lighthouse von seinen Bildern, der großartigen Soundkulisse und allen voran den beiden Hauptdarstellern. Dafoe und Pattinson liefern sich einen emotionalen Schlagabtausch, der immer weiter eskaliert, zwischendurch aber auch Momente der Zuneigung, Einsamkeit und des innigen Austauschs zulässt. Ein Spiel der Macht, das beide Männer auf eine harte Probe stellt. Besonders Dafoe sticht dabei heraus und er hat mich einige Male total überwältigt. Seine ausufernden Monologe, tragischen Ausbrüche und die Seemanns-Eigenheiten lassen ihn absolut echt wirken. Pattinson gibt sein Bestes um dagegen zu halten, schafft das aber nur selten und wird von Dafoe regelrecht gegen die Wand gespielt. Das passt aber auch einfach gut zum Gesamtbild der Beziehung der beiden. Mal sind sie distanzierte Kollegen, mal Freunde, mal Rivalen, aber immer zwei Seebären, die den namensgebenden Leuchtturm auf einer kleinen abgelegenen Insel hüten und instand halten müssen. Dabei müssen sie sich mit der Situation und den Gegebenheiten arrangieren. Es gibt nur sie, den Leuchtturm, die Insel, das tosende Meer und das unbrechenbare Wetter.

Zur Story möchte ich nichts weiter sagen, nur so viel: Unter der Oberfläche und der sowieso schon unheilvollen Stimmung, brodeln Ungewissheit, Neid, Missgunst und ein ständig vorherrschendes Gefühl von nahendem Wahnsinn, das sich immer weiter in Pattinsons Charakter manifestiert. Die resultierenden Szenen des Horrors sind punktuell gesetzt, steigern sich immer weiter und wirken dadurch umso intensiver.

Meisterwerk.

Hört sich fantastisch an. Wird wohl leider in keinem Kino hier zusehen sein, also auf Blu-ray warten. :|
 
Gestern Abend gesehen und ich kann nur wieder meinen üblichen Spruch bringen - was ist nur mit Netflix los. Ich liebe de Niro und Pacino, aber dieser Film ist a) viel zu lang geraten und b) meiner Ansicht nach einfach kein guter Film. Man bestaunt ein wenig die Verjüngungstechnik und den Flair des jeweiligen Jahrzehnts, aber übrig bleibt am Ende eigentlich nur ein teuer produzierter Haufen Langeweile...

6/10
Also so hart sehe ich das nicht mal. Wie gesagt, der Mittelteil ist zäh aber sonst passt das. Aber etwas weniger Gesamtzeit wäre für den Film besser gewesen
 
Guck den gerade und hab noch ne Stunde vor mir. Der ist viel zu kurz. Werd mir den Rest wohl führ heute Abend aufheben. Hätte davon lieber ne 8-teilige Miniserie mit 1h pro Folge gehabt, holt mich voll ab. Bis auf De Niros unnatürliche Augenfarbe, hab ich da absolut gar nichts zu bemängeln. Wie habe ich diese Art Film vermisst und der Cast ist unglaublich.
 
Auch gestern gesehen, teils etwas zäh aber geiler streifen. Gerade die dialoge sind teilweise welt, man hängt richtig an den lippen. Manche sind aber auch echt langweilig.
Insgesamt 8/10

Dogs of berlin

Finde ich bei weitem nicht so schlecht wie die Allgemeinheit. Das schauspiel schwankt zwischen klasse und vorschule. Insgesamt ist es aber überraschend auf hohem niveau.

Die action ist okay, gegen ende hin wird es teilweise sehr stark. Schade dass kleine dummheiten in den actionszenen und storyschwachsinn die serie so abschwächen.

Ich finde die serie hat potential und ist sehr unterhaltsam. Über die fußballszenen lege ich den mantel des schweigens, sowas macht man über radio.

Gebe 7,5/10
 
Zuletzt bearbeitet:
The Irishman
Unfassbar geiler Streifen... Scorsese hat es immer noch drauf... fand den zu keiner Zeit langatmig, trotz der langen Spielzeit... gegenüber goodfellas und Casino ist er zwar um einiges ruhiger und melancholischer, aber trotzdem genial. Über den cast muss man eh kein Wort verlieren... einzig de niros Augenfarbe war befremdlich...
aufgrund der Länge atmet man den nicht grad so weg wie Casino oder Goodfellas, aber der reiht sich nahtlos in die „Serie“ ein...
volle Punktzahl, oder wie ein weises Mitglied der Community einst treffend formulierte: 7/10 Meisterwerk
 
John Wick 3.

ja.. nu..was soll man sagen.. die 10 Minuten Story um die das ging hätte man eigentlich besser gleich weglassen können.
Auf der anderen Seite war sie nötig um von einer Abschlacht-Sequenz zur nächsten zu leiten.

Die Actionscenen sind natürlich supercool - aber an sich ist der Film schlecht. 35.000 Schuss Pistolenmagazine und man braucht mindestens 12 Körpertreffer, damit der Gegner genug schmerz hat, damit man ihm dann mit Kopfschuss erledigen kann.
AUSSER natürlich man hat endlich shotgun mit special Ammo.. warum man die nicht beim ersten mal direkt verwendet hat, weiss niemand.
Dafür ist die Ammo aber so gut, das es reicht jemanden einfach mit dem Gewehr zu hauen um ihn zu töten... Seine Kameraden hatten vorher noch locker 40 Bauchschüsse aus der AR locker weggesteckt.

Ausserdem sollen alle John Wick töten... aber alle wollen ihn irgendwie nur battlen.. denen scheints eher um die Herausforderung zu gehen, als das Kopfgeld zu kassieren. Das wird so absurd, das er sich selbst fesselt damit er schlechter kämpfen kann als sie...

das ist alles total bescheut...spart euch die 99ct.

edit: Die Wüstenscene... what? Wer...? Ältestenrat?
 
Sammys Abenteuer (3D - wie immer)
Ziemlich kurzweiliges Animationsfilmchen mit atemberaubendem 3D ... bin das ein oder andere mal etwas zurückgezuckt wegen der brutalen Tiefe und der Popouts... ziemlich geiler showcase, um den Ketzern zu zeigen, was 3D kann...
Film an sich ist recht charmant, auch wenn er teils wie ein Werbefilm von Greenpeace Aktivisten rüberkommt. Passende Musik versprüht gute Laune und lässt die Vorhersehbarkeit leicht vergessen... ist ja eher was für die kleinen, aber ich mochte ihn trotzdem...
wer 3D Equipment sein eigen nennt, sollte den mal gucken... hab bisher wenig besseres gesehen, wenn überhaupt...
 
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Anna 7/10

Besson zurück zu seinen Wurzeln mit einer starken Frauenrolle, irgendwo zwischen Red Sparrow, John Wick, und Atomic Blonde. Der Vorteil von Anna ist, er ist deutlich unterhaltsamer als Red Sparrow, und die Handlung ist interessanter als bei Atomic Blonde, auch wenn sie nicht linear verläuft. Der Film springt über die gesamte Laufzeit Pulp Fiction like durch die Zeit, wer sowas nicht mag, wird seine Probleme haben.

Mir hat der Film jedenfalls gut gefallen, zumal er mit all seinen Wendungen immer wieder spannend bleibt. Atomic Blonde hat allerdings die stärkeren Actionszenen, Red Sparrow kann man knicken. Sasha Luss hat mir in der Rolle der schlagfertigen Anna sehr gut gefallen, die Frau würde ich gern häufiger sehen. Und verdammt ist die Dame attraktiv.

Nach dem lahmen Valerian wieder ein empfehlenswerter Besson. :dhoch:
 
The Accountant of Auschwitz - Netflix
Dokumentation über Oskar Gröning, der mit 93 Jahren endlich angeklagt wurde wegen Beihilfe zum mord in 300000 Fällen ... mir ist grad bisschen schlecht... war für mich ne ziemliche Achterbahnfahrt, rein emotional...
da sollte man jeden scheissnazi und holocaustleugner zwingen das zu gucken ...
aber auch für jeden sonst eigentlich Pflicht...
 
The Accountant of Auschwitz - Netflix
Dokumentation über Oskar Gröning, der mit 93 Jahren endlich angeklagt wurde wegen Beihilfe zum mord in 300000 Fällen ... mir ist grad bisschen schlecht... war für mich ne ziemliche Achterbahnfahrt, rein emotional...
da sollte man jeden scheissnazi und holocaustleugner zwingen das zu gucken ...
aber auch für jeden sonst eigentlich Pflicht...
Ich guck gerade und voll am flennen. :traurig:
 
The Accountant of Auschwitz - Netflix
Dokumentation über Oskar Gröning, der mit 93 Jahren endlich angeklagt wurde wegen Beihilfe zum mord in 300000 Fällen ... mir ist grad bisschen schlecht... war für mich ne ziemliche Achterbahnfahrt, rein emotional...
da sollte man jeden scheissnazi und holocaustleugner zwingen das zu gucken ...
aber auch für jeden sonst eigentlich Pflicht...

The Devil Next Door ist in der Hinsicht auch sehr empfehlenswert. Netflix, 6 Folgen und sehr erschreckend...
 
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